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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)


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Kapitel 4.1.: Die Intensität des Einflusses als Unterscheidungsmerkmal (Kreatives Schreiben, automatische & halbautomatische Schriften, einsame Niederschrift)

Das kreative Schreiben ist, wie auch die Erstellung sogenannter automatischer und halbautomatischer Schriften, nach Meek das Resultat medialer Tätigkeit. Andere lebende oder verstorbene Identitäten liefern uns auf unsere Fragestellung Informationen, welche dem Wachbewusstsein &über seine inneren Sinne zugehen. Die Antwortenden können unserer oder fremden Wesenheiten angehören. Im Idealfall laufen Kontaktaufnahme und Überwachung der Verbindung &über die eigene Wesenheit, weil andernfalls das empfangende Wachbewusstsein ungesch&ützt ist.

Wir sahen im letzten Abschnitt, dass auch physisch existente Identitäten ständig &über eine Durchdringung von Teilen ihrer Bewusstseinsenergien mit räumlich entfernten Lebewesen kommunizieren. Dies zeigt sich dann unter anderem in Telepathie und intuitiven Eingebungen. Nur wird dies meist von den beteiligten Wachbewusstseinen nicht bemerkt. Peterson berichtet von einem physisch lebenden Gelähmten, der &über Kontakte auf Unterbewusstseins-Ebene seine physische Isolierung umging und bewusst an zu seiner Zeit weit verbreiteten Séancen als 'Geist' teilnahm [Lit 60].

Seltener sind derartige Kommunikationen &über Gesprochenes. Der nat&ürliche Stimmapparat eines Mediums ist hierzu zwar nicht zwingend erforderlich (vgl. S.129), vereinfacht jedoch einem spirituell gering entwickelten Besetzenden die verbale Kommunikation. Folglich sind sprachliche Kommunikationen am häufigsten beobachtet worden bei vor&übergehender Inbesitznahme von Medien durch Geistwesen. Diese hat eine eigene Bezeichnung: Xenoglossie. Die in der offiziellen Definition des Begriffs genannte Hypnose ist jedoch tatsächlich keine Vorbedingung zur entsprechenden Arbeit als Medium.

Merkmal derartiger Übermittlungen von Inhalten ist, dass das Medium als inhaltlich unbeteiligter Kanal wirkt, selbst also nichts zu den Inhalten beiträgt oder reflektiert. Dem steht jedoch eine nachträgliche, beispielsweise k&ünstlerische Umsetzung oder textliche Verarbeitung durch das Medium nicht entgegen. Diese bewusst herbeigef&ührten, vor&übergehenden Besetzungen sind f&ür dieses nicht ungefährlich. Die Besetzenden entstammen meist den unangenehmsten unteren Energieebenen der II. geistigen Bewusstseinsenergie-Schicht und sind spirituell entsprechend gering entwickelt (vgl. Â Bde.2 & 6). Sie ignorieren regelmäßig explizit ausgesprochene Kontaktw&ünsche der Anwesenden und nutzen die Zur&ückgezogenheit des Bewusstseins eines Mediums, um es ungefragt ganz zu verdrängen. Ohne spezielle Vorsichtsmaßnahmen wird es den oder die Besetzer nicht mehr los und ist in K&ürze ein Fall f&ür die Psychiatrie (vgl. Bd.7).

Andererseits sind bei kreativen Menschen akzeptierte, aber dem Wachbewusstsein unbewusste Einfl&üsse die Regel. Autoren und versunken handwerklich tätige Menschen im Flow-Zustand (Fn. S.23) begrenzen jedoch die Einflussnahmen auf eine Fragestellung, K&ünstler dagegen auf ihr Schaffen. Hierdurch sind unerw&ünschte, &über die Fragestellung hinausgehende Einfl&üsse ausgeschlossen. So sind diese begrenzten Einflussnahmen nicht nur unschädlich, sondern im Gegenteil sehr hilfreich. Beispielsweise kann sich ein Mensch im praktischen Alltag oder beim kreativen Schreiben intensiv mit einer Fragestellung oder einer verstorbenen oder lebenden Person beschäftigen und nach einer Lösung oder Informationen suchen. Es sind im Grunde dieselben intuitiven Kommunikationswege, die im Einf&ühlungsvermögen (vgl. S.75), in der Inspiration und f&ür Eingebungen (vgl. S.152) genutzt werden. Der Unterschied ist: Kreative und offene Menschen gehen stärkere Verbindungen ein und sind nur dann gefährdet, wenn sie sich unbegrenzt öffnen.

Durch ein Ruhen in uns selbst im Sinne des Intuitionsbegriffs (vgl. S.24) kommt es zu einer Fokussierung des Unterbewusstseins durch das Wachbewusstsein. Die Inspirationen und Einfälle, welche uns in Folge im Wachzustand oder in Träumen in den Sinn kommen, könnten wir notieren (vgl. S.157). Damit unterlägen wir bereits dem Phänomen des kreativen Schreibens. Die einsame Niederschrift, das kreative Schreiben sowie automatische und halbautomatische Schriften unterscheiden sich nur in der Intensität des Einflusses.

Unter automatischen Schriften versteht die Psychologie auf den französischen Psychotherapeuten Janet zur&ückgehend vereinfachend das Niederschreiben von Text im Halbschlaf, in Trance oder unter Hypnose, in welcher sich die eingebende Identität &über den physischen Körper der Zielperson direkt ausdr&ückt. Dessen Bewusstseinsenergie muss ihn hierzu zumindest temporär &übernehmen. Janet unternahm ungesch&ützte therapeutische Versuche, um banale Ziele wie beispielsweise das Beenden von Schreibblockaden zu erreichen. Sein Vorgehen war riskant, verkannte er doch die Risiken einer jeden ungezielten Besetzung. So m&üsste eine präzise Definition lauten:

Automatische Schriften entstehen durch eine vor&übergehende Besetzung des physischen Körpers eines Mediums unter vollständigem R&ückzug dessen Wachbewusstseins aus einer direkten Niederschrift des Besetzenden. Kontaktw&ünsche des Mediums werden häufig ignoriert und können nicht erzwungen werden. Besetzende verbleiben oft im physischen Körper, wodurch das Bewusstsein des Mediums fortan in einem ständigen Verdrängungskampf steht.

Ganz anders sieht die Definition halbautomatischer Schriften aus:

Halbautomatische Schriften sind die Niederschrift von Diktaten der Unterbewusstseine lebender oder verstorbener Identitäten im Flow-Zustand des Mediums (Fn. S.23). Das Medium ist also im Sinne des Intuitionsbegriffs in einer Thematik versunken. Der Übergang zum inspirierten Schreiben ist fließend. Eine gezielte Auswahl des Themenbereichs oder auch des besetzenden Bewusstseins und eine mehrwöchige Einstimmung ist Voraussetzung. Risiken f&ür das Medium gibt es nicht, da es nur &über Fragestellungen begrenzte Kontakte zulässt und sein Wachbewusstsein während der Session nicht gänzlich vom physischen Körper zur&ückzieht.

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