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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 21.4.: Das Ende unseres physischen Lebenssystems (Schöpfungskreislauf der Sphären)

Es kann die Spur von meinen Erdentagen nicht in Äonen untergehn.

Goethe in 'Doktor Faust'


Schauen wir zuerst auf einen alten Vordenker, den griechischen Philosophen Parmenides von Elea, dessen Erkenntnisse denen dieser Abhandlung am nächsten kommen. Er verwendet allerdings wie auch Monroe und Ingrisch den Begriff des Universums im herkömmlichen Sinn (vgl. S.342).

Parmenides nimmt wie auch Monroe, Ingrisch und die moderne Physik [Hawking] an, dass die Geschichte des Universums einen Kreis beschreibt, dessen Anfangs- und Endpunkt zusammenfallen. Betrachten wir nun von außen diese vierdimensionale Kugel der Raumzeit, erscheint sie uns als ein statisches unbewegliches geschlossenes Objekt, in das wir an jedem beliebigen Punkt eintreten können, um dessen Inhalte dann wahlweise als stillstehendes Szenario oder als Ereignispunkte abtastend im Zeitfluss der reellen Zeit wahrzunehmen. Parmenides zitiert eine "Göttin", welche ihn mit den folgenden Worten zu einer Erkenntnis führte:

"Auf diesem Weg gibt es sehr viele Zeichen: dass unentstanden Seiendes unzerstörbar ist, denn es ist ein Ganzes und Bewegungsloses und nicht erst noch zu Vollendendes; niemals war es, nie wird es sein, da es jetzt ist, alles zugleich, das Eine, kontinuierlich; denn welche Erzeugung wirst du für es suchen? Wie, woher könnte es wachsen? [...] nicht sagbar und nicht denkbar ist, dass es nicht sei. Welche Not könnte es auch veranlassen, als ein Späteres oder Früheres, aus dem Nichts anfangend, hervorzuwachsen? Also ganz und gar existieren muss es - oder gar nicht. Wie könnte im Nachhinein erst existieren das Seiende? Wie könnte es entstehen? Wenn es nämlich entstand, ist es nicht, und auch nicht, wenn es dereinst sein werden will. Also ist sein Entstehen ausgelöscht und unerfahrbar sein Zugrundegehen. Auch nicht teilbar ist es, da es ein Ganzes, in sich Gleichartiges, ist; und da ist nicht irgendwie ein Mehr, das es stören könnte, in sich kontinuierlich zu sein, und nicht irgendein Weniger, sondern ganz erfüllt ist es vom Seiend-Sein. Dadurch ist es ein kontinuierliches Ganzes; denn Seiendes schließt sich an Seiendes an.

Andererseits unveränderlich in den Grenzen gewaltiger Fesseln ist es anfangslos, endlos [...] es ist ohne Mangel; wäre es mangelhaft, müsste es des Ganzen ermangeln. Dass man es erkennt, ist zugleich die Erkenntnis, dass es ist; Entstehen und auch Zugrundegehen, zu sein und auch nicht zu sein, und den Ort zu wechseln und sich durch die leuchtende Farbe hindurch zu verwandeln [A.d.V.: über Reflexionspausen in neue Lebenszyklen]. Aber da eine letzte Grenze [A.d.V.: vorhanden] ist, ist es vollendet von allen Seiten, einer wohlgerundeten Kugel Wölbung gleich: von der Mitte aus gleichmächtig überallhin, denn dass weder etwas zu weit hinausragend noch etwas zu kurz ausfalle, ist notwendig - sei es hier oder da." [Lit 132]

Die Physik hat nach Parmenides 2500 Jahre der Forschung gebraucht, um zu einer dieser nahekommenden Annahme zu gelangen (vgl. Bd. I). So knüpft sich also das Ende der Geschichte unserer physischen Sphäre an deren Anfang - denn alles ist immer da, wenngleich als ein veränderliches Muster.

Darin über materielle Körper eingebundene Wachbewusstseine hangeln sich in frei gewählter Geschwindigkeit durch dieses Gebilde - ein jedes irrend vermeinend, das Gebilde wäre in Bewegung, wenngleich sie es selbst sind, welche sich in der Zeit fortbewegen, während alles um sie herum stillsteht.

In einem solchen System sind nach Roberts alle Teilbewusstseine von einander abhängig [Lit 184 & 186]. Die Wachbewusstseine der Aussendungen bereichern mit ihren Erfahrungen ihre Wesenheiten und die Wesenheiten bereichern nach Monroe mit ihren Erfahrungen All-das-was-ist.

