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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 15.3.: Der Irrtum der Buddhisten (Geistige Welten)

Weder die Existenz der Wesenheit noch die des All-das-was-ist entsprechen einem reinen Sein in völliger Erkenntnis, das die Buddhisten anstreben. Denn beide durchlaufen schöpferisch agierend einen steten Entwicklungsprozess. Ein Hinweis hierauf ist das dem All-das-was-ist zugeschriebene "Aus- und Einatmen von Welten". Nach Ingrisch und Roberts (Seth) bildet es mit jeder Vorstellung Welten und löst sie auf. Zum einen wäre dies ein aktiver schöpferischer Prozess, zum anderen beinhaltet es für das weltenbildende Bewusstsein Ausdehnung und Verengung. Auch diesem höchsten noch mit uns befassten Geist dürfte folglich seine Zukunft unbekannt sein. [Lit 138]

Eine u.a. von den Buddhisten angestrebte, rein ruhende Existenz höchster Erkenntnis, ohne Wünsche und die Erfordernis weiterer Erfahrungen, ist nach Roberts in keiner Weise erstrebenswert. Denn was für eine Seligkeit soll dies sein, in der man nichts mehr reflektiert, macht und seine Identität verliert?

Doch kann jeder Buddhist diesen Zustand der Erstarrung durchaus anstreben und infolge in der Reflexionspause zwischen Lebenszyklen auch erleben. Sie geben dabei eine Freiheit auf, welche Identität und Schöpferkraft jedem Individuum gewähren. Den Grad höchstmöglicher Erkenntnis haben sie jedoch nicht erreicht, weil dieser voraussetzt, dass man alles existente Wissen erlangt hat. Selbst All-das-was-ist lernt sich durch die Schöpferkraft seiner Aussendungen mehr und mehr selbst kennen - es gibt kein Ende dieses Prozesses.

Der Unterschied zwischen einem rein ruhenden Sein und einem wollenden Sein besteht nach Ingrisch in der Einstellung, wie man seine Existenz betrachtet. Diese bestimmt den Zustand, in dem man sich befindet. Das reine Sein ist nach ihrer Erkenntnis bewegungslos. Im Wollen und Werden dagegen werden deren Phasen als Bewegung wahrgenommen. So ist auch das, was wir Leben nennen, Bewegung. Der ruhend Seiende jedoch wähnt sich außerhalb jeder Bewegung und zu durchlaufender Phasen.

Doch unterliegt auch der, welcher sich aufgrund eigenen Strebens als ewig erstarrt wahrnimmt, gewissen Veränderungen. Er könnte Erkenntnisgewinnen und -verlusten unterliegen. Er verliert schleichend das Identitätsgefühl und damit den Zugang zu Erinnerungen. Die Reflexionen des Geistes sind jedoch kaum zu unterdrücken. Und selbst das wäre ein aktiver Akt.

So könnte sich die Annahme einer vermuteten rein seienden Existenz höchster Erkenntnis mit zunehmenden Informationen über das System jeweils um eine Bewusstseinsenergie-Schicht nach oben verschieben. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass sie als solche in der Psyche - und es gibt nichts neben der Psyche - nicht existiert.

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