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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Februar 2019 gebunden und als Ebook

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Kapitel 3.21.: Inkubationszeit f&ür Eingebungen (Innere Sinne)

Die Mathematik verdankt die Lösung wenigstens eines weiteren Forschungsgegenstandes dem Traum eines ihrer größten Talente. Der französische Mathematiker Poincar√© löste das Problem der Begr&ündung einer Klasse Fuchsscher Funktionen im Schlaf - die Pariser Akademie der Wissenschaften hatte 1880 einen Preis f&ür die Lösung dieses Problems ausgesetzt:

"Seit 15 Tagen versuche ich zu beweisen, dass es keine Funktion geben kann, analog zu der, die ich die Fuchssche nannte. Jeden Tag saß ich am Schreibtisch. Dort verbrachte ich 1-2 Stunden und probierte eine große Anzahl von Kombinationen durch ohne Ergebnis. Eines Abends trank ich entgegen meiner Gewohnheit eine Tasse schwarzen Kaffees. Ich konnte nicht einschlafen, und viele Ideen gingen mir durch den Kopf. Ich f&ühlte, wie sie miteinander zusammenstießen, bis schließlich zwei von ihnen eine feste Verbindung eingingen. Am nächsten Morgen entdeckte ich die Existenz einer Klasse von Funktionen, die der hypergeometrischen Reihe entsprach. Ich brauchte nur noch die Resultate aufzuschreiben, was mich nur wenige Stunden kostete."¬†[Lit¬†4]

Poincar√© kam zu dem Schluss, dass eine lange unbewusste Vorarbeit stattfinden muss, welche diese scheinbar plötzlich auftretende Erkenntnis erst möglich macht. Ein längeres entspanntes, auf ein Problem fixiertes Denken wird im Unterbewusstsein unabhängig von dem gelegentlich das Denken anstoßenden und dann wieder abschweifenden Wachbewusstsein fortgesetzt.

Zudem w&ürde nach seiner Ansicht eine Inspiration zum Schreiben aus einer durch die Affinität zum Thema bedingten kurzzeitigen gew&ünschten Besetzung resultieren, wenn die Niederschrift nicht der eigenen Erfahrung entstammt. Auch Wickland nahm an, dass die Bewusstseine Verstorbener &über kurzzeitige Besetzungen Lebender Informationen liefern können [Lit 84]. Befreit vom filternden Gehirn (vgl. Bd.5) des physischen Körpers kommen ihnen Antworten auf Fragestellungen blitzschnell und ohne eine vorbereitende Meditation (vgl. S.38) oder intuitive Versunkenheit, wie sie zu Lebzeiten Bedingung ist.

Jedoch wird hier der Begriff Besetzung etwas unpassend verwendet. Denn Poincar√©s und Wicklands 'Besetzungen' sind keine dauerhaften Körper-Inbeschlagnahmen, welche beispielsweise zur gespaltenen Persönlichkeit in einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS) (Fn. S.161) f&ühren können (vgl. Bd.7). Er steht hier f&ür die alltägliche, Wolken-gleiche, temporäre Durchdringung von Teilen des eigenen Wachbewusstseins mit Bewusstseinsenergien anderer Identitäten als Vorbedingung f&ür jede nonverbale Kommunikation und das alltägliche Einf&ühlungsvermögen (vgl. S.375).

Weil also in der Literatur der Begriff Besetzung auch f&ür temporäre Einflussquellen verwendet wird, bezeichne ich die Grundlage von Telepathie, Einf&ühlungsvermögen und nonverbalen Kommunikationen abgrenzend als kurzzeitige positive Besetzungen, die unerw&ünschten Dauer-Inbeschlagnahmen durch herumirrende Existenzen der niederen Energieebenen der geistigen Welt dagegen als negative Besetzungen. Unstrittig ist jedoch, dass die hier&über erhaltenen Informationen &über Kontakte zu Anderen von außen kommen und nicht dem eigenen Bewusstsein entstammen.

Als Poincar√© wach im Bett lag, waren f&ür ihn alle Vorbedingungen f&ür das Auftreten einer Intuition erf&üllt. Die fortgesetzte intensive geistige Beschäftigung mit dem Thema tat ihr Übriges, um &über die erweiterten Möglichkeiten seiner Zellbewusstseine, seines Unterbewusstseins und seiner Wesenheit die Lösung zu erarbeiten. Ob das Ergebnis jedoch ausschließlich seinem eigenen Selbst entstammt oder von anderen geliefert wurde, lässt sich nicht nachvollziehen.

Nach Amp√©re kommen viele schöpferische Einfälle und Entdeckungen erst dann zustande, wenn sich die Aufmerksamkeit des Wachbewusstseins eine Zeitlang auf einen völlig anderen Gegenstand verlagert als auf den, von dem eine Lösung erwartet wird. Roberts bestätigt, dass die geistige Arbeit erst beginnt, wenn das Wachbewusstsein das Thema losgelassen hat. Eine scheinbare geistige Abwesenheit ist hierbei ein Zeichen größter Konzentration und Aktivität, auch wenn diese vom betroffenen Menschen gar nicht so wahrgenommen wird, weil sie sich vom Wachbewusstsein unbewusst in den anderen Bereichen der Psyche ereignet. Amp√©re hatte dabei wie Poincar√© den Eindruck, als w&ürden zahllose Informationen in den unterschiedlichsten Kombinationen miteinander verbunden, bis die Lösung gefunden ist.

Dieser allen inspirativen Entwicklungsprozessen zu eigene Entwicklungszeitraum f&ür &über die Intuition erhaltene Lösungen wird von ihm in Anlehnung an die Bezeichnung des Schlafs in einer heiligen Stätte des Altertums, in der man im Traum eine göttliche Offenbarung zu erhalten hoffte, Inkubationszeit genannt. Immer dann, wenn unser Wachbewusstsein etwas Richtiges völlig in Zweifel zieht, neigt das System nach dem US-amerikanischen Mathematiker Peirce dazu, uns das unerwartete, aber korrekte Ergebnis als Wissen zu präsentieren. Auf die Verwirrung durch starke Zweifel setzt ein Prozess ein, der das Bewusstsein wieder in einen ausgeglichenen Zustand zur&ückversetzt. Dieses Phänomen ließe sich auch so formulieren: Auf starke Zweifel an richtigen Annahmen wird das Wachbewusstsein durch die Wesenheit &über die Intuition mit Informationen versorgt, die es korrigieren.

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