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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 6.7.: Ereignis-Auswahl (Verwirklichung von Vorstellungen)

Roberts (Seth) Verwendung des Begriffs Schöpfung ist etwas missverständlich, weil sie damit zwei unterschiedliche Grade der Verwirklichung bezeichnet. So ist es Schöpfung,

Auch ein in der physischen Realität eintretendes Ereignis entsteht zunächst in geistigen Vorstufen in der zeitunabhängigen Psyche unter Einwirkung von wahrscheinlichen Vergangenheiten und wahrscheinlichen Zukünften. Wenn wir uns für ein Ereignis entscheiden und damit dessen Energiezufuhr verstärken, fällt es an passender Stelle in die eigene Raumzeit. Die Auswahl respektive Entscheidung für eine Entwicklung fällen wir selbst auf Basis unserer Glaubenssätze und Absichten - im Traum wie im Wachzustand.

Von Roberts wissen wir, dass das vom Wachbewusstsein im Schlaf fokussierte Unterbewusstsein in der Lage ist, mehrere gleich intensive und in sich vollständige Träume parallel zu verfolgen. Sie geben unter anderem Einblick in alternative wahrscheinliche Verläufe in Bezug auf ein zur Wahl stehendes Ereignis. Jeder dieser Träume besitzt eine identische Gültigkeit. Im Erwachen scheinen diese in den einen aufzugehen, den das Wachbewusstsein zuletzt fokussierte. Es hat eine Version bevorzugt.

Tatsächlich laufen diese Abwägungen unablässig auch im Wachzustand des Wachbewusstseins ab - wir sind auf diese Weise in jedem Moment in der Schnittstelle zwischen allen wahrscheinlichen Vergangenheiten und Zukünften. Das Wachbewusstsein entscheidet sich in jedem Moment für einen Verlauf, den es über das Unterbewusstsein wahrnimmt und im Brennpunkt seiner Aufmerksamkeit erleben will. [Lit 183]

So ist jeder noch so kleine Schritt, der uns bevorsteht, zunächst vorgestellt. Und wenn wir einmal im Wachzustand dieses Vor-Träumens gewahr werden, sprechen wir fälschlich von Präkognition (Fn. S. 36) oder Hellsehen. Doch ist es nichts anderes als ein Einblick in den einen fokussierten wahrscheinlichen Verlauf aus einer Reihe alternativer Verläufe, den wir favorisieren. Wir können nur physisch erleben, was wir direkt zuvor aus einer Auswahl wählten.

Hinzu kommt, dass auch jede noch so kleine Bewegung des physischen Körpers zunächst vorgestellt sein muss, damit das Körperbewusstsein diese ausführen kann. Selbst das Gehen, das Sehen, das Sprechen, das Kopulieren wäre uns nicht möglich, wenn wir es nicht in unserer Vorstellung vorwegnähmen. Was wir uns nicht vorstellen mögen oder was Glaubenssätze blockieren, können wir nicht tun. Denn das physisch Erlebte ist nur eine Projektion des Vor-Traumes, aus unserem Selbst möglicherweise über die Haut in eine physische Darstellung projiziert. [Lit 189]

So bestehen also sämtliche alternative wahrscheinliche Verläufe nur aus energetischen Daten, welche erst physisch werden, sobald ein Wachbewusstsein diese durch interessierte Fokussierung auswählt und damit über seinen Energiekörper in eine physische Darstellung projiziert. Meine Welt enthält damit zwar auch die Daten und Beeinflussungen aller anderen Lebewesen, aber das bedeutet nicht, dass diese allesamt auch meine Ereignisabfolge zum primären Erleben ausgewählt haben. Tatsächlich kommt es hier teils zu abenteuerlichen Kausalitätsbrüchen, die wir aber ignorieren, weil nicht sein darf, was nach Ansicht der heutigen Wissenschaft nicht sein kann. So können sich die Erinnerungen zweier Freude oder eines Paares in Bezug auf gemeinsame Aktivitäten deutlich voneinander unterscheiden. Nicht, weil einer verwirrt ist, sondern weil sie abweichende Ereignisfolgen fokussierten.

Viele Andere können zudem teilbewusste Ableger ihres auf einer anderen Wahrscheinlichkeitslinie vollbewussten Wachbewusstseins sein. Ein Teilbewusster überlässt das alltägliche Händeln des physischen Körpers weitgehend dem Körperbewusstsein. Er wirkt auf andere wie ein Träumer, der nicht wirklich hier ist. Viele kennen diese Verfassung - sie ähnelt dem Zustand nach einer durchzechten Nacht. Das Körperbewusstsein kann erstaunlich viel autonom händeln.

So ist jede Welt ein Puzzle aus den Raumzeitschläuchen alles Seienden, welche sich oft nicht kausal stimmig ergänzen. Doch Wachbewusstseine blenden Unstimmigkeiten wie oben erwähnt gerne aus, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Roberts fasst zusammen:

"Die Welt ist, was ihr seid. Sie ist die Materialisation dessen, was eure inneren Selbst erschaffen haben [...] Ihr selbst habt diesen Traum hervorgebracht. Wundert euch deshalb nicht, dass er lebendige Wirklichkeit geworden ist." [Lit 185]

Unser physischer Traum hängt also von einem psychischen Geschehen ab, in dem Anfang und Ende bekannt und miteinander verflochten sind. Denn in der Psyche ereignet sich kein Ereignis vor oder nach dem anderen - diese sind dort in weitaus komplexeren und vernetzten Versionen alle zugleich existent. [Lit 183]

Folglich sind sämtliche Ereignisse in unseren physischen Leben nur um Informationen reduzierte, unvollkommene Repräsentationen sich wandelnder innerer Realitäten. Sie sind eine vereinfachende Analogie auf Erfahrungen im primären inneren Sein. Schaffen wir es, einige unserer Konflikte zu Lebzeiten zu lösen, erleichtert dies das innere Sein. Wobei der Mensch zu keiner Zeit von seinem inneren Selbst getrennt ist. Das Wachbewusstsein lebt unablässig in engem Austausch mit seiner Psyche. [Lit 183]

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