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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 4.3.: Polarisierungen in der Menschheit (Schuld und Umgang mit Polaritäten wie 'Gut' und 'Böse')

Nach Roberts Auffassung gibt es mehr Unterschiede innerhalb der schwarzen, gelben und weißen Bevölkerungsgruppen als beispielsweise zwischen Menschen schwarzer und weißer Hautfarbe. Präziser wäre es daher, von Bewusstseinsfamilien als in Zielen und Streben emotional verbundener Gruppierungen zu sprechen, die in allen Ethnien und Volksgruppen vertreten und über den gesamten Planeten verteilt sind.

Jede Ethnie stellt nach Roberts einen Aspekt der menschlichen Gesamtheit dar und enthält Anteile aller anderen Ethnien [Lit 184]. Nach meinem Verständnis gleichen sich die Eigenschaften und die geschaffenen Realitäten aller Ethnien aus. Wer verstehen will, wer er ist, muss sich in allen Ethnien, Volksgruppen und indigenen Völkern wiedererkennen. Jede übertreibt eine Zielsetzung in ihrem kollektiven Streben auf kreative Weise - der ideale Mensch hätte die Wesensanteile all dieser Gruppierungen assimiliert und würde keinen Anteil verleugnen oder unterdrücken. Dies zu erreichen ist primär eine geistige Aufgabe, wird jedoch durch eine physische Durchmischung aller Gruppen beschleunigt, weil deren Wissen auch biologisch an die Nachkommen weitergegeben wird [Lit 194].

Jede Ablehnung anderer Menschen oder Ethnien ist also Ausdruck einer geistigen Verengung, welche beschränkt, wer oder was man zu sein hat oder - wenn gar mit polarisierenden Wertungen verbunden - was gut und was schlecht ist. Roberts macht dies folgendermaßen deutlich. Beispielsweise könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass ein mit tiefen mystischen Wissen versehenes, jedoch in Armut lebendes indigenes Volk dem Gnadenzustand1 näher ist als das reiche weiße Amerika, dem Oberflächlichkeit nachgesagt wird. Und umgekehrt könnte man annehmen, weiß, reich und als US-Amerikaner dem Gnadenzustand näher zu sein als der indigene Ureinwohner. Und so weiter und so fort. Sie schreibt:

"Völker können genau wie Individuen bisweilen einer Persönlichkeitsspaltung unterliegen. Die Basis war also ein Geben und Nehmen, wobei die Schwarzen bestimmte Tendenzen der Gesamtbevölkerung zum Ausdruck brachten, wogegen die Weißen andere, eher spezifisch weiße Züge auslebten [...] Wenn das Unbewusste nicht mehr gefürchtet wird, dann sind auch die Rassen [A.d.V.: und ohnehin alle Gegensätze], die es symbolisiert hatte, nicht mehr furchterregend." [Lit 184]

Auch polarisierende Glaubenslehren sind als separate Zivilisationen zu betrachten, die allesamt mit mehr oder weniger Verfälschungen und Irrtümern behaftet sind. Viele Überzeugungen sind von den Eltern übernommen und werden kaum reflektiert und angepasst. Für die Kindheit war es Anfangs gut und richtig, mit dem Glaubenssatz-Schatz eines Elternteils versehen zu sein. Als Erwachsener jedoch versagt man, wenn der freie Wille nicht auch dazu verwendet wird, tief verwurzelte Glaubenssätze infrage zu stellen. Religiosität ist hierbei hinderlich, weil sie das Scheuklappen-Denken fördert. Jeder, der einem Glaubenskonstrukt unkritisch anhängt, erklärt es zum unangreifbaren Dogma. Und begrenzt sich damit selbst.

Alle Polaritäten basieren also nach Roberts Auffassung auf dem Glauben an die Polaritäten. Diese gibt es jedoch nicht an sich, weil alles tief in unserem größeren Selbst mit Gott respektive All-das-was-ist zusammenfällt. Der Glaube an Polaritäten ist Ausdruck spiritueller Uninformiertheit. Auch diejenigen Menschen, welche wir polarisierend als gut oder böse einstufen, sind nur komplementäre Aspekte unseres Selbst. Wir wissen nicht einmal, ob diese zu unserer eigenen, uns einst in eine Abfolge von Lebenszyklen aussendenden Wesenheit gehören oder nicht. Letztendlich bekämpfen wir uns immer selbst, wenn wir gegen irgend etwas kämpfen - sei es gegen andere Menschen, die Natur, Überzeugungen oder Viren (vgl. Bd.8).

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