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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 4.2.: Vertiefung (Zeitbegriff & Pulsation des Physischen)

Das Wachbewusstsein pendelt beim Sprung von einer Planck-Zeit zur nächsten also zwischen der Wahrnehmung der geistigen und der physischen Realität. Es scheint jedoch hierbei keine Informationen höherer Teil-Bewusstseine zu beziehen, denn dann gäbe es die geistige Isolierung der Wachbewusstseine von Alzheimer-Patienten nicht.

Somit dient dieser Mechanismus möglicherweise alleinig der Anpassung der dem Physischen zugrunde liegenden Energien an sich stetig wandelnde Vorstellungen, Absichten und Glaubenssätze alles Seienden. Das außerhalb der reellen Zeit stehende höhere Selbst - die Wesenheit - übersetzt nach Roberts (Seth) mithilfe der unerschöpflichen Energien von All-das-was-ist laufend die in verschachtelten Glaubenssätzen verborgenen Überzeugungen in diesen genau entsprechende körperliche Erscheinungsbilder. Diese Überzeugungen resultieren aus jeweils subjektiven emotionalen

All dies ist in komplexen Glaubenssatz-Strukturen enthalten. Überzeugungen sind nach Roberts durch Phantasien und Emotionen zu Glaubenssätzen verstärkte Gedanken. Oder anders formuliert: Glauben, Gefühl und Imagination repräsentieren ein Vorstellungsbild, dass bei entsprechender Intensität der Gedanken und Emotionen physische Realität erreichen kann. Die Vorstellung zeigt sich dann als ein entsprechendes Ereignis, als ein Lebewesen, als ein gefürchtetes oder gewünschtes Einzel- oder Gruppenverhalten oder als entsprechende Umwelt und Körper. [Lit 184]

Das höhere Selbst wie auch Zell- und Atombewusstseine (vgl. Bd.2) orientieren sich in ihren Reaktionen nicht an expliziten Gedanken und Vorstellungen, sondern nehmen nur die Essenzen dieser Stimmungen wahr. Das erklärt, warum der Körper bei einer nur eingebildeten, abstrakten Gefahr ebenso in Alarmbereitschaft gerät wie bei einer tatsächlichen Bedrohung, wenn man beispielsweise einem Messerangriff ausgeliefert ist. [Lit 184]

Die dem Physischen zugrunde liegenden Energien werden von den Sinnesorganen der betrachtenden Wachbewusstseine in jeder Planck-Zeit je nach Weltsicht, Stimmung und Verfassung individuell interpretiert. Daraus produzieren die Sinnesorgane erst das individuelle Bild der physischen Umgebung. Folglich sind Materie und reelle Zeit unserer physischen Sphäre (vgl. S.95) individuelle Schöpfungen eines Wachbewusstseins. Sie glimmen aus diesen heraus auf und werden nach dem Ausglimmen entsprechend der stärksten medialen oder emotionalen Vorstellungen alles darin Seienden kontinuierlich modifiziert. Dies entspricht auch Ingrischs Annahme, dass Zeitwahrnehmung ein Bestandteil eines jeden Wachbewusstseins ist und nicht unabhängig von diesem existiert.

Auch hat das Vakuum selbst, wie oben dargelegt, keine Zeit, die wir diesem beimessen können. Denn im Vakuum sind Materie und damit Raum sowie die reelle Zeit der Physik nicht vorhanden. Somit könnte man postulieren, dass sich zwischen den zwei kurzen Einheiten der Planck-Zeit die Ewigkeit befindet und alles im Universum Seiende folglich schon zu Lebzeiten mit einem Bein in der Ewigkeit steht.

Die Hirnforschung ging bislang davon aus, dass etwa drei Sekunden lange Zeitfenster vom Wachbewusstsein als Gegenwart wahrgenommen werden - hierin gäbe es kein Vorher und kein Nachher [Lit 165]. Das Bewusstsein registriert allerdings noch kleinere Zeiteinheiten von 20 bis 40 Millisekunden Länge - dies sind Augenblicke, welche es im Normalfall flüssig abtastet. All das, was in diesem Zeitfenster geschieht, wird nach dem Hirnforscher Ernst Pöppel als gleichzeitig geschehend empfunden - das Bewusstsein kann hierin nicht zwischen Vorher und Nachher unterscheiden.

Nach Roberts ist bei Wachbewusstseinen verschiedener Lebensformen der Zeitabstand zwischen zwei Wahrnehmungen höchst unterschiedlich. Zu Lebensformen zählt auch die scheinbar unbelebte Materie. So nähmen manche nur alle Hundert Jahre und andere gar alle Jahrtausende einen Moment ihrer physischen Existenz wahr. [Lit 175, 176] Sie schreibt:

"Diese Jahrtausende würden wie, sagen wir, eine Sekunde eurer Zeitrechnung erlebt werden, und das Geschehen darin würde einfach als 'Gegenwart' erfahren." [Lit 175]

Obwohl sie keine Beispiele nennt, könnte letztere Zeitspanne beispielsweise auf das Bewusstsein weitgehend ruhender physischer Materie zutreffen. Auf der anderen Seite dieser Skala bewegen sich viele Fluginsekten für den Menschen zu schnell, um sie einfangen zu können. Deren Wachbewusstseine nehmen ihre Umwelt in deutlich kleineren Moment-Abfolgen wahr als der Mensch mit 20 bis 40 Millisekunden-Intervallen.

Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang zwischen der Masse physischer Körper und der Dauer zwischen zwei Wahrnehmungen durch ihre Wachbewusstseine. Je mehr Masse ein Körper hat, desto länger könnten die Zeitspannen sein, welche als Gegenwart empfunden werden. Nur die vorgenannte Dauer der Planck-Zeit, in welcher das physische Universum jeweils besteht, ist für alles Seiende gleich.

Was also individuell ist, ist die Zeitpanne zwischen den Wahrnehmungen zweier Augenblicke. Deren Abtasten kann jedes Wachbewusstsein innerhalb gewisser Grenzen nach Gusto schnell oder langsam vornehmen. Nur machte ein Felsen hierbei in der reellen Zeit möglicherweise einen Eintausendjahres-Sprung, die Fruchtfliege dagegen einen in Millisekunden zu messenden.

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