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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)



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Kapitel 3.13.: Zeitsprünge und Versetzungen/Portationen (Innere Sinne)

Meckelburg liefert Beispiele für 'Geister'-Erscheinungen mit Zeitsprung. Ein exemplarisches Beispiel:

Die Insassen eines vollbesetzten Reisebusses mit Europäern, Asiaten und US-Amerikanern waren ausgestiegen, um in Begleitung ihres Fremdenführers Ruinen der aus dem 3. Jahrhundert stammenden Stadt Blida im heutigen Tunesien zu besichtigen. Dort wurden die Urlauber Zeugen, wie eine Gruppe von 16 römischen Legionären unter der Führung eines berittenen Offiziers sowie ein nachfolgender, von einem Esel gezogener Karren mit Nahrungsmitteln, an ihnen vorbeizogen. Rund 25 der anwesenden Touristen fotografierten die unheimliche Szene aus einer anderen Welt. Doch keines der entwickelten Bilder zeigte im Nachhinein die Soldaten, ausnahmslos waren nur die Ruinen von Blida zu sehen. [Lit 154]

Und es gibt von Meckelburg und Ingrisch Berichte über Häuser, Dörfer oder Geräusche aus der Vergangenheit, die in unserer Wahrnehmung auftauchen und wieder verschwinden [Lit 154]. Sowie über Menschen, die aus der Zeit gefallen scheinen, die sich - in unserem Zeitalter unbeabsichtigt - plötzlich in einer anderen Zeit und/oder einem anderen Ort wiederfinden.

Die Lösung: Nach Roberts (Seth) sind wir in jedem Moment unseres Lebens auf die physische Projektion einer "bestimmten Frequenz von Geschehnissen" eingestellt. Alle ebenso gültigen anderen Zeiten existieren jedoch simultan zu der Unsrigen, örtlich an genau unserer Position. Stimmen wir uns über unsere innere Sinne bewusst oder unbewusst auf eine dieser anderen Frequenzen ein, können wir deren Daten über die inneren Sinne wahrnehmen. Dies war hier vermutlich der Fall, als sich die Reisegruppe - möglicherweise inspiriert durch eine plastische Beschreibung des Reiseführers - über innere Sinne (vgl. Bd. 2) in die hohe Zeit der Ruinen hinein träumte.

Dasjenige, welches wir mit den inneren Sinnen fokussieren, kann infolge physisch projiziert werden [Lit 191]. Ob dies geschieht, hängt von den Überzeugungen und der Orientierung des Wachbewusstseins ab [Lit 211]. Roberts schreibt:

"Durch regelmäßigen Umgang mit der alternativen Einstellung wird es möglich, die verschiedenen physischen Strukturen wahrzunehmen, die jedweden Raum einmal ausgefüllt haben und in eurem Sinn noch ausfüllen werden. In manchen Traumzuständen könnt ihr eine bestimmte Lokalität aufsuchen und dieselbe Lokalität sehen, wie sie, sagen wir, vor drei Jahrhunderten war und wie sie in fünf Jahren sein wird, ohne jemals zu begreifen, was der Traum bedeutet hat [...] Ihr könnt aus dem Augenblick, wie ihr ihn kennt, heraustreten und wieder in ihn zurückkehren, um festzustellen, dass er noch da ist."

 [Lit 175]

So könnten auch künftige Ereignisse wahrgenommen werden, wobei das Einfühlen darauf schwerer ist, weil sie uns noch unbekannt sind und damit assoziative Gedanken-Verknüpfungen fehlen. Nach Roberts Auffassung ist das äußere Wachbewusstsein mit seinen grundlegenden Fähigkeiten dafür gerüstet, im Wachzustand andere Zeiten zu fokussieren und diese geistig oder physisch wahrzunehmen. Es muss sich hierfür von seiner primären Fokussierung gezielt oder ungewollt lösen und sich auf eine existente andere Zeit konzentrieren [Lit 175, 191, 211].

Sofern man sich hierüber in alternative Wahrscheinlichkeiten mit anderen Verläufen einfühlt, würde das innere Selbst hierzu die Ereignisse, die ohnehin ihre jeweils umfassendere Realität über einen langen Zeitraum gestreckt in diversen parallelen Wahrscheinlichkeiten verstreut zeigen, entlang von Assoziationsketten neu ordnen. [Lit 175, 191].

