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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 13.4.: Ereignisse als Läuterungsprozesse (Gut, Böse, natürliche Aggression & spirituelle Entwicklung )

Das ursprüngliche Selbst - die Wesenheit - stellt Situationen als Läuterungsprozesse. Wir geraten niemals zufällig in Konfliktsituationen. Deshalb können Entscheidungen nicht allein über diskursive Erklüngelungen der Ratio entschieden werden. Die Impulse des spontanen Selbst und die Verstandesbewertungen des übermäßig gewissenhaften Selbst (vgl. S.338) sollten gleichermaßen ausgewogen berücksichtigt werden.

Wir agieren als in der westlichen Welt sozialisierte Menschen ungeachtet dessen eher verstandesorientiert. Es geht im Leben jedoch immer auch darum, Emotionen ohne Ausübung von Gewalt zuzulassen, sie auszudrücken und dann zu überprüfen. Das geschieht, indem man den inneren Widerstand überwindet, sich schwierigen Situationen und Auseinandersetzungen in voller Bewegungsfreiheit zu stellen. Die Überprüfung darf jedoch nicht im Unterdrücken der spontanen Emotionalität münden, sondern muss zum Verstehen dieser Zusammenhänge führen.

Wurde dies beispielsweise in einer Auseinandersetzung versäumt, können sich immer wieder ähnliche Konstellationen mit dann anderen Menschen einstellen, in denen der ungelöste Konflikt solange durchgespielt wird, bis das jeweilige Ziel erreicht ist.

Denn unterdrückte Emotionen sind blockierte Bewusstseinsenergien, welche die Handlungsfreiheit einschränken und dem Gesamtselbst wie dem Wachbewusstsein Schwierigkeiten bereiten. Die unzähligen Simultanselbst (vgl. S.151 & 417) spüren starke Emotionen eines betroffenen parallelen Selbst und reagieren hierauf, werden also ebenfalls im Erreichen ihrer Werterfüllung beeinträchtigt. [Lit 188]

Nach Roberts sind Gewalttätigkeit und zerstörerisches Verhalten immer die andere Seite einer nicht zum Ausdruck gekommenen Liebe und Übeltaten das Ergebnis von Unwissenheit und Missverstehen. Alles Seiende gestaltet selbst seine individuelle und kollektive Wirklichkeit. Der Mensch muss begreifen, "dass er allein die Verantwortung für seine Handlungen trägt, ganz gleich, ob sie nun als gut oder böse gelten." [Lit 187]

Vitalität ist in jedem Wachbewusstsein - wird sie unterdrückt, weil Emotionen nicht frei fließen, nährt sie Wut. Wut ist eine so umfassende Emotion, dass sie der Betroffene nicht zielgerichtet steuern kann, so dass auch Menschen unter ihr leiden, die nicht im ursprünglichen Konflikt involviert sind. [Lit 188]

Ein verengtes, nicht spontanes Wachbewusstsein hat zwangsläufig blockierte Emotionen und gerät leicht in Wut. Kompliziert wird die Ursachenforschung durch den Umstand, dass es auch auf Ereignisse reagiert, die auf der aktuellen Wahrscheinlichkeitslinie zwar in Sicht, aber noch nicht eingetreten sind. Ein zornig verengter Mensch kann also auf etwas reagieren, was er nicht klar benennen kann, das ihm noch bevorsteht. [Lit 188]

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