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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)


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Kapitel 3.10.: Pendel und Wünschelrute (Innere Sinne)

Weil Pendeln und Wünschelruten-Gänge letztlich auf geistigen Einflussnahmen basieren, ordne ich sie dem Abschnitt der 'Inneren Sinne' zu.

Gutes Heilwasser umfasst nach der Aussage eines Wünschelrutengängers einen "weiten Frequenzbereich". Richtig müsste es wohl heißen: Es besitzt eine hohe Schwingungsfrequenz. Denn jedes Ding, jede Sache und jedes menschliche und nicht menschliche Wesen bewegt sich in einer ihm eigenen Frequenzspanne, welche den derzeitigen spirituellen Erkenntnisstand repräsentiert.

In der Geomantie1 glaubt der Franzose André Simoneton, mit einem Pendel nach der Bovis-Methode diese Energien von Menschen, Dingen und Orten messen zu können. Nach seiner Auffassung nimmt ein Wert unter einer bestimmten Grenze dem anderen Energie weg. Demnach würde sich die aktuelle Schwingungsfrequenz eines hochfrequent schwingenden menschlichen Bewusstseins durch einen Aufenthalt an Orten oder im Kontakt zu Dingen und Lebewesen, deren energetische Grundlage gering pulsiert, ungewollt reduzieren. Und umgekehrt. Die maximal mögliche Schwingungsfrequenz bliebe hierdurch jedoch unangetastet. Orte und Dinge haben nach seiner Auffassung eine individuelle Wirkung auf die Menschen. Diese soll umso angenehmer sein, je stärker ihre Energien sind. Was Simoneton für Orte und Dinge beschreibt, muss für alles gelten, was über Bewusstsein verfügt - also für alles, was in unser Sphäre existiert (vgl. Bd. zero).

Allgemein wird jedoch angenommen, dass die Messung mit Pendel oder Wünschelrute nur ein schwacher Ersatz für das ungleich sensiblere Empfinden des menschlichen Bewusstseins ist. Aber der Mensch scheint einer für körperliche Sinne sichtbaren Anzeige, also etwas schwarz auf weiß zu bedürfen, um seine eigenen Empfindungen abzusichern. Daher sind Pendel und Wünschelruten nur Hilfsmittel, die ein mit physischen Sinnen nicht greifbares Empfinden sichtbar machen. Wir bedürfen bei intuitiver Offenheit und etwas Training weder eines Pendels noch einer Wünschelrute, um gewünschte Informationen zu erhalten.

Der deutsche Brunnenbohrer Bernd Textor aus Burbach arbeitete bisher mit etwa 250 Rutengängern zusammen. Nach seiner Erfahrung sind hiervon lediglich zehn zuverlässig, diese jedoch mit einer Erfolgsquote in Felsgestein zwischen 90 und 95 Prozent. Wenn es jedoch nur einen einzigen gibt, der diese Technik beherrscht, dann ist dies ein überzeugendes Indiz für das Vorhandensein der zu ortenden Energieströme und deren grundsätzlicher Messbarkeit. Diese lassen sich jedoch nicht mit konventionellen Messtechniken nachweisen, da sie dem physischen Realitätssystem übergeordneten Naturgesetzen entstammen.

Es gibt jedoch Wege, diese Energien indirekt zu erfassen. Der Thermograph Jürgen Rexroth maß beispielsweise die beim Handauflegen eines Heilers entstehenden Temperaturen. Die Temperatur betrug während des Handauflegens an der Handinnenfläche im Durchschnitt 37,4° Celsius und war ein bis anderthalb Grad höher als vor dem Handauflegen. Meckelburg beschreibt einen wissenschaftlichen Versuch des Müncheners Dr. Eric Igenberg, welcher einen Energiefluss zwischen geistig kommunizierenden Menschen auf Koronaentladungs- oder auch Kirlianfotografien sichtbar machte. Hiernach fließen Energien, sobald es zu einer geistigen Kontaktaufnahme gekommen ist. [Lit 153]

Das sogenannte Siderische Pendel ist ein an einem Faden befestigter Metallgegenstand2, der wie auch die Wünschelrute während einer tiefen Konzentration

dem Erhalt von Informationen dienen soll.

