Anleitung Regenwassernutzungsanlage mit Zisterne oder Erdtank im Selbstbau
Detaillierte Beschreibung zum Selberbauen einer Regenwassernutzungsanlage mit wasserdichter Zisterne oder Kunststofftank. Tipps zum Beheben von Undichtigkeiten einer gemauerten Zisterne.
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1. Genehmigungen und Auflagen des örtlichen Wasserversorgers
Es ist in Absprache mit Ihrem Wasserversorger in allen Bundesländern
zulässig, Regenwasser für die Garten- und teilweise auch für die Hausbewässerung
zu verwenden. Klären Sie vor Beginn der Arbeiten mögliche Auflagen, Abgaben
und Genehmigungen.
2. Art der Zisterne wählen und benötigtes Material
2.1 Richtige Größe des Wasserspeichers (Zisterne) ermitteln
Das benötigte Volumen richtet sich sowohl nach dem dem angenommenen
künftigen durchschnittlichen Wasserverbrauch bei gefüllter Zisterne als auch
nach der überdachten Grundfläche des Hauses.
Denn mit der Dachung eines Reihenhauses bekämen Sie einen 7000 Liter (= 7 Kubikmeter)
Tank niemals voll. Dort reichen maximal 2500 Liter Speichervolumen aus. Haben
Sie dagegen ein Einfamilienhaus mit beispielsweise 160qm Grundfläche, sollte
das Speichervolumen maximal 7000 Liter betragen. Dies entspricht also
1000 Liter Speichervolumen je 20 Quadratmeter Grundfläches (nicht Dachfläche) des Hauses
und gilt für einen angenommenen Tagesverbrauch von etwa 350 Liter/Tag oder 10.000 Litern/Monat.
Diese Verbrauchshöhe erreichen Sie in der Regel nur nur, wenn das Zisternenwasser
für Toilettenspülung, Waschmaschine und Dusche oder im Sommer zum Wässern größerer
Gartenflächen verwendet wird. Haben Sie nur eine Waschmaschine und ein WC angeschlossen
und wollen nur wenig Regenwasser im Garten nutzen, dann reicht gut die Hälfte des
oben angegebenen Speichervolumens. Bei ebenfalls nur einer Waschmaschine und WC,
aber einer großen zu wässernden Gartenfläche sollte das Speichervolumen um 50 Prozent
größer gewählt werden als oben angegeben. Denn dann muss Ihre Zisterne das Regenwasser
in regenstarken Zeiten auf Vorrat sammeln, damit es Ihnen in regenarmen Monaten
in austreichender Menge zur Verfügung steht. Am Beispiel des Reihenhauses mit 60qm
Grundfläche errechnet sich der Speicherbedarf wie folgt:
(60 / 20) x 1000 = 3000 Liter + 50% = 4500 Liter
Dieses Speichervolumen wird dennoch nicht reichen, um Ihnen in einer längeren Trockenperiode
Wasser zur Verfügung zu stellen. Ein größerer Speicher macht jedoch keinen Sinn, weil die
kleine Grundfläche (und damit auch kleine Dachfläche) des Reihenhauses zu wenig Regenwasser
für Ihren Wasserspeicher liefert. In der folgenden Listung nenne ich unverbindlich(!)
und beispielhaft einige Speichergrößen, die ich in verschiedenen typischen Szenarien verwenden würde:
60qm Grundfläche/2 Pers. duschen tgl./WC/Waschmaschine/wenig Gartenbewässerung: 2600 Liter (Tank wird häufig leer sein, aber Dachfläche zu klein für größeren Tank)
60qm Grundfläche/WC/Waschmaschine/viel Gartenbewässerung: 4.000 Liter (Tank wird ebenfalls häufig leer sein, aber Füllung in regenreichen Zeiten für Trockenperioden durch geringen Tagesverbrauch möglich)
60qm Grundfläche/WC/Waschmaschine/wenig Gartenbewässerung: 2600 Liter (Tank wird häufig leer sein, aber Dachfläche zu klein für größeren Tank)
60qm Grundfläche/WC/wenig Gartenbewässerung: 2000 Liter (Tank wird gelegentlich voll sein, aber geringer Verbrauch benötigt keinen größeren Tank)
160qm Grundfläche/2 Pers. duschen tgl./WC/Waschmaschine/wenig Gartenbewässerung: 7.000 Liter (Tank wird zu einem Drittel des Jahres leer sein, aber Dachfläche zu klein für größeren Tank )
160qm Grundfläche/2 Pers. duschen tgl./WC/Waschmaschine/viel Gartenbewässerung: 7.000 Liter (zu hoher Tagesverbrauch, um ggf. größeren Tank zu füllen)
160qm Grundfläche/WC/Waschmaschine/viel Gartenbewässerung: 5.000 Liter (Tank wird nur in Trockenzeiten mit Gartenbewässerung leer werden)
160qm Grundfläche/WC/wenig Gartenbewässerung: 3500 Liter (Tank wird gelegentlich voll sein, aber geringer Verbrauch benötigt keinen größeren Tank)
320qm Grundfläche/2 Pers. duschen tgl./WC/Waschmaschine/viel Gartenbewässerung: 14.000 Liter (Tank wird nur in Trockenzeiten mit Gartenbewässerung leer werden)
320qm Grundfläche/WC/Waschmaschine/viel Gartenbewässerung: 14.000 Liter (Tank wird im Winterhalbjahr gelegentlich voll sein, doch große Speicherreserve für lange trockene Sommer)
Das alles sind Anhaltspunkte. Duschen Sie oder Ihre Familienangehörigen anstelle
der angenommenen 10 Minuten gerne länger, ist der Speicher natürlich
wesentlich schneller leer. Zwei Personen verbrauchen: im 10-Minuten-Duschen zusammen
etwa 250 Liter Wasser, für die Toilettenspülung 60-80 Liter und für die Waschmaschine
etwa 60-80 Liter täglich. Doch nirgendwo gibt es so große Unterschiede im Verbrauchsverhalten
wie beim Wasserverbrauch. Hätte ich in einer solchen Planung ausreichende finanzielle
Mittel, würde ich die Speichergröße eher am größeten genannten Wert orientieren.
