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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens - Im Alltag zurechtfinden
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 4.4.: Natürliche Aggressivität (Schuld und Umgang mit Polaritäten wie 'Gut' und 'Böse')

Jede polarisierende Wertung verweist also auf eine verengte subjektive Weltsicht des Urteilenden. Je verengter der Mensch ist, desto eher neigt er zu Gewalttaten und Unterdrückung anders seiender Menschen.

Bei Tieren regulieren primär biologisch einprogrammierte Instinkte das Verhalten - sie sind niemals böse, können aber durchaus sehr mitfühlend und liebevoll sein. Das gilt uneingeschränkt auch für die sogenannten Nutztiere. Die größere Willensfreiheit der Gattung Mensch war zu Beginn seiner geistigen Evolution wichtig, weil das sich entwickelnde, nach außen gerichtete Wachbewusstsein nur so seine Erfahrungen bewerten konnte. Infolge gruppierte es diese nach polarisierenden Begriffen wie unter anderem 'Gut und Böse' oder 'Erwünschtes und Unerwünschtes'. [Lit 184]

Zu gewalttätigen Überreaktionen kommt es nach Roberts dann, wenn durch das anhaltende Verleugnen jeglicher natürlichen Aggressivität, welche per se frei von Gewalttätigkeit ist, aufgestaute und verdrängte Energien sich plötzlich Ausdruck verschaffen. Zudem beinhaltet das Unterdrücken natürlicher Aggressivität, beispielsweise auf Lärm in der Nachbarschaft, die inkludierte1 Erlaubnis für weitere ähnliche Aktivitäten, wenn man auf die Übergriffe des Nachbarn nicht reagiert [Lit 188].

Natürliche Aggressivität ist der Antrieb allen Handelns und löst durch klare Ansagen unzählige Konflikte im Entstehen, indem zuerst einmal der eigene Standpunkt vermittelt wird, indem vorgewarnt wird und Grenzen gesetzt werden. So verhindert der frühzeitige Ausdruck natürlicher Aggressivität Gewalttaten.

Zudem stehen die mit der Verärgerung einhergehenden Energieblöcke hiernach wieder für die schöpferische Realitätsgestaltung zur Verfügung. Denn unterdrückte Wut und das Ärgern binden für die schöpferische Manipulation der Ereignisse wichtige Vitalität. Diese resultiert aus der Energiemenge, die wir von unserer Wesenheit abrufen. Nicht zuletzt könnten sich anhaltend unterdrückte Energien unabhängig von ihrer Natur irgendwann körperlichen Ausdruck verschaffen - beispielsweise in Krankheitssymptomen. So ist bereits die Geburt bereits ein Akt natürlicher Aggressivität, die sich Ausdruck verschafft und ohne diese nicht möglich.

An der derzeitigen Ablehnung der natürlichen Aggressivität im alltäglichen Umgang durch die Gesellschaft sieht man sehr schön, wie einengende kollektive Glaubenssätze, die nicht mehr hinterfragt und infolge für Realität gehalten werden, das Handeln bestimmen.

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