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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 5.3.: Wahrnehmung oder Schöpfung? (Sinnesorgane)

Aber schon im Kleinen wirken andere, ebenso Energien beeinflussende Wachbewusstseine auch auf unsere eigene Psyche. Die Lebewesen gestalten ihre physische Realität kollektiv, beeinflussen sich gegenseitig und versuchen, sich dessen unbewusst, ihre Schöpferkraft optimal zum Einsatz zu bringen. Roberts (Seth) schreibt:

"Im Rahmen dieses Systems kann der Mensch zwar scheinbar individuell und kollektiv Fehler begehen und Krankheit, Tod oder Elend über sich bringen, aber er wird dennoch seine Fähigkeiten darauf verwenden, seine eigene Welt zu erschaffen. Durch Beobachtung des von ihm Geschaffenen lernt er, seine Fähigkeiten besser einzusetzen. Er kontrolliert seinen inneren Fortschritt, indem er die physischen Resultate seiner Arbeit betrachtet. Seine Arbeit, die Realität, bleibt aber immer eine schöpferische Leistung, auch wenn sie gelegentlich in Tragödie oder unaussprechlichen Schrecken ausartet." [Lit 175]

Das, was wir als physische Realität erfahren, ist das Resultat eigenen Strebens und Denkens. Unsere eigenen Überzeugungen sind vielfach vor uns selbst verborgen, weil wir die Verwurzeltesten als Realität betrachten und nicht mehr infrage stellen. Dabei kann jede Überzeugung überprüft und gegebenenfalls revidiert werden. Ob dies sinnvoll ist zeigt ein kritischer Blick auf die Weltgefährdungslage, den Zustand der Natur, den Umgang mit Tieren und Insekten und die eigene Lebenssituation. Alles resultiert direkt aus der eigenen Geisteshaltung:

"Worauf man sich konzentriert, das bekommt man. Bildhafte Vorstellungen verwirklichen sich selbst [...] gewisse imaginativ vorweggenommene Situationen werden sich später in minder genauen Versionen manifestieren als vorgestellt, und manche werden sich als so blockiert erweisen, dass sie sich nie materialisieren

[...] Der Kraftpunkt ist in der Gegenwart. Ihr solltet die Wichtigkeit eines Problems [A.d.V.: in eurem Denken] nach Möglichkeit herunterspielen. Vergesst ein Problem, und es wird verschwinden. Ein törichter Ratschlag, wie es scheint, aber Kinder wissen um seine Wahrheit. Spielt Behinderungen in eurem Denken herunter, und sie verlieren an Bedeutung." [Lit 181]

Und vice versa . Ein Problem verschwindet, wenn wir es nicht mehr emotional betrachten. Hassen wir beispielsweise den Krieg, ziehen wir ihn an, weil wir sehr emotional an ihn denken - lieben wir dagegen auf emotionale Weise Frieden und Völkerverständigung, ziehen wir stattdessen diese an. [Lit 184]

Der Angriffspunkt des Hebels liegt folglich in der Gegenwart - genauer: in jedem Gegenwartsmoment. In ihnen wird die Richtung der Entwicklung festgemacht. Man entscheidet also ständig, in welche Richtung man werden will anhand der Ziele, die man emotional bevorzugt. Doch oft weiß das nicht reflektierende Wachbewusstsein nicht, worauf es zuarbeitet. Gleichwohl arbeitet es dennoch emsig wie die Biene am Bau ihres Stocks und weiß in seinen einzelnen Handlungsschritten nur intuitiv, an einem Wachstumsprozess teilzunehmen und das Richtige oder Falsche zu tun. Wenn es also stets kontrolliert den inneren Impulsen seines höheren Selbst folgt und sich ansonsten nicht planend einmischt, folgt es zumindest Emersons idealen Lebensfaden (vgl. Bd.4).

Roberts weist uns in diesem Zusammenhang auf eine Einschränkung hin: Wenn ein Individuum regelmäßig seine inneren Impulse ignoriert und will nun anfangen, diesen zu folgen, dann muss es diese verstandesgemäß filtern respektive prüfen. Denn die Energie bislang unterdrückter Impulse strebt dann gebündelt und ungezielt ihrer Verwirklichung entgegen, so dass sie dem Individuum schaden könnte. [Lit 181]

So führt das unreflektierte Nachgehen von Impulsen allein nicht in sinnvolle Handlungsfolgen, sondern repräsentiert Emotionalismus und unvernünftige Antriebe. Es obliegt also dem Verstand des Wachbewusstseins, einerseits dem spontanen Selbst ausreichend Raum zur Entfaltung zu geben und dieses andererseits seinem Vermögen nach zu führen.

