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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 8144 687)


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Kapitel 2.7.: Auswirkung von Alkohol und Drogen auf Aktivitäten in der physischen Welt (Der inneren Wahrnehmung öffnen)

Die kontinuierliche Kommunikation zwischen dem Wachbewusstsein und seiner aussendenden Wesenheit, dem Unterbewusstsein und den Zellbewusstseinen wird gestört durch

In wissenschaftlichen Versuchsreihen zur Intuition führten beide zu negativen Effekten. Dieses Phänomen wurde laut Koestler im letzten Jahrhundert als PSI-Missing bezeichnet [Lit 133]. Die Aufnahme derartiger Substanzen bewirkt einen vorübergehenden Verlust an Empathie , Erkenntnisfähigkeit und bereits gewonnener spiritueller Erkenntnis, weil Wach- und Unterbewusstsein korrelierend in einer geringeren Schwingungsfrequenz pulsieren (vgl. Bd.2).

Drogen und Alkohol bewirken zudem eine Verschiebung des Fokus der Aufmerksamkeit zum Unterbewusstsein. Dies fördert die Isolierung und 'Betäubung' des Wachbewusstseins. Dem Wachbewusstsein wird die Möglichkeit des klaren Erfassens der physischen Welt genommen bis hin zu einer Nicht-Wahrnehmung. Es zieht sich hierbei zunehmend kommunikations- und bewegungsunfähig vom physischen Körper zurück und überlässt diesen dem Unterbewusstsein.

Der Auslöser liegt in der Physis des Menschen, genauer in durch Drogen oder Alkohol herbeigeführten Veränderungen der Gehirntätigkeit. So stören diese zunächst einmal die Datenverbindung zwischen Körper und Wachbewusstsein. Hierdurch sind indirekt die Verbindungen des Wachbewusstseins zur Wesenheit, dem Unterbewusstsein und den Zellbewusstseinen beeinträchtigt (vgl. S.249, Bde. 2 & 5). Das Wachbewusstsein wird zunehmend passiv und notgedrungen vom Unterbewusstsein vertreten, bis es wieder 'bei Sinnen' ist.

Nach Meek löst sich im volltrunkenem Zustand das Wachbewusstsein vom physischen Körper. Es ist dann allein an dem für das Händeln der physischen Welt ungeübten Unterbewusstsein, den Körper zu steuern, zu kommunizieren und zu bewegen. Die Sinnesdaten und Signale des physischen Körpers erreichen jedoch das Unterbewusstsein nur über eine Art Umweg. Sie werden daher von diesem mit schwächerer Intensität wahrgenommen. Daher funktioniert die Körpersteuerung durch das Unterbewusstsein nur mit der kontinuierlichen Übung eines Alkoholikers oder sonst wie Suchtkranken so unauffällig, dass dem Betroffenen ein Alkohol- oder Drogeneinfluss nicht anzumerken ist.

So führen selbst sogenannte 'weiche' Drogen wie z.B. Cannabis durch eine anhaltende Verschiebung des Fokus der Aufmerksamkeit zum Unterbewusstsein zu einem 'Null-Bock-Gefühl' - der Konsument wird schwunglos, extrem introvertiert und verliert jedes Interesse [Lit 149]. Denn das Unterbewusstsein hat keinerlei eigene Motivation zum Handeln in der physischen Welt. Es kann den physischen Körper mit zunehmender Gewöhnung zwar etwas besser führen und auch rudimentär sozialverträglich kommunizieren - mehr aber auch nicht. Die Interesselosigkeit führt zum Ausbleiben der schon zur Alltagsbewältigung sehr wichtigen intuitiven Impulse. Daher kann der Abhängige sein Leben nicht mehr sinnvoll gestalten. Bei fortlaufendem Konsum bleibt jeglicher Antrieb zur Bewältigung des physischen Lebens aus, was sich u.a. in einer Depression, in Verwahrlosung und der Vernachlässigung der Lebensplanung äußern kann.

