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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Februar 2019 gebunden und als Ebook

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Kapitel 3.14.: Manipulationen von Verläufen & physischer Materie (Poltergeister und anderer Spuk) (Innere Sinne)

Das Folgende schließt an die Ausführungen zur Realitätsschöpfung im Band zero an.

Das bereits genannte Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene an der Universität Freiburg bezeichnet Erscheinungen der Psychokinese wie

als 'Recurrent Spontaneous Psychokinesis'. Diese Erscheinungen neigen nach deren Mitarbeiterin Huesmann zum wiederholten Auftreten. Ihre Ursache läge nach Erkenntnissen des Instituts in einer sogenannten Fokus-Person in der Nähe dieser Erscheinungen. Die Fokus-Person führt aufgrund ihrer nachfolgend genannten, persönlichen Merkmale unwillentlich derartige Erscheinungen herbei:

All diese Merkmale sprechen für eine vom Wachbewusstsein dominierte und emotional aufgewühlte Person mit starken Anhaftungen. Es kann sich sowohl um eine lebende wie auch um eine physisch verstorbene Fokus-Person handeln, welche über ihre durch Emotionen stark konzentrierte Bewusstseinsenergie diese in der Regel unbeabsichtigten psychokinetischen Manipulationen physischer Materie hervorruft.

Somit entspringen Erscheinungen unsichtbarer Poltergeister und Manipulationen physischer Materie dem gleichen Ursprung. Ein Nachweis dieser Phänomene durch das Freiburger Institut würde übrigens die fortlaufende Beeinflussung respektive Formung des Physischen durch Bewusstseine lebender Existenzen belegen.

Roberts beleuchtet den Hintergrund dieser Erscheinungen folgendermaßen - weil sie präzise wie kein anderer Zusammenhänge auf den Punkt bringt, zitiere ich sie etwas ausführlicher:

"

Offensichtlich gibt es ebenso viele verschiedene Geister und Gespenster, wie es Menschen gibt. Sie sind sich über ihre Situation ebenso klar oder unklar wie ihr. Sie sind jedoch in der physischen Realität nicht voll zentriert, weder der Persönlichkeit noch der Form nach, und das ist ihr stärkstes unterscheidendes Merkmal. Manche Gespenster sind Gedankenformen, die von lebenden Persönlichkeiten aus anhaltenden, tiefen Angstzuständen heraus projiziert werden¬†[A.d.V.:¬†Fragmentpersönlichkeiten¬†(vgl.¬†Bd.¬†2)]. Sie tragen das gleiche Zwangsverhalten zur Schau, das man so oft im täglichen Leben beobachten kann.

Derselbe Mechanismus, der eine psychisch gestörte Frau, sagen wir, Zwangshandlungen wie ein immer erneutes Waschen der Hände ausführen lässt, lässt auch eine bestimmte Geistererscheinung wieder denselben Ort heimsuchen. In solchen Fällen ist das Verhalten oft aus Wiederholungshandlungen zusammengesetzt. Aus verschiedenen Gründen hat eine solche Persönlichkeit nicht gelernt, ihre eigenen Erfahrungen zu assimilieren1. Die Charaktermerkmale solcher Geistererscheinungen entsprechen denen von psychisch gestörten Persönlichkeiten, allerdings mit einigen Ausnahmen. Das volle Bewusstsein ist nicht vorhanden. Die Persönlichkeit scheint einen Alptraum oder eine Reihe von sich wiederholenden Träumen zu haben, während derer sie in ihre physische Umwelt zurückkehrt. Die Persönlichkeit selber ist ¬Ľwohlbehalten¬ę, während bestimmte Teile von ihr sich mit ungelösten Problemen auseinandersetzen und auf diese Weise Energien abreagieren. Sie sind als solche völlig harmlos [...]

Es gibt zwar auch Ausnahmen, da die Erinnerung daran erhalten bleibt, doch in der Regel sind Geister und Gespenster sich ihrer Wirkung auf andere ebenso wenig bewusst wie ihr, wenn ihr, ohne es zu wissen, plötzlich als ein Gespenst in Welten erscheint, die euch sehr fremdartig vorkommen würden. [A.d.V.:¬†Die Kombination von] Gedanke, Gefühl und Verlangen bringt Form hervor, hat Energie, besteht aus Energie. Sie manifestiert sich auf mannigfaltige Weisen. Ihr nehmt nur die physischen Materialisierungen wahr, sendet aber, wie bereits früher erwähnt, Pseudoformen von euch selber aus, ohne davon zu wissen; und dies ganz unabhängig von außerkörperlicher Erfahrung - was eine weit kompliziertere Angelegenheit ist.¬†[Lit¬†175] "

Es ist also ein tiefer ungelöster emotionaler Konflikt, der es einer lebenden oder verstorbenen Existenz ermöglicht, unkontrollierte Wirkungen auf physische Materie ohne zeitlichen Verzug hervorzubringen. Derartig starke Emotionen basieren in der Regel auf übermäßigen Anhaftungen an Menschen, Orte, Dinge, Gewohnheiten oder Glaubensgrundsätze.