Denn mit dem richtigen Filter muss ein Wasserspeicher nicht mehr überlaufen, um
Dreck von der Wasseroberfläche zu spülen: Dort sammeln sich gar nicht erst Verschmutzungen
an, ein Überlauf ist daher überflüssig (Siehe Ziff. 2.5).
2.2 Welche Art Wasserspeicher wählen: Sickergrube, Kunststofftank oder Betonringe?
Als Zisterne bezeichne ich ab hier alle Arten von Wasserspeichern. Also
sowohl einen Regenwasser-Erdtank aus Beton oder Kunststoff als auch eine
für die Sammlung von Regenwasser nutzbare ehemalige Sickergrube.
Bilderläuterung: Unverputzte Sickergrube mit Lehmboden - beruhigter
Einlauf hinten links. Der frühere Sickergruben-Einlauf oben rechts ist verschlossen. Heute
verläuft das hier unter der Decke geführte Zulaufrohr zur Reduzierung
der Bruchgefahr am Boden der Zisterne und führt von dort mittels Bögen in den Einlauftopf.
Wenn Sie einen Kunststofftank im Garten vergraben, entfernen Sie einen meist mitgelieferten
Horizontal-Filter und setzen zudem einen beruhigten Einlauf (Quelltopf)
(siehe Bild) hinein. Der Filter wird durch einen hochwirksamen
und wartungsarmen Wirbel-Feinfilter ersetzt (siehe Ziff. 2.5).
Eine gemauerte ehemalige Sickergrube ist meist unverputzt und dadurch extrem
wasserdurchlässig. Diese muss wie unten beschrieben abgedichtet werden, um
nicht täglich über 70 Prozent des Speicherinhalts durch die Wände
zu verlieren. Ein Kunststoff-Regenwasserspeicher ist sicherlich die handwerklich
einfachste Lösung. Nur will dieser eingegraben sein. Wenn sie also bereits
eine ungenutzte Sickergrube haben, ist deren weitgehende Abdichtung durch Verputzen
und Verfliesen vorzuziehen. Auch entsteht an Wänden und Boden der gefliesten
Zisterne nach wenigen Wochen ein das Wasser reinhaltendes Bakterienklima - ob sich
dies an den Kunststoff-Wänden und dem Boden eines Kunststofftanks ebenso entwickelt,
entzieht sich meiner Kenntnis. Möglicherweise würde das Einbringen von
einer dünnen Lage Beton in dessen Bodenbereich die Entstehung eines selbstreinigenden
Bakterienklimas begünstigen. Wegen mit den Jahren zunehmenden Versickerungsverlusten
kann übrigens eine automatische Trinkwasser-Nachspeisung für den
Regenwasser-Speicher extrem teuer kommen. Es geht auch ohne, wie Sie im Laufe der
folgenden Beschreibungen noch sehen werden.
Von übereinandergesetzten Betonringen als Wasserspeicher rate ich ab -
die entsprechenden Foren sind gefüllt mit den Anfragen von Leuten, die diese offenbar
nicht dicht bekommen. Meist beginnen die Verbindungsstellen der Ringe gerade nach Ablauf der
Garantiezeit durchlässig zu werden. Und dann hätten Sie das gleiche Problem wie in
der Zisterne - nur dass Sie aufgrund der Rundungen nicht fliesen können.
