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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)


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Kapitel 8.14.: Phantasie-basierte Halluzinationen (Der Schlaf)

In eher seltenen phantasiebasierten Illusionen kann man sich derart verlieren, dass andere - beispielsweise Besucher - nicht wahrgenommen werden. Sie spielen in selbstgestrickten Vorstellungswelten. Weiß der Betroffene nicht hierum, können ihm seine verdrängten Bewusstseinsinhalte unkontrolliert plastische Gegner simulieren, die scheinbar Reaktionen erfordern.

Die besonders schönen, schlechten, ängstigenden und auch die normalen Phantasien in der ersten Phase des Übergangs nach dem physischen Ableben bezeichnen viele Autoren mangels passender Begriffe als Träume. Phantasien finden jedoch in einer selbst gebauten Vorstellungswelt oft ohne Kontakt zu Anderen oder zur physischen Welt statt. Sie sind realitätsnahe Illusionen, welche das Wachbwusstsein selbst - bei physisch Lebenden auch aufgrund von Sinnesreizen - realisiert. Solche Reize können Geräusche aus der physischen Welt oder über Nervenbahnen transportierte Signale erkrankter Organe sein. Damit unterscheidet sich die Wahrnehmung eigener abgeschlossener Phantasien deutlich von der Wahrnehmung sonstiger geistiger Vorstellungswelten.

Diese phantasiebasierten Halluzinationen sind also wie schon die Konflikt-Simulationen (vgl. S.Fehler: Verweis nicht gefunden) Produkte des eigenen Bewusstseins, die losgelöst von körperlichen Sinneseinflüssen eine Unabhängigkeit und Plastizität innehaben, die einem realen Erleben entspricht:

"Wenn ihr in einen Spiegel schaut, dann seht ihr euer Spiegelbild, aber es spricht nicht mit euch. Im Traumzustand [A.d.V.: der phantasiebasierten Halluzinationen] schaut ihr sozusagen in den Spiegel eurer Psyche und seht die Widerspiegelungen eurer Gedanken, Ängste und Wünsche [...] Im Traumzustand setzt ihr es frei und seht zu, wie es sich entwickelt, worauf es hinausläuft. Die Widerspiegelungen eurer Vorstellungen werden zu einem großartigen Drama nach außen projiziert. Ihr könnt dem Spiel zusehen, eine Rolle übernehmen oder euch in das Geschehen nach Belieben ein- und ausschalten." [Lit 191]

Man kann sich bei entsprechender Fragestellung darin durchaus als in einer Phantasie befindlich erkennen, hierdurch Inhalt und Verlauf des Geschehens nach Belieben beeinflussen oder alles zerplatzen lassen wie eine Seifenblase. Dies wäre nicht nur in phantasiebasierten Alpträumen hilfreich. Denn nur in einem Lebenszyklus befindlich wird man sich nicht in einer Phantasie verlieren können - es gibt Störungen aus der physischen Welt wie Weckerklingeln, eine volle Blase meldet sich oder Umgebungsgeräusche dringen zum das Unterbewusstsein fokussierenden Wachbewusstsein. Nach dem physischen Ableben jedoch gibt es keine derartigen Unterbrechungen mehr. Folglich kann man sich in Halluzinationen für eine sehr lange Zeit verlieren - bei unschönen Phantasien stets unfreiwillig. Denn diese selbstgeschaffenen geistigen Welten sind für den Betroffenen von den sonstigen Traumwelten kaum unterscheidbar. Robertss (Seth) erläutert:

"Nun kann man in jedem dieser diversen Bewusstseinszustände auch noch andere Erscheinungen wahrnehmen - Gedankenformen beispielsweise oder Energiemanifestationen, Projektionen des persönlichen Unbewussten und des kollektiven Unbewussten. Jede von diesen kann symbolische Form annehmen und kann sich, je nachdem welche Einstellung das betreffende Individuum zu ihnen hat, von ihrer gutartigen oder bösartigen Seite zeigen. Man sollte sie als ganz natürliche, ihrer Absicht nach oftmals neutrale Phänomene betrachten. Häufig sind es im Entstehen begriffene Formen, die von der [A.d.V.: lebenden im Schlaf oder von der verstorbenen] Persönlichkeit, denen sie begegnen, aktiviert werden. Dabei wirkt das, was die Persönlichkeit auf die relativ passive Materialisierung projiziert, richtunggebend. Das Individuum, das eine solche Begegnung hat, braucht also nur seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, um das Phänomen zu »deaktivieren«. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Phänomen nicht real wäre. Es ist einfach von Natur aus anders und andersrangig beschaffen. Es verfügt zwar über ein gewisses Maß eigener Energien, braucht aber die zusätzlichen Energien des Betrachters, um in eine Wechselbeziehung eintreten zu können. Solltet ihr euch also durch eine solche Materialisierung bedroht fühlen, dann wünscht ihr einfach Frieden und zieht eure Aufmerksamkeit davon ab. Sie wird nämlich hauptsächlich durch eure Einstellung mit Energien versorgt und variiert mit deren Intensität und Natur." [Lit 175]

Somit ist die innere Einstellung, der mentale Zustand unseres Bewusstseins entscheidend für die Qualität unserer Erfahrungen in der gesamten geistigen wie auch der physischen Welt, welche nur Ausdruck rein geistiger Vorgänge ist. Je friedliebender und wohlwollender wir allem Seienden gegenüber eingestellt sind, desto friedlicher und wohlwollender erscheint alles uns Begegnende.