Andererseits werden ähnliche Phänomene von jedem Menschen in entsprechender Stimmungslage unvermeidlich schöpferisch hervorgerufen. Sie spiegeln den Wunsch einer Person, heftige Emotionen auszudrücken und abzureagieren. So sind also emotionale, nicht assimilierte (Fn. S.50) Energieanteile des Selbst in der Lage, auf Materie beliebig Einfluss zu nehmen. Diese Manipulationen treten auf:

Eine beabsichtigte Beeinflussung von Materie könnte auch als ein in Besitz nehmen im Sinne von Wörringer angesehen werden, welcher feststellte, dass man Dinge schon durch jede freiwillige, offene und aktive Art der Wahrnehmung, des Einfühlens und Vorstellens zu seinem geistigen Besitz macht. Bender¬†[Lit¬†35] sieht das ungewollte Auftreten derartiger Erscheinungen als Hilfeschrei einer Fokus-Person - genauer als Ausdruck ihrer psychischen Verstrickungen. Stets sind es jedoch Affinitäten zum Gegenstand der Einflussnahme, die diesen zum Ziel der Beeinflussung machen. Es wird von den Umständen abhängen, ob hierbei nur eines oder gleich mehrere Bewusstseine in ein paranormales Phänomen involviert2 sind.

Wir sahen in den vorangegangenen Kapiteln, dass Gedanken auf der Ebene der alles verbindenden Energieströme ohne jedes Hindernis auf räumlich entfernte Bestandteile der physischen Welt einwirken. Der Raum ist nur eine Hilfskonstruktion, geschaffen durch Projektion aller beteiligen Wachbewusstseine (vgl. Bd. zero). Die durch emotionale Verstrickung einer Fokus-Person verstärkten Bewusstseinsenergien sind an sich mit den stets schöpferisch wirkenden Energien alles Seienden identisch. Nur aufgrund einer durch die emotionale Verfassung bedingten, besonderen Konzentration äußern sie sich als unkontrollierte und folglich destruktive Manipulation physischer Materie.

Bei Abwesenheit jeder anhaftenden oder selbstsüchtigen Emotion werden andererseits positive Veränderungen wie beispielsweise gezielte Versetzungen von Materie und andere Manipulationen erzeugt. So manches unerklärliche 'Wunder' wie auch so manche selbsterfüllende Prophezeiung dürfte auf das Konto von durch Verlangen gesteuerter Materie-Manipulation durch eine Konzentration im Sinne des Intuitionsbegriffs gehen. Die Bezeichnung als Wunder besagt nur, dass wir den zugrunde liegenden Vorgang nicht verstehen. Ist dieser aufgedeckt, können wir das Phänomen mit klaren Begriffen belegen.

Seth liefert aus seiner Kommunikation über Roberts eine Erläuterung:

"Eure spezifische Zeitstruktur verführt euch zu der Annahme einer relativen Beständigkeit der Materie und macht euch blind für die dauernden Veränderungen, die sich in ihr vollziehen. Eure physischen Sinne beschränken euch nach bestem Vermögen auf die Wahrnehmung einer höchst formalisierten Realität. Nur mit Hilfe eurer Intuition und in Traum- und Schlafzuständen könnt ihr in der Regel die erfreulich wandelbare Natur eures Bewusstseins und des Bewusstseins schlechthin erkennen [...] Ihr könnt also lernen, eure physische Umwelt zu verändern, indem ihr eure Traumumwelt zu manipulieren und zu verändern lernt. Ihr könnt euch auch spezifische Träume suggerieren, in denen sich eine gewünschte Veränderung zeigt, und unter bestimmten Voraussetzungen wird dann diese in eure physische Realität übertreten. Übrigens tut ihr das oft schon, ohne es zu wissen." [Lit 175]