Unsere Lebenserfahrungen sind in Raumzeitschläuchen auf ewig gespeichert und es bedürfte nur eines Bewusstseins, dass sich, wie ein Computerspieler einen Spielverlauf, einen der unzähligen Lebenszyklen auswählt, um ihn als Ganzes oder in Teilen erneut nachzuerleben - jedoch ohne die fokussierte Realität durch schöpferische Gedanken und Entscheidungen beeinflussen zu können.

Oben habe ich gesagt, dass All-das-was-ist Universen initiiert und zurückzieht. Ich sehe dies nicht als Widerspruch zu Parmenides Aussage, unser Universum sei ein 'ewig Seiendes'. Denn sämtliche Erfahrungen bleiben in Form der Raumzeitschläuche auf ewig Bestandteil der Aussendungen - gleichgültig, wohin sie gehen und sich entwickeln.

So beinhaltet ein mögliches Zurückziehen von Energien durch All-das-was-ist lediglich eine Verlagerung alles Seienden - es wird nichts zerstört. Jedes denkbare Weltensystem existiert ohnehin stets innerhalb des initiierenden All-das-was-ist, weil es ein außerhalb nicht gibt. So ist nichts und niemand verloren, denn Energie geht nicht verloren. Wir würden wieder Teil von All-das-was-ist.

Aber auch ohne diesen Rückzug der Energien wird die in unserer Sphäre mögliche Entwicklung dereinst abgeschlossen sein (vgl. S.109, 342). Noch einmal Roberts:

"Wenn die Gesamtheit aller Bewusstseinsformen, die eine bestimmte Erde geschaffen und deren Realität nach besten Kräften gestaltet haben, die Fähigkeit der Individuen und der Gemeinschaft so weit wie möglich zur Entfaltung gebracht hat, dann überlässt sie dieses Raster liebevoll anderen Bewusstseinsformen und hat weiterhin an Existenzen teil, die nach euren Begriffen nicht physischer Natur sind. Und das ist schon viele Male so geschehen. [...] Die Strukturen der Welten - die Strukturen - bleiben in eurer Dimension der Zeit bestehen, auch wenn die Welten wieder aus ihr verschwinden müssen, um 'ihre Existenz außerhalb der Zeit' fortzusetzen. Die Strukturen aber werden wieder ausgefüllt [...] Der Mythos vom Garten Eden ist eine Legende vom letzten Neubeginn der Erde. Jede Welt ist so konstruiert, dass jedes Bewusstsein unabhängig von seiner Entwicklungsschicht eine entscheidende Rolle in ihr spielt." [Lit 186]

Wenn die Entwicklung alles hier Seienden abgeschlossen ist, konzentriert sich das kollektive Bewusstsein unserer Sphäre auch nach Monroe wieder auf geistige Realitäten. Die freien Wesenheiten suchen also entweder andere Entwicklungsmöglichkeiten in geistigen Realitätssystemen oder steigen geschlossen zu All-das-was-ist auf. So wird der Platz frei für andere Gruppen der Psyche, welche wiederum kollektiv nach Erfahrungen in einer physischen Realität streben. [Lit 58]

Mit dem freigewählten Abzug der Bewusstseinsenergie wird unser Planet im Physischen unsichtbar. Er erscheint nur solange physisch, wie Wachbewusstseine seine energetische Grundlage nach außen projizieren. Sein Energiemuster besteht jedoch im Geistigen weiter und kann von anderen Teilen der Psyche für physische Lebenserfahrungen genutzt werden. Auch diese träumen sich wie dereinst wir kollektiv ins physische Sein, indem sie hochverdichtete Vorstellungen in eine physische Darstellung projizieren.

Ebenso verhält es sich mit allen Sphären im Universum. Da es keine tote Materie gibt, sind alle unsere Wahrnehmungen von Planeten und Sonnensystemen Einbrüche anderer Sphären in die Unsrige. Deren Realitätssysteme sind für uns in der Regel nicht wahrnehmbar, weil sie in anderen Frequenzspannen existieren und wir uns nicht mental in diese einstimmen. Wir könnten jedoch unsere innere Wahrnehmung auf sie ausrichten, indem wir ihr Frequenzspektrum fokussieren. Roberts formuliert es so:

