2 Besucher aktiv
von 1.288.717
seit 1999
Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)


Ein Kapitel zurück | Inhaltsverzeichnis | Zum nächsten Kapitel

Kapitel 3.1.: Einführung in das Wirken innerer Sinne (Innere Sinne)

Es ist bloß, weil ihr die physische Existenz für die einzig gültige haltet, dass ihr es euch nicht einfallen lasst, nach anderen Realitäten Ausschau zu halten. Dinge wie Telepathie und Hellsehen können euch Hinweise auf andere Arten der Wahrnehmung geben, doch seid ihr selber auch entschieden in solche Erfahrungen verwickelt, und zwar im normalen Wachzustand sowohl wie im Schlaf.

Jane Roberts (Seth)

Schon in dem bisher Gesagten erkennen wir, dass der Begriff Intuition verschiedene Erkenntnisarten umfassen muss. Hierbei können zum leichteren Verständnis zwei Gruppen unterschieden werden:

Erbetene Erkenntnisse haben gemein, dass sie uns nur dann erreichen, wenn wir uns über längere Zeit intensiv mit einer Fragestellung beschäftigen. Hierdurch initiiert erhalten wir bei einer Offenheit für Antworten Informationen vom eigenen oder von fremden Selbst. Es bedarf also stets eines aktiven Öffnens und eines hohen Interesses für den Betrachtungsgegenstand. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, erreicht uns auch nichts. Sind sie erfüllt, werden Informationen folgen. Diese kommen über intuitive Eingebungen, Handlungsimpulse, über emotionslose gedankliche Kontakte mit uns emotional Verbundenen oder über Inspiration und Präkognition (Fn. S.37).

Es gibt aber auch an jedem Tag unzählige nicht-erbetene intuitive Einflüsse, die durch ein mehr oder weniger beiläufiges Interesse aktiviert werden:

Hier gibt es zwar unter Umständen ein gegenseitiges Interesse, jedoch kein aktives Öffnen - die Intuition muss also den gegebenen Grad an mentaler Öffnung nutzen oder eine Blockiertheit überwinden. Das klappt oder auch nicht.

Selbst sogenannte Verstandesmenschen nutzen intuitive Einflüsse intensiv, jedoch ohne sich dessen bewusst zu sein. Ohne jede Intuition würde jedes Wachbewusstsein entscheidungsunfähig, könnte weder irgendein Ziel verfolgen noch Gespräche und Verhandlungen führen. Glücklicherweise ist es gar nicht so einfach, externe Einflüsse als von außen kommend zu erkennen. Denn sonst hätten es Verstandesmenschen leichter, diese zu ihrem eigenen Nachteil abzuwehren und sich damit in eine unhaltbare Situation zu bringen.

Der Intuition ist zu eigen, dass es immer einen Sender und einen Empfänger gibt. Zellbewusstseine, Wesenheit und Unterbewusstsein sind unsere bedeutsamsten Einflussnehmer, danach folgen uns in irgendeiner Weise Nahestehende und dann sonstige Kontakte.

Der in unserem Kulturkreis geprägte Intellekt wird die nachfolgend beschriebenen Wirkungen der Intuition nur dann in seine Weltsicht aufnehmen, wenn er sie wenigstens teilweise aus eigener Erfahrung verifizieren kann. Der Verstandesmensch wird argumentieren, dass seine Urteile, Handlungen und Entscheidungen allein das Resultat diskursivem (Fn. S.23) Abwägens seien und intuitive Einflüsse bestreiten. Roberts schreibt hierzu:

"Die sogenannte außersinnliche Wahrnehmung vermittelt euch nur eine grobe und verzerrte Vorstellung von den grundlegenden Methoden, wie sich das innere Selbst informiert; dennoch sind die Gedanken, die mit der außersinnlichen Wahrnehmung verknüpft sind, der Wahrheit wenigstens etwas näher und stellen somit einen Fortschritt gegenüber der Auffassung dar, dass alle Wahrnehmung grundsätzlich physisch sei." [Lit 175]

Der Begriff der außersinnlichen Wahrnehmung ist nach ihrer Auffassung schlicht und einfach ein Synonym für Wahrnehmung über die inneren Sinne [Lit 185].