Wer dann unter dem Einfluss von Drogen Stimmen zu hören beginnt, hat die Wachbewusstsein und Psyche trennende Filterfunktion seines physischen Gehirns (vgl. Bd.4) über anhaltenden Drogenmissbrauch soweit vermindert, dass

Zum letzten Punkt ist anzumerken, dass die Auren physischer Körper auf der untersten geistigen Ebene, von welcher aus die physische Welt noch wie im Dämmerlicht wahrnehmbar ist, als helle Lichtenergie wahrgenommen werden. Dies zieht dort orientierungslos umherirrende Identitäten an. Wahrgenommene Stimmen sind dann Versuche der Einflussnahme durch erkenntnislose Verstorbene.

Mediziner bezeichnen dieses Phänomen als drogeninduzierte Psychose. Tatsächlich ist es eher den körperlichen Schädigungen zuzuordnen, weil es das physische Gehirn ist, welches seine Filterfunktion teilweise eingebüßt hat. Manche Medikamente reduzieren zwar das Auftreten der Psychosen. Doch haben diese nicht triviale Nebenwirkungen, so dass man getrost konstatieren kann, dass es besser ist, von vornherein um alle Drogen einen großen Bogen zu machen. Die große Toleranz vieler Gesellschaften gegenüber weichen Drogen entsteht in Unkenntnis und Leugnung der Risiken. Kritische Studien gibt es, finden aber kaum Gehör.

Die mir bekannten Quellen sagen nichts darüber aus, ob jemand, der stark alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss verstorben ist, in der Orientierungsphase des Übergangs unter Ausfallerscheinungen seines Bewusstseins litt. Doch weisen uns Träume den Weg, wie schon C.G. Jung feststellte. Hiernach wähnt sich das durch Alkohol oder Drogen in der Schwingungsfrequenz deutlich reduzierte Wachbewusstsein betäubt und ist infolge in der geistigen Welt wie schon in der physischen unzugänglich und kommunikationsunfähig. Der alkoholisierte physische Körper mag zwar abgelegt sein, doch die Neuorientierung ist erschwert.

Dies resultiert daraus, dass die Wach- und Unterbewusstseinsenergie unter Alkohol- und Drogeneinfluss deutlich langsamer pulsiert. Sie hängt gleichsam auf einen niedrigen Level fest und kann nicht mehr wie sonst üblich ständig auf- und abgleiten (vgl. S.33).

Ingrisch liefert eine andere Erklärung. Nach ihrer Auffassung ist dem alkoholisierten Betroffenen die Möglichkeit zur freien Bewegung in der geistigen Welt genommen, weil Alkohol die Schwingungsfrequenzen der Teil-Bewusstseine "durcheinander bringt". Selbst wenn diese vorübergehend erhöht würden, wäre es in der Summe ein Verlust. Die negative Wirkung falle umso heftiger aus, je höher ein Bewusstsein spirituell entwickelt sei. [Lit 138]

Letzterem stimmt Monroe zu. Je ausgedehnter ein Bewusstsein ist, je höher sein spiritueller Erkenntnisstand und infolge seine Schwingungsfrequenz sind, desto weniger Alkohol verträgt dieses nach seiner eigenen Erfahrung. Doch ist dieser Level auch beim spirituell Hochentwickelten schwankend. Je nach Alltagserfordernis bewegt sich das Schwingungsniveau auch im Normalbereich oder tiefer. Nur wenn das Bewusstsein gerade hochfrequent pulsiert, ist Alkohol kaum zu ertragen. Auch die körperlichen Auswirkungen sind beim schnell pulsierenden Bewusstsein heftiger. Umgekehrt können ein stark verengtes, zusammengezogenes Bewusstsein und der dazugehörige physische Körper Alkohol besser vertragen, zeigen aber ebenso physische Unverträglichkeiten und zunehmende geistige Begrenzungen. [Lit 58]

Alkohol ermöglicht es also dem hierzu geneigten Wachbewusstsein, sich schon im Wachzustand vom physischen Körper zurückzuziehen, sich ruhigzustellen. Insofern nimmt es sich eine Auszeit vom physischen Sein. Als Stellvertreter ist das Unterbewusstsein gefordert, dessen Aufgaben zu übernehmen.

Doch sind wir nicht immer im gleichen Maße trunken, wenn wir eine identische Menge Alkohol trinken. Mal bleibt das Wachbewusstsein eher im Vordergrund - vor allem bei angenehmen geselligen Anlässen, wenn es nichts verdrängen möchte. Und mal zieht es sich vom physischen Körper zurück, wenn Druck und Belastungen des realen physischen Lebens von ihm als unerträglich empfunden werden und aus diesem Grunde getrunken wird.

