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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen

Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
ISBN 9783748144687


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Kapitel 8: Der Schlaf

Es gibt keine Bewusstseinswirklichkeit, die nicht auf irgendeine Weise an Traumzuständen teilhat. So gesehen träumen selbst die Elektronen. Das Träumen durchwirkt mikroskopische wie auch makroskopische [...] Wirklichkeiten und ist nicht ein menschliches Charakteristikum, das bloß eurer Erfahrung oder nur eurer Gattung vorbehalten wäre. Vielmehr ist Träumen Ausdruck geistiger Erfahrung, die überall im Universum vorherrscht.

Jane Roberts (Seth)


Bis zu dieser Stelle habe ich in diesem Band meine Begrifflichkeit an den allgemein üblichen Sprachgebrauch angelehnt. Dieser ist jedoch recht unpräzise. Die Definitionen der nachfolgend verwendeten Begriffe können Sie ohne Zugangsbeschränkung auf meiner Webseite1 oder im Ergänzungsband zu dieser Reihe nachlesen. Informationen hierzu sind im Anhang.

Das, was wir Träumen nennen, zieht sich ohne jede Unterbrechungen über die gesamte Schlafphase. Der Begriff des Träumens ist - mit Ausnahme seltener Schulungsträume - ein Synonym für die Phase zwischen dem Eintritt in und dem Austritt aus dem endlosen Geschehen in der geistigen Welt - einem 'Endlostraum' außerhalb der Zeitabfolge unseres Alltags. Man taucht im Schlag seitwärts in die psychologische Zeit der geräumigen Gegenwart ein.

Bewusstsein an sich und so auch das äußere wie innere Wachbewusstsein schläft niemals, ist immer aktiv und wechselt in dem, was wir Schlaf nennen, nur die fokussierten Realitäten, so

Der Schlaf beinhaltet die vollständige Verschiebung des Fokus auf das nach innen gerichtete, persönliche Selbst. Das Traumselbst beispielsweise projiziert über die inneren Sinne seine Traumumgebungen stets und immer individuell gefärbt, auch wenn es in eine kollektive Vorstellung eingetaucht ist.

Währenddessen verbleibt nur ein notwendiges Minimum Wachbewusstseins-Energie im physischen Körper, um die kontinuierliche Projektion des Physischen zu gewährleisten und Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Der Großteil der Energie fließt dem inneren Wachbewusstsein zu, welches sich mehr oder weniger passiv an das Traumselbst anheftet.

Träume beinhalten auch viele Entwürfe von Ereignissen, die wir während des Träumens zum späteren physischen Erleben akzeptieren oder verwerfen. Darum drehen sie sich meist um alltägliche Begegnungen und Begebenheiten. Man erlebt oder betrachtet individuelle und kollektive geistige Entwürfe der nahen oder mittelfristigen Zukunft und favorisiert durch besondere Aufmerksamkeit eine Version, die dann physisch erlebt wird.

Ungünstige Glaubenssätze respektive Überzeugungen können dazu führen, dass Träume nicht erinnert werden. Wer beispielsweise nach einigen Alpträumen Angst vor Träumen hat, wird sich die autosuggestive Anweisung geben, sie auszublenden. Wer jedoch Erinnerungen an Träume dankbar freudig zulässt und die markanten soweit möglich regelmäßig reflektiert wird sich kontinuierlich immer besser an diese erinnern. Bis er gewahr wird, dass sie die gesamte Schlafphase umfassen, vom Einschlafen bis zum Erwachen. Das Wachbewusstsein weiß darin um seine Position, hat sein übliches Identitätsgefühl, wenngleich es - passiv mit dem Traumselbst als nach innen gerichtetes Selbst verbunden - losgelöst vom Ego und von hemmenden Glaubenssätzen agiert.