2.3 Der beruhigte Einlauf: Quelltopf oder Rohrbogen?
Der Quelltopf aus PE bremst die Fallgeschwindigkeit des zulaufenden Wassers
stark ab und läßt es nach allen Seiten in den Wasserspeicher einströmen,
wodurch die Bodensedimente so wenig als möglich aufgewirbelt werden. Dieser Einlauf
vom Hersteller Rewalux ist nicht ganz billig - wer hier sparen möchte,
kann ihn gut durch ein T-Stück und zwei Bögen ersetzen. Dann fließt
das Wasser ersatzweise in das T-Stück und wird abgebremst über die beiden
mit der Öffnung nach oben zeigenden Bögen in zwei Richtungen geteilt in
die Zisterne geführt.
Das einfließende sauerstoffhaltige Wasser fließt also in beiden Varianten
strömungsberuhigt in den unteren Speicherbereich ein und wird nach dem durchströmen
des gesamten Speichers an der gegenüberliegenden Seite über eine
Pumpe entnommen - dies ist für den vollständigen Wasseraustausch bedeutsam.
So spielt eine Sauerstoffdurchmischung eine wichtige Rolle für die Wasserqualität.
2.4 Die Wahl der Pumpe: Hauswasserwerk oder Tauchdruckpumpe?
Wegen der Verkeimungsneigung, Erstansaugproblematik und der Erfordernis
von Rückschlagventilen und regelmäßiger Filterwechsel bei sogenannten
’Hauswasserautomaten/ Hauswasserwerken’ empfehle ich die ohnehin
günstigere Tauchdruckpumpe. Auf einen Regenwasserfilter im Druckteil
der Anlage kann dann verzichtet werden - dieser wäre zudem eher ein Risiko
für die Wasserqualität, da man nach ein paar Jahren nicht mehr so regelmäßig
an einen Austausch denkt wie zu Beginn, wo das Interesse noch groß ist. Als Hersteller
bevorzuge ich wegen erwiesener Zuverlässigkeit der Pumpen im Vergleich zu
Billig-Tauchpumpen den hier schon viel zu häufig erwähnten Hersteller Rewalux.
Der Begriff ’Erstansaugproblematik’ bezeichnet das aufwendige erste
Ansaugen von Wasser respektive die erste manuelle Befüllung des Schlauchs
bei preiswerten und daher nicht selbstansaugenden Hauswasserwerken.
2.5 Der Regenwasserfilter: Bitte kein Horizontal-Sieb verwenden!
Bilderläuterung: Bis mittelstarkem Regen
wird zufließendes Wasser - wie hier zu sehen - komplett durch das Filtersieb in die Zisterne
geleitet. Erst Starkregen spült den Filter sauber.
Als Regenwasserfilter empfehle ich einen
REWALUX® WISY Wirbel-Fein-Filter (siehe Bild,
weil nur dieser erstens sämtlichen Dreck vom Dach automatisch
in die Kanalisation weiterleitet und hierdurch kaum verschmutzt und den höchsten
Wasserertrag bietet. Gerade nach längeren Trockenzeiten werden große Mengen Tannennadeln,
Laub und Taubendreck vom Dach gespült. Selbst tote Vögel rutschen durch
diesen Filter in die Kanalisation. Der selbstspülende REWALUX® Edelstahl-Filtereinsatz
muss dennoch für optimalen Ertrag wegen seines sehr feinmaschigen Edelstahl-Siebes
alle zwei bis drei Monate im Geschirrspüler gereinigt werden - andernfalls
verklebt das Sieb mit der Zeit und würde undurchlässig.
Wenn Ihr Regenwasser dagegen durch ein häufig angebotenes horizontales
Sieb wie einen bei Kunststofftanks oft mitgelieferten Filterkorb gereinigt werden
soll, kommt schon nach kurzer Zeit kaum noch welches durch. Diese Horizontalfilter
verstopfen sehr schnell. Nach wenigen Tagen würde dasjenige Wasser, welches dennoch
durch den Dreck durchsickert, verkeimen. Hier sollte also nicht gespart werden -
der beste Filter erspart Ihnen zudem einen Überlauf, weil die Wasserqualität
ungleich besser ist.
2.6 Der Regenwasser-Zulauf: Graue oder orange Rohre?
Im Regenwasserzulauf kommen durchgängig die orangefarbenen 100er
KG-Kunststoffrohre zum Einsatz. Ein geringerer Durchmesser führt bei Starkregen
zum Überlaufen des Regenrinnenablaufs.
Die grauen HT-Abwasserrohre sind zwar ein paar Cent billiger, jedoch nicht frostfest
und damit nur für die Nutzung im Haus geeignet.
2.7 Die Druckseite: Kupfer- oder Kunststoffrohre?
Im Haus wird das Regenwasser über ein Kupferrohr beispielsweise
zum Außenwasserhahn geführt. Alternativ können Sie für Trinkwasser-Druckleitungen
geeignete Kunststoffrohre nehmen. Hierbei sind unbedingt Mehrschicht Kunststoff-Metall
(Aluminium)-Verbundrohre den reinen Kunststoffrohren vorzuziehen, weil sie sich
weniger dehnen und größere Befestigungsabstände möglich sind. Auch ist die Dehnungsneigung
reiner Kunststoffrohre bei Unterputz-Verlegung problematisch.
