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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 4: Intuition, Träume und außerkörperliche Erfahrungen


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint Dezember 2018 gebunden und als Ebook

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Kapitel 2.3.: Umfassende Definition der Intuition (Der inneren Wahrnehmung öffnen)

In diesem Kapitel erhalten Sie eine als Grundlage dieser Abhandlung verwendete umfassende Definition des Intuitionsbegriffs.

Die in Lexika gegebenen Definitionen haben zwei wesentliche Nachteile: Zum einen sind diese durch die subjektive Auswahl der Quellen durch den jeweiligen Verlag stets in der Gültigkeit eingeschränkt, zum anderen werden die stets zu knapp gehaltenen Definitionen dem Definitionsgegenstand nicht gerecht.

Um auf einer gemeinsamen Grundlage über die Intuition reden zu können, verwenden wir ab hier den folgenden umfassenden Intuitionsbegriff, der ein Mosaik aus Aussagen einiger mit diesem Themenbereich intensiv beschäftigten Vordenker ist:

Definition des Intuitionsbegriffs

Die Intuition ist ein im Wachzustand oder in Träumen [Lichtenberg, Paracelsus] in einem Zustand der absichtslosen Gespanntheit [Herrigel, Suzuki] plötzlich auftretendes, schlagartiges, unwillkürliches [Schelling], unmittelbares und umfassendes geistiges Erkennen bzw. Erfassen des Betrachteten oder einer Situation - also des Erkenntnisgegenstandes - durch reine Anschauung, so als ob man mit einem Blick eine Vielzahl den Sinnen nicht zugänglicher Informationen zu einem Ergebnis zusammengefasst präsentiert bekommt, wobei das Betrachtete in sich sichtbar wird. Hierbei präsentiert sich irgendein Inhalt als fertiges Ganzes, ohne dass wir zunächst fähig wären, anzugeben oder herauszufinden, auf welche Weise dieser Inhalt zustande gekommen ist [Jung Lit 19]. Es ist die unbewusste Annäherung an eine komplizierte Situation [Jung Lit 19]. Wir wissen etwas, ohne zu wissen, woher wir es wissen [Thiele-Dormann Lit 11]. Typisch ist der Charakter der Gewissheit, den intuitive Erkenntnisse haben [Freud Lit 45]. Die Intuition ist eine der Kontrolle durch den Willen entzogene Art des emotionslosen Erfassens gleich welcher Inhalte. Laut Lichtenberg weisen Träume, deren Inhalte uns intuitiv präsentiert werden, oft auf Probleme hin, welche im wachen Zustand leicht übersehen werden und auf eine Lösung warten. Es scheint so zu sein, dass die Intuition den Menschen den Weg zu einer unendlichen Harmonie [Schelling] weist. Alles, das wir mit unseren Sinnen erfassen können, strebt einer Perfektionierung entgegen, dies scheint auch auf den menschlichen Geist zuzutreffen, dem die Intuition den Weg weist. Stets ist das Ergebnis der Intuition - das Erkennen - ein Überraschendes, oder zumindest eines, an das zu denken wir nicht gedacht hätten. Die Intuition ist den inneren Sinnen zuzuordnen.

Die Intuition tritt also nur dann auf, wenn wir nicht mit ihr rechnen, nicht über diskursives Denken versuchen, intuitive Eingebungen zu erhalten. Dies zwingt uns, uns im Hintergrund unserer gedanklichen Aktivität sporadisch Tag wie Nacht auf unsere Fragestellung zu konzentrieren, um dann die Intuition gleichsam als überraschend erhaltendes Geschenk zu erleben.

Je emotionsloser die mentale Verfassung hierbei ist, desto geringer ist der Willenseinsatz. Starkes Wünschen und Wollen ist emotional und dem Auftreten intuitiver Eingebungen hinderlich. Wer andererseits zwar emotionslos dasitzt, sich aber nicht auf die Fragestellung konzentriert, sondern nur auf die intuitive Eingebung wartet, kann alt und grau darüber werden, ohne sie je zu erleben. Das entspannte Hören von angenehmer, vorzugsweise Text-freier Musik fördert nach Wickland die passende Geisteshaltung [Lit 84].

Die obige komplexe und zunächst umständlich erscheinende Definition der Intuition ist also für alle weiteren Betrachtungen die Grundlage, so dass die hier genannten Merkmale der Intuition wegen der Straffung des Textes nicht noch einmal wiederholt, sondern im Folgendem als dem Leser gegenwärtig vorausgesetzt werden.

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