4 Besucher aktiv
von 1.230.490
seit 1999

Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Februar 2019 gebunden und als Ebook

Ein Kapitel zur&ück | Inhaltsverzeichnis | Zum nächsten Kapitel

Kapitel 3.11.: Synchronizität und Serialität als koordinierte Ereignisse (Innere Sinne)

Weil Synchronizität1 und Serialität2 auf geistigen Einflussnahmen basieren, ordne ich sie ebenfalls dem Abschnitt 'Innere Sinne' zu.

Üblicherweise erleben wir Ereignisfolgen in unserer physischen Realität als Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse respektive Zustände. Die Ereignisse dieser Abfolge stehen hierbei in einem ursächlichen, also kausalen Zusammenhang von Ursache und Wirkung.

Synchronizität ist jedoch nach C.G. Jung

Die nicht kausale Synchronizität koordinierter Ereignisse ist nach seiner Auffassung der kausalen Abfolge von Begebenheiten im Lebensalltag ebenbürtig. Wegen der Häufigkeit des Auftretens derartiger Vorkommnisse folgen hier zwei exemplarische Beispiele:

In einem Brief an seinen Dichterkollegen Theodor Storm schreibt Gottfried Keller 1882 leicht beunruhigt über ein wenige Tage zurückliegendes Ereignis. Beim Aufräumen seines Speichers stieß er unerwartet auf ein Relikt seiner Kindheit, seine Fall-Mütze. Zu seiner Zeit schützte man Kleinkinder mit wattierten Kappen vor Kopfverletzungen. Gerührt betrachtete Keller das längst vergessene Stück und legte es zurück. Nur eine halbe Stunde später fiel er mit einem Stapel Bücher im Arm von der Leiter in seiner Bibliothek. Die Platzwunde am Kopf musste genäht werden.

Das Auffinden der Fall-Mütze könnte von der Wesenheit initiiert worden sein, um ihn vor dem bevorstehenden, jedoch abwendbaren Sturz zu warnen. Das zweite Beispiel:

Die amerikanische Fotografin Amy Arbus suchte für ein neues Projekt in ganz New York verzweifelt nach einer Frau, die sie vor einigen Jahren fotografiert hatte. Als Amy Arbus ein neues Atelier mietete, hing zu ihrer Verwunderung an der vom Vormieter zurückgelassenen Pinnwand ein Zettel mit dem Namen und der Telefonnummer der Gesuchten. Die Fotografin sah darin mehr als nur einen glücklichen Zufall, nämlich einen Hinweis darauf, dass sie mit ihrem Projekt auf dem richtigen Weg war.

Auch dieser Zufall war letztendlich eine Fügung. Derartige Ereignisfolgen sind Ausdruck des zielgerichteten schöpferischen Strebens eines Wachbewusstseins auf Basis seiner oft versteckten Glaubenssätze. Es ist nur insofern ein gemeinsames Wirken von Wachbewusstsein und den höheren Instanzen des Selbst, als dass

So war es entweder Amy Arbus Wesenheit, welche die energetische Grundlage der physischen Realität in derart manipulierte, so dass die Fotografin die intensiv gesuchten Kontaktdaten erhielt. Oder aber sie selbst wählte aus der unvorstellbaren Anzahl wahrscheinlicher Verläufe durch ihr Streben denjenigen aus, welcher diese Information liefern konnte. Auch so folgt unsere physische Realität höchst dynamisch unseren Absichten (vgl. Bd. zero).

So oder so wurde in diesem Beispiel durch den Übergang auf eine geeignetere Wahrscheinlichkeitslinie mit passender Vergangenheit der Fund in ihrer Gegenwart herbeigeführt. Ihn wertete die Fotografin als Zeichen, dass sie mit ihrer Arbeit auf dem richtigen Weg ist. Allerdings folgt die Realitätsschöpfung blind dem Streben des Wachbewusstseins unabhängig von der Qualität seiner Ziele. Wir schaffen uns unsere eigene Realität. Die Wesenheiten greifen nur ausnahmsweise korrigierend in den Schöpfungsprozess des Wachbewusstseins ein. (vgl. Bd. zero)

Im Denken von Ursache und Wirkung scheinen diese schöpferischen Anpassungen die Leben anderer Menschen zu tangieren. Da diese unablässig in Echtzeit von jedem Menschen mit jeder noch so kleinen Entscheidung vorgenommen werden, stellt sich die Frage, ob es hierfür unzähliger verzweigter Welten oder nur einer einzigen physischen Realität bedarf, nicht. Auf den ersten Blick spräche nichts, abgesehen von unserer Gewöhnung an kausale Ereignisfolgen, gegen nur lokale Manipulationen physischer Materie. So könnte dem Vormieter diese Notiz durchaus unbekannt sein. Erst hierauf angesprochen wären weitere Manipulationen erforderlich. Doch spätestens dann bedürfte es eines Systems wahrscheinlicher Verläufe, wie wir es hier vorliegen haben.

