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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens - Im Alltag zurechtfinden
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 2.1.: Wir sind Reisende zwischen den Realitäten (Bewusstsein und Vorstellung)

Schon zu Lebzeiten investieren wir weitaus mehr Zeit in die Erforschung anderer Realitäten, als wir in unserer physisch projizierten Welt verbringen. In jedem Schlaf verlassen wir die Linie unseres Zeitverlaufs und tauchen seitlich ab in ungezählte andere Realitätssysteme. Wir unterliegen dann nur noch unserer persönlichen psychologischen Zeiterfahrung.

Im Moment des Einschlafens lösen wir also unser Wachbewusstsein aus der reellen Zeit der Physiker (Fn. S.46) heraus und tauchen seitlich davon fortbewegend ein in andere Realitätssysteme:

"In der Traumwelt handelt es sich bei 'Wachstum' hauptsächlich um Werteerfüllung, die durch Aktionsperspektiven erreicht wird, durch Reisen innerhalb einer gegebenen Aktion, ihr folgend und sich mit ihr verändernd. [...] in der Traumwelt, in allen solchen Systemen, wird Entwicklung nicht durch Reisen entlang eurer einzelnen Linie erreicht, sondern durch das Hineintauchen in jenen Punkt, den ihr als Moment bezeichnet." [Lit 193]

Seitdem ich seit gut zwanzig Jahren alle markanten erinnerlichen Träume notiere, ist nunmehr offensichtlich, dass wir im Schlaf durchgängig - also ohne Unterbrechung - träumen. Und zwar in thematisch zusammenhängenden Erlebnissen. Es gibt hierin keine Alpträume, nur werden Schulungsträume unseres inneren Selbsts gelegentlich als solche wahrgenommen. Ich bin nicht ein einziges Mal aus der Schwärze des Nicht-Seins oder einer 'Bewusstlosigkeit' aufgewacht.

Wenn wir unsere filternden Glaubenssätze zum inneren Selbst lockern, es also Daten aus dem Inneren erlauben, uns zu erreichen, eröffnet sich uns eine großartige freundliche Welt innerer Geschehnisse. Sie spielen sich auf unserer spirituellen Entwicklungsstufe des Seins in vertrauten Vorstellungswelten ab. Diese sind nur wesentlich intensiver und dynamischer - was, einmal daran gewöhnt, sehr angenehm ist. Hüben wie drüben, im Leben wie nach dem Leben, leben wir immerfort, sind in geistigen Umgebungen gar frischer und lebendiger, als es oft im Physischen der Fall ist.

So werden jede Nacht im Schlaf in diversen Aktionen Traum-Erfahrungen gemacht, die nach unserer Zeitskala Wochen in Anspruch nehmen würde. Theoretisch ließe sich der Aufenthalt in einem Traum gar unendlich ausweiten. Dennoch ist man bei jeder Rückkehr zum Ausgangspunkt wieder am psychologischen Zeitpunkt des ursprünglichen seitlichen Eintauchens.

Geht man aus geistigen Welten heraus in andere Realitäten - gleich ob geistig oder physisch -, verhält es sich ebenso. Wir alle werden nach unserem Ableben in der geistigen Welt wieder ankommen, so als wären wir nur einmal geschwind in ein Haus hinein und wieder heraus gegangen - wir verpassen dort nichts während unserer Abwesenheit, weil der Besuch anderer Realitätssysteme im Ausgangssystem keine Zeit beansprucht.

Ein jeder kann solche Erfahrungen nachvollziehen. Mit etwas Übung kann man in einer sehr kurze Pause von wenigen Minuten seitlich in eine geistige Welt eintauchen und dort viel psychologische Zeit verbringen, ehe man erfrischt wieder zurückkehrt. Dort mag eine psychologische Zeitdauer von einer gefühlten halben Stunde vergangen sein - soviel, wie das kontrollierende Ego eben erlaubt.

So verschieden sind Traumwelten von der dem Wachbewusstsein vertrauten physischen nicht. Immerhin besteht alles dort Projizierte ebenfalls aus - man könnte sagen - 'verdünnter' Materie:

"Die Traumwelt [A.d.V.: wie alle geistigen Realitätssysteme] besteht aus Tiefen und Dimensionen, aus Ausdehnungen und Kontraktion und nähert sich vielleicht am ehesten einer Idealform an, die kein Bedürfnis nach einer bestimmten Art von [A.d.V.: dauerhafter] Struktur hat, mit der ihr vertraut seid. Die Intuitionen und gewisse innere Fähigkeiten haben hier eine so viel größere Freiheit, dass es für Moleküle [A.d.V.: und Atome] nicht nötig ist, in irgendeiner einengenden Form oder Struktur gebraucht zu werden." [Lit 193]

Auch in jeder versunkenen Tätigkeit sind wir in beiden Realitäten gleich aktiv. Wir könnten nicht Autofahren oder irgend etwas Handwerkliches machen und gleichzeitig einen völlig anderen Gegenstand reflektieren, wenn nicht inneres und äußeres Selbst Hand in Hand arbeiten würden. "Es ist sozusagen ein Seite an Seite gehen mit dem inneren Selbst", so Roberts [Lit 210]. Das innere Selbst zu fokussieren ist für das nach außen gerichtete Wachbewusstsein immer eine sehr befriedigende Erfahrung. Es fühlt ein Einssein mit sich und der Welt.

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