Vorstellungen und Träume des Bewusstseins sind nach Roberts bereits Vorstufen ihrer Materialisierung und erscheinen dem Wahrnehmenden je nach Intensität von schattenhaft bis real - "lebendig genug, um sich aufbauen zu können, aber noch nicht ganz in das Physische übergetreten". Auf diese Weise realisiert sich alles emotional intensive, positive oder negative Verlangen unmittelbar in einer geistigen Vorstufe und gegebenenfalls mit zeitlichem Verzug als physische Projektion. Derartige Vorstellungen üben eine entschiedene Wirkung auf die Atmosphäre aus. Sie hätten eine Art, sich "Platz zu schaffen", indem ihre Energieanteile mit Unterbewusstseinen Anwesender kommunizieren oder die Materie beeinflussen. [Lit 175]

Ein exemplarisches Beispiel von C.G. Jung:

"Während Freud seine Argumente vorbrachte, hatte ich eine merkwürdige Empfindung. Es schien mir, als ob mein Zwerchfell aus Eisen bestünde und glühend würde - ein glühendes Zwerchfellgewölbe. Und in diesem Augenblick ertönte ein solcher Krach im Bücherschrank, der unmittelbar neben uns stand, dass wir beide furchtbar erschraken. Wir dachten, der Schrank fiele über uns zusammen. Genauso hatte es getönt. Ich sagte zu Freud: 'Das ist jetzt ein sogenanntes katalytisches Exteriorisationsphänomen.' - 'Ach', sagte er, 'das ist ja ein leibhafter Unsinn!' - 'Aber nein', erwiderte ich, 'Sie irren, Herr Professor. Und zum Beweis, dass ich recht habe, sage ich nun voraus, dass es gleich nochmals so einen Krach geben wird!' - Und tatsächlich: Kaum hatte ich die Worte ausgesprochen, begann der gleiche Krach im Schrank. Ich weiß heute noch nicht, woher ich diese Sicherheit nahm. Aber ich wusste mit Bestimmtheit, dass das Krachen sich wiederholen würde. Freud hat mich nur entsetzt angeschaut. Ich weiß nicht, was er dachte, oder was er schaute! Auf jeden Fall hat dieses Erlebnis sein Misstrauen gegen mich geweckt, und ich hatte das Gefühl, ihm etwas angetan zu haben. Ich sprach nie mehr mit ihm darüber." [Lit 140]

Dieses Phänomen des berstenden Nussbaumschranks - aufgetreten während der intuitiven Versenkung des sehr emotional geführten Gesprächs - und das bei anderer Gelegenheit zersprungene Brotmesser könnten durch Jungs Wachbewusstsein über das starke Verlangen initiiert worden sein, seinem Gegenüber etwas zu beweisen. Seine richtige Prognose, dieses würde gleich noch einmal passieren, ist durch eine intuitive Eingebung des Unterbewusstseins erklärbar. Der Auslöser könnte hier also der Wunsch des Wachbewusstseins gewesen sein, die falschen Annahmen seines Gegenübers zu widerlegen.

C.G. Jungs Ausführungen sind glaubwürdig. Es wäre zudem nicht sehr wahrscheinlich, dass ein renommierter Wissenschaftler, der er zu der Zeit bereits war, sich dieses ausdenkt oder gar die Geräusche künstlich herbeiführt. Er - ein sehr introvertierter ernster Mann - setzte sich zudem der Gefahr aus, sich mit dieser Anekdote der Lächerlichkeit preiszugeben. Nur wenige gesellschaftlich angesehene Menschen geben eine derartige Erfahrung überhaupt öffentlich zu. So sprach auch Jung erst in seinem Spätwerk nahe dem Ende seines Lebens erstmals über seine darüber hinausgehenden paranormalen Erfahrungen [Lit 140]. Ein weiteres diesbezügliches Werk - 'Das Rote Buch' - wurde erst posthum im Jahre 2009 gegen die ausdrückliche Verfügung Jungs, es nicht zu veröffentlichen, publiziert.

Das, was Jung schon zu Lebzeiten zuwege brachte, nämlich die kontaktlose Manipulation von Materie, fällt der spirituell hochentwickelten Identität eines Verstorbenen recht leicht. Vor allem Ingrisch liefert hierzu einige Beispiele. Vermutlich stellt sich der die Wirklichkeit Manipulierende diese so vor, wie er sie haben will - Ingrisch bezeichnet dies treffend als 'Hypnotisieren' von Materie.