Den flexiblen Kunststoffdruckschläuchen für den Gartenbereich ist dagegen nur
eine relativ kurze Haltbarkeit beschieden - und so würde Ihr Keller ohne für
die Hauswasserinstallation geeignete Rohre irgendwann unter Wasser stehen. Die den
Kupferrohren gelegentlich nachgesagte Korrosionsneigung durch Regenwasser kann ich
nicht bestätigen - hierfür ist vielleicht auch die Reinheit des Regenwassers
(umgebende Industrien?) entscheidend. Eine Schutzbeschichtung der Kupferrohre kann
nach meiner Auffassung auch nicht ausschlaggebend für die Korrosionsbeständigkeit
sein, weil an den Verbindungsstellen durch das Weichlöten diese Schutzschicht
zerstört sein dürfte.
Wichtiger Hinweis: Das Regenwassernutzungssystem darf an keiner Stelle
und auf keinen Fall mit dem Wassersystem Ihres Wasserversorgers verbunden werden.
Es besteht die Gefahr einer großflächigen Verkeimung des öffentlichen Rohrnetzes, was zu erheblich
Kosten (bis zu mehreren zehntausend Euro) für Reinigung und Entkeimung durch Fachbetriebe führen
kann! Daher dürfen ein Außenwasserhahn, eine WC-Spülung oder eine Waschmaschine, welche
einmal am Zisternennetz angeschlossen waren, nicht mehr an das öffentlichen Netz
angeschlossen werden.
2.8 Die Pumpensteuerung: Elektronik oder nicht?
Ein elektronisches Schaltgerät zur automatischen Steuerung der Tauchdruckpumpe ist
unverzichtbar. Es startet die Pumpe bei Druckabfall und lässt diese laufen, solange
ein Mindestdurchfluss gewährleistet ist - so wird ein ständiges An- und Abschalten
der Pumpe bei geringen Durchflussmengen vermieden. Der REWALUX® Pump-Butler
hat sich bewährt. Er muss manchesmal nach einer Frostperiode am inneren Druckregler
etwas nachjustiert werden, damit die angeschlossene Tauchdruckpumpe korrekt aus-
und einschaltet.
2.9 Die Füllstandsmessung: Füllstandsmesser kaufen?
Eine elektronische oder mechanische Füllstandsanzeige ist ungenau
(10-Prozent-Schritte) und überflüssig, wenn Sie einfach das Regenwasser
nutzen, bis die Pumpe wegen leerer Zisterne abschaltet. Hat es ordentlich geregnet,
schalten sie diese wieder ein. Möchten sie jedoch den Füllstand verfolgen, leisten
Sie sich eine elektronische Anzeige.
2.10 Welche Art Druckschlauch zwischen Tauchpumpe und Druckschalter verwenden?
Die meisten im Baumärkten erhältlichen PVC-Druckschläuche halten mit oder ohne Gewebeeinlage
nur ein bis zwei Jahre. Dauerhaft Ruhe vor platzenden Schläuchen hat man mit den
wenig flexiblen schwarzen PE-Rohren nach DIN EN 12201 (Polyethylen
Hartkunststoff-Schlauch). Sie sind druckfest bis 7 bar, innen und außen
glatt, frostsicher und im Erdreich verlegbar. Ihre Verbindung erfolgt meist über
MS-Verschraubungen (Klemmverschraubungen).
2.11 Weitere Geräte und Kleinteile
Bei Verarbeitung von Kupferrohren: Lot, Lotpaste, Stahlwollröllchen
(zum Blankmachen der Kupferrohr-Verbindungsteile).
Haushaltsoel zum Einreiben der
KG-Rohr Verbindungsteile vor dem Zusammenfügen, Wasserzähler plus Übergangsstücke:
eines zur Klemmverschraubung des PE-Druckschlauch, ein anderes zum Übergang
zum Pump-Butler (Pumpensteuerung), Kunststoffkette zum Aufhängen der
Tauchdruckpumpe (Tauchpumpe kann bei Defekt aus gefüllter Zisterne gezogen werden),
2.Schwimmer für WC-Wasserkasten (Fast alle Wasserkästen lassen eine beidseitige
Schwimmermontage und damit Doppelversorgung des Wasserkastens sowohl mit Regen-
als auch Trinkwasser zu).
Wenn sie eine Waschmaschine an das Regenwassernetz anschließen,
brauchen Sie außer bei sehr großen Dachflächen und geringen Entnahmen
eine separate Waschmaschine, weil es nicht zulässig ist, ein zuvor an das
Regenwassernetz angeschlossenes Gerät bei leerer Zisterne an das Trinkwassersystem
Ihres Wasserversorgers anzuschließen.