Die wenigen glaubwürdigen Beschreibungen von Meckelburg und Ingrisch zu zufällig erlebten Zeitsprüngen lassen vermuten, dass nicht nur die Wahrnehmung über innere Sinne, sondern auch der physische Körper in den anderen Zeiten erscheinen kann, weil er dort in den bekannten Fällen wie gewohnt physisch agiert. Er öffnet beispielsweise wie bei Ingrisch Türen oder kommuniziert wie bei Meckelburg verbal mit dortigen Menschen. Recht häufig wird von Zeitsprüngen mit heutigen Fahrzeugen berichtet, deren Führung weiterhin ein stetiges physisches Eingreifen durch den Fahrer erfordert.

Ingrisch widmet in einer ihrer Publikationen [Lit 151] ein ganzes Kapitel der vorübergehenden, unbeabsichtigt und zufällig initiierten Zeit-Versetzung (Zeit-Portation) eines anerkannten Hamburger Professors. Die Glaubwürdigkeit Ingrischs steht für mich außer Zweifel - die des Geisteswissenschaftlers, der in ihrem Buch namentlich genannt ist, ebenso:

Seine Erfahrung stammt aus dem Jahr 1987, als seine Lehrtätigkeit am Slavischen Seminar der Universität Hamburg bereits beendet war. Er suchte Monate später die Bibliothek des Historischen Seminars auf, die in der neunten Etage des sogenannten Philosophenturms - ein vierzehnstöckiges Gebäude der Universität - untergebracht ist1. Weil er im Fahrstuhl das falsche Stockwerk auswählte, ging er über das Treppenhaus eine Etage hinunter. Dort nahm seine Irritation zu, weil ihm für einen Moment nicht klar war, "ob sich die Bibliothek links oder rechts hinter den Liften befindet". Er wählte die rechte Seite, ging ein Stück den Gang entlang, bemerkte seinen Irrtum, drehte sich um und setzte sich entgegen gesetzt in Bewegung. In dem Moment passierte es. Im Zurückgehen entstand eine extreme Stille verbunden mit einer saugenden Empfindung an den Ohren. Als er den richtigen Gang betrat, bemerkte er, dass zahlreiche Umbauten und Möblierungen der letzten Jahre nicht mehr da waren. Und der Ort war "völlig menschenleer". Die Zeit-Versetzung endete, als er sich durch das Wahrgenommene fälschlich im falschen Stockwerk wähnte und eine Treppe tiefer ging. Dort fragte er Studenten nach der Bibliothek, die ihn wieder hinauf schickten. Und dieses Mal war dort der übliche Besucherverkehr in der heutigen Möblierung und Raumaufteilung. [Lit 151]

Halten wir fest: Er war auf seine früheren Erinnerungen an das Haus fokussiert, um den richtigen Weg zu finden. Sein Wachbewusstsein war in einem höchst introspektiven Modus. Der plötzliche ungeplante Richtungswechsel in Verbindung mit der Konfusion des Wachbewusstseins bei gleichzeitiger Konzentration auf eine zeitlich eindeutige Vergangenheit wird diese zufällige zeitliche Versetzung ausgelöst zu haben. Sofern er dort in der Vergangenheit nur geistig erschienen ist, würde sich sein physischer Körper währenddessen in seiner 'Gegenwart' fortbewegt haben. Hier ist aber anzunehmen, dass er sich in der vergangenen Zielzeit physisch aufgebaut hat, weil er dies nicht infrage stellte. Er wollte ja physisch agieren, folglich projizierte ihn sein inneres Selbst weiter - nur eben in der von seinem Wachbewusstsein intensiv fokussierten vergangenen Zeit.

Je nachdem, wie intensiv seine Fokussierung der vergangenen Ziel-Zeit und damit deren Schwingungsfrequenz war, war er dort

So hing es also nur von der Intensität seiner Aufmerksamkeit für diese vergangene Zeit ab, ob er darin von anderen Lebewesen über deren physische Sinne wahrgenommen werden konnte. Und ob er sie wahrnahm. Denn Materie verschiedener Realitätssysteme und/oder Zeiten pulsiert in verschiedenen Schwingungsfrequenzen, wodurch die auf ihre Heimat-Frequenz fokussierten Bewusstseine den Besucher aus der Zukunft nur dann mit ihren äußeren Sinnen wahrnehmen können, wenn er zufällig oder absichtlich vollständig in ihrem Energiemuster fokussiert ist. Und umgekehrt.

