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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Februar 2019 gebunden und als Ebook

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Kapitel 3.2.: Kurzzeit-Präkognition im Wachzustand (Innere Sinne)

Zu Beginn ein exemplarisches Beispiel:

An einem schönen Sommertag pflanzte ich im Garten einer Wohnanlage einen Strauch mitten auf die Rasenfläche. Mir war bekannt, dass ein Nachbar, zu dem ich ein angespanntes Verhältnis hatte, eifersüchtig über den Garten wachte, war darum sehr in Sorge und kam deshalb zu einer Zeit, von der ich annahm, dass er nicht im Hause sei. Als ich bei der Arbeit war, die ich entspannt und mit Freude verrichtete, fühlte ich plötzlich die bedrückende Stimmung einer Situation voraus, die auf mich zukommen würde. Die Luft fühlte sich verdichtet und düster an. Ich ahnte, dass mein Nachbar aus dem Haus kommen und sich fürchterlich aufregen würde - was sonst mir gegenüber noch nie geschehen war. Ich sah mich vorab sowohl visuell einem Tagtraum-Ausschnitt gleich als auch emotional der kommenden Situation ausgesetzt und konnte blitzschnell - ohne eigene Gedanken zu entwickeln - erkennen, wie ich mich bei unterschiedlichen Reaktionen auf seinen wütenden Angriff hinterher fühlen würde und daher unter anderem auch, dass ich, wenn ich absolut ruhig bleiben würde, diese Situation für mich bestmöglich beenden könnte. Diese Vorwarnung begann etwa zwei Minuten vor seinem Erscheinen und dauerte mit Abwägen, dass nur Sekundenbruchteile in Anspruch nahm, etwa eine Minute.

Interessant ist die offensichtliche Verlangsamung des äußeren Zeitablaufs bis hin zum Stillstand während des sorgfältigen Abwägens, welches daher nur Sekundenbruchteile in Anspruch nahm. Ursache ist - wie bei einer im Flow-Zustand (Fn. S.23) freudig verrichteten Arbeit - die Verschiebung des Fokus der Aufmerksamkeit vom Wachbewusstsein zu Unterbewusstsein und Zellbewusstseinen. Hierfür ist eine intuitive Versenkung vonnöten, wie sie beispielsweise bei einer mit Freude verrichteten Arbeit oder bei routinemäßigen Handlungen auftritt. Hätte dieses Abwägen im reellen Zeitverlauf unseres physischen Realitätssystems stattgefunden, wären hierfür einige Minuten vergangen.

Auch der Buddhismus lehrt, dass das beobachtende Innehalten dem Menschen Wahlmöglichkeiten aufzeigt, "die er nicht sehen kann, wenn er von Impulsen getrieben oder durch Vorurteile beeinflusst ist" [Lit 122]. Die im Beispiel genannte Zeitspanne von knapp zwei Minuten zwischen dem Auftreten der Kurzzeit-Präkognition und dem avisierten Ereignis hat sich hierbei in einer Vielzahl wissenschaftlicher Experimente als feste Größe gezeigt [Lit 4].

Ein weiteres exemplarisches Beispiel:

Eines Tages war ich in der Stadt unterwegs, als ich mich auf die Suche nach einem stillen Örtchen machen musste. Ich betrat ein stark genutztes Gebäude der Universität und fand einen Toilettenraum. Während ich mich darin aufhielt, wusste ich plötzlich, dass gleich jemand hereinkommen und mich auffordern würde, diesen Raum zu verlassen. Ich wusste auch, mit welchem Gefühl - hier Überraschung und Nachdenklichkeit - ich aus dieser Situation herausgehen würde. Gut zwei Minuten, nachdem diese Präkognition abgeschlossen war, kamen Bauarbeiter in den Raum und fragten lautstark hinein, ob hier noch jemand drin wäre, weil sie den Raum abschließen wollten.

Nicht immer zeigen sich Präkognitionen so deutlich oder werden in dieser Klarheit vom Wachbewusstsein wahrgenommen. Häufiger gibt es nur einen gefühlten Hinweis, einen freundschaftlichen Wink der Zellbewusstseine oder der Wesenheit, das für uns Falsche zu vermeiden. Natürlich gibt es ohne Unterschiede auch Ahnungen, Vorgefühle und Erleuchtungen heiterer Art.

Vier Merkmale sind einer Kurzzeit-Präkognition immer zu eigen:

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