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Kombiinstrument Opel Astra G®: Anleitung zur Fehlersuche & Aus- und Einbauanleitung

Liste der Fehlerursachen bei gestörten Instrumenten und Anzeigen und ausführliche Ein-/Ausbauanleitung.



Schrauben an alten Benzen
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ISBN 97 8374 8102 328

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Ein kleiner Hinweis zu Beginn: Den Ausbau des Kombiinstruments kann auch ein unerfahrener Schrauber in etwa 30 Minuten durchführen. Wenn allerdings das passende Werkzeug fehlt oder Ihnen das Handwerkliche fremd ist, sollten Sie diese Arbeit besser einer Werkstatt überlassen.


1. Erste Maßnahmen und Fehlerursachen bei gestörten Instrumenten und Anzeigen beim Astra G®

Wenn die Anzeigen des Kombi-Instruments nicht funktionieren oder absurde Werte anzeigen, muss nicht notwendig die Elektronik des Kombi-Instruments defekt sein. Es gibt noch ein paar Störungsursachen, die mit mehr oder weniger Aufwand selbst zu beheben sind. Fangen wir also an, dem Fehler auf den Grund zu gehen.

Eine häufige Schadenursache sind Spannungsspitzen beim Batterietausch oder beim Laden einer nicht vom Bordnetz getrennten Batterie. Auch auch niemals die Zündung einschalten, wenn die Batterieanschlüsse nur lose auf die Batteriepole gesteckt sind - auch hierdurch entstehen Spannungsspitzen. Die Elektronik des Astra® ist hochempfindlich. Oder klarer ausgedrückt - sie enthält keinerlei Schutzschaltungen, die Kurzschlüsse oder Spannungsspitzen abfangen. Die Folge sind häufige Defekte.

Die erste Maßnahme bei Fehlfunktionen der Anzeigeinstrumente ist ein stromlos Setzen des Fahrzeugs: Bei ausgeschalteter Zündung entfernen Sie das Massekabel für wenigstens eine Minute. Danach wieder befestigen und Fahrzeug starten. Ist der Fehler behoben?

Wenn nicht, kommt - besonders häufig beim Corsa - auch noch ein korrodierter Massepunkt im Motorraum in den Fokus. Dort sind vier Massekabel über eine Hutmutter miteinander verbunden. Rost stört gelegentlich den Kontakt. Aber manchmal löst sich auch die Mutter. Prüfen.

Bei folgenden Symptomen kommt das ABS-Steuergerät oder seine Fühler in Verdacht: Der Tacho zeigt keine Geschwindigkeit an, zudem leuchtet dann auch die ABS-Kontrolleuchte. Direkt nach dem Motorstart und während der Fahrt können ABS und Tacho jedoch zeitweise korrekt funktionieren. Dann sollte man zuerst die Kabelanschlüsse an den ABS-Fühlern prüfen. Wenn sie trocken und frei von Korrosion sind, könnte auch ein Kabelbruch vorliegen. Dem kommt man mit Durchmessen auf die Spur. Wird die Fehlerursache so nicht gefunden, wäre es spätestens jetzt Zeit, eine erfahrene Fachwerkstatt zu beauftragen.

Bei folgenden Symptomen kommt das CIM (Lenksäulen Elektronik Modul) in Verdacht: Der Tacho zeigt oft keine Geschwindigkeit - dabei funktionieren zugleich Fahrzeugbeleuchtung und Klimaanlage nicht. Oder die Airbag-Kontrolleuchte bleibt bei eingeschalteter Zündung dunkel und die Fensterheber (z.B. Beifahrerseite) einschließlich der Beleuchtung der Schaltereinheit von Fensterhebern und Außenspiegeln funktionieren nicht. Dagegen ist die Motortemperaturanzeige durchgehend intakt. Nach einem Austausch des Lenksäulen Elektronik Moduls (CIM) müssen vermutlich einige Fahrzeugdaten programmiert werden. Für dessen Ausfall kommt übrigens Wassereintritt in das Steuergerät infrage. Darum prüfen Sie unbedingt, ob es im Bereich des CIM feucht oder gar naß ist. Wenn ja, muss zuerst die Wassereintrittsstelle gefunden und abgedichtet werden, sonst wäre ein neues Modul schnell wieder kaputt. Zum Thema Wassereintritt beim Astra orten und beseitigen habe ich eine separate Seite gemacht, die Ihnen hilft, dieses Problem zu lösen.

