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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 8.2.: Kollektive Glaubenssätze (Der Kern unseres Seins: Identität & Glaubenssätze)

Individuen stehen untereinander in einem regen geistigen Austausch und stimmen sich über die zu schöpfende Realität ab. Dies geschieht primär in ihren Tiefschlafphasen. Kollektive Glaubenssätze führen Menschen nach Roberts (Seth) zu festlichen Höhepunkten ebenso zusammen, wie sie diese zu Opfern oder Überlebenden von Katastrophen machen. [Lit 184]

In der kleinsten Zweier-Gruppierung wie auch in der größten verstärken sich gleichgerichtete Glaubenssätze:

"Als Einheit [A.d.V.: Paar] reagiert ihr auf eine gewisse Art. Als Individuen reagiert ihr auf eine gewisse Art. Wenn zwei Individuen mit starken negativen Gedanken zusammen sind, dann enthält ihre Realität starke negative Aspekte." [Lit 188]

Jede Gruppe hat also ihr eigenes gedankliches Klima, welches aus ihren kollektiven Glaubenssätzen resultiert. Aufgrund enger mentaler Verbindungen neigen willensschwache Angehörige einer Gruppe dazu, darin dominierende Auffassungen unreflektiert zu übernehmen.

Die emotionale Stimmung von Massen prägt - umgesetzt in atmosphärische Bedingungen - das regionale Wetter und kann bei starken Erregungszuständen in Naturkatastrophen münden. Roberts formuliert es so:

"Der gesamthafte Gefühlston oder die Gefühlsebene der Massen bringt durch deren körperliche Umweltbeziehung äußere, physikalische Bedingungen hervor, die einen solchen Ausbruch natürlicher Energien bewirken. Den Gefühlsbedingungen der Massen entsprechend werden physikalische Überschüsse verschiedener Art aufgebaut; diese werden dann in anderer Form in die Atmosphäre geschleudert [...] Ein Felsblock in einem Strom teilt das Wasser, so dass es um das Hindernis herumfließen muss. Eure Gefühle sind genauso real wie ein Felsblock. Die kollektiven Gefühle wirken sich auf den Energiefluss aus, und ihre Gewalt wird - im Bereich der Naturphänomene - im Gewitter besonders deutlich, das eine in die Außenwelt projizierte Materialisation des Gefühlszustandes der Massen darstellt, die dieses Gewitter erleben [...] Der emotionale Energiefonds, in den eure Gefühle fließen, setzt sich zwar aus ungleichen Ladungen zusammen, doch allgemein gesehen bilden die individuellen Beiträge aller Beteiligten ein einheitliches Muster, das dem Gewitter Anstoß und Richtung gibt und die hinter ihm stehende elektrische Spannung aufbaut." [Lit 184]

Und an anderer Stelle:

"Es gibt auch innere Erdbeben des Bewusstseins, aus denen die physischen hervorgehen - Stürme des Geistes oder Seins, Eruptionen, bei denen ein Teilstück des Weltbewusstseins, das in einem Gebiet unterdrückt wird, in einem anderen explodiert." [Lit 191]

Emotionale Energieballungen entladen sich jedoch weniger vorhersagbar in eine bestimmte Erscheinungsform. So dynamisch Energie ist, kann sie sich äußerst verschieden im Physischen ausdrücken. Auch eine einzelne, stark emotionale und momentan aggressive Persönlichkeit kann Polter-Phänomene hervorrufen, wobei man, wie bei den von C.G. Jung initiierten, nur schwer vorhersagen kann, was davon betroffen sein wird (vgl. Bd.4).

Nach Roberts können sich die Menschen eines Landes in jedem Moment kollektiv dafür entscheiden, gewünschte Umstände zu aktivieren. Diese werden dann

Alles Physische ist nur Ausdruck ursprünglich geistiger Vorgänge, es wird dominiert von großen Kollektiven einer Bevölkerung. [Lit 187]

So ist es hilfreich, auch scheinbar unverrückbare Glaubenssätze prüfend zu überdenken, wenn diese einmal bewusst werden (vgl. Bd. 7). Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir zu unseren sich aus Glaubenssätzen ergebenden Erwartungen sowohl kollektiv als auch individuell die passenden Ereignisse, Begegnungen und Lebensumstände anziehen. Die mit einem Glaubenssatz verbundene Emotion zieht diese herbei - daher ist es gleichgültig, ob wir etwas hassen oder lieben, beides zieht entsprechend der Stärke der Emotion und Reflektion Entsprechendes gleichermaßen an.

Um nun negative Glaubenssätze zu reduzieren, hilft es,

Darüber programmieren wir in bewusster Entscheidung unser Wachbewusstsein und indirekt unser Körperbewusstsein. Hypnose ist nach Roberts nichts anderes als eine Neujustierung eines Glaubenssatzes unter Ausschaltung des prüfenden Verstandes.

Doch umfasst unsere Identität mehr als die Summe unserer Glaubenssätze. Denn unsere Phantasien und Gedanken überschreiten die Grenzen der reellen Zeit und sind nach Roberts "einer der wichtigsten Prüfsteine" für unsere Identität. Die Identität ist die Summe aus allen Phantasien und Gedanken sowie der Glaubenssätze. Diese zusammen sind die alleinigen Einflussfaktoren einer Identität, sie determinieren ihre Lebenserfahrung. Unsere nur scheinbar nicht Wirklichkeit gewordenen Phantasien sind also von ebensolcher Bedeutung für Qualität und Eigenschaften unserer Identität wie die physisch akzeptierte Lebensspur.

Wir leben, wie Roberts schlüssig darlegt, in einer massenpsychologisch strukturierten Umwelt, welche unsere aktuelle Kultur nach geistiger Vorplanung physisch realisiert. Sie ist die Bühne unserer Lebenserfahrung, wobei bestimmte formale psychologische Anordnungen respektive Konventionen als Stützen dienen, innerhalb derer wir unsere geistigen Erfahrungen in Assoziationsketten gruppieren, während wir sie physisch wahrnehmen [Lit 183]:

"Wie auch immer eure gegenwärtige Lebenssituation aussehen mag, alles hängt von euren Bestrebungen und Begabungen ab." [Lit 184]

Die physische Realität ist in Zeitsequenzen abgepackt, folgt mit jeder der kontinuierlich stattfindenden Materialisationen des Universums den nicht zeitgebundenen geistigen Vorgängen. Das gilt sowohl individuell als auch kollektiv.

Also, was ist das Ich?

Das Wachbewusstsein dagegen als auf physische Projektion fokussierter Teil dieses Ich zentriert sich unter großer Konzentration jeweils auf den Brennpunkt der speziellen physisch erscheinenden, im Kern jedoch geistigen Realität.

Nun erfahren nicht nur Menschen jedes Weltzeitalters, sondern auch jeder Kultur dieser Sphäre (vgl. S.95) das physische Sein qualitativ sehr verschieden, so dass man unabhängig von unterschiedlichen Glaubenssätzen auch von verschiedenen Bewusstseinsarten innerhalb der Gattung Mensch sprechen muss, die sich in ihrem Gewebe "von Bedeutung, Interpretation, Erfahrung und Leben" fremd sind. Selbst innerhalb einer Kultur leben Menschen unterschiedlicher Bewusstseinsarten, wenngleich eine stets dominiert. Kulturelle Umstände oder Hintergründe können hierbei identisch sein. [Lit 191]

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