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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 3: Klassische Sterbeforschung
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


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Kapitel 7.3.: Die Schule physischer Leben (Mehrere Leben?)

Alles in allem ist nur eine physische Existenz als Mensch zwar möglich, aber die Ausnahme und vermutlich sehr selten. Denn hierzu gehörte, dass diese von einer spirituell hoch informierten Wesenheit initiiert würde, welche keiner weiterer Lernerfahrung in physischen Lebensumgebungen zur eigenen Höherentwicklung bedarf (vgl. Bde. 6&8). Denn im Grunde ist jede Erfordernis eines weiteren Lebenszyklus gleichbedeutend mit einem Sitzenbleiben in der Schule - wir waren noch nicht gut genug für die höhere Klasse.

Der physische Tod ist ein Ablegen des physischen Körpers ähnlich dem Ablegen eines vertrauten Mantels. In dieser Zustandsänderung verlieren wir zwar den materiellen, behalten jedoch unseren geistigen Körper, ohne dass sich dieser Übergang an sich irgendwie bemerkbar machen würde. Der Eintritt in die Entscheidungsphase der Reflexionszeit des geistigen Lebens wird bei Wickland als ein Erwachen beschrieben, wogegen die an einen physischen Körper gebundene Identität eine Art Schulzeit durchlaufe, in der sie lernen soll, wer sie ist und wozu sie auf Erden lebt [Lit 84].

Für Wickland ist das physische Leben auf unserem Planeten nicht mehr als eine Art Grundschule - keine höhere Schule und auch keine Universität. Man lerne hier das ABC des Lebens und sehr viele lernten auf dieser Schule gar nichts. Obschon, wenn schon die Schule als Metapher herhalten muss, ein Lebenszyklus im Erkenntnisgewinn möglicherweise nur einem Schultag entspricht. Rechnen Sie einfach einmal aus, wie viele Schultage ein Kind nach Abzug aller Ferien bis zum Abitur hat und Sie bekommen eine Ahnung, wie vieler Lebenszyklen das persönliche Bewusstsein der Aussendung einer Wesenheit bedarf, um nicht mehr zur Erlangung von Erfahrungen in ein physisches Leben zurück zu müssen.

Auch nach Platon, Ingrisch und Monroe durchlaufen Wesenheiten über die Aussendung eigener Bewusstseinsenergie in physische Leben Zyklen von Geburt und Ableben, bis diese persönlichen Selbst und damit auch die Wesenheiten den höchsten Grad an hier möglicher, spiritueller Informiertheit erreicht haben. Meek formuliert dies so:

"Irgendwann findet der Kreislauf von Tod und Wiedergeburt ein Ende. Dann, wenn alle Aufgaben gelöst sind, die wir uns für das physische Dasein gestellt haben, und alle Prüfungen in der rechten Weise bestanden wurden."  [Lit 123]

Das persönliche Bewusstsein einer Aussendung kann dann

Eine erneute Rückkehr in physische Leben ist dann nicht mehr nötig und würde auch nicht mehr angestrebt. Alle Anhaftungen sind gelöst und das persönliche Selbst in hohem Maße kontrolliert.

Wenn wir erkennen, wie oberflächlich fast alle Leben gelebt werden, dann wird deutlich, dass es sehr vieler Lebenszyklen bedarf, um ein Bewusstsein zu spirituellen Erkenntnissen zu führen. Dies kann nur ein schrittweiser Prozess sein. Und wenn diese geistige Evolution nicht der Sinn der Existenz wäre? Dann sähe es düster aus, denn ohne das Streben nach spiritueller Informiertheit wäre alles nichts. Für diese Annahme gibt es jedoch keine Verfechter; alle mir bekannten Autoren, denen annehmlich Blicke hinter die Kulissen der sichtbaren Welt vergönnt waren, beschreiben Entwicklung an sich als Ziel des Seins. Man soll dabei erkennen, dass man immer und überall kollektiv und anteilig seine eigene Realität erschafft - und die Verantwortung hierfür übernehmen (vgl. Bd.zero).

Wir befinden uns also in einer Art künstlicher Entwicklungsumgebung, in welcher wir unablässig uns selbst Aufgaben stellen und damit testen. Nichts, was uns widerfährt, geschieht zufällig, alles dient uns nur als Herausforderung zum Bewältigen von Defiziten. Die Lebensziele stellen wir uns im Leben stehend selbst, sie ergeben sich aus den im Idealfall optimal vorgewählten Lebensumständen, wozu auch Geburtskrankheiten, Behinderungen und schwierige Familienkonstellationen gehören.

Jede unserer Ideen und auch Reaktionen auf andere wird von unserem ursprünglichen Selbst und im Idealfall auch vom Wachbewusstsein unmerklich abgeglichen mit einem in der jeweiligen Situation, im Sinne der Werterfüllung (sh. Ahg. 1) aller, optimalen Streben, Wünschen, Denken, Fühlen und Handeln. Es ist dieselbe Art und Weise, in der wir uns in den Konflikt-Simulationen der nächtlichen Träume (vgl. Bd.4) selbst bewerten. Hierbei gibt es zwar liebevolles externes Feedback, wie beispielsweise Ermutigungen, die Dinge bisher weitgehend richtig entschieden zu haben. Aber letztlich beurteilt man sich in der Lebensrückschau (vgl. S.59) nur selbst. Dennoch findet eine Abrechnung in dem Sinne statt, indem man für Negativität (Fn. S.141) zwar nicht gescholten wird, jedoch entsprechend der aktuellen spirituellen Uninformiertheit eine weitere Runde in einem Lebenszyklus drehen muss. Jeder wird dort abgeholt, wo er steht; d.h. es wird nicht mehr erwartet, als man zu leisten imstande ist.

Dieser Mechanismus zeigt eine dem System inneliegende Weisheit auf, denn selbst der spirituell bestinformierte Mensch ist im Vergleich zu Identitäten oberhalb der Energieschicht III noch mit erheblichen Verengungen belastet. Diese ihm nach jeder Runde vor Augen zu halten hieße, ihm jeden Mut zu nehmen, sich zu verbessern. Zudem kann ein Verhalten, welches für einen spirituell Uninformierten bereits einen Fortschritt darstellt, für einen Hochstehenden einen Rückschritt bedeuten.

So ist, was auch immer mit uns im Leben passiert, gewollt, unserer Höherentwicklung förderlich. Es sind selbst gestellte Aufgaben. Geschieht uns etwas Schlechtes, sollten wir uns fragen, welche spirituelle Erkenntnis wir aus dieser Fügung ziehen können. Erst wenn negative Motivationen durch Umdenken reduziert sind, werden auch die Reflexionspausen (vgl. S.40) zwischen den Lebenszyklen angenehmer ausfallen.

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