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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Februar 2019 gebunden und als Ebook

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Kapitel 3.13.: Zeitsprünge und Versetzungen/Portationen (Innere Sinne)

Meckelburg liefert Beispiele für 'Geister'-Erscheinungen mit Zeitsprung. Ein exemplarisches Beispiel:

Die Insassen eines vollbesetzten Reisebusses mit Europäern, Asiaten und US-Amerikanern waren ausgestiegen, um in Begleitung ihres Fremdenführers Ruinen der aus dem 3. Jahrhundert stammenden Stadt Blida im heutigen Tunesien zu besichtigen. Dort wurden die Urlauber Zeugen, wie eine Gruppe von 16 römischen Legionären unter der Führung eines berittenen Offiziers sowie ein nachfolgender, von einem Esel gezogener Karren mit Nahrungsmitteln, an ihnen vorbeizogen. Rund 25 der anwesenden Touristen fotografierten die unheimliche Szene aus einer anderen Welt. Doch keines der entwickelten Bilder zeigte im Nachhinein die Soldaten, ausnahmslos waren nur die Ruinen von Blida zu sehen. [Lit 154]

Und es gibt von Meckelburg und Ingrisch Berichte über Häuser, Dörfer oder Geräusche aus der Vergangenheit, die in unserer Wahrnehmung auftauchen und wieder verschwinden [Lit 154]. Die Lösung: Nach Roberts sind wir in jedem Moment unseres Lebens auf unseren physischen Körper und auf eine "bestimmte Frequenz von Geschehnissen" eingestellt. Alle ebenso gültigen anderen Zeiten existieren jedoch simultan zu der Unsrigen. Stellen wir uns über unser Wachbewusstsein bewusst oder unbewusst auf eine dieser anderen Frequenzen ein, würden wir diese über das Unterbewusstsein wahrnehmen. Dies war hier möglicherweise der Fall, als sich die Reisegruppe kollektiv in die hohe Zeit der Ruinen hinein träumte. Und nur dasjenige, welches wir als Folge unseres Fokus als innere Bilder wahrnehmen, wird von den Sinnen in eine physische Darstellung projiziert [Lit 191]:

"Durch regelmäßigen Umgang mit der alternativen Einstellung wird es möglich, die verschiedenen physischen Strukturen wahrzunehmen, die jedweden Raum einmal ausgefüllt haben und in eurem Sinn noch ausfüllen werden. In manchen Traumzuständen könnt ihr eine bestimmte Lokalität aufsuchen und dieselbe Lokalität sehen, wie sie, sagen wir, vor drei Jahrhunderten war und wie sie in fünf Jahren sein wird, ohne jemals zu begreifen, was der Traum bedeutet hat. Es scheint euch, als könne ein Raum nur von einem Gegenstand gleichzeitig besetzt sein, so dass man den einen entfernen muss, wenn man für den anderen Platz machen will. Aber das ist nur eure Art, die Dinge zu sehen. Bei der alternativen Einstellung werden die Grundvoraussetzungen, die normalerweise eure Wahrnehmung führen, lenken und beschränken, überflüssig. Ihr könnt aus dem Augenblick, wie ihr ihn kennt, heraustreten und wieder in ihn zurückkehren, um festzustellen, dass er noch da ist.

Das Bewusstsein tut so, als beuge es sich der Zeitvorstellung. Auf anderen Ebenen hat es eine spielerische Einstellung zu ihr und erlebt Ereignisse, die außerhalb des zeitlichen Kontextes stattfinden, als sehr einheitlich. Es vermischt dann beispielsweise Ereignisse aus verschiedenen Jahrhunderten miteinander; und indem es sowohl den historischen als auch den privaten Milieus auf den Grund geht und dieselben aus ihrem zeitlichen Rahmen herausnimmt, findet es Harmonie und Berührungspunkte. Dergleichen tut ihr wiederum selbst im Schlaf."

