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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 19.5.: Unsere anderen Selbst (Wer bin ich)

In gewisser Hinsicht seid ihr das anerkannte 'Resultat' aller Entscheidungen, die ihr bis zu diesem Punkt eures Lebens getroffen habt. Das ist euer offizielles Ich. Ihr seid in keiner Weise gemindert, weil andere, ebenso offizielle Selbsts 'Sprösslinge' eurer eigenen Erfahrung sind, die andere Entscheidungen trafen als ihr und somit alternative Versionen der Realität wählten.

Jane Roberts (Seth)


Nach Ingrisch und Roberts (Seth) ist unsere aktuelle irdische Identität nur der äußere Ausläufer unseres Wesens. Sie ist die Mündung in eine bestimmte Wirklichkeit, welche unser Wachbewusstsein fokussiert.

Unsere irdische Identität ist hiernach also eine von unzähligen, miteinander verwobenen, gemeinsam ein Muster ergebenen Identitäten unterschiedlicher physischer Wirklichkeiten. Alle stehen in permanenter Abhängigkeit zueinander und wirken aufeinander ein.

Ingrisch nennt es das Plural-Ich als Summe aller zu einer Wesenheit gehörigen Aussendungen. Man stelle sich hierzu die Welt als ein geometrisches, aber sphärisches Muster vor, auf welchem die physischen Identitäten aller Lebensformen unzählige, einander begrenzende Punkte sind, die außerhalb der Zeit Linien bilden. Die Vielzahl der Linien wiederum bilden Figuren. Und alle Figuren gemeinsam bilden etwas auf dieser grenzen- und gestaltlosen Kugel, was außerhalb der menschlichen Vorstellung liege . Soweit Ingrisch. [Lit 138]

Wenn wir uns in einem Lebenszyklus um eine Fähigkeit bemühen, die unser Wachbewusstsein bislang nicht besaß, welche aber von einem Simultanselbst oder einer anderen Aussendung unserer Wesenheit gelebt wird, gelebt wurde oder gelebt sein wird, dann können wir diese durch ein intensives fragendes Interesse anzapfen. Schon allein durch diese Absicht vermischen sich im geringen Maß und temporär die Wahrscheinlichkeiten der beteiligten Identitäten. Das, was unser Simultanselbst gut kann, erlernen wir derart fokussiert sehr schnell. Man muss sich nur zur Verwirklichung der avisierten Fähigkeiten entscheiden. [Lit 190]

Jede äußere Identität in Ingrischs Plural-Ich kann einer anderen mit seinen Möglichkeiten zu Hilfe kommen, gegebenenfalls die Führung seines Körpers übernehmen. Der oft selbst in einem physischen Leben befindliche Wachbewusstseins-Anteil ist sich dieser Hilfen nicht direkt bewusst. Er kann sie jedoch als Träume gelegentlich erinnern. Im nächsten Kapitel gehe ich hierauf ein (vgl. S.290).

Ohnehin sind wir uns der simultanen und komplementären Selbst indirekt bewusst. In der Tiefschlafphase überblicken wir diese zahllosen Lebenszyklen. Zudem erreichen uns deren Energien - je stärker sie sind, desto deutlicher nehmen wir sie wahr. Sie beeinflussen uns unablässig und wir sie. Ich empfehle wegen der grundlegenden Bedeutung dieser Informationen einmal mehr, die Originalliteratur einzusehen. Ich kann hier nur kurz und komprimiert anreißen, was dort sehr anschaulich ausgeführt ist. [Lit 190]

Roberts beschreibt die im Grunde simultanen Lebenszyklen auch aus der übergeordneten Position einer aussendenden Wesenheit:

"Ihr seid nicht diese vergangenen Selbst, auch wenn sie Teil der Geschichte eures Seins sind. Sie sind sie selbst in ihrer Zeit und ihrem Raum. Sie existieren simultan zu eurem Leben, so wie die Gesteinslagen simultan zum Berg existieren.

[...] Nur im Sinne von Zeit gibt es eine in eurer eigenen Natur verborgene archäologische Bedeutung. Um sie zu entdecken, blickt ihr 'hinunter' durch die Ebenen eures eigenen Seins, um dort Schichten von Eigenpersönlichkeit zu finden, die in eurer Welt die Vergangenheit von euch selbst darstellen, aus der ihr aufgetaucht seid. Ihr seid jedoch psychisch gesehen genauso wenig diese Selbst, wie ihr in physischer Hinsicht eure Mutter oder euer Vater seid. Ihr unterscheidet euch somit von diesen Reinkarnationen, so wie ihr euch von euren Eltern unterscheidet, auch wenn ihr einen gewissen Hintergrund und bestimmte Merkmale und Eigenschaften miteinander teilt." [Lit 191]

Unser Wachbewusstsein hat über seine Zellbewusstseine indirekt Zugriff auf die Erfahrungen dieser anderen Aussendungen der Wesenheit.

Die Identität eines Lebenszyklus profitiert also von den Erfahrungen aller eigenen Lebenszyklen und denen aller anderen Aussendungen seiner Wesenheit. Wir denken, entscheiden und handeln auf Basis all dieser Erfahrungen, welche - wenngleich nicht unmittelbar bewusst - die Grundlage bilden.

Wir erfühlen deren Erfahrungen im Alltag, durch aufkommende Gedanken und Überlegungen und durch Traum-Sequenzen und Eindrücke, die uns wachend und schlafend erreichen. Und es ist innerhalb dieses Systems nicht absurd, anzunehmen, dass wir auch gelegentlich in den Dramen der anderen Selbst auftauchen. [Lit 191]

In Roberts letzten und anspruchsvollsten Band erklärt Seth (vgl. S.16) jedoch, dass wir unsere Simultanselbst (vgl. S.151 & 417) (obsolet: Reinkarnationsselbst) wie auch unsere Komplementär-Selbst im Grunde nicht selbst sind, obwohl wir eine enge Beziehung zueinander haben [Lit 191]. Andererseits spricht er ansonsten durchgängig von eigenem "Reinkarnations- und Familienmaterial".

Die Lösung: Ob wir uns als unsere anderen Selbst verstehen oder nicht, hängt zum einen davon ab, aus welcher Bewusstseinsschicht heraus wir unser Sein betrachten. Zum anderen wird jeder geplante Lebenszyklus mit einem zu den gewählten Eigenschaften und der Aufgabenstellung passenden Ich-Anteil der Persönlichkeit starten. Nur wenn wir uns kurz nach dem Ableben ungeplant in den nächsten Lebenszyklus stürzen, mag der Ich-Anteil im Vordergrund des Wachbewusstseins unverändert sein. Auch hierauf gehe ich noch tiefer ein (vgl. S.294).

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