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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 6.6.: Raumzeitschläuche aus Gedankenkonstruktionen (Verwirklichung von Vorstellungen)

Aus dem bisher Gesagten ergibt sich bereits, dass wir Lebenden nicht alle dieselbe Raumzeit wahrnehmen. Jedes Individuum konstruiert über seinen Geistkörper seine individuellen physischen Planck-Zeiten (Fn. S.49, vgl. Bd.1). Diese aneinander gereiht ergeben eine Art Raumzeitschlauch, der mit denen aller anderen Lebewesen Muster bildet. Der Begriff Muster wird von Ingrisch, Roberts (Seth) und Monroe verwendet, den Begriff Gedankenkonstruktion hat Roberts eingeführt (vgl. S.88). [Lit 193]

Es ist das Bild der 'Lebenszeit-Schläuche' aller Individuen. Wo sie miteinander interagieren, durchqueren sie sich, bleiben in den niederen Schichten jedoch elektromagnetisch separiert. Das physisch erscheinende Gedankensystem ist also integrativer Bestandteil des Individuums. Jeder Schlauch trägt die individuelle 'kleine' Raumzeit des Protagonisten in Form elektromagnetisch kodierter Daten in sich, wobei dessen 'Länge' die reelle Zeit repräsentiert. Die Daten umfassen auch alle Träume, Gedanken und Einflüsse anderer Identitäten - einfach alles, was unsere Wahrnehmung erreicht. Deren elektromagnetisches Muster ist die Persönlichkeit mit all ihren Erfahrungen der irdischen Zeit. Und all dies wiederum existiert nach Roberts in nur einem einzigen, winzigen Intensitätsbereich respektive Frequenzband. [Lit 189]

Jedes Selbst erschafft schöpferisch seinen eigenen, in der physischen Konsistenz vollständig von ihm und nur für ihn geschaffenen Raumzeit-Schlauch, in dem alles, was er physisch aus allen Daten der energetischen Grundlage fokussiert, verwirklicht ist. Das Wachbewusstsein wählt mit häufig genutztem Vetorecht seines höheren Selbst Ereignisse und Begegnungen des Lebens aus, und zwar auf Basis seiner Erwartungen, Glaubenssätze, Zwecke, Wünsche, Absichten und Gedanken. Ausgewählt wird aus dem gewaltigen Pool aller denkbaren Verläufe. Alle überhaupt möglichen Ereignisse und Kontakte existieren als energetische Grundlage nebeneinander, aber das Wachbewusstsein wählt daraus nur dasjenige aus, was halbwegs widerspruchsfrei in seine Kausalitätsabfolge passt:

"Jedes der zahllosen Ereignisse, das dir und Rupurt hätte zustoßen können, geschieht. Die Spannweite eurer Aufmerksamkeit erfasst diese Aktivitäten ganz einfach nicht." [Lit 190]

Jeder Mensch bastelt sich aus diesem nicht-physischen Datenpool seine individuelle Raum-Zeit-Struktur zusammen. Es gibt folglich unzählige Raumzeit-Schläuche als Gedankenkonstruktionen, so viele, wie es mit dem Physischen verbundene Wachbewusstseine aller Gattungen und aller Zeiten gibt. Plus sämtliche Variationen derer Lebensverläufe als jeweils eigene Raum-Zeit-Strukturen. Roberts bezeichnet das physische Lebenssystem treffend als Gedankenkonstruktionen. Damit sind auch die individuellen Raumzeitschläuche alles Seienden persönlich beeinflusste Gedankenkonstruktionen. Sie schreibt:

"Weil alle Konstruktionen mehr oder weniger getreue materielle Reproduktionen der gleichen zugrundeliegenden Gedanken sind (denn alle Individuen sind, allgemein ausgedrückt, auf der gleichen Stufe auf dieser Ebene), stimmen sie in Raum, Zeit und Grad ausreichend überein, so dass die Welt der Erscheinungen über Zusammenhalt und relative Vorhersagbarkeit verfügt." [Lit 193]

Jedes Individuum ist also in seinem eigenen physischen Raumzeit-Schlauch unterwegs, in dem die anderen Individuen vorkommen, aber nur so, wie und sofern deren Energien interpretiert werden. Zwei Menschen, die auf einem Berggipfel nebeneinander stehen, sehen also nicht die gleiche Landschaft. Sie befinden sich in zwei verschiedenen, sehr persönlichen Universen. Was sie teilen ist der identische Ausschnitt der energetischen Grundlage des Betrachteten. [Lit 190]

Zur Verdeutlichung: Man kann den anderen berühren, aber tut dieses nur indirekt, denn man berührt seine eigene physische Schöpfung, während der Berührte diese Berührung aus den energetischen Daten erfährt und sie in seine intime Schöpfung seines physischen Körpers in seinem Raumzeit-Schlauch einbaut.

