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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)


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Kapitel 7.1.: Verbindende Annahmen von Vordenkern (Schlussbetrachtungen zur Intuition als innere Wahrnehmung)

Präkognition (Fn. S.36), die Synchronizität von Ereignissen, der Einfluss innerer Sinne sowie andere paranormale1 Phänomene werden von den Menschen nach dem britischen Cambridge-Professor für Philosophie Broad (1887-1971) häufig nicht als solche wahrgenommen. Dennoch wirken sie im Alltag unablässig auf das Wachbewusstsein ein und werden von diesem unbewusst genutzt. Wenn paranormale Wahrnehmungen und Einflüsse jedoch Tatsachen sind, dann ist es nach seiner Auffassung höchst wahrscheinlich, dass sie sich nicht auf jene recht seltenen Gelegenheiten beschränken, bei denen wir sie registrieren oder im Laboratorium experimentell nachweisen. Es ist vielmehr anzunehmen, dass sie ständig im Hintergrund unseres Alltagsdaseins wirken [Lit 37]. Unter anderem

Nach Broad sind es diese paranormalen Wahrnehmungen, welche uns über die inneren Sinne beeinflussen und dem Intellekt nicht direkt zugängliche Erkenntnisse liefern. Der britische Oxford-Professor für Philosophie Price (1899-1984) beschreibt die Normalität paranormaler Erscheinungen ähnlich wie Broad.

Der britische Mathematiker Brown stellt das von ihm postulierte 'Gesetz der Serie' als eine Umkehrung des allgemein anerkannten Konzepts der Annahme einer Zufallsmäßigkeit dar. Die häufigen Antizufalls-Ergebnisse experimenteller wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Gebiet der Telepathie, des Hellsehens, der Präkognition und der Psychokinese seien hiernach die Manifestation eines einheitlichen und nicht der physischen Welt zugehörigen Prinzips. Die Ursache der Antizufalls-Abweichungen könnten Telepathie und ähnliche Erscheinungen nicht sein, weil sie Wirkungen sind. So wäre die Ursache paranormaler Phänomene wie Antizufalls-Abweichungen etwas Fundamentales. Also etwas, das im Wesen der Dinge und der Zufallsmäßigkeit selbst liegt [Lit 38].

Auch der US-amerikanische Professor für Earth Sciences & Geography Hayes fragt, was die Telepathie denn hindere, ständig aufzutreten, wenn es sie denn gäbe und wie sich die Psyche oder das Gehirn gegen das mögliche Einströmen der Erfahrungen Anderer abschirmen kann. Meine Antwort ist, dass die inneren Sinne uns ständig, nahezu unmerklich beeinflussen, dass ohne sie ein Einfühlen in andere Menschen, geistige Gesundheit und das Verfolgen eines Lebensplanes unmöglich wäre. Selbst unfallfreies Autofahren wäre nicht möglich ohne die Unterstützung weiterer Teilbewusstseine über die Übernahme von Aufgaben sowie den kontinuierlichen Abgleich von Wahrscheinlichkeiten, was die 'Präkognition' ihrem Wesen nach ist. Ein Abschirmen ist folglich nur in Bezug auf zu weit gehende oder negative Einflüsse sinnvoll.

Das von Hayes festgestellte Einströmen der Erfahrungen Anderer über das Einfühlungsvermögen ist nur einer der Einflüsse der inneren Sinne. Einfühlungsvermögen, die unwillkürliche innere Wahrnehmung der Denkmuster anderer und Telepathie sind Zeichen des ständigen Informationsflusses zwischen Bewusstseinsenergien. Auf der subatomaren Ebene der geistigen Welt gibt es aus der höheren Bewusstseinssicht (vgl. Bd. 2) betrachtet nur noch diese alles verbindenden, pulsierenden Energieströme [Lit 47].

Diese umfassen die intensive Durchdringung der Bewusstseinsenergien frisch Verliebter ebenso wie die zielgerichtete punktuelle des flüchtigen Kontakts im Alltag. Sobald etwas Aufmerksamkeit erregt, beginnen Energien zu fließen. Die ursprünglich, zu Beginn des ersten Lebenszyklus 'eigene' Bewusstseinsenergie wird über wechselnde Affinitäten mit 'fremden' Bewusstseinsenergien kurzzeitig, mittelfristig oder dauerhaft ergänzt, ohne das Identitätsgefühl in irgend einer Weise zu tangieren. Hierdurch entstehen und lösen sich unablässig geistige Verbindungen zwischen allem, was ist. Dies sind Ingrischs Konglomerate2, welche erst posthum in der Bewusstseinssicht des vom Wachbewusstsein passiv fokussierten Unterbewusstseins als Summe vieler äußerer Identitäten (vgl. S.27) wahrgenommen werden. Konglomerate können Sie - bildlich gesprochen - als Vereine unterschiedlichster Zielsetzungen und Interessen sehen, die durchaus je nach Affinität auch verengende Ziele oder Anhaftungen beinhalten können.

