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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Februar 2019 gebunden und als Ebook

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Kapitel 3.15.: Schöpferische Realitätsbildung (Innere Sinne)

Die Richtigkeit der Annahmen des letzten Kapitels unterstellt, folgt Materie dem Geist. Hiernach nähmen wir im physischen Leben niemals eine feststehende Realität wahr, sondern einen sich kontinuierlich in Vergangenheit und Zukunft dynamisch anpassenden Entwurf derselben. Dasjenige, was wir in diesem Moment als Wirklichkeit und als unsere Geschichte wahrnehmen, könnte aus einem Punkt unserer Zukunft in der reellen Zeit retrospektiv betrachtet abgewandelt sein. Dieses geht so weit, dass sich - wie oben erwähnt - zwei äußere irdische Identitäten, welche in einem früheren Lebenszyklus in einer schwierigen persönlichen Beziehung zueinander standen, rückblickend in verschiedenen Ländern wähnen; einzig die Qualität der Beziehung und die diese betreffenden Ereignisse waren in der fernen Erinnerung identisch (vgl. S.202). Hier spielen die wahrscheinlichen Selbst mit ihren unterschiedlichen Lebensverläufen hinein. Mit den nachfolgenden Ausführungen greife ich dem Band zero vor, der diese Thematik genauer ausführt. Hier sei nur angerissen:

Nicht einmal zwei eng zusammenlebende Menschen nehmen stets die gleiche Realität wahr. Denn entsprechend Ingrischs Beispiel der sich öffnenden Tür erzeugt jedes Individuum seine eigene, von ihm beeinflusste Projektion einer physischen Umwelt. Alles Seiende bewegt sich zwar in einer gemeinsamen, sich ergänzenden kollektiven Vorstellung. Doch zwei Menschen, die nebeneinander gehen, nehmen jeweils eigene Interpretationen wahr (vgl. Bd.2). So kann auch die Wahrnehmung von Phänomenen auf eine Person begrenzt sein.

Darüber hinaus vermengen sich in jedem Gegenwartsmoment die Wahrscheinlichkeiten verschiedener, halbwegs passender Wahrscheinlichkeitslinien und -systeme. Wir bewegen uns im Alltag auch durch Menschen und Orte, die nicht unserem Wahrscheinlichkeitssystem angehören und folglich eine andere Qualität und andere Erinnerungen an individuell wie auch kollektiv bedeutsame Ereignisse aufweisen. Dadurch können selbst zwei alte Freunde über markant divergierende, aber jeweils korrekte Erinnerungen verfügen.

Einem Erkrankten kann zur Unterstützung der Heilung empfohlen werden, sich in allen Details und so oft als irgend möglich einen Zustand frei von allen gesundheitlichen Einschränkungen vorzustellen (vgl. Bd.7). Beispielsweise indem er sich gerne und immer wieder lebhaft an Zeiten erinnert, als er noch frei von Einschränkungen war. Dies kann jedoch nur dann eine Wirkung hervorbringen, wenn die hier vertretenen Annahmen korrekt und Manipulationen der physischen Realität über Vorstellungen alltäglich sind.

Die angenommene Variabilität der physischen Realität findet eine Entsprechung in den Annahmen der Physik zu Multiuniversen und unendlichen Verzweigungen auf der imaginären Zeitschiene (vgl. Bde. zero & 1). Doch beschreiben die bekannten Naturgesetze der Physiker nur den Teil der Natur, den sie verstanden haben. Dieser könnte der aus dem Wasser hervorragenden Spitze eines Eisbergs entsprechen, von dem bekanntlich der weitaus größte Teil verborgen ist. Wie viel mag heutigen Physikern noch unbekannt sein?

Auf Vorstellungen basierende Phänomene können also die derzeit bekannten physikalischen Gesetze umgehen. Denn die dem Bewusstsein zugrunde liegenden Energien sind unabhängig von den Naturgesetzen des physischen Realitätssystems unserer Sphäre (vgl. Bd. zero) - oder in herkömmlicher Begrifflichkeit des Universums - und diesem übergeordnet. So lassen sich derartige Erscheinungen derzeit nicht wissenschaftlich verifizieren. Zu befürchten ist jedoch, dass in ferner Zukunft Mittel und Wege gefunden werden, diese Energien reproduzierbar zu beeinflussen. Die jeweils Herrschenden würden dies unzweifelhaft zur Durchsetzung weitgehend verengter Ziele auf Kosten vieler Individuen nutzen.

Ein Aberglaube ist wie auch der Glaube an Heilung auf Pilgerfahrten deshalb wirksam, weil er sich über die Wirkung emotionaler Vorstellungen des Bewusstseins bei entsprechender Fokussierung selbst erfüllt (vgl. Bd.2). Nicht, weil Aberglaube an sich wirksam sei oder eine 'Heiligenfigur' Einfluss genommen hätte, tritt das Angenommene ein, sondern weil jemand hieran glaubt und sich seine Wirkung intensiv und anhaltend vorstellt. Das ist die schöpferische Kraft eines jeden Bewusstseins, von der Roberts spricht [Lit 175]. Die Dinge, an die wir wirklich und aus innerster Überzeugung glauben, stellen wir uns ausreichend intensiv vor. So treten diese schließlich als Ergebnis einer selbsterfüllenden Prophezeiung ein. Das, was wir uns nicht vorstellen können, kann und wird für uns auch nicht eintreten.

Diese Energien unserer innersten Überzeugung und die der klaren Vorstellung der zukünftigen Realität bewirken also auf der subatomaren Ebene der alles verbindenden Energieströme eine Veränderung. Dies nehmen wir als Beeinflussung beteiligter Materie und anderer äußerer Identitäten in Richtung unserer Überzeugung wahr. Diese Annahme entspricht Schopenhauers Modell der Welt als Wille und Vorstellung, weist er doch nach, dass es der Wille des Verfluchenden, des Heilenden oder des Besprechenden etc. ist, welcher wirkt und damit die Zukunft modifiziert[Lit 107].

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