Je mehr Alkohol oder Drogen auf das Gehirn einwirken, desto weiter kann sich das Wachbewusstsein vom physischen Körper zurückziehen bis hin zur Unmöglichkeit der Rückkehr, was das physische Ableben zur Folge hat. Es ist das Wachbewusstsein, welches entscheidet, ob es die Möglichkeit zum temporären Rückzug nutzt oder lieber im Vordergrund bleibt. Vor allem das an Alkohol gewöhnte Wachbewusstsein hat also eine Wahl.

Ähnlich verhält es sich mit den Wirkungen von Medikamenten. Nach Ingrisch hängen beispielsweise die Folgen der Einnahme von Schlafpulver davon ab, was das Wachbewusstsein mit der Einnahme erwartet respektive erreichen will. Schlafpulver könne so "auch wach machen, wacher als wach" [Lit 138].

Wie richtig diese Annahme ist, sehen wir, wenn ein herber Schock wie die Nachricht eines Schicksalsschlages einen stark Angetrunkenen schlagartig nüchtern werden lässt - solange der Gegenstand der Nachricht sein möglicherweise schon weit entferntes Wachbewusstsein noch erreicht. Es kommt dann in den Vordergrund zurück, um diese Situation selbst zu händeln.

Auch wirkt eine identische Menge Alkohol mit zunehmenden Alter immer weniger auf das Wachbewusstsein. Dessen betäubende Wirkung fällt von Mal zu Mal schwächer aus, wenn dem reflektierenden Bewusstsein durch Erfahrung klar geworden ist, dass diese temporären Fluchten letztendlich nicht weiterhelfen.

Sowohl Wach- als auch Unterbewusstsein bleiben bei jeder körperlichen Beeinträchtigung des Gehirns - beispielsweise durch die Alzheimer-Krankheit - grundsätzlich völlig unangetastet und damit funktionsfähig. Nur künstlich hergestellte, synthetische Drogen können das Wachbewusstsein erheblich schädigen. Ich gehe darauf in Band zero ein, weil nur dort die tieferen Zusammenhänge erklärt werden, die hierbei eine Rolle spielen.

Im Falle natürlicher Substanzen und Alkohol ist das Wachbewusstsein nach Price [Lit 54] indirekt betroffen, da zu Lebzeiten der Zugriff auf

gestört oder ganz unterbrochen ist.

Nach Roberts kann das Wachbewusstsein "seine Sicherheit und scheinbare Herrschaft eben deshalb aufrecht erhalten, weil es von den inneren Schichten der Persönlichkeit ständig getragen wird". Wie Ingrisch und Monroe sieht Roberts die Wesenheit als aktiven Mitspieler, der das Wachbewusstsein ständig mit Impulsen und Informationen versorgt. [Lit 175]

Bei anhaltenden, das Gehirn beeinträchtigenden Schlafentzug oder physischen oder krankheitsbedingten Schädigungen des Gehirns verlässt das Wachbewusstsein nach Roberts zunehmend den physischen Körper - es wird 'ver-rückt'. Zudem ist die verbliebene Wachbewusstseinsenergie durch die erzwungene Isolation im Wesentlichen nur noch mit sich selbst in Kontakt und ohne Zugriff auf in der Wesenheit gespeicherte Erinnerungsdaten sowie dessen intuitive Führung. Auch ist damit jedes Vorauswissen unterbrochen, welches das Wachbewusstsein durch seine Zellbewusstseine erhält. Das Wachbewusstsein ist also nicht geschädigt oder in seiner Funktion an sich gestört, sondern durch die Isolierung nicht in der Lage, das physische Leben zu händeln.

Die Unabhängigkeit aller Teil-Bewusstseine von einem durch Krankheit, Alkohol oder natürliche Substanzen beeinträchtigten physischen Körper führt dazu, dass wir unser Denken selbst im Alkoholrausch unangetastet wähnen und unsere eigenen alkoholbedingten Ausfälle, wenn wir denn nicht daran gewöhnt sind, fassungslos oder wenigstens distanziert betrachten und meinen, dabei noch klar im Kopf zu sein.