Von Roberts wissen wir, dass jede Alternative einer getroffenen Entscheidung jeweils auf einer vollgültigen Wahrscheinlichkeitslinie ausgelebt wird. So ist es zwar denkbar, dass eine lokale Manipulation physischer Materie vorliegt, diese jedoch ein Übergehen auf die damit geschaffene, passende Wahrscheinlichkeitslinie mit variierter Vergangenheit und Zukunft beinhaltet. (vgl. Bd. zero)

Nach dem österreichischen Physiker Zeilinger haben wir aus der Quantenphysik den Schluss zu ziehen, dass die Natur (vgl. Bd.5) unsere geistige Konstruktion ist. Daher wäre die Vorstellung einer vom Bewusstsein objektiv unabhängigen Wirklichkeit überholt. Auch Ingrisch vermutet für jedes physisch existente Individuum eine eigene Realität, welche sich von derjenigen aller anderen partiell unterscheide. Selbst zwei direkt miteinander in Interaktion stehende Menschen würden - wie schon aus geistigen Vorstellungswelten bekannt (vgl. Bd.2) - sowohl unterschiedliche Handlungen des anderen als auch unterschiedliche Umgebungen wahrnehmen. Ingrisch nennt als Beispiel die Erfahrung, nach der sich ihr gelegentlich Türen bei Annäherung von selbst öffnen, welches jedoch für Begleiter nicht wahrnehmbar sei [Lit 146]. Die physische Realität folgt hierbei ihrer intensiven Vorstellung. Es ist vermutlich ihrer medialen Begabung zuzuschreiben, dass sie allfällige Manipulationen der Materie durch ihr Wachbewusstsein überhaupt registrieren und hinterfragen kann. Denn es ist höchst wahrscheinlich, dass dies der gewöhnliche Vorgang physischer Realitätsschöpfung ist und folglich von allem Seienden unablässig initiiert wird.

Unser Bewusstsein projiziert die wahrgenommene physische Natur individuell modifiziert nach Außen. So ist es nicht möglich, dass der physische Bereich unveränderbar und unbeeinflusst objektiv feststeht. Eher beeinflussen sich die kollektiv beteiligten Bewusstseine und die jeweiligen Resultate ihrer Vorstellungen - die physische Vorstellungswelt - in einem dynamischen Prozess gegenseitig, wobei nahezu alle Ergebnisse - auch nach Ursache und Wirkung undenkbare - möglich sind (vgl. S.377). Nur so ist das nicht zufällige Auftreten koordinierter Ereignisse erklärbar. (vgl. Bd. zero)

In geistigen Welten gibt es keine Kausalitätserfordernis. Nach C.G. Jung treten die nicht kausal zusammenhängenden Synchronizitäten gehäuft in Phasen einer inneren Wandlung durch seelische Krisen auf, wenn das Bewusstsein aus seinem gewohnten Trott herausgekommen ist. Das dem Wachbewusstsein unbewusste Wirken der Psyche spielt sich nach seiner Auffassung außerhalb des physikalischen Raum-Zeit-Geschehens ab. So seien beispielsweise präkognitive Erlebnisse synchronistisch, indem sie als psychische Bilder so gegenwärtig erlebt werden, als wenn das objektive Ereignis schon vorhanden wäre [Lit 136].

Alle synchronistischen Ereignisse beruhen nach seiner Auffassung auf der Gleichzeitigkeit von zwei verschiedenen psychischen Zuständen: Dem normalen, kausal zureichend erklärbaren und dem kausal aus ersterem nicht ableitbaren Zustand als kritisches Erlebnis. Es bestünde also in allen koordinierten Ereignissen eine Gleichzeitigkeit des normalen Zustands mit einem kausal nicht ableitbaren anderen Zustand oder Erlebnis.

