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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Februar 2019 gebunden und als Ebook

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Kapitel 4.4.: Die andere Seite (Kreatives Schreiben, automatische & halbautomatische Schriften, einsame Niederschrift)

Das Folgende ergänzt das Kapitel zum 'Bodensupport' durch geistige Helfer im Band 2.

Frederick W.H. Myers, Cambridge Geschichts-Gelehrter des späten 19. Jahrhunderts, untersuchte und sammelte Fälle von Kommunikationen mit Verstorbenen. Zu Lebzeiten gr&ündete er das &über Kreuz kommunizieren, bei welchem Verstorbene &über verschiedene Medien zu verschiedenen Zeiten unter Zeugen Texte diktieren und diese auffordern, darauf das Datum der Übertragung zu vermerken und sie an eine bestimmte zentrale Sammelstelle der Universität zu senden. Die dort gesammelten Schriften - bisher &über 12000 Seiten in 3000 Skripten - passen zusammen wie die Teile eines Puzzles. Einige der beteiligten Medien wie beispielsweise Professor Verrall und auch Myers selbst verstarben während dieses Projektes und begannen später selbst, auf diese Art aus der geistigen Welt heraus zu kommunizieren. Myers beschrieb es posthum &über ein Medium so:

"Es ist, wie hinter einer Scheibe aus gefrorenem Glas mit tr&über Sicht zu stehen, und tote Stimmen diktieren kraftlos zu einem widerstrebenden und irgendwie dumpfen Sekretär."

Beschreibungen dazu, wie eine rein geistige Existenz beispielsweise einen physisch lebenden Nahestehenden wahrnimmt, sind rar. Daher zitiere ich im Folgenden das Geistwesen Seth (vgl. S.15) des Mediums Roberts ausf&ührlicher, wenngleich sich die Aussagen auf die Fokussierung eines Mediums beziehen. Es lassen sich jedoch unschwer allgemeing&ültige Elemente herauslesen:

"Ich nehme die Leute in einem Raum vollkommen anders wahr, als sie sich selber wahrnehmen; ihre verschiedenen ehemaligen und k&ünftigen reinkarnierten Persönlichkeiten, aber nicht ihre wahrscheinlichen Selbst sind f&ür mich sichtbar. Ich »sehe« also die reinkarnierten Aspekte, die verschiedenen Manifestationen. Das ist so, als w&ürdet ihr eine schnell ablaufende Bilderfolge sehen, die ein und dieselbe Person in verschiedenen Stellungen zeigt. Ich muss bei allen meinen Kommunikationen mit den im Raum Anwesenden daran denken, dass ich meine Bemerkungen einschränken und mich auf das spezifische, reinkarnierte »gegenwärtige Selbst« einstellen muss.

[...] Beobachtung ist nicht mein Metier. Wir sind jedoch durch unsere psychologische »Gestalt« miteinander verbunden, und daher bin ich mir aller intensiven Gef&ühle oder starken Reaktionen auf eurer Seite bewusst. Das soll nicht heißen, dass ich mir unbedingt aller Ereignisse in eurem Leben bewusst bin oder dass ich die Gef&ühle, die mich von eurer Seite erreichen, immer sondiere. Ich bin also im allgemeinen &über euren Zustand im Bild. Wenn Ruburt etwas beunruhigt, schickt er mir eine Botschaft. Mit den erwähnten Einschränkungen bin ich mir k&ünftiger Ereignisse in eurem Leben bewusst. Dabei k&ümmert mich eure allgemeine geistige Vitalität weit mehr, als was ihr zum Fr&ühst&ück esst." [Lit 175]

Roberts merkt an, dass Seth in der Kommunikation mit Lebenden seinen ansonsten in der geistigen Welt zur&ückgezogenen Wachbewusstseinsanteil fokussieren muss. Er muss also seinem Ego mehr Herrschaft einräumen, damit er sich der Ego-orientierten lebenden Identität &überhaupt mitteilen, sich ihr einprägen kann. [Lit 191]

Das Verstehen von Roberts nachfolgender Aussage erfordert ergänzende Informationen zur Struktur physischer Realitäten, welche im Band 2 beschrieben sind:

"

Ich bediene mich seiner Augen, weil dadurch das Blickfeld f&ür mich auf das eine »gegenwärtige« Selbst eingeschränkt wird, dessen sich das Individuum bewusst ist. Mit eurem System auf diese Weise in Verbindung zu treten, erfordert große Umsicht und ein noch größeres Unterscheidungsvermögen und verändert [A.d.V.: erschwert] sich mit der »Entfernung« des Kommunizierenden von dem physischen System [...] Einer Persönlichkeit, die ihre Basis in der physischen Realität hat wie jemand, der sich zwischen den Leben befindet, w&ürde der Eintritt in euer System in vieler Hinsicht leichterfallen. Die Information, die sie euch geben könnte, wäre jedoch gleichfalls durch ihre eigene Erfahrung beschränkt. Ich habe aber eine Erinnerung an die physische Existenz und das hilft mir automatisch, eure geistigen Daten in physische Form zu &übersetzen. Ich nehme zum Beispiel Gegenstände wahr. Dabei ist es mir eine große Hilfe, dass ich mich Ruburts [A.d.V.: das Medium] Mechanismus bedienen kann. Zeitweise sehe ich den Raum und die Leute genauso wie er oder vielmehr wie seine Wahrnehmungsmechanismen