Das Traumgeschehen auf der nachfolgenden Energiestufe II gleicht über weite Strecken dem physischen Alltag. Wir arbeiten und lernen, machen dies und das, pflegen Kontakte, knüpfen neue und genießen eher schöne Umgebungen in diesen geistigen Vorstufen des Physischen. Wir entscheiden über unserer emotionales Sehnen im Traum, was uns im Physischen widerfahren wird. Denn dieses wirkt autosuggestiv - und Autosuggestionen sind losgelöst vom Ego im Schlaf noch wirksamer.

Thematisch fest umrissene, angstmachende oder unangenehme Träume hingegen sind eher Schulungsträume oder Konflikt-Simulationen. In ihnen lehrt uns unser inneres Selbst - das Unterbewusstsein oder der Geist der Wesenheit -,

Doch bevor wir tiefer einsteigen, schauen wir zuerst, was die Metaphysik allgemein unter Träumen versteht:

Träume sind kontinuierlich ohne Unterlass Unterlass stattfindende, geistige, kollektive oder individuelle Projektionen des inneren Selbst. Geist kann nicht nicht aktiv sein, daher werden seineEmotionen, Erwartungen und Gedanken, wenn das Ego im Schlaf ruht, spontan schöpferisch in geistig projizierte Welten umgesetzt, mit passenden Geschehnissen und Akteuren, die neben realen Kontakten im Traum oft Fragmente des eigenen Selbst sind. Sofern es sich also nicht um Traum-Kontakte zu existenten anderen Individuen handelt, erschaffen wir unsere Traumfiguren dynamisch selbst und entlassen sie damit in eine eigene, von uns unabhängige Existenz. Auch das ist Schöpfung.

Unser Traumselbst - das nach innen gerichtete Wachbewusstsein - 'träumt' und agiert im Geistigen auch dann weiter, wenn das Wachbewusstsein wieder im Physischen fokussiert ist. Der Begriff 'Träumen' ist ein Synonym für direkte unmanipulierte geistige Aktion des inneren Selbst, aus der schöpferisch und spontan geistige, sich schnell wandelnde Vorstellungswelten hervorgehen. Zu Lebzeiten dient sie primär der Kommunikation zwischen allen Teilen des persönlichen und kollektiven Selbst.

Der 'Traumanfang' ist der Moment des Fokussierens der Traumrealität durch das in der Regel dort passive Wachbewusstsein nach dem Einschlafen, das 'Traumende' ist der Wechsel des Fokus zurück zum Physischen im Erwachen. Dazwischen besteht eine unablässige geistige Traumaktivität in unterschiedlichen Tiefen des Selbst, was dazu führt, dass nach dem Erwachen nicht die vollständige Traumgeschichte erinnerbar ist.

Die Erinnerung des Wachbewusstseins an das Traumgeschehen kann zudem blockiert sein durch Ängste vor dem Unbewussten als vermuteter, nicht kontrollierbarer Hort innerer Impulse und Wünsche. Diese Entfremdung vom inneren Selbst wurde gefördert durch verzerrte Annahmen Freuds und C.G. Jungs, aber auch durch Lehren der Weltreligionen (Kadavergehorsam, Hölle, Verdammnis). Nicht zuletzt haben die Universitäts-Wissenschaften die enge und notwendige Kooperation wie auch die Abhängigkeit zwischen innerem und äußerem Selbst noch nicht verstanden.

Doch fokussiert das äußere Wachbewusstsein in Träumen nicht nur eine andere vollgültige Wirklichkeit, sondern es werden darin auch künftige Ereignisse und die Reaktionen darauf vorab ausgewählt, Vergangenes aufgearbeitet und zudem das Wachbewusstsein vom ursprünglichen Selbst nach Bedarf geschult (auch über aufrüttelnde 'Alpträume')und mit Informationen versorgt.

Träume sind wie alle Erfahrungen, Gedanken und Emotionen eine Projektion, eine Übersetzung oder Interpretation von Energiemustern. Da sie bewusste Energie sind - und es gibt nur sich selbst bewusste Energien - können sie ebenso wie Gedanken und Emotionen nicht zurückgeholt werden, sind sie erst einmal initiiert.

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