Unsere physische Realität besteht im Grunde aus unzähligen, sich überschneidenden, pulsierenden, elektromagnetischen Energiemustern, welche über die körperlichen Sinne beeinflusst und interpretiert werden, so dass jedes Individuum seine individuell modifizierte Welt wahrnimmt.

Jede Bewegung im Physischen ist folglich eine Bewegung innerhalb der Psyche. Roberts schreibt:

"Alle Bewegung ist mentale psychische Bewegung und alle mentale psychische Bewegung besitzt elektromagnetische Realität. Das innere Selbst bewegt sich durch [...] Bewegung durch Intensitäten aus eurem physischen Bereich. Jede neue psychische Erfahrung eröffnet eine neue Schwingungsintensität und verstärkt die Wirklichkeit innerhalb des elektromagnetischen Systems. Die Bewegung durch Intensitäten innerhalb des elektromagnetischen Systems führt zu Bewegung durch Zeit innerhalb des physischen Systems." [Lit 189]

Sofern diese Annahme richtig ist, hat Roberts auch mit ihrer Aussage recht, dass unsere derzeit verbreitete Vorstellung von Raum und Zeit unzutreffend und nur der subjektiven Erfahrung geschuldet ist. Wir wären beispielsweise nicht im Raum und in der Zeit des Planeten Erde oder des Universums, sondern in unserer ureigenen Raumzeit eingeschlossen und mit jedem Schritt in der physischen Welt würden wir unsere Raumzeit durch die der anderen winden. Weil dies ein sehr wichtiger Punkt ist, zitiere ich sie nachfolgend etwas ausführlicher - sie nimmt Trinkgläser, welche alle Anwesenden wahrnehmen, als Beispiel:

"Keiner von euch sieht das Glas so, wie es der andere sieht [...] Jeder von euch dreien erschafft sein eigenes Glas, ein Glas aus seiner Sicht. Deswegen habt ihr hier drei dem Gegenstand nach verschiedene Gläser, aber jedes davon existiert in einem vollkommen anderen Raumzeitkontinuum [...] Also, Mark, du kannst Josephs Glas nicht sehen noch er deines. Das kann mathematisch bewiesen werden, und Wissenschaftler beschäftigen sich auch bereits mit diesem Problem, obwohl sie die Prinzipien nicht verstehen, die dahinterstecken. Es gibt aber einen infinitesimalen, also zum Grenzwert hin unendlich klein werdenden Punkt, an dem sich Marks mit Ruburts Sicht des Glases schneidet. Wenn ihr, rein theoretisch, diesen Punkt wahrnähmt, könnte tatsächlich jeder von euch dreien die unterschiedlichen Gläser der anderen zwei von euch sehen.

Gegenstände sind nur vorhanden von einem bestimmten Blickwinkel her und in einem klar umrissenen Raumzeitkontinuum. Aber jedes Individuum erschafft sich sein eigenes Raumzeitkontinuum [...] Jedes Individuum erschafft tatsächlich einen unterschiedlichen Gegenstand, den es dann mit seinen Sinnen wahrnimmt.

Du, Joseph, nimmst Mark im Schaukelstuhl sitzend wahr. Er sitzt in seinem Stuhl, den er in seinem eigenen Raumzeitkontinuum und aus seiner persönlichen Sicht konstruiert hat. Du und Rupurt, ihr nehmt Mark wahr, aber keiner von euch sieht Marks Mark. Während er in seinem Stuhl sitzt, erschafft er ständig sein körperliches Erscheinungsbild, wobei er sich seiner psychischen Energie bedient und zahllose Atome und Moleküle für die 'Konstruktion' seines Körpers [A.d.V.: und seiner Umgebung] benutzt." [Lit 185]

Ein jeder ist folglich Schöpfer des von ihm Wahrgenommenen. Und hat damit einen großen Gestaltungsspielraum in Bezug auf die Erscheinung, wenngleich bestimmte Grund-Daten berücksichtigt werden müssen. Eine dies anerkennende Selbsteinschätzung mündet nach Roberts in der folgenden Feststellung:

"Ich bin ein Individuum. Ich gestalte meine körperlich-materielle Umgebung. Ich verändere meine Lebensbedingungen und schaffe mir meine Welt. Ich bin frei von Raum und Zeit. Ich bin ein Teil von all dem, was ist. Alles in mir nimmt an der kreativen Gestaltung der Welt teil." [Lit 185]

Bei sehr alten oder krankheitsbedingt sehr schwachen Menschen nahe ihres Ablebens kann deren Energie zu schwach sein, um beispielsweise die mit einem Ortswechsel verbundene schöpferische Leistung zu überleben.

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