3. Unter anderem benötigtes Werkzeug:
Spaten zum Graben & Mischen von Putz & Beton;
ggf. Heißluftfön zum weniger brandgefährlichen Verlöten der Kupferrohre;
ggf. Maurerkelle und Glättekelle zum Verputzen;
ggf. Maurerbottich zum Anmischen von Putz & Beton;
Wasserwaage zur Kontrolle des Gefälles der Regenwasser-Zuflussrohre;
und des lotrechten Setzen des Wirbelfeinfilters;
Rohrzange und Maulschlüssel (für Wasserzähleranschlüsse);
Bohrmaschine (zum Bohren der Dübellöcher für die
Druckrohr-Installation im Haus);
heller Bausand;
4. Reihenfolge der Arbeiten
4.1 Nur bei gemauerter Zisterne:
Eventuell muss ein Zugangsschacht mit Abdeckplatte gemauert werden - denn der
Zugang zu vielen alten Sickergruben liegt heute gut 50 Zentimeter unter einer
Rasenfläche oder anderem Bewuchs. Das ist zeitaufwendig - darum fangen wir
damit an.
Über eine bakterielle Verseuchung Ihres Regenwassereintrags aufgrund
der früheren Nutzung als Schmutzwasser-Sickergrube brauchen Sie
sich keine Sorgen zu machen, wenn der Speicherraum schon einige Jahre ungenutzt
war und trocken stand. Dann ist die damalige Bakterienkultur
längst in diejenige eines normalen Kellerraumes übergegangen. Zudem werden Wand und
Boden neu aufgebaut, was einen Einfluss der früheren Nutzung unwahrscheinlich
werden lässt.
Verputzen Sie zunächst
den innenliegenden nackten Stein mit ’Haftputz für Fassaden und Feuchträume’. Dann
gießen Sie den gesamten Boden - welcher oft aus wasserundurchläßigen
Lehm besteht - mit fließfähig gehaltenen Beton aus. Selbst wenn beim
Eingießen noch Pfützen auf dem Boden stehen, wird dieser im Wasser abbinden
und hart werden. Bei dieser Gelegenheit könnten Sie zum sicheren Begehen der Zisterne auch gleich eine
kleine Stehleiter mit einbetonieren und ggf. einen Sockel (Höhe 5 Zentimeter reichen
= ein flacher Ziegelstein) für die Tauchdruckpumpe setzen (sofern diese über keinen
Sedimentschutz verfügt wie diejenigen von REWALUX®).
Der Aufwand für das Fliesen der Wände mit Billig-Kacheln
lohnt sich, weil durch die verputzten Wände Ihrer ehemaligen Sickergrube noch
Wasser entweicht. Der Boden kann ungefliest belassen werden, wenn unter dem Beton
eine undurchlässige Lehmschicht vorhanden ist. Fliesen Sie also die Wandflächen
mit ’Ceresit hochflexiblen Fliesenkleber für kritische Untergründe’.
Dieses ist eine Fertigmischung in Säcken, die auch schon Zement enthält.
Dieser Kleber ist nach der Verarbeitung relativ wasserundurchlässig, darum
sollte er die ganze Wandfläche bündig bedecken. Verwenden Sie auf keinen
Fall irgendwelche ’Fertige Superkleber’ o.ä. (verschiedene Anbieter)
in Kunststoffbehältern, die an die Wand gespachtelt werden. Das Zeug ist sehr
teuer, muss zudem entgegen der großspurigen Suggerierung des Aufklebers noch
mit Zement vermischt werden (steht manchmal nur mit der Lupe sichtbar im Kleingedruckten)
und trocknet in geschlossenen, kaum belüfteten Zisternen fast nicht ab. Wir
haben so einen Superkleber ausprobiert und nach der ersten Füllung der Zisterne
die Scherben sämtlicher heruntergefallwener Fliesen einsammeln können.
Zu guter Letzt verfugen Sie die Fliesen, um die letzten Ritzen wasserdicht
zu verschließen.
4.2 Gräben für orangefarbenen 100er KG-Kunststoffrohre ausheben
Bilderläuterung: Bei Verlegung der Abwasserrohre
den ursprünglich unverputzten Sockelbereich des Hauses gleich mit abdichten.
Links ist rohes Mauerwerk, in der Mitte ist der Sockel bereits verputzt und rechts mit
einem Bitumen-Anstrich versehen.
Darauf achten, dass vom Fallrohr bis zum Wirbelfeinfilter ein
leichtes Gefälle besteht. Es kann ruhig sehr gering, muss jedoch
durchgängig sein. Direkt hinter dem Fallrohr und in kritischen, schwer
zugänglichen Abschnitten sind T-Stücke mit Verlängerung zum
Bodenniveau als Reinigungsöffnung zu empfehlen.
Wenn sie schon einmal dabei sind und der Haussockel noch nicht verputzt
und/oder mit einem Bitumenanstrich versehen ist, dann machen Sie das jetzt
gleich mit. Später werden Sie vermutlich nie wieder die Motivation aufbringen,
um die im korrekten Gefälle verlegten Regenwasserabflussrohre herum
alles wieder aufzugraben.