Unkontrollierte Spontanität steht also für einen unvernünftigen blinden emotionalen Antrieb. Wird jedoch die disziplinierte Reflektion übertrieben, kommt es zur Erstarrung. So kann die Disziplin des 'übermäßig gewissenhaften Selbst' (vgl. S.275) eine wertvolle Hilfe zur Kreativität sein, solange die Begeisterungsfähigkeit des 'spontanen Selbst' die Impulse liefern darf.

Weder die körperlichen Sinne noch das Wachbewusstsein erschaffen das Bewusstsein anderer Menschen, auch nicht dasjenige der Tiere, Insekten, Einzeller, Bäume und Pflanzen überhaupt. Wir nehmen nur Teile derer individuellen Realitäten über unsere physischen und geistigen Sinnesorgane wahr und interpretieren diese Eindrücke entsprechend unserer psychologischen Verfassung. Unser Wachbewusstsein nimmt dabei also nur dasjenige wahr, das wir aus deren Realitätsspektrum sehen wollen.

Die Inhalte der physischen Vorstellungswelt als Ganzes ist das Ergebnis kollektiver und individueller Glaubenssätze und Absichten der Wachbewusstseine alles darin Seienden - von Sandkörnern und Pflanzen über die Luft bis zu Lebewesen. Sie ist also das Resultat einer Fülle subjektiver Interpretationen individuell gewählter Teilbereiche aus der ungleich größeren geistigen Realität - der Psyche. Die höheren Teil-Bewusstseine sind sich der begrenzten individuellen Interpretationsfähigkeit der Wachbewusstseine bewusst. So klaffen - wie Roberts zutreffend schreibt - zwischen der Realität des einen und derjenigen des anderen Abgründe. [Lit 175]

Unsere Gedanken und Gefühle formen die Objekte, die uns umgeben [Lit 188]. Roberts stellt folglich fest, dass zwei Menschen nebeneinander stehend nicht dieselbe Wahrnehmung beispielsweise eines Zimmers haben - jeder nähme entsprechend des Zustands seines Bewusstseins dieses in Bezug auf Größe und Ausstrahlung völlig unterschiedlich wahr, wenngleich ein Ausmessen mit einem Zollstock für beide gleiche Raummaße ergeben würde. Denn auch der Zollstock passt sich der psychischen Interpretation durch das Wachbewusstsein an. Auch kann das Zimmer dem einen in einer unbestimmbaren Weise bedeutsam vorkommen, dem anderen schäbig.

Ich verwende hier den Begriff Wahrnehmung und bitte den geneigten Leser, ihn fortan als 'Wahrnehmung der eigenen physischen Schöpfung' zu verstehen.

Was wir wahrnehmen ist unsere momentane psychologische Interpretation der zugrunde liegenden Informationen der Energieströme durch unser Wachbewusstsein. Diese ist beeinflusst durch Glaubenssätze, Absichten und momentane Emotionen des Betrachtenden, beinhaltet also die individuellen geistigen Einflüsse, denen das Wachbewusstsein in dem Moment ausgesetzt ist sowie seine Schwingungsfrequenz. Je hochfrequenter es pulsiert, desto erweiterter ist sein Erfahrungsbereich. So nimmt der eine wahr, was der andere auch im größten Bemühen nicht registrieren kann - jede Wahrnehmung ist abhängig von der mentalen Verfassung des Betrachters. [Lit 175]

Wir nehmen letztlich aus den alles verbindenden Energieströmen der geistigen Realität nur dasjenige wahr, was wir vorzufinden erwarten und vorfinden wollen. Alles andere blenden wir aus. Andersherum manifestieren sich unsere emotionalen Gedanken - also in Kombination mit einem starken Gefühl und einem auf Willen basierenden Verlangen - in der Zukunft unserer physischen Realität in allem uns darin Umgebenden.