Wenn derartige Ereignisse geschehen, dann haben sie eine Gültigkeit und sind als Teil der über das Physische hinausgehenden Realität zu akzeptieren. Möglicherweise ist dies ein ständig im Verborgenen stattfindendes Wirken im Alltag und könnte wie beschrieben durch eine Konzentration auf Wunschvorstellungen initiiert werden. Alles, was wir uns emotional intensiv über lange Zeit in allen Einzelheiten vorstellen, neigt dazu einzutreten - Positives wie Negatives (vgl. Bd.6). Die physische Realität folgt dem Verlangen und damit dem Willen des Individuums. Die Inkubationszeit beträgt nach spärlichen Hinweisen in der Literatur

  1. wenige Millisekunden für die Ablehnung oder Akzeptanz eines unmittelbar bevorstehenden, aber noch abwendbaren Ereignisses, was die Wahl eines alternativen wahrscheinlichen Verlaufs beinhaltet (Unfallvermeidung, Ingrischs offene Tür).
  2. Minuten für sogenannte Poltergeist-Phänomene,
  3. zwei Wochen für kleinere Manipulationen an der Materie
  4. bis hin zu mehreren Monaten für komplexe Veränderungen wie beispielsweise der Manipulation des eigenen oder eines fremden Lebensverlaufs, der Gesundung oder der schweren Erkrankung. Hierzu gehört auch Ingrischs durch ihre Vorstellungskraft gesundete Katze (vgl. S.97).

Die Manipulationen aus Punkt 1 und Punkt 4 lassen sich zwar nicht den Phänomenen 'Poltergeister und Psychokinese' zuordnen, folgen jedoch ähnlichen Entstehungsbedingungen. Die Berichte hierzu sind nur spärlich und wenig greifbar, so dass hier kein weiteres exemplarisches Beispiel genannt werden soll. Nahezu jeder Mensch erinnert sich jedoch an wenigstens eine Gefahrensituation in seinem Leben, wo es am seidenen Faden hing und er nur 'wie durch ein Wunder' unversehrt entkommen konnte.

Voraussetzung für das Auftreten dieser Phänomene ist ein intuitiver Einstellungstypus (vgl. S.27). Der Extrovertierte baut Energien innerer Spannungen eher über Kommunikation und physisches Agieren ab. Es sind stets Motive des Wachbewusstseins, welche sie initiieren - beispielsweise zur Abwehr einer lebensbedrohenden Situation oder als banale Unterstützung im Alltag wie Ingrischs ohne ihr Zutun öffnende Türen, welches für weitere Anwesende nicht wahrnehmbar ist4.

Doch wie soll das praktisch funktionieren? Unterhalb der physische Körper und Dinge beeinflussenden Wachbewusstseins-Energie ist die Energiegrundlage der energetischen Muster alles Seienden. Unsere Sinnesorgane projizieren das Physische in einer Interpretation dieser Energien nach außen. Die Energie dieser Projektionen simuliert unter anderem bei Kontakt einander mehr oder weniger abstoßende Energiefelder¬†(vgl.¬†S.¬†100). Die von uns wahrgenommene physische Welt wird also durch Interpretation und Projektion der pulsierenden, alles verbindenden Energieströme erzeugt (vgl. Bd.1). Materie beruht vollständig auf Geist und damit auf Vorstellungen (vgl. Bd. zero).

Stark gebündelte Bewusstseinsenergien beeinflussen die dem Zielobjekt zugrunde liegende Energie. Es liegt also nahe, anzunehmen, dass Bewusstsein neben dem Produzieren auffälliger Phänomene weiteren Einfluss auf die der Materie zugrunde liegenden Energien nimmt. Ein emotional sehr konfliktbeladenes Bewusstsein kann folglich hierüber entlastende Phänomene produzieren, ein ausgeglichenes konzentriertes dagegen gewünschte Veränderungen bewirken. Beide Phänomene widersprechen jedoch der kausalen Ereignisabfolge uns bekannter Naturgesetze. Somit ist die Erfahrung eines solchen Phänomens stets eine empirische und keine rationale.

Aber auch die uns in eine Abfolge von Lebenszyklen aussendende Wesenheit könnte Derartiges initiieren. Deren psychokinetische Manipulationen von Materie würden in der Regel dazu dienen, das Wachbewusstsein auf etwas aufmerksam zu machen oder die Identität vor drohender Gefahr zu schützen. Ein ohne Zutun herausgezogener Stecker am laufenden Computer kann signalisieren, dass die momentane Arbeit hieran in die falsche Richtung geht. Oder ein wiederholt nur bei einem Fahrziel auftretender Defekt am Auto signalisiert, dass man besser nicht mehr dorthin fahren sollte. Ein Wachbewusstsein sollte sich jedoch hüten, in jedes Ereignis derartiges hineinzuinterpretieren - diese Phänomene sind die Ausnahme, nicht die Regel. Doch wenn einem parallel über die Intuition Bestätigendes vermittelt wird, könnte es einen Zusammenhang geben.

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