Hierbei ergibt sich die Frage, wie denn unsere nackte ursprüngliche unergänzte Bewusstseinsenergie zum Zeitpunkt der Aussendung in den ersten Lebenszyklus durch die Wesenheit beschaffen war (vgl. Bd. 2). Sie war frei von Einflüssen äußerer Identitäten (vgl. S.27) und beinhaltete nur die Charaktereigenschaften der aussendenden Wesenheit. Von dort ausgehend konnte sie sich spirituell höher oder zurück entwickeln.

Das anfängliche Fehlen jeglicher Bindung an Gemeinschaften verlieh der ersten irdischen Identität eine maximale Freiheit. Doch nach Ingrisch verliert der in Gemeinschaften eingebundene Wille seine Freiheit zunehmend durch Unter- oder Einordnung in das kollektive Bewusstsein [Lit 146]. So werden nach und nach die Charaktereigenschaften der Aussendung variiert durch das Streben und die kollektiven Glaubenssätze der Gemeinschaften, denen man sich zugehörig fühlt und sich temporär oder langfristig anschließt. Ingrischs Konglomerate können auch fremde Wesenheiten sein, zu welchen - bei starker Affinität zu deren Aussendungen - gewechselt werden kann (vgl. Bd. 2). Denn jede Aussendung ist frei in der Wahl seiner Wesenheit - und so sind im Laufe der spirituellen Entwicklung (vgl. Bde. 2,6&8) über die Lebenszyklen zahlreiche Wechsel denkbar.

So entstehen also auch Bindungen, die über den jeweiligen Lebenszyklus hinaus Bedeutung haben. Nach Erreichen einer hohen spirituellen Reife hat eine Aussendung offenbar die Möglichkeit, sich

zu lösen, um dann wahrhaft frei selbst als Wesenheit nur noch vertikal auf der 5. Bewusstseinsenergie-Dimension unterwegs zu sein. Erst einsam, ohne jede Gemeinschaft, ist man nach Ingrisch wahrlich frei im Willen, steigt auf und ab - je nach geistigem Zustand [Lit 146]. Schon eingeschränkter ist man in Konglomeraten, welche aber vor einem mentalen Absturz auf der Schiene der 5. Energiedimension und vor Einsamkeit bewahren. Denn in Gemeinschaften eingebunden bewegt man sich primär horizontal auf nur einer Energieebene und wird nötigenfalls aus schlechten geistigen Zuständen von Mitstreitern befreit. Oder erst in diese hineingezogen - je nach Streben der Gemeinschaft.

Hieraus resultiert die große Verlorenheit gerade freier Geister nach dem physischen Ableben. Wer geistig völlig unabhängig ist, ist schon zu Lebzeiten einsam und wird diese Haltung auch in der Reflektionspause zwischen den Lebenszyklen beibehalten. Und folglich seltener Hilfe suchen und empfangen. Aber nach einer schweren Umgewöhnungszeit ist dieser wahrlich frei, indem er sich nahezu nach Belieben vertikal bewegen und andere physische und nicht-physische Realitätssysteme zur Weiterentwicklung suchen kann. Oder er steigt final zum Frequenzbereich von All-das-was-ist auf. Derartige Zustandsänderungen scheinen sowohl für Individuen als auch für Wesenheiten und Gruppen von Wesenheiten möglich zu sein.

Wissenschaftler können die Existenz einiger Phänomene der Intuition belegen, jedoch nicht reproduzierbar beweisen, wie es zur Erlangung einer wissenschaftlichen Anerkennung derzeit erforderlich wäre. Ein typisches Beispiel ist das oben beschriebene Phänomen des Hundertsten Affen (vgl. S.88). Der Mathematiker und Astronom Kepler (1571-1630) erklärte auf Platon zurückgehend ähnliche Wirkungen zu Anfang des 17. Jahrhunderts mit einen Zusammenhang des Bewusstseins mit dem "Himmel". Mit einem jeden Bewusstsein sei die Gestalt und der Charakter des ganzen Himmels verbunden - das Bewusstsein sei eine Art kosmischer Resonanzbogen für seine Verbundenheit mit der anima mundi - der Weltseele -, es würde jedoch in der äußeren Erscheinung von geometrischen Gesetzen beherrscht [Lit 146]. Zwar sind seine Annahmen sprachlich etwas allgemein gehalten. Doch sie kommen dem, was ist, schon recht nahe.