Wir sind also im Rahmen des Kollektivs alles Seienden die Schöpfer unserer eigenen Geschichte. Erwarten wir beispielsweise Negativität , belegen wir entsprechende Vorstellungen mit emotionaler Energie, bis sie stark genug sind, um an passender Stelle als Ereignis in unsere Realität zu fallen. So präsentieren uns unsere inneren und äußeren Sinnesorgane unsere eigene Gedankenkonstruktion.

Aber auch erstarrte Vorstellungen von Positivität verhindern eine optimale Auffassung des Systems. Im Idealfall sei man nach Roberts "geistig, psychologisch und spirituell so flexibel wie möglich, aufgeschlossen für neue Ideen, schöpferisch und nicht zu abhängig von Organisation und Dogma. Ihr solltet hinlänglich kompetent und mitfühlend sein. Gleichzeitig solltet ihr extravertiert genug sein, um in der physischen Umwelt euer Leben im Griff zu haben

[...] Krankheit und Leid werden nicht von Gott oder von Alles-das-was-ist oder einer äußeren Instanz über euch verhängt. Sie sind ein Nebenprodukt des Lernprozesses, von euch selber geschaffen und als solche neutral. Andererseits ist eure Existenz an sich, die Realität und Natur eures Planeten, das ganze Dasein, innerhalb dessen ihr solche Dinge erfahrt, unter Einsatz der obenerwähnten Fähigkeiten von euch selber geschaffen. Krankheit und Leid sind das Resultat einer falschen Verwertung schöpferischer Energien

[...] Innerhalb dieses Rahmens wäre es euch möglich, einen gesunden Geist in einem gesunden Körper und einen geistig normalen Planeten zu haben." [Lit 175]

So interpretiert jedes Lebewesen die energetische Grundlage seiner Umwelt sehr individuell und es dürfte in der Tat nicht zwei Menschen geben, die nebeneinanderstehend dasselbe wahrnehmen. Beide interpretieren unterschiedlich ausgewählte energetische Daten entsprechend ihrer mentalen Verfassung - der Raum wird von jedem Wahrnehmenden psychologisch anders aufgefasst. Roberts schreibt zum Beispiel über ein plötzlich beengter erscheinendes, vertrautes Zimmer:

"In solchen Augenblicken rationalisiert ihr völlig legitime, intuitive Wahrnehmungen weg. Wenn euch beispielsweise ein Zimmer plötzlich klein und beengt vorkommt, so setzt ihr als selbstverständlich voraus, dass diese Dimensionsveränderung nur in eurer Einbildung besteht und dass der Raum unabhängig von eurer Empfindung tatsächlich unverändert geblieben ist. Tatsache ist, dass der Raum sich in solchen Fällen ganz entschieden, wirklich und in ganz wesentlicher Hinsicht verändert hat, obwohl seine räumlichen Maße die gleichen geblieben sind. Die gesamte psychologische Wirkung des Raumes ist eine andere geworden, und nicht nur ihr, sondern auch andere werden dies spüren. Er wird bestimmte Ereignisse vorzugsweise anziehen und eure eigene psychologische Struktur und Hormonproduktion verändern. Ihr werdet auf den veränderten Zustand des Raumes sogar körperlich reagieren, obgleich seine in Zentimetern oder Metern messbare Breite oder Länge scheinbar unverändert geblieben ist [...] die Messgeräte würden sich in einem solchen Raum bereits selber in gleichem Umfang verändert haben.

Ihr verändert dauernd Form, Gestalt, Umriss und Ausdrucksgehalt eures physischen Leibes und eurer engsten Umgebung, obwohl ihr euer Möglichstes tut, um diese ständigen Veränderungen zu ignorieren." [Lit 175]

Hier spielt hinein, was Roberts an anderer Stelle sagt: Das Selbst überspringt gleichsam mit Bocksprüngen Ereignisse, die es nicht verwirklichen will. Auf diese Weise verfährt Bewusstsein übrigens in allen Schichten des Seins, von den Bewusstseinseinheiten (BE) als kleinste Organisationseinheit bis hin zu All-das-was-ist (vgl. Bd. 2). [Lit 190]

So manipulieren wir mit unserer sinnlichen Wahrnehmung die Tarnungsmuster der sich physisch darstellenden Sphäre (vgl. S.95) im Universum, indem wir ihr Energiemuster völlig selbstverständlich schöpferisch verändernd beeinflussen. Jedoch sind Wachbewusstseine nicht die Schöpfer des grundlegenden Energiemusters eines Planeten oder Universums. [Lit 191]

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