Wichtiger Hinweis:
Beachten Sie beim Ausschachten, dass der Sockel einer Hauswand nur in kleinen
Abschnitten freigelegt werden darf, um einen Einsturz der dann nicht mehr durch
Erde gestützten Hauswand zu vermeiden. Eine größere Ausschachtung oder das
ungesicherte Freilegen des Fundaments kann zu einer einknickenden Kellerwand
oder einem einstürzenden Mauergiebel durch fehlende Rückverankerung von Wänden
an Decken führen. Auch kommt es durch fehlende Sicherungen wie der Abstützung
der Erdseite der Baugrube gegen die Kellerwand immer wieder zu Todesfällen.
Bilderläuterung: Eine Reinigungsöffnung
am Fallrohr erleichtert die Beseitigung von Rohrverstopfungen.
Das Zusammenschieben der Elemente geht leichter, wenn Sie die Verbindungsstellen
zuvor mit etwas Haushaltsoel einreiben.
Die Rohre müssen in hellem Bausand gebettet werden - in Muttererde würden sie
beim Überfahren oder durch leichte Bodenverschiebungen brechen. Ein durchgängiges
Gefälle ist erforderlich - am Wirbelfeinfilter muss das Rohr jedoch wenigstens
so tief ankommen, dass der Filter nicht aus dem Bodenniveau herausragt. Dieser
lässt sich dagegen fast beliebig tief setzen, weil es den oberen Schacht verlängernde
Kunststoffringe zu kaufen gibt.
Weder die gemauerte Zisterne noch ein Kunststofftank
benötigen bei dieser Anordnung einen Überlauf - Dank des Wirbelfeinfilters
läuft einfach kein weiteres Wasser mehr in den Tank hinein, wenn dieser voll ist. Und
durch dessen sehr gute Filterung schwimmt auf dem gesammelten Regenwasser auch
kein Schmutz, der durch regelmäßiges Überlaufen - wie häufig empfohlen -
entfernt werden müsste. Diejenigen, welche das empfehlen, haben den falschen
Filter für ihren Wasserspeicher gewählt.
Bilderläuterung: Ganz links: Zulauf in den Filter,
direkt darunter (nicht sichtbar) Ableitung in die Kanalisation;
Mitte unten: Abführung des gefilterten Wassers in die Zisterne.
Daneben ein (überflüssiger!) Überlauf zur Kanalisation.
Möglichst in der Mitte der von verschiedenen Seiten zulaufenden Abwasserrohre
und nach einer wenigstens 50 Zentimeter langen Geraden im Zulauf (besser: 1 Meter
zur Beruhigung des in den Filter einströmenden Wassers)
den Wirbelfeinfilter so setzen, dass dessen Deckel nicht über Bodenniveau herausragt.
Von dort muss es mit Gefälle zur Kanalisation
und in die Zisterne gehen können. Dann die Verbindung zur Kanalisation
herstellen und bis zur Fertigstellung des Tanks den Edelstahl-Filtereinsatz mittels
einer aufgeschnittenen Plastiktüte abdecken. Damit wird verhindert, dass Regenwasser
in die Zisterne einlaufen kann.
Sehr wichtig: Dieser Filter muss nach Anschluss aller Zu- und Ablaufleitungen
absolut lotrecht gesetzt werden, was angesichts der vielen Anschlüsse, deren
Stränge auf die Filtereinheit einwirken, nicht einfach ist. Hierfür benötigen
Sie eine sehr kurze Wasserwaage. Eine leichte Neigung in seiner
Längsachse vermindert die gefilterte Wassermenge erheblich. Bei korrekter Ausrichtung
nach Anleitung geht nach meiner Erfahrung außer bei Starkregen sämtliches
zugeführtes Regenwasser durch den Filter in die Zisterne ein. Dies wird durch den
Umstand ermöglicht, dass sich der Filter zum einen nach unten hin verjüngt, so
dass das Wasser durch seine Schwerkraft in das Sieb geführt wird. Zum anderen
wird Regenwasser mit einer Drehbewegung in das Filtergehäuse eingeleitet, wodurch es
- diese Drehbewegung weiterführend - das Sieb diagonal mit einer größeren Strecke
überläuft. Und nicht nur einfach senkrecht abläuft.
Es empfiehlt sich zudem zum einen, den Wirbelfeinfilter
unten auf eine Gehwegplatte oder ähnliches aufzusetzen, welche auf komprimierten,
nicht gelockerten und damit nicht nachgebenden Boden steht. Zum anderen könnte
der Filter noch vor dem Verfüllen mit Sand großzügig einbetoniert
werden, weil er sich sonst in den Folgejahren dem Druck der angeschlossenen Leitungen
anpasst und seine Neigung verändert. Bei mir führte dies allerdings
dazu, dass sich der Filter - zunächst nicht lotgerecht eingebaut - von selbst
innerhalb zweier Jahre in die korrekte Lage bewegte. Das Betonieren ist also
nur sinnvoll, wenn Sie sicher sind, den Filter absolut lotgerecht gesetzt zu haben.