Richtig angewandt erhält man hierüber Informationen, über die nur die Befragten verfügen. Doch selbst, wenn hierbei verstorbene Angehörige angesprochen werden, sind es nach Andrews stets nur die eigenen höheren Teil-Bewusstseine, welche Antworten liefern. Demnach wären Pendel und Wünschelrute austauschbare visuelle Anzeigeinstrumente der Kommunikation mit der eigenen Wesenheit (vgl. Bd.2). Das Unterbewusstsein scheidet hierfür aus, weil das Wachbewusstsein zu diesem bereits einen kontinuierlich guten Kontakt hat - andernfalls wäre Letzteres wie schon beschrieben völlig orientierungslos.

Der Kontakt zur Wesenheit muss jedoch über eine oft verkümmerte Verbindung mühsam aufgebaut werden. Mit zunehmender Nutzung nähert sich das Wachbewusstsein mehr und mehr seiner Wesenheit an, bis schließlich eine Kommunikation zwischen ihnen ebenso einfach und selbstverständlich ist wie diejenige zwischen Wach- und Unterbewusstsein oder Wach- und Zellbewusstseinen. Dieser Prozess bedarf für Menschen unseres westlichen Kulturkreises einiger Jahre, denn das hiesige rationale Denken lässt rein empirische Erfahrungen nur widerstrebend zu. Kant legt dar, dass die Einbeziehung empirischer Erfahrungen in die rationale Auffassung der Welt "die Reinigkeit [A.d.V.: und] Unabhängigkeit der Wissenschaft von aller Erfahrung verderben würde", um dann zu dem Schluss zu kommen, dass die empirische Psychologie die einzige Basis des Wissens sein kann und dieser wissenschaftliche Fachbereich tatsächlich eine empirische und nicht eine rationale Grundlage hat [Lit 161].

Sowohl für das Pendeln als auch für die Anwendung der Wünschelrute sollte man sich in eine völlige innere Ruhe und Ungestörtheit zurückziehen und darin auf die Wesenheit einstimmen. Wenn sich diese Verbindung schließlich intensiviert, geht dies mit unwillkürlich einsetzenden tiefen Atemzügen und gelegentlich mit einem Schauer, einem Kribbeln unter der Haut einher. Man fühlt zugleich ein Durchströmen tiefer innerer Ruhe und Gelassenheit.

Im nächsten nicht verzichtbaren Schritt legt man in einer nonverbalen Kommunikation gemeinsam mit seiner Wesenheit fest, welche Bedeutung verschiedene eindeutige Bewegungen des Pendels oder der Wünschelrute haben sollen. Man könnte dies vorgeben, also eine willkürliche Festlegung der Wesenheit mitteilen. Besser ist jedoch der folgende Weg: Man hält das Pendel oder die Wünschelrute entspannt in der Hand respektive den Händen und bittet seine Wesenheit, zunächst die Bewegung für 'Ja' zu zeigen. Wenn diese folgte, bedankt man sich und wartet, bis die Bewegung des Pendels oder der Rute zum Stillstand gekommen ist. Dann bittet man um die Bewegung für 'Nein'. Und danach im gleichen Procedere für 'Kann oder will ich nicht beantworten'.

Man zeichnet die Bedeutungen der vereinbarten Bewegungen sogleich auf ein Blatt Papier, denn in der Versunkenheit einer Frage-Session kommen andernfalls Zweifel auf, welche Bewegung für was stand. Die Wesenheit braucht diese Notiz nicht, aber dem Wachbewusstsein könnte es anfangs helfen, den Überblick zu bewahren. Diese Festlegung könnte zwar jedes Mal neu getroffen werden. Es empfiehlt sich jedoch, diese auch für künftige Sitzungen beizubehalten, um nicht während des Pendelns von der tiefen Konzentration auf die Fragestellung abgelenkt zu sein.

Erst dann überlegt man sich eine für den Informationsbedarf möglichst klare Frage. Diese darf keinerlei Floskeln oder Redewendungen beinhalten und muss eindeutig mit 'Ja' oder 'Nein' beantwortbar sein. Meist kommt es zu Missverständnissen, weil auf die Formulierung der Frage nicht viel Sorgfalt verwandt wurde. Die Wesenheit nimmt jede gestellte Frage wortwörtlich und versteht weder Floskel noch Wortwitz, weder Redewendung noch Umschreibung. Sie nimmt jede Formulierung als absolut in deren wortwörtlichen Wortsinn an. Mögliche verborgene Intentionen des Fragestellers bleiben bei dieser Form der Kommunikation ebenfalls unberücksichtigt.