Wir betrachten zunächst die intuitive Führung eines Wachbewusstseins durch seine Wesenheit (vgl. Bd.2), jener großen Obhut, unter der alles Seiende steht. Der US-amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson stellte fest:

"Der Einfluss der Sinne hat in den meisten Menschen den Geist in einem solchen Ausmaß überwältigt, dass die Wände von Zeit und Raum nunmehr wirklich und unüberwindlich erscheinen; und mit Leichtfertigkeit von diesen Begrenzungen zu sprechen, gilt in der Welt als Anzeichen von Wahnsinn. Und doch sind Zeit und Raum nur umgekehrte Maßstäbe für die Kraft der Seele. Der Geist spielt mit der Zeit." [Lit 148]

Emerson lässt seiner Aussage ein Zitat aus Byrons 'Cain' folgen:

Kann Ewigkeit in eine Stunde drängen
Oder eine Stunde zur Ewigkeit dehnen.

Und Schopenhauer sagt es in seinem posthum veröffentlichten Spätwerk so:

"In uns steckt ein himmlischer Prophet, der laut wird im Somnambulismus und Hellsehen, wo er verkündet was vor- und nachher, im wachen Zustand, uns unbewusst ist. Auch im tiefen Schlaf weiß er Alles und sucht bisweilen es dem Gehirn in allegorischen Träumen, seltener in theoremantischen, beizubringen. Oft aber kann er ihm nicht mehr als eine dumpfe Ahnung zukommen lassen." [Lit 113]

Soweit Schopenhauer, der sich wie auch C.G. Jung für die Existenz der Präkognition verbürgt.

Wenn der Geist mit der Zeit zu spielen in der Lage ist, dann steht er wenigstens in Teilen über derselben. Da nun das Wachbewusstsein in der Regel extrem auf seine physischen Projektionen (vgl. Bd. zero) fixiert ist und scheinbar den Naturgesetzen unserer physischen Energieschicht unterliegt, überlässt es das 'Spielen mit der Zeit' den Zellbewusstseinen, dem Unterbewusstsein und der Wesenheit. Und erfährt Präkognition und Wissenserweiterung nur durch Verschiebung des Fokus auf eines dieser anderen Teile des Selbst. Dann ist die Wahrnehmung ebenfalls losgelöst von den Bedingungen der reellen Zeit (vgl. Bd.1).

Während wir abwägen oder Informationen einholen, kann sich eine Sekunde zur Ewigkeit dehnen. Dies ist etwas, was auch - aber nicht nur - in der Präkognition (Fn. S.37) geschieht. Jede intuitive Versunkenheit beinhaltet diese Verschiebung des Fokus. Sie ist immer dann möglich, wenn die momentane Beschäftigung in der physischen Welt sowenig Aufmerksamkeit verlangt, dass sie von einer Rest-Wachbewusstseinsenergie geradezu nebenbei und ohne besondere Konzentration, welche eine Fokussierung wäre, geleistet werden kann.

Präkognitive Erkenntnisse erhalten wir über die außerhalb jeder Zeitbeschränkung agierenden Zellbewusstseine. Diese liefern ihre nonverbalen Informationen als intuitive Handlungsempfehlungen, Erleuchtungen, plötzliche Einsichten oder Instinkt in Gefahrensituationen. Im Wachzustand ist es häufiger eine Kurzzeit-Präkognition für unmittelbar bevorstehende, ohne Gegensteuern unabwendbare Ereignisse, im Traum dagegen eine Langzeit-Präkognition für weiter entfernt liegende, oft abwendbare Wahrscheinlichkeiten (vgl. S.72). Sie sind nach Schopenhauer "eine Bestätigung der Kantischen Lehre von der Idealität des Raumes, der Zeit und der Kausalität" und ein Mittel "zur Befreiung der Erkenntnis von der Bedingung der Zeit" und wirken "aus der Nacht der Zukunft heraus" auf Personen und ihr Bewusstsein [Lit 101].

Auffallend ist, dass ein Wachbewusstsein eher Präkognitionen von Situationen wahrnimmt, mit denen starke Emotionen verbunden sind. Beispielsweise ein ersehntes Wiedersehen, ein bevorstehendes schicksalhaftes Ereignis oder bevorstehende emotionale Konflikte mit Personen, die für uns irgendwie von Bedeutung sind. Die anderen alltäglichen Situationen sind meist ohne herausragendes Interesse für unser Bewusstsein und werden daher von diesem nicht hinterfragt. Denn wir erhalten nur dann zu einer Fragestellung Informationen oder Lösungen, wenn wir in tiefer Versunkenheit über sie nachdenken.

