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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 6.8.: Zentralereignisse, Ziel allen Seins & abweichende Erinnerungen (Verwirklichung von Vorstellungen)

Die von uns erlebte individuelle physische Gegenwart ist, wie oben festgestellt, ein Schnittpunkt aller zur Auswahl stehenden Wahrscheinlichkeitslinien, die mehr oder weniger in unsere bisherige kausale Ereignisfolge passen. Diese Gegenwart ist aber auch ein Schnittpunkt aller Wahrscheinlichkeiten anderer Lebewesen und der Natur, und damit gleichsam ein mit allem Seienden spontan komponiertes musikalisches Werk.

So sind nicht alle Individuen, mit denen wir physisch in Kontakt sind, gemeinsam auf einer Wahrscheinlichkeitslinie unterwegs, also nur in einem wahrscheinlichen Realitätssystem, sondern ein jeder bewegt sich durch seine Entscheidungen, seine Glaubenssätze und seinem Streben individuell über selbst gewählte Wahrscheinlichkeiten. Und trifft bei einem Wiedersehen mit uns auf dasjenige unserer parallelen Selbst, das gerade am besten passt.

Oder präziser ausgedrückt: Ein jeder wählt in seinen Gegenwartsmomenten individuell das zu Erlebende aus und erfährt dies physisch in seinem persönlichen Raumzeitschlauch. Die Raumzeitschläuche unserer Mitmenschen bewegen sich notwendig auch durch andere Wahrscheinlichkeiten, als die von uns erlebten. Nur kommt man gelegentlich wieder zusammen, jedoch nicht immer mit genau dem Anderen wie beim letzten Zusammentreffen - es wird aber immer eines seiner parallelen Selbst sein.

So kreuzen sich also unsere Wahrscheinlichkeitslinie und die unserer parallelen Selbst mit denen anderer Individuen und ihrer parallelen Selbst. Die Erfahrungen unserer Mitmenschen können folglich Erinnerungen an deren Kontakt mit unseren parallelen Selbst beinhalten und von der unsrigen deutlich abweichen. Auf diese Weise ragen Fragmente anderer Wahrscheinlichkeitslinien unserer Sphäre (vgl. S.95) in unsere Realität, welche kausale Abfolgen 'stören', indem sich die jeweils korrekten Erinnerungen der Anwesenden unterscheiden. Solche Hinweise auf das Wirken der Psyche werden gerne abgetan, anstatt sie anzuerkennen.

Nach Roberts (Seth) ragen aber auch Fragmente der Sphären anderer Weltzeitalter in unsere Sphäre hinein - sie nennt dies Wirklichkeitsüberlagerungen. Stonehedge sei hiernach die fragmentierte Überlagerung aus einer anderen Zivilisation in die Unsrige. Was hierbei erscheine, seien Fragmente von Zentralereignissen.

Zentalereignisse definiert sie als eine Zivilisation prägende, vorwiegend, jedoch nicht ausschließlich im Geistigen ablaufende, "spektakuläre Ereignisse, deren hauptsächliche Bedeutung außerhalb der Zeit liegt, deren Auswirkungen [...] in der Zeit jedoch [...] unverhältnismäßig groß sind im Vergleich zu ihren historischen Zusammenhängen [...] Jedenfalls ist der ursprüngliche Vorgang solcher Geschehnisse nicht manifest, weil nicht stofflicher Art.

Anschließend treten diese Geschehnisse dann in Raum und Zeit in Erscheinung, mit außerordentlichen Folgen. Sie werfen ihr Licht auf die 'Tatsachen' der geschichtlichen Zeit und nehmen Einfluss auf deren Ablauf. Zentralereignisse können schließlich eine Übersetzung in Mythen, in Religion und Kunst erfahren, ja ihre Auswirkungen können sogar den Bezugsrahmen für eine ganze Zivilisation liefern." [Lit 187]

Soweit Roberts Definition. Der Mythos von Atlantis sei die Überlieferung eines künftigen Zentralereignisses einer uns nachfolgenden Zivilisation. Der Mythos von der Gründung des Christentums sei ein Zentralereignis unserer Zivilisation. [Lit 187]

Zentralereignisse basieren also auf Aktivitäten innerhalb der Psyche. Sie werden von dort ausgehend mit dem Ziel initiiert, die spirituelle Entwicklung innerhalb einer Sphäre voranzubringen. Doch findet die wesentliche Auseinandersetzung mit ihnen nicht im Physischen, sondern im kollektiven Traumgeschehen statt.

Im Physischen werden nur gewisse Auswirkungen wahrgenommen, doch niemals das vollständige Ereignis in seiner ganzen Komplexität. Im Gegensatz zu anderen Ereignissen können diese unvermittelt ohne kausalen Bezug zu irgendetwas erscheinen. [Lit 187]

Doch was ist das Ziel allen Wirkens? Zum einen soll der Mensch erkennen, dass er seine physische Realität selbst gestaltet. Zum anderen soll er die gewaltige Kooperation alles Seienden, der Natur und all ihrer Arten einschließlich des Menschen, erkennen und alles Seiende wertschätzen. Auch seine Mitmenschen. Denn indem alles Seiende die maximal mögliche Werterfüllung für sich, für die Natur und alle Mit-Geschöpfe anstrebt, findet und befriedigt jeder Organismus - seiner Lust und seinem Vergnügen folgend - nebenbei auch seine Bedürfnisse. [Lit 187]

So ist nach Roberts nicht Bedürfnisbefriedigung das primäre Ziel von Mensch und Natur, sondern ein Streben nach Lust, Qualität und Vergnügen. Die Bedürfnisbefriedigung ergebe sich dabei ganz nebenbei:

"Weit mehr ist im Spiel als bloße Bedürfnisbefriedigung, denn das Leben ist allenthalben erfüllt vom Streben nach Qualität - einer Qualität, die den Wert von Lust und Vergnügen bekräftigt." [Lit 187]

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