Die Wirkungen des Alkohol- und Drogengebrauchs also sind:

  1. Eine unwillkürliche Verschiebung des Fokus der Aufmerksamkeit vom Wachbewusstsein zum selbständig agierenden Unterbewusstsein, wie es schon bei Tagträumen auftritt. Nur hält dieser Zustand an, bis der Körper frei von Drogen und Alkohol ist.
  2. Meek berichtet zudem von einem Lösen des Geistkörpers aus den Begrenzungen des physischen Körpers sowie von ungewöhnlich trüben Farben der Aura (vgl. Bd.2) bei erheblicher Trunkenheit und der Einnahme von Antidepressiva;
  3. Eine Verzerrung der Vorstellung der physischen Realität [Lit 133]. Denn nüchtern nehmen wir die physische Welt primär in unserem Wachbewusstsein wahr. Unter Drogen oder Alkohol reduziert sich die Sinnes-Wahrnehmung des zunehmend betäubten Wachbewusstseins. Die Sinnesdaten des physischen Gehirns fließen jedoch weiter und werden ersatzweise vom Unterbewusstsein ausgewertet. Dieses erhält sie jedoch nicht direkt, sondern durch den Wach- und Unterbewusstsein trennenden Filter des physischen Gehirns (vgl. Bd.5).
  4. Verminderung der Fähigkeit, alle Sinneseindrücke koordiniert als Gesamtbild auszuwerten. Stets kommt es zu einer Konzentration des Unterbewusstseins auf nur einen Sinn. Konzentriert sich der Betroffene beim Autofahren beispielsweise auf das Sehen, werden die Eindrücke der anderen Sinne nur noch verzögert oder gar nicht registriert;
  5. Je nach Art der konsumierten Substanz unterschiedliche Störungen in der Verwaltung der Körperfunktionen durch das Gehirn.
  6. Das Unterbewusstsein hat mit zunehmendem Grad der Gewöhnung mehr und mehr Übung in Kommunikation und Verwaltung des physischen Körpers. Es kann sich gar mit der Zeit gesellschaftliche Gepflogenheiten und Rücksichtnahmen antrainieren, die es dann starr anwendet.
  7. Von Monroe wissen wir, dass sich das Unterbewusstsein eines alkoholisierten oder unter Drogen stehenden physischen Körpers nur auf der untersten Energieebene der geistigen Welt bewegen kann, das korrelierende Wachbewusstsein dann entsprechend auf der untersten Energieebene des physischen Frequenzspektrums (vgl. Bd.2). Hierin liegt die reduzierte Erkenntnisfähigkeit begründet (vgl. S.336).

Das Wachbewusstsein scheint also, nach seiner Außenwirkung zu urteilen, betäubt zu sein [Monroe, Ingrisch]. Das seine Aufgaben übernehmende Unterbewusstsein neigt dazu, mit anderen über seine Inhalte offener, weil weniger kontrolliert durch den Verstand des Wachbewusstseins zu kommunizieren. Das Unterbewusstsein durchlief nicht den Lernprozess der Sozialisation in der physischen Welt und ist somit frei von den Hemmungen und Erfahrungen des Wachbewusstseins. Zudem sind über das durch jede Art von Drogen oder Alkohol beeinträchtigte Gehirn folgende Funktionen eingeschränkt:

"Es kommt der Seele zu, zu herrschen", sagt Platon in Phaidon, doch mit der Einnahme von Drogen oder Alkohol sind sowohl Wachbewusstsein als auch Wesenheit jeder Kontrolle temporär enthoben. So wird dem Unterbewusstsein die Dominanz über den Körper zugestanden. Aber auch der Körper mit seinen vielfältigen Bedürfnissen erhält deutlich mehr Einfluss. Denn er kann das in seiner Rolle noch unerfahrene Unterbewusstsein leicht über die zwingende Notwendigkeit der Erfüllung all seiner Bedürfnisse überzeugen.

Eine gelegentlich vermutete positive spirituelle Erfahrung des Alkoholrausches gibt es nicht. Es entstehen keinerlei Bewusstseinserweiterungen, er fördert nicht intuitive Erkenntnisse, es ist nur das dilettantische Spielen auf zwei Klavieren. Auch Autoren, welche der Annahme unterliegen, nur übermüdet und unter Alkoholeinfluss ihre besten Werke verfassen zu können, würden ausgeruht und mit klarem Kopf direkt nach dem Erwachen schreibend noch weitaus Besseres zustande bringen. Denn wenn sie es schon in dieser problematischen Verfassung schaffen, große Werke niederzuschreiben - wie gut würden diese erst sein, wenn sie ihr volles geistiges Potential nutzen könnten. Aber so hat jeder seine Glaubenssätze.