Bei folgenden Symptomen kommt jedoch die Instrumenteneinheit selbst in Verdacht, defekt zu sein: Tacho und Drehzahlmesser sowie Tank- und Wassertemperaturanzeige sind gleichzeitig ausgefallen - eventuell hängen die Zeiger auch bei ausgeschalteter Zündung auf dem letzten angezeigten Wert fest. Die digitalen Anzeigen für KM-Zähler, Tageskilometerzähler etc. funktionieren ebenfalls nicht. Dagegen sind die Blinker-Kontrolleuchten intakt. Es gibt im Internet zahlreiche Elektronik-Spezialisten, die Steuergeräte und Kombiinstrumente reparieren. Diese arbeiten - soweit mir bekannt - zuverlässig und helfen, Geld zu sparen. Denn Neuteile sind extrem teuer und Gebrauchtteile bergen das Risiko eines vom Händler nicht erkannten Defekts.

Ein Tipp: Wenn Sie dann schon einmal das Kombiinstrument ausgebaut vor sich haben, empfiehlt es sich, die austauschbaren Leuchtmittel auch gleich mit zu ersetzen. Zum einen werden Glühbirnen mit zunehmender Brenndauer immer dunkler. Zum anderen sind sie häufiger als früher in Betrieb, weil heutzutage oft auch am Tag mit Licht gefahren wird.



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2. Ausbau-Anleitung für die Kombiinstrument

Alle zu lösenden Torx-Schrauben sind 20er-Schrauben.

  1. Lenksäulenverkleidung: Lösen Sie die zwei Kreuzschlitzschrauben der oberen Lenksäulenverkleidung [Bilder 1 & 2 der Bilderserie].
  2. Lenksäulenverkleidung: Dann hebeln Sie mit einen kleinen Schlitz-Schraubendreher deren beide Hälften auseinander und entfernen diese - dabei die Gummimanschetten der beiden Lenkstockhebel in ihrer Position festhalten [Bilder 3 & 4 der Bilderserie].
  3. Instrumentenverkleidung: Hebeln Sie mit einem kleinen Schlitz-Schraubenbdreher die beiden Abdeckkappen links und rechts der Lenksäule für die unteren Befestigungsschrauben der Verkleidung vor der Instrumententafel ab [Bild 5 der Bilderserie].
  4. Instrumentenverkleidung: Dann entfernen Sie diese beiden nun frei zugänglichen Torx-Schrauben. Oben wird diese Verkleidung von zwei weiteren Torx-Schrauben (ohne Abdeckkappe) gehalten - auch entfernen.
  5. Ziehen Sie die Instrumentenverkleidung nun vorsichtig nach links heraus.
  6. Instrumentengehäuse: Lösen Sie jetzt die beiden nun frei zugänglichen Torx-Schrauben unten am Instrumentengehäuse. Danach legen Sie den darüber befindlichen beigen Hebel nach links um. Hierdurch werden der einzige, hinter der Einheit fixierte Stecker und das Instrumentengehäuse getrennt. [Bilder 6 & 7 der Bilderserie]
  7. Instrumentengehäuse: Zum Herausziehen des Gehäuses drücken Sie dessen untere rechte Ecke in den Hohlraum und ziehen zugleich die linke untere Ecke etwas heraus. Andernfalls würde die Kunststoffumrandung beschädigt [Bilder 8 & 9 der Bilderserie]
  8. Instrumentengehäuse: Beide Lenkstockhebel in die untere Stellung bringen und Lenkrad in Mittellage bringen. Jetzt können Sie das aus der Öffnung herausgedrehte Instrumentengehäuse durch die obere Lenkradöffnung herausziehen [Bild 10 der Bilderserie]
  9. Instrumentengehäuse Rückansicht: Es gibt nur diese eine Steckverbindung mit Hebel-Schnappverschluss für alle Leitungsanschlüsse - eine Tachowelle gibt es zumindest ab Modelljahr 2000 nicht mehr [Bild 11 der Bilderserie]


3. Einbau-Anleitung für das Kombiinstrument

Den Einbau nehmen Sie in genau umgekehrter Reihenfolge vor. Hebei am Kombiinstrument vor dem Einbau nach links schieben. Doch die folgenden Schwierigkeiten können auftreten:

