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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 4.5.: Die nachteilige emotionale Abneigung und Umgang mit Negativität (Schuld und Umgang mit Polaritäten wie 'Gut' und 'Böse')

Der Fokus auf emotionale Abneigungen gegen Personen, gegen Krieg, Umweltverschmutzung, Klimaverschlechterungen, Krankheit oder gegen sonst welche Übel in der Welt verengen das Bewusstsein ebenfalls und ziehen diese genauso heran wie eine emotionale Befürwortung. Man zieht in jedem Moment seiner physischen Existenz genau dasjenige an, worauf man emotional seine Aufmerksamkeit richtet, weil man dies mit Energie versorgt. So auch unerwünschte Ereignisse.

Man fokussiere sich folglich besser auf das gewünschte, positive Pendant wie den Frieden, eine saubere Umwelt, den angestrebten gesunden Körper, wie die Menschen sein sollten, und so weiter:

"Beschäftigt ihr euch intensiv mit den Ungerechtigkeiten, die euch angetan wurden, dann zieht ihr neue Erfahrungen gleicher Art an, und wenn das so weitergeht, dann wird auch eure nächste Existenz das reflektieren. Obgleich es natürlich stimmt, dass zwischen den Leben 'Zeit' vorhanden ist für Einsicht und Kontemplation." [Lit 175]

Nun ist es so, dass wir uns nicht schon durch unser Ableben verändern oder gar bessern. Wer also zu Lebzeiten sein Tun nicht reflektierte, wird in der Reflexionspause zwischen zwei Lebenszyklen ebenfalls kaum Lust haben, dies nachzuholen.

Eine nachteilige emotionale Fokussierung kann ebenso wie eine vorteilhafte über viele Lebenszyklen aufrecht erhalten werden - eben solange, bis sie hinterfragt oder durch Lebenserfahrungen als nachteilig erkannt wird. So tut man gut daran, schon zu Lebzeiten seine ablehnenden Haltungen zu reflektieren.

Die vitale und spontane Kreativität allen Denkens und Handelns ist die schöpferische Grundlage unserer persönlichen Zukunft wie auch des bevorstehenden Weltlaufs. Durch die kollektive Beteiligung vieler Gleichdenkender ist dieser höchst variabel und kann in völlig unerwarteten Entwicklungen münden. Es werden aber nur dann die gewünschten sein, wenn sich das Kollektiv auf das Gewünschte konzentriert und Unerwünschtes emotional gar nicht beachtet.

So macht es sich die aktuelle Klimaschutzbewegung 'Fridays For Future' unnötig schwer, indem sie die bisherige und künftig erwartete negative Entwicklung fokussiert, anstatt sich auf den gewünschten Zustand der Welt zu konzentrieren und daraus Forderungen an die Politik abzuleiten.

Auch sind deren Forderungen zu begrenzt, zielen primär auf die Reduzierung der Erderwärmung. Doch nicht minder wichtig sind

  1. die Ernährung nur noch vegan zu sichern, d.h. die Nutztierhaltung vollständig abzuschaffen. Die Gründe: Zum einen produziert die weltweite Nutztierhaltung mehr Treibhausgase als der weltweite Verkehr - alle Verkehrsmittel zusammengenommen1. Zum anderen stehen die zu deren Versorgung vorgehaltenen Felder wieder für die Ernährung der Weltbevölkerung zur Verfügung;
  2. das weltweite Verbot der Rodung von Wäldern und Urwäldern - Wälder gelten nicht ohne Grund als Lunge des Planeten;
  3. die Zulässigkeit von Flugreisen auf diejenigen Strecken zu begrenzen, welche nicht per Bahn erreicht werden können - solange, bis umweltfreundliche Antriebe bereitstehen;
  4. das Verbot sämtlicher Pestizide in der Landwirtschaft zur Regeneration der Artenvielfalt bei Insekten und Vögeln;
  5. das Verbot von Schweröl als Antrieb für Schiffe zur Luftreinhaltung;
  6. das Verbot, die Stromversorgung der Schiffe in Häfen durch Laufenlassen der Maschinen aufrecht zu erhalten, sobald Landstromanschlüsse vorhanden sind aus demselben Grund;
  7. das Verbot der Abfallentsorgung in Meere von Schiffen und Anrainern, um die Artenvielfalt in den Meeren zu sichern.