4.5 Ggf. Regenwasser-Kunststofferdtank setzen
Bei Verwendung eines Kunststofftanks diesen jetzt nach Anleitung so tief in
ein Sandbett setzen, dass der Abgang vom Wirbelfeinfilter mit Gefälle in den
Tank geführt und darin in dem beruhigten Einlauf (Quelltopf) münden kann.
4.6 Beruhigter Einlauf des Regenwassers in den Wasserspeicher
Selbst in einem picksauberen Wasserspeicher setzen sich mit den Jahren
Sedimente ab. Diese würden bei jedem Regenschauer aufgewirbelt, wenn
Sie den Zulauf als Wasserfall hineinspritzen lassen. Besser ist eine
Herabführung des Regenwassers im 100er Rohr bis zum Boden über den nicht
billigen, aber wirksamen Rewalux-Einlauftopf. Ersatzweise können Sie
den teuren Einlauftopf recht einfach mit zwei 90 Grad-Bögen des 100er
Rohres (U-Form) ersetzen. Dieser Bogen bremst das Wasser allerdings nicht so wirksam
ab wie der Einlauftopf.
Der Zulauf sollte bei einem großen Tank, wie auf dem obersten Bild zu sehen ist, in die hinterste,
der Entnahmestelle gegenüberliegende Ecke geführt werden. So wird nachfließendes
sauerstoffhaltiges Regenwasser auf die sonst nicht durchspülte Seite transportiert.
Da zudem auf der dem Einlauf gegenüberliegenden Seite kontinuierlich Wasser abgesaugt wird,
erhöht dies die Durchmischung des in der Zisterne gespeicherten Wassers mit
Sauerstoff. Dieser ist für die Reinhaltung von entscheidender Bedeutung.
4.7 Druckseite der Regenwassernutzungsanlage herstellen
Bilderläuterung: Einbetonierte Stehleiter
und später ersetzte Tauchdruck-Billigpumpe.
Jetzt die Tauchdruckpumpe an einer Kunststoffkette in den Tank hängen,
so dass deren Sedimentschutz am Boden der Zisterne aufliegt
oder sie ohne Sedimentschutz wenigstens 5 cm über dem Boden schwebt und
Ablagerungen nicht ansaugt. Wenn die Pumpe keinen
Sedimentschutz - eine Art Ansaugtopf unter deren Boden - hat, dann stellen Sie
am besten einige Ziegelsteine oder ähnliches darunter,
um bodennahe Schwebstoffe von der Pumpe fernzuhalten. Denn Klarwasser-Tauchdruckpumpen vertragen
auf Dauer nicht das Ansaugen von Sand oder groben Verschmutzungen.
Dann wird
der PE-Druckschlauch aus dem Tank oder der Zisterne heraus durch ein im Garten
eingegrabenes 100er KG-Kunstoffrohr zum Keller und damit zum Wasserzähler
geführt. Die Verlegung des Druckschlauches
im unterirdischen KG-Rohr ist erst ab achzig Zentimeter Tiefe im Erdreich
frostsicher. Beim PE-rohr besteht jedoch kaum die Gefahr des Platzens, weil
diese als frostsicher deklariert sind. Ganz Vorsichtige entleeren den Druckschlauch
im Winter - der Garten wird dann ohnehin nicht gewässert. Hinter den
Zähler wird die Druckleitung der Hausversorgung (Kupferleitung oder
Mehrschicht Kunststoff-Metall-Verbundrohr) angeschlossen
und zum Außenwasserhahn und/oder WC geführt. Am Wasserkasten des
WC bauen Sie den hinzugekauften 2.Schwimmer an und verbinden diesen mit der
Regenwasser-Druckleitung. Sofern die Zisterne Wasser führt, sperren Sie einfach
den Trinkwasserzulauf zum WC ab. Dann läuft nur Regenwasser in den Spülkasten
hinein. Das war’s. Die jeweiligen Verbindungsteile müssen
Sie sich selbst im Baumarkt zusammensuchen - denn deren Maß ist abhängig von
Ihrem Schlauchdurchmesser, dem Durchmesser Ihrer verwendeten Druckleitung der
Hausinstallation und der Größe des Zähleranschlußstutzens.
5. Schlussarbeiten
Im Außenbereich alles verfüllen, Rasen aussäen, Plastiktüte
vom Wirbel-Feinfilter entfernen, Gartenstuhl herausholen, draufsetzen und
auf Regen warten. Ist erstmals ausreichend Regenwasser im Tank, lassen
Sie es nach Regenende noch 24 Stunden ruhen, damit
sich die aus den Bauarbeiten stammenden Schwebeteilchen am Boden absetzen
können und nicht in Ihr Leitungssystem gesaugt werden. Und dann schalten
Sie die Stromzufuhr zu Pumpensteuerung ein. Das war Ihr letzter Handgriff beim
Selberbauen Ihrer Zisterne/Regenwassernutzungsanlage.