 [Lit 175]

Nach ihrer Auffassung ist das Bewusstsein mit seinen grundlegenden Fähigkeiten dafür gerüstet, im Wachzustand andere Zeiten zu fokussieren und diese zunächst in inneren Bildern und erst infolge auch physisch wahrzunehmen [Lit 191].

Die wenigen glaubwürdigen Beschreibungen von Meckelburg und Ingrisch zu zufällig erlebten Zeitsprüngen lassen vermuten, dass nicht nur die Wahrnehmung des Wachbewusstseins, sondern auch der physische Körper in den anderen Zeiten erscheint, weil er dort wie gewohnt physisch agieren kann. Er öffnet beispielsweise wie bei Ingrisch Türen. Recht häufig wird von Zeitsprüngen mit heutigen Fahrzeugen berichtet, deren Führung noch ein stetiges physisches Eingreifen durch den Fahrer erfordert.

Ingrisch widmet in einer ihrer Publikationen [Lit 151] ein ganzes Kapitel der vorübergehenden, unbeabsichtigt und zufällig initiierten Zeit-Versetzung (Zeit-Portation) eines anerkannten Hamburger Professors. Die Glaubwürdigkeit Ingrischs steht für mich außer Zweifel - die des Geisteswissenschaftlers, der in ihrem Buch namentlich genannt ist, ebenso:

Seine Erfahrung stammt aus dem Jahr 1987, als seine Lehrtätigkeit am Slavischen Seminar der Universität Hamburg bereits beendet war. Er suchte Monate später die Bibliothek des Historischen Seminars auf, die in der neunten Etage des sogenannten Philosophenturms - ein vierzehnstöckiges Gebäude der Universität - untergebracht ist. Weil er im Fahrstuhl das falsche Stockwerk auswählte, ging er über das Treppenhaus eine Etage hinunter. Dort nahm seine Irritation zu, weil ihm für einen Moment nicht klar war, "ob sich die Bibliothek links oder rechts hinter den Liften befindet". Er wählte die rechte Seite, ging ein Stück den Gang entlang, bemerkte seinen Irrtum, drehte sich um und setzte sich entgegen gesetzt in Bewegung. In dem Moment passierte es. Im Zurückgehen entstand eine extreme Stille verbunden mit einer saugenden Empfindung an den Ohren. Als er den richtigen Gang betrat, bemerkte er, dass zahlreiche Umbauten und Möblierungen der letzten Jahre nicht mehr da waren. Und der Ort war "völlig menschenleer". Die Zeit-Versetzung endete, als er sich durch das Wahrgenommene fälschlich im falschen Stockwerk wähnte und eine Treppe tiefer ging. Dort fragte er Studenten nach der Bibliothek, die ihn wieder hinauf schickten. Und dieses Mal war dort der übliche Besucherverkehr in der heutigen Möblierung und Raumaufteilung. [Lit 151]

Halten wir fest: Er war auf seine früheren Erinnerungen an das Haus fokussiert, um den richtigen Weg zu finden. Sein Wachbewusstsein war in einem höchst introspektiven Modus. Der plötzliche ungeplante Richtungswechsel in Verbindung mit der Konfusion des Wachbewusstseins bei gleichzeitiger Konzentration auf eine zeitlich eindeutige Vergangenheit scheint diese zeitliche Versetzung ausgelöst zu haben. Der physische Körper bewegt sich währenddessen vermutlich in dem momentan fokussierten Realitätssystem. Dort kann er fühlen und wahrnehmen, ohne jedoch von anderen Lebewesen über deren physische Sinne wahrgenommen zu werden. Denn die Materie beider Systeme pulsiert in verschiedenen Schwingungsfrequenzen, wodurch die auf ihre Heimat-Frequenz fokussierten Bewusstseine den Besucher aus der Zukunft nicht wahrnehmen konnten - und er umgekehrt sie auch nicht.

