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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 7.3.: Wahrscheinliche Selbst (Wahrscheinlichkeitslinien)

Wahrscheinliche Selbst sind in Glaubenssätzen, Einstellungen und/oder Absichten variierte Ich-Persönlichkeiten, die ebenfalls Teil unserer Wesenheit sowie unserer geistigen Familie (vgl. S.275) sind, und

Ihre Verläufe, Erfahrungen und Sterbezeitpunkte sind infolge unterschiedlich. So gibt es jede Identität mit unzähligen ähnlichen variierten Leben. Eine Ergänzung von Roberts:

"Wenn ihr zum Beispiel mit nur einer Hand geboren seid, dann kann eure Macht der Gegenwart sie in diesem Leben nicht regenerieren, obwohl ihr in einem anderen Realitätssystem beide Hände habt." [Lit 184]

Ein wenig bekannter Funktionsautomatismus der Psyche ist das Wachstumsprinzip. Alles geistig oder physisch Seiende strebt nach schöpferischer Ausweitung und physischer Realisierung durch Verdichtung der zugrunde liegenden Energien sowie nach Vervollkommnung. So sind die schöpferischen, weil Ideen folgenden, unendlichen Verzweigungen in wahrscheinliche Entwicklungen nach Roberts nur eine Erweiterung des Wachstumsprinzips [Lit 194].

Alle Wachbewusstseine unterliegen also unisono der ständigen Verzweigung in variierte Wahrscheinlichkeitslinien respektive Emersons Lebensfäden (vgl. Bd. 4). Diese resultieren aus der Aktivität der Identität. Ein Wachbewusstsein kann nicht nicht verzweigen. Ist es tätig, eröffnen sich aus abwägenden Denkprozessen oder aus Ideen und Wünschen Handlungsalternativen, die in jedem Fall in einem geistigen oder physischen Realitätssystem gelebt werden. Ob die treibenden Energien der Psyche stark genug sind, Dinge und Ereignisse bis zum Physischen zu verdichten, hängt von ihrer Intensität ab:

"Wahrscheinlichkeiten überschneiden sich an jedem Punkt mit eurer Zeit, und die Wahrscheinlichkeiten haben eine psychische Ausrichtung [...]" [Lit 187]

Selbst die von uns in der Vergangenheit akzeptierten Ereignisse haben ihr Eigenleben, entwickeln wahrscheinliche Zukünfte, aus deren Anzahl wir nur von einer einzigen Kenntnis haben - und zwar von derjenigen wahrscheinlichen Zukunft des vergangenen Ereignisses, für das sich unser Wachbewusstsein entschieden hat. Die anderen existieren jedoch ebenfalls in vollgültigen physischen Realitäten und haben jeweils ihre eigenen Vergangenheiten, ihre Gegenwart und wahrscheinlichen Zukünfte.

So wie wir in der jetzt fokussierten Identität in ihrem Realitätssystem nur eine von unendlich vielen wahrscheinlichen Identitäten unseres Selbst sind, die alle für sich in vollgültigen physischen Wahrscheinlichkeitssystemen existieren, so hat auch jedes vergangene, gegenwärtige und zukünftige Ereignis seine eigenen vollgültigen wahrscheinlichen Vergangenheiten und Zukünfte. [Lit 184]

Die Bewusstseine alles Seienden akzeptieren aus diesem bunten Strauß an Möglichkeiten in jedem Augenblickspunkt als Schnittstelle der Wahrscheinlichkeiten nur einen Verlauf, indem sie ihn fokussieren. So führt nach Roberts schon das in Erwägung ziehen einer Handlungsalternative zu einer Verzweigung und gibt ihr zumindest eine vollgültige geistige Realität. Es entspräche unserer Natur, wahrscheinliche Selbst und Reinkarnations- oder präziser Simultanselbst (vgl. S.375) zu haben.

Der bekanntere Begriff Reinkarnationsselbst ist zu eng gefasst, weil er die Abfolge von Lebenszyklen in einer zeitlichen Folge auffasst. Vom Blickwinkel einer Wesenheit aus betrachtet geschehen jedoch alle Lebenszyklen gleichzeitig und beeinflussen sich direkt und unmittelbar, daher ist der Begriff Simultanselbst zutreffender. Jede Änderung unserer Einstellungen, Wünsche und Absichten wirkt sich direkt auf alle unsere Simultanselbst aus.

So ist das Leben ein bunter Strauß aus gelebten Wahrscheinlichkeiten, die den Erfahrungsschatz unseres höheren Selbst ausmachen. Wir bewegen uns mit unseren auf Glaubenssätzen basierenden Entscheidungen unablässig auf wechselnden Wahrscheinlichkeitslinien. Unsere unzähligen Selbst sind ähnlich dem Spiegel, in den wir blicken, in dem sich über einen weiteren Spiegel das Spiegelbild in unendlicher Wiederholung zeigt. [Lit 184]

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