6. Letzte Hinweise und Tipps zum Betrieb der Regenwassernutzungsanlage
Bilderläuterung: Blick auf Wirbelfeinfilter &
Zisternenabdeckung. Die Ziegelsteine sollen beim Schließen des Filter-Deckels
ein Einklemmen von Gras verhindern.
Die Wasserqualität in derart zu Zisternen umgewandelten Sickergruben ist nach
drei Wochen durch die bakteriologische Selbstreinigung oft so gut,
dass dieses Wasser auch zum Duschen und für
eine Waschmaschine verwendet werden könnte. Sprechen Sie hierzu jedoch mit
Ihrem örtlichen Wasserversorger, wie die hierbei anfallenden Abwassergebühren
berechnet werden. Eventuell böte sich ein weiterer Zähler für das über
Dusche und Waschmaschine ins Sielnetz einzuleitende Wasser an. Der Hintergrund
ist, dass der Wasserversorger für die Entsorgung des Regenwassers zwar Aufwendungen
hat, diese andernfalls nicht vergütet bekäme. Auch ist mir
nicht bekannt, in welchen Bundesländern die Nutzung von Regenwasser ausschließlich
für den Garten anzeigepflichtig ist. Bitte erkundigen Sie sich vor Beginn
der Arbeiten.
Die erste vollständige Füllung der gefliesten Zisterne löst immer einige Bestandteile
aus den verwendeten Materialien. So wird das Wasser in den ersten Wochen noch nicht klar sein,
selbst wenn es durch die erhöhte Position der Tauchdruckpumpe sandfrei ist.
Das gibt sich. Etwas Beschleunigen könnten Sie diesen Prozess, wenn Sie nach dem
Ende des Trocknungsprozesses das Zisterneninnere gründlich mit einem Wasserstrahl
(keinesfalls Druckreiniger verwenden) abspritzen.
Für das Funktionieren eines selbstreinigenden Bakterienhaushalts in der Zisterne
ist ein gewisser Sauerstoffgehalt des Wassers erforderlich. Sollte wegen
sehr geringer Wasserzufuhr in Trockenzeiten zuwenig Sauerstoff der Zisterne zugeführt
werden, schafft ein Teichbelüfter zuverlässig Abhilfe. Dessen Luftschläuche
sind bei vielen Modellen zehn Meter lang, wodurch man diese zusammen mit PE-Druckschlauch und
dem Anschlußkabel der Pumpe in den Keller führen kann. Über Nacht etwa
sechs Stunden eingeschaltet bei in der Zisterne gut verteilten Zufuhrschläuchen
ersetzt der Teichlüfter in regenarmen Zeiten die Durchmischung mit Sauerstoff durch
nachfließendes Wasser. Schalten Sie jedoch an heißen Tagen diesen Belüfter nur in
der Nacht ein, weil sonst warme Umgebungsluft in die an sich kühle Zisterne
gepumpt würde. Denn je kühler es in der Zisterne ist, desto weniger vermehren
sich die unerwünschte Bakterien in dem gesammelten Wasser. Daher verbietet
sich ein ununterbrochenes Laufenlassen des Teichbelüfters sowie die Sauerstoffzufuhr
über warme Außenluft.
Auch wenn Sie später dunkle Ablagerungen an Wand und Boden Ihrer Zisterne stören, lassen
Sie diese möglichst unangetastet. Denn in diesem Sediment und zum geringeren Teil an
den Wänden befinden sich diejenigen ’guten’ Bakterien, die Ihr Wasser sauberhalten
- also für die Selbstreinigung verantwortlich sind. Würden Sie diesen Belag
vollständig entfernen oder gar Desinfektionsmittel einsetzen, funktionierte die
Selbstreinigung nicht mehr.
Und denken Sie stets daran, dass das Regenwassernetz an keiner
Stelle mit dem Netz des Wasserversorgers verbunden sein darf! So darf auch
eine Waschmaschine oder Toilette nicht abwechselnd über Zisterne und Wasserwerk
versorgt werden. An modernen Toilettenwasserkästen können jedoch oftmals
zwei Schwimmersysteme angeschlossen werden (rechts und links), dann könnte
eines an das Zisternensystem, das andere an das Wassernetz Ihres örtlichen
Versorgers angeschlossen sein. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Wasserversorger,
ob der diese Trennung für ausreichend hält.
Wenn Sie das Regenwasser auch für Dusche und Waschmaschine nutzen wollen,
kämen weitere Aufwendungen in Zuleitungen, Anschlüssen und Geräten hinzu. Billiger
als über Ihren Wasserversorger können Sie daher nicht an Wasser guter Qualität
kommen.
Und nun wünsche ich viele Freude mit Ihrer selbst gebauten Regenwassernutzungsanlage.