Garten

Die Blumenwiese - Neuanlage und Pflege

Planung und Arbeitsschritte für das Anlegen einer Wildblumenwiese mit Pflege-Hinweisen.



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1. Was man über Blumenwiesen wissen sollte

Eine bunte Wiese mit vielen Kräutern und einfachen Wildblumen ist für viele Gartenfreunde mittlerweile ein guter Ersatz zum Einheitsgrün des Rasens. Bei dem Begriff Blumenwiese denken die meisten an scheinbar rein natürlich gewachsene Flächen, aber die klassische Blumenwiese ist eine vom Menschen künstlich erzeugte Nutzfläche, zum Gewinnen von Futtermitteln für die Viehzucht. Werden die Wiesenflächen nicht regelmäßig gemäht oder von Nutztieren abgeweidet, würden wären diese Flächen sehr schnell zuerst von Sträuchern und später von Bäumen bewachsen. Wald würde entstehen. Dennoch sind diese meist vom Menschen künstlich erzeugte Flächen ein sehr wertvoller Lebensraum für recht selten gewordene Pflanzen, Tiere und Insekten.

Sterben die Insekten, stirbt der Mensch. Ohne Insekten sind die Nahrungsketten diverser Gattungen unterbrochen - auch die Unsrige. Die Biomasse von Insektenbeständen selbst innerhalb von Naturschutzgebieten hat sich in den letzten 25 Jahren um 76% bis 81% reduziert. Im gleichen Umfang reduzierte sich die Vielfalt der Insektenarten. Nicht nur Pflanzen, auch Böden und Trinkwasser um Ackerbau- und Viehzuchtgebiete herum sind dramatisch mit Insektengiften verseucht. Und die kurzgeschnittene Rasenflächen der Städter bieten Insekten und Tieren keinen Lebensraum.

Hier kommt Ihre Blumenwiese ins Spiel. Jede Naturfläche, die zum einen unbehandelt mit Dünger und Giften ist und zum anderen über die Saison frei wachsen darf, ist Rückzugsort für verbliebene Insekten und einige Tierarten. Sie schaffen und erhalten damit eine natürliche Lebensumgebung, deren Anblick auch die Seele des Menschen streichelt.

Wer sich ein derartiges Stück Natur im Garten anlegen will, sollte vorher einiges bedenken. Der Samenflug von der Wiese in sorgfältig gepflegte Beete und Rabatten (eigene und die des Nachbarn) kann lästig werden. Außerdem ist eine Blumenwiese nicht als häufig betretene Nutzfläche geeignet.

Wiese ist nicht gleich Wiese. Im Ackerbau dominieren Fettwiesen die auf mit Gülle überdüngten Böden wachsen. Hier wächst nichts außer Nutzgräsern und Löwenzahn. Dies Flächen sind für Tiere und Insekten wenig nutzbar und gleichen auch optisch eher einer landwirtschaftlichen Nutzfläche. Deutlich nützlicher ist die Magerwiese, welche auf nährstoffarmen und eher trockenen Böden gedeiht. Sie enthält zwar auch Gräser, aber ebenso reichlich bunte Wildblumen und Kräuter. Und sind somit Rückzugsort für Vögel, Insekten und sonstige Kleinstlebewesen.

Was ist also zu beachten wen man so einen Blumenteppich haben möchte? Bei Neuanlage sollte der Boden mit einer Motorhacke aus dem Baumarktverleih gelockert werden. Größere Steine und Wurzeln, auch von stark wuchernden Unkräutern, sollten entfernt werden. Die meisten Gartenböden sind für Wiesen, die es mager mögen, zu nährstoffreich. Bei solchen Böden könnte man die sonst wertvolle Humusschicht etwas abtragen sowie den Boden mit Sand und Splitt abmagern. Das macht ihn durchlässiger und natürlich nährstoffärmer. Für sehr feuchte Böden gibt es Samenmischungen für Feuchtwiesen. Ach ja, das Saatgut: Sparen Sie nicht an der auszubringenden Saatgutmischung. Preiswerte Mischungen enthalten viele billige Grassamen und meist auch stark wachsende Gräser. Diese würde die wenigen enthaltenen Wildblumen und Kräuter in kurzer Zeit verdrängen. Blumenwiesenmischungen sollten also keine Grassamen enthalten - oder nur wenige langsam und horstig wachsende Grassorten.

Oft sind zudem in zahlreichen Mischungen viele einjährige Samen enthalten. Das ist beim Kauf nicht immer erkennbar. Damit müsste jedes Jahr zusätzliches Saatgut ausgebracht werden. Es lassen sich jedoch ohne großen Aufwand typische Wiesenblumen nachsäen - beispielsweise Glockenblumen und Margerite. Diese beiden Sorten brauchen zwar gut drei Jahre, bis sie entwickelt sind, aber dann vermehren sie sich selbst. Anfängliche Lücken in einer Blumenwiese also nicht mit Gräsersamen füllen, sondern Blumen und Kräutersamen ausbringen.

Direkt nach dem Aussäen wird der Samen mit dem Rechen ein wenig in den Boden eingearbeitet und anschließend der Boden mit einer Walze oder Brettern verdichtet. Danach bei trockener Witterung in den folgenden zwei Monaten regelmäßig, aber nicht zu stark wässern. Danach braucht sie keine weitere Pflege und sollte nur im Frühjahr und Herbst gemäht werden. Manche mähen nur Ende Juli - probieren Sie aus, was Ihrer Wiese besser bekommt. Nach dem Mähen sollten übrigens die Abschnitte aufgenommen werden, weil der Boden sonst wieder nährstoffhaltiger wird.