Denn was ist zum Überleben der Menschheit erforderlich? Die weltweite Artenvielfalt und saubere Weltmeere und saubere Luft.

Doch wie soll man mit den zahllosen spirituell Uninformierten umgehen, die Gewalttaten begehen, die Meere und die Luft verschmutzen, Insekten ausrotten und Böden vergiften? Wenn ein Mörder für seine Gewalttat abgeurteilt und hingerichtet wird, vergrößert dies nur den ursprünglichen spirituellen Irrtum. Denn alle Gewalttäter - auch der Henker und die eine Verurteilung zum Tod durch Gewalt betreibenden Menschen wie Richter und Staatsanwalt - greifen im Grunde sich selbst an. So wird aus dem Irrtum eines Menschen ein Irrtum vieler.

Erkennt man jedoch, dass jeder Angreifer wie auch jeder Gewalttätige primär sich selbst angreift, dann - so Roberts - sei man frei und die Reaktion sei adäquat:

"Es ist zwecklos zu sagen: 'Wenn dieses Leben vorbei ist, dann werde ich auf meine Erfahrungen zurückblicken und mich bessern.' Das wäre gerade so, als würde ein junger Mann sagen: »Wenn ich alt und pensioniert bin, dann werde ich alle die Fähigkeiten nutzen, die ich jetzt unentwickelt lasse.«" [Lit 175]

Man sollte immer bedenken, dass man den nächsten Lebenszyklus schon im Vorherigen anlegt. Und zwar insofern, als dass unsere heutigen Gedanken und Bestrebungen die Grundlage der nächsten Existenz sind. [Lit 175]

Wenn man beispielsweise an das Böse glaubt und diese Vorstellung von Generation zu Generation weiterreicht oder sie über Reinkarnationen beibehält, trägt man damit zum Auftreten dessen bei, was man unter böse versteht. Unterdrückte natürliche Aggressionen und emotionale Abneigungen bewirken dasselbe. Das, was man emotional fokussiert, wird einem ständig begegnen. Die umgebenden Menschen und die widerfahrenen Ereignisse verhalten sich wie ein Spiegel der Erwartungen und eigener Bestrebungen. Das physische Sein gleicht einer fortgesetzten selbsterfüllenden Prophezeiung. (vgl. Bd. zero)

Darum wird uns im nachfolgenden Lebenszyklus dasselbe widerfahren wie im gegenwärtigen, wenn wir unsere Einstellungen unverändert beibehalten. Wir ziehen genau dasjenige an, was wir bereits vorfinden: Glück, Liebe, Überfluss, Wertschätzung, Vertrauen, Wahrheit etc. auf der positiven Hälfte der Skala wie auch deren negative Entsprechungen. Darum warnt Roberts ausdrücklich vor negativen Emotionen wie beispielsweise den Hass auf Abgelehntes. Denn selbst wer beispielsweise den Hass hasse, würde diesen mit der stark ablehnenden Emotion mit Energie versorgen und damit "in seinen Erfahrungsbereich ziehen" [Lit 175]

Man kann sich schon bei Eintritt in einen Lebenszyklus in Familien wiederfinden, sich also für diese entschieden haben, die einen selbst mit entsprechenden kollektiven "Gefühlen belasten, denn die Gefühle sind das Problem, nicht das, was sie auslöst. Hasst ihr die Krankheit, dann kann euch das ein weiteres Leben voll Krankheit eintragen, denn euer Hass [A.d.V.: wie auch jede emotionale Ablehnung] zieht sie herbei." Bei positiven Emotionen verhält es sich ebenso. Denn alles, was man emotional oder meditativ fokussiert, erscheint mit etwas Verzögerung im Physischen als erfahrene Realität. [Lit 175]

Wenn wir uns also Entwicklungen emotional wünschen, dann sollten wir nur die erwünschten Zustände fokussieren, welche zugleich die Leidensfreiheit und Werterfüllung alles Seienden respektieren. Hiermit wäre ausgeschlossen, dass unsere Emotionen nachteilige Folgen haben.

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