"Eure eigenen Koordinaten verschließen euch vor der Erkenntnis, dass tatsächlich sogar innerhalb eures Sonnensystems andere Intelligenzen leben. Ihr werdet ihnen allerdings niemals in eurer äußeren Realität begegnen, da ihr nicht in der Zeitphase ihrer Existenz fokussiert seid. Ihr mögt in physischer Form 'genau den Planeten' besuchen, den sie bewohnen, aber euch wird der Planet öde erscheinen oder zur Erhaltung von Leben ungeeignet. Ebenso können andere mit dem gleichen Ergebnis euren Planeten besuchen [...] Einige intelligente Wesen haben euren Planeten besucht und nicht die euch bekannte, sondern die wahrscheinliche Welt gefunden [...] Eine dominante Spezies in einem System kann in einem anderen [A.d.V.: Wahrscheinlichkeitssystem] lediglich als bizarre Spur einer Spezies [A.d.V.: oder Kultur] erscheinen [...] Es gibt also insgesamt eine große innere Dimension sogar im euch bekannten Raum, die ihr nicht wahrnehmt." [Lit 191]

Wir sind also nicht die einzigen, die sich im Universum tummeln. Nur sollte man nicht erwarten, dass andere Sphären ebenso funktionieren wie die unsrige. Nach Roberts könnten dortige Identitäten beispielsweise ohne Gedächtnis sein, dafür die Zukünfte auf ihren infrage kommenden Wahrscheinlichkeitslinien klar erkennen. Es hängt davon ab, welche Eigenschaften die dortigen Wesenheiten der Sphäre und ihren Gattungen mit auf dem Weg der Erprobung des Physischen geben. Roberts weiter:

"Die Zeit ist eine Hilfsgröße, der Raum ebenfalls. Das Universum begann daher nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt oder an einem bestimmten Ort im Raum - denn man kann zu Recht sagen, dass der gesamte Raum und die gesamte Zeit simultan in Erscheinung traten und simultan in Erscheinung treten." [Lit 186]

Und am Ende der Entwicklung einer Sphäre zieht sich alles darin Seiende daraus zurück und nimmt sämtliche Erfahrungen in Raumzeitschläuchen der Individuen verpackt mit. Eine Sphäre besteht nur für die Dauer, in der Wesenheiten sie für ihre Erfahrungen nutzen. Teile ihrer Kultur können jedoch in anderen Sphären "durch Wirklichkeitsüberlagerungen" als eigenartige Fragmente erscheinen (vgl. S.108). [Lit 186]

So gibt es nicht das in unserem Kulturkreis erwartete 'Ende' unseres Planeten, weil dessen Sphäre immer wieder als Entwicklungsumgebung genutzt werden wird. Seine energetische Grund-Struktur besteht außerhalb aller Zeiten. Ebenso gibt es kein Ende des physischen Lebenssystems, weil es keinen Anfang gab. Einen nächsten Moment gibt es jedoch nur solange, wie es Bewusstseine gibt, die sich ihren Lebenstraum physisch verwirklichen. Verlören sie das Interesse, gäbe es keinen nächsten Augenblick - nur noch die vergangenen, die als Bestandteile der individuellen Raumzeit-Schläuche fortbestehen, selbst wenn die Individuen die Realität wechseln.

Die Vordenker vergangener Zeiten waren mehr oder weniger nah an dieser in sich schlüssigen Sichtweise dran. Dante kam Roberts Anschauung noch am nächsten. Nach seiner Auffassung würden die 'Weltschalen' von reinen Geistern bewegt und stillstehen, wenn das Weltziel erreicht sein wird. Auch Monroe stützt diese Sichtweise in seinen Beschreibungen geistiger Vorstellungswelten. Er spricht davon, dass diese stillstehen, wenn der oder die Schöpfer abwesend sind (vgl. S.241 & Bd.2) [Lit 58].

Übertragen auf Dantes Annahme würde dies beinhalten, dass die allen Vorstellungswelten zugrunde liegenden Energien bei Abwesenheit allen Bewusstseins nicht verschwinden, sondern gleichsam als geistiges Bild stillstehen, bis eine neue Gruppe der Psyche diese Sphäre übernimmt und - mit Anpassungen in Naturgesetzen und Eigenschaften der Lebewesen - fortführt. Die Reste unserer Zivilisation wären dort nur als bizarre Spuren wahrnehmbar.

Unsere Sprache ist einmal mehr ein untaugliches Werkzeug, um Vorgänge zu beschreiben, für die es bislang kaum Vorstellungen und damit kaum Begriffe gibt.

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