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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)


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Kapitel 8.4.: Abgabe der Kontrolle (Der Schlaf)

Im Band 2 sahen wir, dass das Unterbewusstsein der nachfolgenden Energie-Schicht II erst oberhalb ihrer Energieebene 24 seine erweiterten Möglichkeiten zu nutzen weiß und nicht mehr der Beschränkung der reellen Zeit unseres Universums unterworfen ist. Dies gilt zu Lebzeiten wie auch posthum. Nach dem physischen Ableben versucht das Wachbewusstsein recht häufig die Führung zu übernehmen. Es hat jedoch mit geistigen Realitäten nur begrenzte Erfahrungen, seine Kompetenz liegt im physischen Realitätssystem. Folglich sind die Möglichkeiten des Wachbewusstseins ohne Vertrauen und Fokussierung auf das Unterbewusstseins in der geistigen Welt sehr begrenzt.

Der Zugriff auf Gedächtnisdaten bleibt jedoch so oder so sowohl posthum als auch in außerkörperlichen Erfahrungen unverändert bestehen. Dennoch ist das Wachbewusstsein im Schlaf von Gedächtnisdaten abgekoppelt. Es fokussiert ohne Erinnerungsballast passiv das Unterbewusstsein, welches ohne die Begrenzung auf einen physischen Körper

Das Wachbewusstsein könnte sich als emotional unbeteiligter Bewahrer seines physischen Körpers und seiner äußerer Identität (vgl. S.27) verstehen. Im Schlaf blendet es dies jedoch aus, weil es frei hat.

Das Vorstehende wird durch Monroe, Robertss (Seth) und Ingrisch bestätigt, wonach sich jeder Mensch im Schlaf in den Zustand der Außerkörperlichkeit begibt, in welchem das Bewusstsein von der körperlichen Wirklichkeit vollständig gelöst ist. Zell- und Atombewusstseine des physischen Körpers arbeiten derweil auf autonomer Grundlage in einem Bereitschaftssystem, welches das Wachbewusstsein im Bedarfsfall alarmiert.

Aristoteles stellte wie später auch C.G. Jung fest:

"Das Traumbild ist im gewissen Sinne eine Wahrnehmung."

Nach den Erkenntnissen dieser Abhandlung sind Träume individuelle Interpretationen realer Erfahrungen in unterschiedlichen geistigen Realitätssystemen. Sie sind eine Interpretation der dortigen Wahrnehmungen des Wachbewusstseins. Ihre Gültigkeit ist nicht geringer als diejenige der Alltagserfahrungen - eher höher. Denn das Physische ist nur Ausdruck geistiger Aktivitäten und somit nachrangig.

Schopenhauer belegt, dass es für unser Wachbewusstsein allein nahezu unmöglich ist, eine Phantasie oder eine Erinnerung an das Bild eines Freundes auch nur über mehrere Sekunden oder gar Minuten konstant aufrecht zu erhalten [Lit 101]. Andererseits erinnert sich jeder Mensch an wenigstens einen Traum, welcher einer reinen Phantasie entsprungen sein muss. Beispielsweise diejenigen seltenen Träume, welche durch Geräusche in der physischen Umgebung inspiriert eine hierzu genau passende Traumgeschichte liefern. Beispielsweise erreicht uns vor dem Erwachen am Morgen das ungewohnte Geräusch einer Kettensäge aus der Nachbarschaft, um das blitzschnell eine passende Traumgeschichte gesponnen wird. Selbst die Vergangenheit dieser Traumgeschichte entfaltet sich im Moment der Fokussierung ihrer Gegenwart. Wenn es jedoch derartige Träume gibt, die dennoch reale geistige Erfahrungen darstellen, dann impliziert dies ein in Bezug auf geistige Schöpfungen höchst leistungsfähiges Wachbewusstsein.

Im physischen Gehirn sind von Träumen nur sekundäre emotionale Reaktionen des bestenfalls mit einer Rest-Wachbewusstseinsenergie belegten physischen Körpers messbar. Wie oben ausgeführt, könnte der Körper im Schlaf auch vom Körperbewusstsein allein verwaltet werden. Dieser ist mit dem abwesenden Wachbewusstseinsanteil nur noch über den Energiestrom der silbernen Kordel verbunden (vgl. Bd.2).

Im Einschlafen oder wenn das Wachbewusstsein aus irgend einem Grund stark beeinträchtigt ist, verlagert es sich nach Monroe über eine Bewegung auf der Skala der 5. Energiedimension zur geistigen Energieschicht II. Dabei scheint sich die Zeit zu dehnen, bekommt etwas elastisches, wie Updike bemerkte. Sie verlangsamt sich in der physischen Welt der Erscheinungen, während sich der Fokus des Wachbewusstseins auf das Geistige verlagert, bis es die physische Welt nicht mehr wahrnimmt. Wenn das geschieht, werden wir, wie Monroe es ausdrückt, auf eine andere Weise bewusst. Hierin liegt die von Schopenhauer beschriebene Verwandtschaft des Traumes mit dem Wahnsinn [Lit 101]. Letzterer basiert auf einem auch im Wachzustand stets offenen Fenster zum Unterbewusstsein. Der Wahnsinnige ist dem Genie sehr ähnlich, nur das Letzterer die auf ihn einflutenden Eindrücke zu kanalisieren respektive zu steuern und kreativ umzusetzen versteht (vgl. Bd.6).

Wie nach dem physischen Ableben ist auch im Schlaf ein Weiterkommen, eine freie Bewegung in der geistigen Welt unmöglich, solange der Wachbewusstseinsanteil mit diskursiven (Fn. S.23) Denkvorgängen das Unterbewusstsein dominiert. Erst wenn sich das Wachbewusstsein fallengelassen hat, sein Ego und seine äußere Identität kleiner geworden sind als ein Punkt, wenn gar nichts mehr gedacht wird, es ähnlich leer ist wie im Warten auf den Donnerschlag nach einen Blitz [Peterson], dann lösen wir uns nach einigen Sekunden von dieser physischen Ebene und fokussieren nach Meek, Monroe, Ingrisch, Roberts und Peterson andere mehr oder minder vertraute geistige und physische Realitätssysteme, die uns im Wachzustand weitgehend verborgen sind.

Dies erkannte auch Schopenhauer mit seiner auf Kant und Platon aufbauenden Erkenntnis, dass uns nur der Wille an die physische Welt der Erscheinungen des Willens bindet und wir nur dann einschlafen und uns von diesem und damit der physischen Vorstellungswelt lösen können, wenn wir in einer Art Kapitulation alles Wollen sausen lassen. Das gleiche gilt für das Sterben. Das Denken an sich ohne jeden Willen ist für das Ausblenden der physischen und das Einblenden in geistige Realitäten nicht hinderlich. Der Wille darf nur noch schwach steuernd eingreifen ähnlich einem Reiter, der über locker gehaltene Zügel dem Pferd die Richtung vorgibt - eine präzise Lenkung ist hierbei nicht möglich. Auch nach dem physischen Ableben kämen wir also am besten zurecht, wenn wir das an die irdische Existenz gebundene Wollen und unsere äußere irdische Identität recht schnell aufgeben könnten (vgl. Bd.3). Auf den Unterschied zwischen Denken und Wollen gehe ich im Band 5 ein.

So ist der physische Körper im Schlaf nur noch mit einer geringen Menge Wachbewusstseinsenergie belegt und körperliche Sinneseindrücke aus der physischen Welt der Erscheinungen erreichen den abwesenden Wachbewusstseinsanteil nur noch, wenn sie besonders auffällig sind wie zum Beispiel ein Tür- oder Weckerklingeln.

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