Es ist nach Roberts also möglich, sein Bewusstsein unbeabsichtigt oder gezielt so einzustellen, dass es die aktuelle Position im physischen Raum in einer anderen Zeitsequenz wahrnimmt oder/und an eine Ziel-Position räumlich versetzt wird [Lit 211]. Solange es keine Mental-Wissenschaft gibt, die sich mit der kontrollierten Ausdehnung von Bewusstsein befasst, stolpern Betroffene "ziemlich zufällig durch den augenscheinlichen Vorhang zwischen" Orten oder dem Realitätssystem ihrer Gegenwart und demjenigen ihrer Vergangenheit oder einer wahrscheinlichen Vergangenheit2. Dort könnte die 'Tarnungs-Struktur' des Ausgangs-Realitätssystems - je nach Auslöser - gelegentlich auch weiterhin sichtbar sein, so dass man sich beispielsweise weiter auf einer modernen Straße fortbewegt, jedoch als Umfeld dasjenige einer anderen Zeit wahrnimmt. Roberts resümiert:

"Eine derartige Erfahrung beinhaltet ein direkt aus der Wesenheit kommendes, plötzliches mediales Gewahr werden, dass alle Grenzen nur für praktische Zwecke da sind." [Lit 191]

Unsere überbetonte Fixierung der linearen Raumzeit sei nur ein Fokus von vielen, den wir einzunehmen in der Lage seien:

"Bislang versteht ihr allerdings noch nicht, dass ihr euch in gewisser Weise auch durch die Zeit bewegen könnt, wie ihr euch durch den Raum bewegt - und solange ihr das nicht versteht, werdet ihr die Bedeutung einer wahren Reise nicht kennen oder imstande sein, irgendeinen Planeten gründlich zu erforschen - oder irgendeine Realität, die eure eingeschlossen [...] Einige dieser Schwierigkeiten könnten überwunden werden, wenn ihr zumindest die wunderbare Multidimensionalität eurer eigenen physischen Struktur verstehen lerntet, und eurem Bewusstsein etwas von seiner größeren Freiheit zugestehen würdet." [Lit 191]

Meckelburg nennt Beispiele einiger Raum-Versetzungen in Erfahrungsberichten - er nennt sie Portationen - ohne Zeitsprung. Hierfür seien keinerlei technische Mittel erforderlich, nur eine spezielle Fokussierung des Bewusstseins. [Lit 154] Roberts erwähnt diese in Lit 191 und geht in Lit 211 ausführlich darauf ein. Für weitergehende Informationen verweise ich auf die zitierten Quellen. Hier sei nur zusammengefasst, dass wir - wenn wir kurze Zeit verwirrt und orientierungslos sind - unseren physischen Körper versehentlich innerhalb der im Bewusstsein gerade intensiv bedachten, vergangenen oder zukünftigen Zeit projizieren können anstelle in der Gegenwart. Oder an einem anderen Ort anstelle des gegenwärtigen. Aber was versehentlich möglich ist, wäre auch gezielt erreichbar. Und zwar Portationen des physischen Körpers an andere Orte und in andere Zeiten, sowie Portationen in beliebige Realitätssysteme dieser oder anderer Sphären (vgl. Bd. zero). Bei bewusst initiierten Portationen könnte man auch entscheiden, ob man an der Ziel-Position nur geistig anwesend sein möchte oder sich von seinem inneren Selbst physisch projizieren lässt. So oder so bedarf es der intensiven Übung des Gebrauchs der inneren Sinne, welche wir in unserem Zeitalter nur unbewusst beiläufig verwenden. Und damit ihr Potential nicht einmal ansatzweise ausschöpfen. So sind die seltenen bekannten Portationen allesamt zufällig zustande gekommen [Lit 211].

'Sprünge im Raum' und 'Risse in der Zeit' gibt es also so nicht. Derartige Erfahrungen sind lediglich Ausdruck der unbegrenzten Fähigkeiten zur Ausdehnung des Bewusstseins. So werden die Frequenzbereiche der den Realitäten zugrunde liegenden Energien gewechselt, indem man beispielsweise intensiv eine andere Zeit fokussiert und(!) orientierungslos ist. Damit springt schon mal der Fokus der Aufmerksamkeit des äußeren Wachbewusstseins von einer Realität auf eine andere. Der Transportweg sind die inneren Sinne. Doch empfiehlt Roberts, diese beständig zu trainieren, wobei das Ego beruht sein sollte - es löst sich bei keiner Erfahrung je auf. Damit wir zwischen den Lebenszyklen oder nach dem letzten optimal in der primären geistigen Welt agieren können.

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