Wenn beim Hineindrücken des Kombiinstruments der im Armaturenschacht fixierte Stecker nicht in seine Entsprechung hinten am Kombiinstruments rutschen will und daher die Verriegelung nicht greift, dann verfahren Sie folgendermaßen:

  1. Kombiinstrument schräg liegend im Einbauschacht halten und den fixierten Stecker samt(!) seinem gelblichen Kunststoffrahmen mit dessen Haltenasen in Fahrtrichtung hinten aus deren oberer Aufnahme herausziehen  [siehe Bilderserie].
  2. Jetzt den Stecker der Rahmen/Steckereinheit manuell vorsichtig in die Steckdose am Kombiinstrument einführen. Es muss leicht gehen, anderseits sind die seitlichen Führungslaschen verbogen. Zum Verriegeln den Hebel von links nach rechts umlegen. Wenn der Hebel korrekt eingerastet ist, sitzt der Stecker fest [siehe Bilderserie].
  3. Schalten Sie die Zündung ein. Leuchten alle Anzeigen? Motor starten: Funktioniert der Drehzahlmesser? Wenn ja, mit dem nächsten Punkt fortfahren.
  4. Jetzt beim Einsetzen des Kombiinstruments in seine endgültige Position gleichzeitig die Haltenasen des Steckerrahmens oben wieder in die Metallaufnahmen hineinschieben. Das geht ganz leicht, da gut zu sehen.
  5. Erst jetzt das Kombiinstrument mit seinen beiden Torx-Schrauben (mit fest angebrachter Unterlegscheibe) festschrauben.

Bevor nun die Instrumentenverkleidung angebracht wird, muss die obere Lenksäulenverkleidung wieder montiert werden, weil erstere über letztere gesetzt wird. Dafür beide Gummimanschetten der Lenkstockhebel etwas zurückziehen [Bild 18 der Bilderserie].

Dann wird die instrumentenseitige Lasche der oberen Lenksäulenverkleidung unter den Metallträger über der Lenksäule geschoben. Das ist etwas trickreich, weil die Verkleidung instrumentenseitig links und rechts zwei Führungen hat, die in die entsprechenden Aufnahmen geführt werden müssen [Bilder 16 &17 der Bilderserie]. Andernfalls bliebe intrumentenseitig zwischen oberer und unterer Lenksäulenverkleidung immer ein kleiner Spalt. Also: Die obere Lenksäulenverkleidung von hinten bei abgesenktem Lenkrad zum Kombiinstrument schieben, vorne leicht herunterdrücken und in seine endgültige Position einrasten. Beide Hälften zusammendrücken. Festschrauben mit den beiden kleinen Kreuzschlitzschrauben. Hierzu muss das Lenkrad entsprechend gedreht werden, um an die Schraubenlöcher zu gelangen. Hiernach können die Manschetten der Lenkstockhebel wieder zurück gezupft und mit ihrer jeweils ersten Falte in die Öffnungen der Lenksäulenverkleidung gedrückt werden.

Nun die Instrumentenverkleidung von links hinter das heruntergelassene und in Mittelstellung befindliche Lenkrad schieben, in die endgültige Position bringen und mit den vier Torx-Schrauben festschrauben. Nicht vergessen, die vier Kappen zum Verkleiden der Schrauben wieder aufzusetzen beziehungsweise aufzustecken.

Das ist alles. Vermeiden Sie also wie Eingangs erwähnt Spannungsspitzen - beispielsweise durch das Aufladen der im Fahrzeug angeschlossenen Batterie. Hierfür musst die Batterie vollständig vom Bordnetz getrennt werden. Die Pole müssen zudem bei Einschalten der Zündung stets festgeschraubt sein - niemals lose aufgesteckt die Zündung einschalten oder den Motor starten. Was bei anderen Fahrzeugen gar kein Problem ist, nimmt die empfindliche Opel-Elektronik übel. Und die korrosionsanfälligen Massepunkte im Motorraum könnte eine Werkstatt nebenbei säubern, blanck machen und am Ende mit Polfett schützen. Dann ist von dort auch nichts zu befürchten.

Wenn man diese Dinge beizeiten berücksichtigt, hat man im Oprel Astra ein sehr zuverlässiges und langlebiges Auto.



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