In der direkten geistigen Kommunikation gibt es derartige Beschränkungen nicht. Hier werden auch komplexe Fragestellungen als Gedankenpaket übertragen und ebenso beantwortet. Nur wer einer physischen Anzeige wie der Bewegung eines Pendels bedarf, muss Einschränkungen hinnehmen.

In der folgenden, absolut emotionslosen Konzentration stellt man wortlos die Frage. Man konzentriert sich hierbei zugleich auf den Inhalt der Frage und auf den Ansprechpartner. Diesem ist Wissen um zukünftige wahrscheinliche Vorgänge zugänglich, weil sich die Wesenheit nicht wie das Wachbewusstsein in der Falle der reellen Zeit gefangen wähnt. Die Bewegung der Nadel und der Ausschlag der Rute wird in Folge durch die Bewusstseinsenergie der Wesenheit ausgelöst. Hierzu bedarf es keiner besonderer Begabung des Fragenden - innere Ruhe, Stille und die Fähigkeit zur emotionslosen Konzentration im Sinne des Intuitionsbegriffs (vgl. S. 24) sind ausreichend. Diese Vorbereitung ist ähnlich der Konzentration auf eine Fragestellung vor dem Einschlafen, wonach uns manchmal eine Lösung im Traum präsentiert wird (vgl. S.157).

Der Faden oder die Rute wird hierbei unbeweglich und leicht in der Hand respektive den Händen gehalten. In der Konzentration auf die Frage erhält der Fragende die Antwort in Form einer Bewegung des Pendels oder der Rute, wobei auch Intensität und Geschwindigkeit des Ausschlags als Teil der Antwort anzusehen sind. Sehr schnell und weit ausschlagendes Schwingen dürfte einer laut ausgesprochenen, sehr eindeutigen Antwort entsprechen. Ein langsames Schwingen in kurzen Bewegungen entspricht dagegen einem leisen und langgezogenen 'Ja' oder 'Nein', welches darauf hinweist, dass die Antwort nicht ganz eindeutig ist und eigentlich ein 'aber' folgen müsste.

Die Qualität der Antworten und die zur Kontaktaufnahme erforderliche Zeit ist von den spirituellen Erkenntnisständen (vgl. Bd.6) des Fragenden und des Antwort gebenden abhängig. Je geringer der Erkenntnisstand des fragenden Wachbewusstseins ist, desto schwächer ist Anfangs seine Verbindung zur Wesenheit. Diese ist jedoch trainierbar. Und jedes Training bringt Wachbewusstsein und Wesenheit einander näher, was sich in allen Lebensbereichen positiv auswirkt. Je geringer jedoch der spirituelle Erkenntnisstand der eine Frage selbst beantwortenden Wesenheit ist, desto geringer ist die Qualität seiner Antwort in Bezug auf Handlungsempfehlungen.

Wenn eine Information über fremde Wesenheiten oder Identitäten bezogen werden muss, verhält es sich folgendermaßen:

Eine an die Wesenheit, an Gott oder sein Äquivalent gerichtete Frage wird stets die Wahrheit (Def. Band 6) zur Antwort haben, weil dann das höchste erreichbare eigene Teil-Bewusstsein die Beantwortung übernimmt und extern beschaffte Informationen verifiziert.

Emotional aufgewühlte Menschen müssen auf jede Kommunikation verzichten - sie erhalten zwar auch Ergebnisse, jedoch durchweg falsche. Denn emotional aufgeladen beeinflusst das Wachbewusstsein das Ergebnis und erhält keine Verbindung zur emotionsfreien Wesenheit. Darum rät Andrews, "die Emotionen vom Prozess des Pendelns strikt zu trennen, weil Emotionen auf das elektrische [A.d.V.: besser: energetische] System Ihres Körpers die gleiche Wirkung haben wie ein Kurzschluss im Stromnetz Ihres Hauses" [Lit 125]. Emotionalisierte Menschen beeinflussen also das Ergebnis ihrer Anzeigegeräte durch ihren Willen.