In allen geistigen Vorstellungswelten fehlen im Gegensatz zur physischen Vorstellungswelt in der Wahrnehmung unzählige Details. Beispielsweise wären in einem vertrauten Zimmer nicht alle Gegenstände vorhanden. Auch zu Lebzeiten filtert das Gehirn die Eindrücke der physischen Vorstellungswelt (vgl. Bd.5). Die Wahrnehmung in phantasiebasierten Träumen entspricht also eher der fragmentierten Vorstellung, die unser Wachbewusstsein hat, wenn es sich in Abwesenheit ein vertrautes Zimmer denkt. Niemals könnte sich das Wachbewusstsein zugleich alle vorhandenen Details eines Zimmers vergegenwärtigen. Wir sehen also in der mentalen Vorstellung zunächst nur unvollständige Teilbereiche der Umgebung, als wenn die noch nicht erinnerten oder nicht im Zentrum der Betrachtung stehenden Bestandteile ausgeblendet wären. Alles Weitere wird bei Bedarf oder weiterer Erinnerung sukzessiv ergänzt, also mit der Aufdeckung der Ermangelung unmittelbar geschaffen. Wenn wir beispielsweise in einer Illusion ein zur Tätigkeit gehöriges Geräusch vermissen, würde es realitätsnah eingeblendet. Auch ist die Perspektive sowohl im Vergleich zu sonstigen Vorstellungswelten als auch zur physischen Realität stets unstimmig, Ausblicke aus Fenstern sind beispielsweise erweitert oder sonst wie unpassend und die Struktur des Raumes verändert.

In phantasiebasierten Halluzinationen respektive Illusionen, in die man unwissentlich geraten ist, nimmt der Betroffene aufgrund seiner emotionalen Verstrickung mit dem Geschehen oder der Umgebung keine real existierenden lebenden oder verstorbenen Identitäten wahr - es sei denn, ein Helfer der höheren Bewusstseinsenergie-Ebenen versucht einen Betroffenen zu kontaktieren, um ihm herauszuhelfen (vgl. Bände 2 & 3).

Auch Gerüche, Geräusche, die visuelle Umgebung und darin enthaltene Phantasiewesen werden in der Halluzination als real empfunden. Jetzt wird es umso deutlicher, das wir sind, was wir denken. Jeder Hass, jedes unbewältigte Problem, jede stetig mit Energie versorgte negative Erfahrung, aber andersherum auch jede Liebe, jedes angenehme Detail unseres Lebens sind ein Teil unseres Selbst und finden in den selbstgeschaffenen Phantasien Ausdruck. Die auf Freud1 und Jung zurückgehende Annahme, dass Träume ein Spiegelbild der Seele seien und Albträume aufgearbeitet werden sollten, bestätigt sich hier einmal mehr [Lit 140, 162].

Alle beängstigenden Halluzinationen in Träumen und nach dem physischen Ableben resultieren aus ungelösten Konflikten in der eigenen Psyche, aus nicht assimilierten Bewusstseinsanteilen des eigenen Selbst. Sie treten auf in Phasen der inneren Wandlung. Roberts empfiehlt entweder die Aufgabe derjenigen nachteiligen Glaubenssätze, welche entsprechende Vorstellungen erzeugen sowie die Versöhnung sich widerstrebender, unvereinbarer Glaubenssätze (vgl. Bd.zero). Oft erscheinen verborgene eigene Bewusstseinsanteile oder das bisherige physische Sein als Tier, dass einem im Traum aggressiv gegenübertritt. Sie schreibt:

"Diese »Lebens-Symbolisierung« [A.d.V.: als ein aggressiv gegenübertretendes Tier] kann von denen bevorzugt werden, die sich zu Lebzeiten um Selbstkritik wenig gekümmert haben. Sie ist also ein Teil des Selbstprüfungsprozesses und besteht darin, dass das Individuum sein Leben durch ein Bild ausdrückt und sich dann mit ihm auseinandersetzt. Nicht alle wählen diese Methode. Manchmal ist eine Reihe solcher Episoden vonnöten [...] Handelt es sich um eure eigene Gedankenform, dann könnt ihr daraus lernen, indem ihr euch fragt, was sie darstellt, welches Problem sie repräsentiert, das sich solchermaßen materialisiert hat. Ähnliches könnt ihr auch nach dem Tode halluzinieren, symbolhaft auffassen und dann eine Art spirituellen Kampf ausfechten, der natürlich unnötig wäre, wenn ihr die Sache durchschaut hättet" [Lit 175]

Der Betroffene sollte sich im Idealfall mit diesen Anteilen seines Selbst besonnen und möglichst frei von Emotionen auseinandersetzen und sie schließlich als Teil seines Selbst akzeptieren. Es gibt jedoch viele mögliche Arten, mit ihnen umzugehen, welche jeweils die zukünftige Entwicklung weitgehend bestimmen. [Lit 175]

Es kann also nicht schaden, zu Lebzeiten das Wachbewusstsein im Erkennen verschiedener Traumarten zu schulen - und zwar durch eine kontinuierliche Aufzeichnung erinnerlicher prägnanter Träume sofort nach dem Erwachen. Denn diese sind nichts anderes als vollgültige Erfahrungen und Erlebnisse in anderen Realitätssystemen. Nach dem physischen Ableben bis hin zu einer möglichen Wiedergeburt bewegen wir uns ohnehin ausschließlich in geistigen Realitätssystemen. Eine intensive Beschäftigung mit Träumen zu Lebzeiten könnte daher die Dauer eines Gefangenseins in positiven oder negativen Halluzinationen verkürzen (vgl. Bd.3). Denn unser Bewusstsein erschafft stets zeitliche Abfolgen - entweder die reelle Zeit in unserer physischen Sphäre (vgl. Bd.zero & Fn. S.134) oder die unabhängige Zeit in geistigen Welten.

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