Es ist nach Roberts also möglich, sein Bewusstsein unbeabsichtigt oder bewusst so einzustellen, dass es die aktuelle Position im physischen Raum in einer anderen Zeitsequenz wahrnimmt. Solange es keine Mental-Wissenschaft gibt, die sich mit der kontrollierten Ausdehnung von Bewusstsein befasst, stolpern die Betroffenen <"ziemlich zufällig durch den augenscheinlichen Vorhang zwischen" dem Realitätssystem ihrer Gegenwart und demjenigen ihrer Vergangenheit. Dort wäre die 'Tarnungs-Struktur' des Ausgangs-Realitätssystems je nach Auslöser gelegentlich auch sichtbar:

"Eine derartige Erfahrung beinhaltet ein direkt aus der Wesenheit kommendes, plötzliches mediales Gewahr werden, dass alle Grenzen nur für praktische Zwecke da sind." [Lit 191]

Unsere überbetonte Fixierung der aktuellen linearen Raumzeit sei nur ein Fokus von vielen, den wir einzunehmen in der Lage seien:

"Bislang versteht ihr allerdings noch nicht, dass ihr euch in gewisser Weise auch durch die Zeit bewegen könnt, wie ihr euch durch den Raum bewegt - und solange ihr das nicht versteht, werdet ihr die Bedeutung einer wahren Reise nicht kennen oder imstande sein, irgendeinen Planeten gründlich zu erforschen - oder irgendeine Realität, die eure eingeschlossen [...] Einige dieser Schwierigkeiten könnten überwunden werden, wenn ihr zumindest die wunderbare Multidimensionalität eurer eigenen physischen Struktur verstehen lerntet, und eurem Bewusstsein etwas von seiner größeren Freiheit zugestehen würdet. Bis zu einem gewissen Grad habt ihr euch selbst neurologisch blind gemacht. Ihr akzeptiert nur einen bestimmten Bereich neurologischer Impulse als 'Realität'.Ihr seid biologisch voreingenommen. Die physische Struktur ist sich von ihrer Anlage her sehr viel mehr gültiger Realitäts-Versionen gewahr, als ihr zulasst." [Lit 191]

Nach Meckelburg gäbe es darüber hinaus auch Raum-Versetzungen - er nennt sie Portationen - ohne Zeitsprung, für die er Beispiele nennt. Hierfür seien keinerlei technische Mittel erforderlich, nur eine spezielle Fokussierung des Bewusstseins. [Lit 154] Roberts hält auch diese für möglich [Lit 191]. Für weitergehende Informationen verweise ich auf die zitierten Quellen.

Erschreckende Spukgeschichten basieren auf emotional traumatisierten, lebenden oder verstorbenen Fokuspersonen in räumlicher Nähe. So ist es tatsächlich nicht ratsam, ein Haus zu kaufen, in dem irgendwann in der Vergangenheit ein Mensch ermordet wurde. Die stark emotionsbehafteten Energien der Beteiligten könnten das Objekt noch lange Zeit prägen.

Den Zweiflern sagt Schopenhauer [Lit 101]:

"Man glaubt meistens die Realität einer Geistererscheinung umgestoßen zu haben, wenn man nachweist, dass sie subjektiv bedingt war: aber welches Gewicht kann dieses Argument bei dem haben, der aus Kants Lehre weiß, wie stark der Anteil subjektiver Bedingungen an der Erscheinung der Körperwelt ist, wie nämlich diese samt dem Raum, darin sie dasteht, und der Zeit, darin sie sich bewegt, und der Kausalität, darin das Wesen der Materie besteht, also ihrer ganzen Form nach bloß ein Produkt der Gehirnfunktionen ist, nachdem solche durch einen Reiz in den Nerven der Sinnesorgane angeregt worden; so dass dabei nur die Frage nach dem Ding [A.d.V.: an sich] übrig bleibt?"

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