Diese Beeinträchtigungen zusammen mit dem Rückzug des Richtung gebenden Willens des Wachbewusstseins münden im ungehemmteren Verhalten des noch nicht zur Selbstkontrolle erzogenen Unterbewusstseins im alkoholisierten Körper. Ohne den Willen des Wachbewusstseins ist es am nicht sozialisierten Unterbewusstsein, auf Eindrücke aus der physischen Welt zu reagieren. Dieses lässt sich zudem leichter als das Wachbewusstsein durch körperliche Bedürfnisse beeinflussen bis hin zur vollständigen Dominanz des Körperbewusstseins.

Mit langjährigen Training des Unterbewusstseins im Agieren in der physischen Welt, wie es beim Alkoholiker der Fall ist, passt es sich an diese an, wird zunehmend sozialisiert. Es erzieht sich zu einer starren Disziplin, um nüchtern zu wirken und in der Gesellschaft nicht aufzufallen. Da diesem bewussten Verhalten ein Zwang innewohnt, ist dieses Agieren für das Unterbewusstsein unnatürlich. Zudem wird das Wachbewusstsein durch seine kontinuierliche Isolation von der Gesellschaft zunehmend gestört, man könnte sagen psychisch krank.

Nehmen wir einmal an, Sie hatten einen mehrwöchigen Streit mit einem Nahestehenden. Sie versöhnen sich und alles ist wieder im Lot. Dann trinken Sie ein paar Gläser Alkohol und giften diesen Menschen an wie zuvor. Was ist passiert? Das unter Alkoholeinfluss fokussierte autonome Unterbewusstsein hat diese Versöhnung noch nicht assimiliert . Da es autonom denkt und über separate Erinnerungen verfügt, dauert es, bis grundlegende Änderungen in den Anschauungen des Wachbewusstseins vom Unterbewusstsein geprüft, akzeptiert und übernommen werden - oder auch nicht. Das betäubte Wachbewusstsein kann dem Agieren des Unterbewusstseins nur ohne großen Einfluss zusehen. Ein direkter Eingriff ist kaum möglich, nur denkbar in einer vom Wachbewusstsein initiierten physischen Reaktion wie beispielsweise einem abrupten Abwenden und Verstummen, um nicht noch mehr Porzellan zu zerschlagen.

Im Alkoholrausch kann man deswegen die grundlegenden Annahmen einer Person besser erkennen, weil das untrainierte Unterbewusstsein unverblümt und vom Wachbewusstsein unabhängig agiert. Nur wenn Wach- und Unterbewusstsein im Gleichklang sind, in ihren Einstellungen übereinstimmen, und zudem das Wachbewusstsein der Wahrheit stark zugeneigt ist, hat man als Außenstehender auch beim Betrunkenen den Eindruck eines innerlich gefestigten, nicht zerrissenen Menschen.

Im Rausch mag man also die Einstellungen des Menschen klarer erkennen, weil das hierbei fokussierte Unterbewusstsein offener kommuniziert und ungeübter ist im Zurückhalten von Ansichten und im Einhalten gesellschaftskonformer Verhaltensweisen. Und zwar umso ungeübter, je weniger es an die Kommunikation in der physischen Lebensumgebung gewöhnt ist. Nun könnte man einwenden, das wäre großartig, weil das Unterbewusstsein etwa neunmal klarer ist als das Wachbewusstsein. Jedoch ist dem Unterbewusstsein die Führung des physischen Körpers nur möglich unter erheblicher Absenkung seiner Schwingungsfrequenz bis zur untersten Energieebene der geistigen Welt. An dieser Position ist auch das Unterbewusstsein verengt, anhaftend und nicht erweitert. Damit also sind Erkenntnisse, die wir im Alkoholrausch machen, sehr banal.

Soviel zu den Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf das physische Leben. Ab Seite 323 gehe ich auf deren Auswirkungen auf Aktivitäten in der geistigen Welt ein.

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