Emotionslosigkeit im Kontakt ist folglich ein wesentlicher Punkt für den Erfolg jeder geistigen Kommunikation. So birgt das Pendeln eine erhebliche Gefahr des Selbstbetruges. Wer seine Emotionen nur ausblendet und tatsächlich nicht emotionsfrei ist, erhält bei Fragen, bei denen im wörtlichen Sinn der Wunsch der Vater des Gedanken ist, nur Antworten, die das Wachbewusstsein vordergründig erwartet oder erhofft. Dann liefert das eigene Wachbewusstsein mit der ihm eigenen Bewusstseinsenergie über das Pendel oder die Rute eine nicht recherchierte, nur dem Wunsch entsprechende Antwort.

Dieser Mechanismus des Selbstbetrugs ist leicht nachweisbar - stimmen Sie sich ein, schließen Sie die Augen und lassen Sie das Pendel durch ihre Gedanken beispielsweise im Kreis schwingen. Wenn sie nach einer Weile die Augen öffnen, werden Sie sehen, dass es genau das tut. Darum ist eine völlige Passivität des Wachbewusstseins in Bezug auf Wünsche und Emotionen ausschlaggebend für den Wahrheitsgehalt der Antwort. Es darf sich nur auf die nonverbale Formulierung der Frage an die Wesenheit konzentrieren und muss ansonsten leer sein.

So sind diese Methoden der Kommunikation nicht ausreichend verlässlich, um hiernach ein Handeln auszurichten. Allerdings werden Sie mit einiger Erfahrung wissen, wie es sich anfühlt, wenn Ihr Wachbewusstsein emotionsfrei passiv Kontakt zur Wesenheit hergestellt hat und es der Antwort vertrauen kann. Wenn dann tiefer gehende Fragen beispielsweise in Bezug auf zeitnahe künftige Ereignisse wiederholt nachweislich richtig beantwortet wurden, wenden sie diese Methode richtig an.

So ist ein richtig angewandtes Pendeln in den Auskünften zu den groben Zügen unseres Lebens erstaunlich treffsicher. Man sollte jedoch das Fragen nach Zahlen oder ähnlichen Details vermeiden und sich auf leicht zu beschaffende Kerninformationen beschränken, welche nach kurz, klar und eindeutig formulierten Fragen mit 'Ja' oder 'Nein' beantwortet werden können.

Diese Art der Informationsbeschaffung birgt die gleichen Risiken der medialen Öffnung wie andere okkulte Praktiken. Daher müssen Fragen stets an ausgewählte Ziele gerichtet sein und sollten nur unter den im Band 7 erwähnten Vorsichtsmaßnahmen wie einem speziellen Schutzgebet durchgeführt werden. Nicht zuletzt sollte nach Meek bedacht werden, dass es nicht der Sinn unserer physischen Existenz ist, dass unsere geistigen Freunde alle unsere Probleme lösen und uns sagen, wie wir uns verhalten sollen. Denn das würde die spirituelle Höherentwicklung behindern, weil die Lösungen für unsere Probleme aus unserem eigenen Wach- und Unterbewusstsein kommen müssen. Roberts bestätigt dies. Nur dann hält eine gewonnene Erkenntnis der Wiederholung einer Aufgabe stand. Aber zur Erleichterung alltäglicher Arbeiten wie dem Aufspüren von Rohrbrüchen, Wasseradern, Minen oder auch dem sinnfreien Ausmessen der Aura (vgl. Bd. 2) sollten die genannten Kommunikationsmittel geeignet sein.

Die Verbindung zur Wesenheit ist trainierbar wie ein Muskel - selten verwendet verkümmert er. Mit zunehmender Übung verkürzen sich Verbindungsaufnahme und Antwortzeit. Zudem erlernt man, wie unterschiedlich sich ein 'Ja' oder 'Nein' anfühlt. Mit regelmäßiger Übung werden irgendwann auf alle Hilfsmittel verzichtet und dem Empfinden vertraut. In diesem Stadium einer engen Beziehung zur Wesenheit würde das Hantieren mit Pendel oder Wünschelrute als Einschränkung empfunden, weil intuitiv erfühlte Antworten wesentlich schneller und über eine vertrauenswürdige Verbindung kommen. Doch bevorzugen die an Ampeln und Richtungsschilder gewöhnten Menschen in der Regel eine visuell wahrnehmbare Antwort.

So ist das Pendeln wie auch die Verwendung einer Wünschelrute letztlich nur eine Krücke, ein schwächerer Ersatz für das eigene intuitive Empfinden.

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