Der britische Physiker und Astronom Jeans (1877-1946) stellte fest, dass in den Augen der Physiker das Weltall eher ein großer Gedanke als eine mechanische Maschine ist [Lit 49]. Das geistige Sein wiederum - wir drehen uns argumentativ langsam im Kreis, denn alle zitierten Denker meinen im Grunde dasselbe - ist des italienischen Philosophen Mirandolas (1463-1494) zweite Einheit der Dinge, durch die ein Geschöpf mit allen anderen vereint ist und nach der beide Hälften der Welt eine Welt ergeben. Von dieser Einheit der physischen und der geistigen Welt spricht auch Roberts. Das vom US-amerikanischen Forscher Sinclair (1878-1968) beschriebene Modell des kosmischen Bewusstseins [Lit 147], die morphogenetischen Felder des britischen Biochemikers Sheldrake - sie entsprechen weitgehend dem im zweiten Band beschriebenen Schichtenmodell einer geistigen Welt, in welchem unsere physische Welt nur eine äußere Erscheinungsform als Ausdruck des Geistigen ist. Über fließende Bewusstseinsenergien ist das individuelle menschliche Wachbewusstsein mit anderen Individuen verbunden und erhält nach Sheldrake und Roberts ein sich laufend aktualisierendes, unbewusst übernommenes kollektives Wissen.

Durch den Zugriff unserer Zellbewusstseine auf reale Ereignispunkte in der Raumzeit wahrscheinlicher Zukünfte wissen unsere Wachbewusstseine bei entsprechendem Interesse, wie wir uns künftig fühlen und dereinst auf den jetzigen Moment zurückblicken werden, ob wehmütig oder herablassend; wir wissen dadurch, wann wir im Leben unsere beste Zeit haben durch die merkwürdige versteckte Trauer, die sensible Menschen (vgl. S.27) auch in Glücksmomenten fühlen. Es sei, sagt Updike, als betrachtete man die Zeit, in der man eingebettet ist, verkürzt, aus der Perspektive eines unbestimmten Zeitpunkts in der Zukunft.

Das Vergängliche wird durch diese Erinnerung an die Zukunft greifbar, fühlbar. Wir ahnen schon in der Abwägung zwischen zwei Handlungsalternativen, wie wir uns letztlich entscheiden werden, indem wir scheinbar aus der Perspektive eines unbestimmten Zeitpunkts in der Zukunft auf diesen Moment der schwankenden Abwägung zurückblicken. Wie oben und im Band zero ausgeführt hatte Schopenhauer jedoch nur innerhalb eines Wahrscheinlichkeitssystems recht mit seiner Annahme, dass wir keine Wahl haben, nie eine Wahl hatten, dass alles feststeht in den großen Zügen unseres Lebens und unsere Wachbewusstseine ahnungslose Hoffende in einem bereits entschiedenen Spiel sind. Wir sind Vergangenheit in dem Moment, wo wir uns aus einer Perspektive einer unbestimmten Position in der Zukunft der reellen Zeit unseres Wahrscheinlichkeitssystems an unsere Gegenwart erinnern. Deshalb fühlen wir den emersonschen Faden, den weniger nachteiligen, vor uns liegenden Weg als einen Plan, so als wenn er in uns abgelegt wäre. Daher wissen wir im Grunde alles über unsere Zukunft, das Gute wie das Schlechte. Und wenn wir Wehmut fühlen wissen wir, das unser Jetzt oder die Vergangenheit besser ist als unsere Zukunft - und umgekehrt. Updike beschreibt dies so:

"Die Erde ist flach für die Toten, und die Augenblicke ihres Lebens waren, so fand sie, schon während sie sie durchlebte, wie begraben unter einer zermalmenden Rückschau."

Doch sollten wir nicht vergessen, dass es in diesen Bänden 3 und 4 ausschließlich um die subjektiven Erfahrungen der Menschen geht. Diese können niemals den Gesamtzusammenhang hinreichend erklären. Der Band zero bemüht sich um eine objektive Darstellung aller Zusammenhänge. Und hiernach sind innere Sinne, sämtliche Erscheinungsformen der Intuition wie auch die Präkognition und Telepathie, nicht voneinander zu trennen. Es besteht demnach ein Zusammenhang zwischen der kreativen Schöpferkraft alles Seienden und dem Feld unserer individuellen Absichten. Letzteres akzeptiert, modifiziert oder verwirft jedes Geschehen in kontinuierlich stattfindenden Bewertungen.

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