Derartige Fragen können banalste Überlegungen beinhalten und werden bei entsprechender Konzentration in absichtsloser Gespanntheit im Sinne des Intuitionsbegriffs (vgl. S.24) beantwortet. So können hierin geübte Menschen beispielsweise vorab erfühlen, ob ein Restaurant, in welches sie gehen möchten, geschlossen ist, weil sie in der Beschäftigung mit dieser Fragestellung spüren, wie sie sich bei der Ankunft fühlen würden. Sie schicken gleichsam einen Teil ihrer Bewusstseinsenergie voraus. Derart ausgesandte Energieanteile liefern Bilder und emotionale Eindrücke zurück. (vgl. Bd. zero)

Das menschliche Gedächtnis funktioniert ebenfalls primär auf der Grundlage gespeicherter Emotionen - erst ein Gefühl ruft das dazugehörige, assoziativ verbundene visuelle Abbild hervor. Der Zugriff des Bewusstseins auf gespeicherte Erinnerungen erfolgt also nicht über Bilder oder Worte, sondern über die mit diesen Bildern und Worten verknüpften Emotionen. Da nun Präkognition eine Erinnerung an die Zukunft ist und auf dem gleichen Mechanismus aufbaut, sind präkognitive Träume in der bildlichen Darstellung oft verkehrt. Nur die darin erlebten Gefühle stimmen immer vollständig mit denen in der später eintretenden Situation überein.

Jede der in diesem Abschnitt behandelten Wirkungen der Intuition basiert letztlich auf Naturgesetzen. Nur sind es nicht mehr die Naturgesetze des Realitätssystems unserer Sphäre - oder in alter Begrifflichkeit: des physischen Universums (vgl. Bd. zero). Denn Präkognitionen basieren wie auch Versetzungen auf parallele Wahrscheinlichkeitslinien auf den Naturgesetzen höherer Energieschichten. In der Quantenphysik gehen die Physiker bereits mit ihnen um. So ist die Physik heutzutage in der Lage, derartige Erscheinungen wenigstens ansatzweise zu messen und zu erklären. Um ihre Hypothesen jedoch zu beweisen, müssten sie nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Standard reproduzierbar sein - was in der Quantenphysik nicht möglich ist. So bewegen sich die Physiker seit nahezu einhundert Jahren zunehmend auf dem dünnen Eis vager Annahmen, die jedoch in die richtige Richtung gehen.

In der Quantenphysik bewegen sich Teilchen mit negativer Masse rückwärts, wenn man sie vorwärts anstößt und werden eingesogen, wenn man sie anbläst. Diese sich auch in der Zeit rückwärts bewegenden Elektronen - es sind Dobb's Psitronen - übermitteln uns möglicherweise die präkognitiven Erinnerungen an die Zukunft. Hierauf gehe ich im Band 1 genauer ein.

Im zweiten Band zeige ich auf, dass man sich auf der nachfolgenden geistigen Energieschicht II außerhalb des Konstrukts des Universums befindet. Von dort ausgehend ist jeder seiner Ereignispunkte beliebig einsehbar. Meckelburg formuliert es so:

"Wir müssen nach dieser Hypothese das, was wir als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bezeichnen, als eine kompakte Einheit betrachten. Die Endsituation liegt in einem solchen geschlossenen System unabänderlich fest [...] Meist werden nur kleine Erlebnisabschnitte, keine endlosen Zusammenhänge vorausgesehen." [Lit 153]

Hierzu ist anzumerken, dass Meckelburgs 'Endsituation' nur innerhalb eines Wahrscheinlichkeitssystems feststeht. Dank des freien Willens können wir jedoch über Wahrscheinlichkeitslinien und -systeme wechseln und andere Endsituationen erleben. (vgl. Bd. zero)

Präkognitionen scheinen allgegenwärtig zu sein. Sie sind Bestandteil der natürlichen Vorausberechnungen durch Zellbewusstseine in der Planck-Zeit eines jeden Gegenwartsmoments. Sie treten im Wachzustand wie auch im Schlaf folglich ständig auf. Nur werden sie selten als solche wahrgenommen.

Die folgenden Arten der Präkognition sollten getrennt betrachtet werden, weil sie sehr unterschiedliche Merkmale aufweisen:

Ein Kapitel zurück | Inhaltsverzeichnis | Zum nächsten Kapitel

Begriffserläuterungen | Literaturverzeichnis | Zur Bücher-Übersichtsseite | Impressum & Datenschutz | W3C HTML-Validierung | W3C CSS-Validierung Stehlen Sie keinen Content von dieser Seite. Plagiate werden durch Copyscape aufgedeckt.
chinnow.net - seit 1999 online