Serialität ist dagegen nach Kammerer [Lit 50] eine gesetzmäßige Wiederholung gleicher oder ähnlicher Dinge und Ereignisse in der reellen Zeit oder im physischen Raum, die nicht durch dieselbe gemeinsam fortwirkende Ursache kausal verknüpft sein können. Er glaubte an eine Bedeutung scheinbar zufälliger Koinzidenzen. Häufungen von Serien seien dabei etwas Gewöhnliches, wenn nicht Regelmäßiges. Kammerer definiert eine Serie als eine gesetzmäßige Wiederholung respektive Häufung gleicher oder ähnlicher Dinge und Ereignisse in Zeit oder Raum, deren Einzelfälle nicht durch dieselbe, gemeinsam fortwirkende Ursache verknüpft sein können.

Die Gesetze der Serie sind nach dem Biologen Kammerer ebenso fundamental wie jene der Physik. Vermutlich sind sie wie die Naturgesetze Bestandteil der Natur unserer Sphäre im Universum - nur eben jenen Teils, den wir noch nicht verstanden haben. Überdies lassen einzelne Koinzidenzen nur die Spitzen der Eisberge sichtbar werden, denn zu traditioneller Denkweise erzogen neigen wir dazu, das allgegenwärtige Sichtbarwerden der Serialität und Synchronizität zu übersehen. Dies hängt mit unserer falschen Vorstellung von Zeit zusammen. Nach Kammerers Auffassung ist neben der Kausalität ein akausales Prinzip im Universum wirksam, dessen Kraft selektiv auf Form und Funktion der Materie einwirkt. Hierdurch würden beispielsweise Menschen in Raum und Zeit zusammengeführt oder Wachbewusstseine beeinflusst. Das Auftreten dieser Kraft wird stets durch die Affinität und damit durch Bewusstseinsenergie initiiert. Im Raum bringt sie synchronistische Ereignisse hervor, in der Zeit in ähnlicher Weise zusammenhängende Serien. [Lit 50]

Die zeitlichen Serien ähnlicher Ereignisse sind nach seiner Auffassung zyklische Vorgänge, die sich wellenförmig entlang der Zeitachse unseres Raum-Zeit-Kontinuums fortpflanzen. Wir würden jedoch nur der Wellenkämme gewahr, die uns als isolierte Koinzidenzen erscheinen, während die Wellentäler unbemerkt blieben. Das erschwere die Wahrnehmung dieser Ereignisse als zusammenhängende Zyklen. Diese können durch Kausalfaktoren wie beispielsweise Planetenumläufe oder durch Serialität wie die Glückssträhnen der Spieler strukturiert werden. Wiederholung sei ein wesentliches Walten und Wirken im Ganzen der Welt. [Lit 50]

Einstein nannte Kammerers Hypothesen übrigens originell und in keiner Weise absurd. Ein exemplarisches Beispiel:

Nach dem Abitur hing ich mehrere Jahre mit einer starken Wehmut der Schulzeit nach, bis ich mich dazu entschloss, meinem Jura-Studium aus wirtschaftlichen Erwägungen ein Ende zu setzen und eine kaufmännische Lehre zu beginnen. In der letzten Woche vor dem Beginn des Arbeitslebens begegneten mir plötzlich fünf meiner ehemaligen Mitschüler an verschiedenen Tagen, obwohl ich in den Jahren davor kaum einen zu Gesicht bekommen habe. Es war wie der letzte Abschied von einem Lebensabschnitt, aber auch ein Zeichen für mich, dass die anderen ebenfalls fortschreiten in ihren Leben und nicht stehen bleiben. Mir war danach schlagartig klar, dass ich dieses Gefühl des Nicht-Loslassen-Wollens in Bezug auf die Schulzeit nie mehr empfinden würde, ein Schalter war umgelegt und die Schulzeit samt meinen Mitschülern einem Archiv in meinem Herzen einverleibt. Ich konnte mit dem Ernst des Lebens beginnen.

In diesem Beispiel haben wir es nicht nur mit einem synchronen Auftreten ähnlicher Ereignisse zu tun. Es enthält auch indirekt eine 'Erinnerung an die Zukunft', welche sich in dem spontanen Wissen um die künftig nicht mehr auftretende Wehmut nach der Schulzeit zeigt. Das Auftreten der synchronen Ereignisfolge war vermutlich eine Hilfestellung der Wesenheit, um die anhaftenden Emotionen abzubauen, welche die Entwicklung der Persönlichkeit behinderten.