[...] Mein Unterscheidungsvermögen kommt der Präzision zugute, die notwendig ist, um in dem genauen Moment in Zeit und Raum, auf den ihr konzentriert seid, eure Realität zu betreten. Gegenwärtige und k&ünftige Erfahrungen der im Raum befindlichen Anwesenden sind mir zugänglich, und die k&ünftigen sind f&ür mich ebenso real wie die gegenwärtigen Erfahrungen. Deshalb muss ich versuchen, mich daran zu erinnern, was f&ür sie bereits eingetreten und was noch nicht geschehen ist, denn f&ür mich ist das alles eins. Diese Aktivitätsmuster verändern sich allerdings ständig. Ich habe zum Beispiel gesagt, dass ich mir ihrer vergangenen und k&ünftigen Handlungen und Gedanken bewusst bin; und doch besteht das, wessen ich mir bewusst bin, eigentlich in sich stets umstrukturierenden und wandelnden Mustern in der Zukunft sowohl wie in der Vergangenheit. Einige der Ereignisse, mit denen ich diese Personen so deutlich in der Zukunft verbunden sehe, können in eurem physischen System auch nicht eintreten. Sie existieren als Wahrscheinlichkeiten, als Potential, das [A.d.V.: ggf.] auch nur gedanklich verwirklicht werden und ohne eine feste physische Gestalt bleiben kann. Ich habe euch ja gesagt, dass es keine vorherbestimmten Ereignisse gibt. Ich m&üsste mich nach euren Begriffen auf einen späteren Zeitpunkt einstellen und diesen mit allen seinen Verästelungen unter die Sonde nehmen, wenn ich feststellen wollte, welche der wahrscheinlichen Handlungen, die ich fr&üher in euch gesehen habe, sich später verwirklichen werden. [Lit 175] "

Soweit Seth &über Roberts. Die English Society for Psychical Research (SPR) stellte fest, dass manches Mal auch zwei geistige Identitäten zeitgleich &über ein Medium kommunizieren - eines &über Sprache und das zweite &über eine Niederschrift. Dies ist eine Dualität geistigen Schaffens, zu welcher das Wachbewusstsein des solchermaßen Besetzten nicht fähig wäre. (vgl. Bd.2)

Bei einem Bem&ühen um ein ungezieltes Aufnehmen der Gedanken Anderer sind jedoch Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, auf die ich im Band 7 eingehe. Denn ungezielte mentale Kontakte sind nur selten erfreulich, da diese in der Regel mit Identitäten aufgenommen werden, welche aufgrund ihrer Negativität (Fn. S.195) auf den unteren beiden, nahen Energieebenen der II. geistigen Bewusstseinsenergie-Schicht festsitzen. Dort ist kaum jemand ohne erhebliche persönliche Verstrickungen oder Destruktivität und verweilt dort freiwillig.

Sofern wir nicht als passiv vermittelndes Medium auftreten, erhalten wir zu unseren Fragestellungen von der Wesenheit oder von helfenden Individuen nur Informationen, die wir in unserem derzeitigen spirituellen Entwicklungsstand auch verstehen können. Weitergehende Informationen, seien sie auch noch so interessant, erreichen uns nicht: "Ich kann nur im Radius Deiner Ahnungen zu Dir sprechen, sonst hörst Du mich nicht", wurde Ingrisch vermittelt [Lit 138].

Verstorbene sind auf diesem Weg zur Kommunikation mit Lebenden in der Lage, weil sich ihre Unterbewusstseine in der gleichen Energieschicht wie diejenigen der Lebenden befinden. Zur Kommunikation passt das schneller pulsierende Unterbewusstsein seine Schwingungsfrequenz derjenigen des anderen an. Erst auf gleichem Niveau ist eine Verständigung möglich.

Die Kommunikation zwischen Lebenden und Verstorbenen wird niemals &über elektronische Geräte wie Tonbandgeräte, Computer, Telefone oder was auch immer erfolgen. Umgekehrt treten wie oben im Zusammenhang mit träumerischen Eingebungen beschrieben täuschend echte Geräusche der physischen Welt ausschließlich im Bewusstsein auf, so dass man beispielsweise wegen dem Läuten der T&ürglocke in der physischen Welt zur Haust&ür geht oder den Telefonhörer abnimmt und hiernach auf der Unterbewusstseinsebene nonverbal beispielsweise mit einem Verstorbenen kommuniziert. Die physische T&ürglocke oder das Telefon ist hieran völlig unbeteiligt und das geistige Klingeln nur ein vom Unterbewusstsein des den Kontakt aufnehmenden Geistwesens angewandter Trick, um den Lebenden von seiner vorherigen Beschäftigung abzulenken und in mentale Empfangsbereitschaft zu bringen. Diesen Geräuschen scheint zu eigen zu sein, dass sie zu kräftig und zu laut im Bewusstsein wahrgenommen werden und eine räumliche Ortung anders als &über den Hörsinn nicht möglich ist.

Es ist des Weiteren nicht anzunehmen, dass es mit physischen Geräten in absehbarer Zeit gelingen wird, Bewusstseinsenergie und damit auch Gedanken Lebender und Verstorbener gezielt zu erfassen, aufzuzeichnen, auszuwerten oder zu beeinflussen. In Energieströmen ablaufende Kommunikationen sind nur mental einsehbar und beeinflussbar. Denn die Energien des Bewusstseins unterliegen höheren Naturgesetzen als diejenigen unserer physischen Bewusstseinsenergie-Schicht I. Allein mit den in unserer vierdimensionalen Raumzeit zur Verf&ügung stehenden Methoden werden sich diese Energien folglich nicht manipulieren lassen.

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