Wer nun auf seinen Rasen doch nicht verzichten möchte, kann ihn wenigstens im Frühjahr zum Blühen bringen. Setzen Sie in den Rasen vor Beginn der Vegetationsperiode Narzissen, Schneeglöckchen, Wildtulpen, und Krokusse.

Rasenflächen lassen sich über Jahre natürlich auch in dauerhafte Blumenwiesen umwandeln. Stellen Sie das Düngen ein, mähen Sie den Rasen nur noch zweimal im Jahr und bringen danach etwas Sand und Split aus, um den Boden langsam abzumagern. Oft siedeln sich Wildpflanzen von selbst an oder sind schon im geringen Umfang im Rasen enthalten gewesen. Um die Vielfalt zu erweitern bringen Sie mit dem Sand vermischt weitere Wildblumensamen aus.



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2. Neuanlage der Blumenwiese

Wie oben schon erwähnt, ist eine Blumenwiese für spielende Kinder oder überhaupt für die Nutzung durch Menschen tabu. Wenn also ein regelmäßiges Betreten unvermeidbar ist, legen Sie besser Trampelpfade durch die Wiese an, um nicht mal hier und mal da herumzulaufen.

Mit der Anlage einer Blumenwiese jedoch schaffen Sie einen wertvollen Lebensraum (Biotop) für andernorts verdrängte Pflanzen, Insekten und Kleintiere. Ein leicht sandiger Boden ist hierfür besser geeignet als ein nahrhafter humusreicher Boden. Zu nährstoffreicher und feuchter Boden muss daher mit Sand oder Split vermengt werden, um ihn durchlässiger und nährstoffärmer zu machen.

Wenn Sie nicht wie oben beschrieben mit einer Rasenfläche beginnen, dann graben Sie zunächst die geplante Fläche um. Bei großen Wiesen lohnt es sich, diesen mühsamen Teil mit einer Motorhacke zu erledigen. Letztere können auch in vielen Baumärkten ausgeliehen werden. Wucherndes Unkraut, Steine und Wurzeln sollten entfernt werden.

Es stehen zwei Saatgutarten zur Verfügung: Saatgut für Feuchtwiesen und für normaltrockene Wiesen. Verwenden Sie Ersteres, wenn die Fläche auch lange nach Regenfällen sehr feucht ist. Sparen Sie nicht an dem Kaufpreis - bei kaum einen Saatgut gibt es größere Qualitätsunterschiede als bei den Samenmischungen für Blumenwiesen. Billiges Saatgut enthält oft mehr Samen für einjährige Pflanzen und muss daher jährlich nachgesät werden. Zudem enthält es meist einen hohen Anteil an schnellwachsender Grassaat, was das Ergebnis nicht besser aussehen lässt. Hochwertiges Saatgut dagegen hat oft eine reichhaltigere Mischung, einen höheren Anteil an mehrjährigem Saatgut und nur schwach wachsende, holzige Gräser. Natürlich können Sie Ihr Saatgut mit Wildblumen und Kräutern auch selbst zusammenstellen. Das ist zwar etwas aufwendiger - dafür wissen Sie genau, was drin ist.

Bringen Sie das Saatgut nach Packungsanweisung - bei humusreichen Boden mit abmagerndem Sand vermischt - aus und harken Sie es nur wenig unter. Viele Samen haben Schwierigkeiten, aus mehr als einen Zentimeter Tiefe durchzustoßen. Nach dem Harken treten Sie die Fläche fest oder verdichten sie mit einer Rolle oder Brett. Dann kann noch etwas Sand darüber ausgestreut werden. Sorgen Sie in den ersten zwei Monaten dafür, dass das Saatgut nicht austrocknet.

Doch auch das beste Saatgut jedoch bringt nicht schon im ersten Sommer eine dichte und abwechslungsreiche Blumenwiese. Es dauert gut drei Jahre mit etwas Nachsäen und abmagern, bis sich alle Pflanzen und Kräuter gut eingewöhnt, vermischt haben und blühfähig geworden sind. Bis dahin können Sie ihre Blumenwiese mit ein mehrjährigen Blumenzwiebeln aufpeppen, die vor allem den Anblick im Frühjahr verschönern.

3. Pflege der Blumenwiese

Eine Blumenwiese wird von Jahr zu Jahr vielfältiger und dichter. Sie ist pflegeleicht. Es genügt, sie jährlich einmal Anfang Ende Juli oder im Frühjahr und Herbst zu mähen, das Schnittgut aufzunehmen und etwas Sand auszustreuen. Ob Sie nun einmal oder zweimal im Jahr mähen hängt allein von Ihren Vorlieben ab - ihre Wiese wird jeweils völlig anders aussehen. Das zumindest einmalige Mähen ist allerdings notwendig, weil andernfalls aus der Wiese ein Wald würde. Lassen Sie das Schnittgut ruhig auf der Wiese trocknen. Dann kann es später leichter aufgenommen werden. Niemals jedoch darf eine Blumenwiese gedüngt werden. Denn sie braucht den sandigen und nährstoffarmen Boden. Wenn sie also etwas ausbringen möchten, dann Sand oder Split.



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