Was jedoch ein Auftreten serieller Ereignisse initiiert, wird in der Literatur unterschiedlich vermutet:

Offenbar laufen alle Annahmen letztlich auf dasselbe hinaus - das dem Wachbewusstsein verborgene Wirken unseres Selbst. Wir schwimmen nur durch unklare Begriffe.

Derartige koordinierte Ereignisse der Synchronizität und Serialität sind unabhängig von einer Sender-/Empfänger-Beziehung, wie sie in Telepathie und Einfühlungsvermögen anzutreffen ist. Dies bestätigt Emerson mit seiner Annahme, dass alle Ereignisse und Menschen wie die Perlen auf einem Faden aufgeknüpft sind und die Ereignisse und die Menschen zu uns kommen, weil es diesen Faden gibt (vgl. S.180). Koordinierte Ereignisse helfen uns, dem Drehbuch eines angestrebten idealen Lebensfadens nahe zu kommen.

So wird unser Wachbewusstsein immer wieder mehr oder weniger sanft auf das Drehbuch zurückverwiesen, sollte es hiervon abweichen. Teile unseres Selbst greifen in unser Schicksal ein, noch während wir den schon fertigen Film unseres Lebens betrachten. Dies vor allem in emotionalen Krisen, wenn das Wachbewusstsein nicht mehr weiter weiß. [Lit 133]

Gelegentlich widerfährt uns in einem kurzen zeitlichen Zusammenhang immer wieder das Gleiche. Wir werden beispielsweise mehrmals auf einer Fahrt fast gerammt oder haben gar mehrere Unfälle innerhalb einiger Wochen, obwohl zuvor über Jahrzehnte nichts passierte. Oder wir treffen wie oben beschrieben Jahre nach der Schulzeit innerhalb eines Zeitfensters von wenigen Tagen auf viele alte Schulfreunde, obgleich wir zuvor kaum einmal jemanden trafen.

Diese sogenannten seriellen Ereignisse sind wenigstens zum Teil durch das eigene Bewusstsein initiiert. Sie entstehen aus erheblichen emotionalen Irritationen des Wachbewusstseins. Sie werden entweder

Es ist demnach möglich, dass das vordergründige Unglück eines vermeidbaren Unfalls nur der fälschlich für alternativlos gehaltene, rustikale Lösungsversuch von Teilen des eigenen Wachbewusstseins ist. Wenn das Wachbewusstsein durch seine Konflikte in eine unhaltbare Lebenssituation gerät, dann beeinflusst also im Idealfall die Wesenheit das an sich orientierungslose Wachbewusstsein bei der Auflösung des Konflikts. Nur im schlechtesten Fall initiiert das häufig mit nachteiligen Glaubenssätzen und negativen Emotionen behaftete und mental immer etwas begrenzte Wachbewusstsein in seiner Hilflosigkeit selbst eine Lösung. Und zwar dann, wenn es nicht offen ist für intuitive Einflüsse.

Durch das eigene Selbst initiierte serielle Ereignisse gehen als Eingriffe in den Verlauf des Weltgeschehens mit einer Manipulation der physischen Realität einher. Wie sich nun die Vielzahl individuell herbeigeführter Ereignisse aller Lebewesen harmonisch zu einem Einklang gemeinsam erlebter Realität zusammenfügt, bleibt den meisten Wachbewusstseinen verborgen. Im Band zero zeige ich, wie sich alles Streben harmonisch ineinander fügt.

Somit ist nicht nur unser eigenes Bewusstsein an der Gestaltung unserer Zukunft beteiligt, sondern die Bewusstseine alles Seienden im Rahmen ihres jeweiligen Spielraums. Jedes Wachbewusstsein der äußeren irdischen Identitäten (vgl. S.27) wie auch alle Teil-Bewusstseine verfügen über die gleichen Voraussetzungen zur Beeinflussung. Allerdings manipulieren sehr emotionale und spirituell gering entwickelte Lebewesen die Zukunft weniger besonnen und in Folge deutlich nachteiliger als besonnene spirituell Hochstehende am anderen Ende der Skala.

Ein Kapitel zur&ück | Inhaltsverzeichnis | Zum nächsten Kapitel

Begriffserläuterungen | Literaturverzeichnis | Zur Bücher-Übersichtsseite | Impressum & Datenschutz | W3C HTML-Validierung | W3C CSS-Validierung Stehlen Sie keinen Content von dieser Seite. Plagiate werden durch Copyscape aufgedeckt.
chinnow.net - seit 1999 online