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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: 'Reelle Zeit'


ERWEITERTE AUSGABE NOCH NICHT ALS BUCH ERHÄLTLICH - VORRAUSSICHTLICH AB 2023




Inhaltsverzeichnis

Reelle Zeit

Reelle Zeit = Terminus der Physiker für den nach Roberts von Menschen unserer physisch projizierten Sphäre selbst erschaffenen und zugleich wahrgenommenen Ereignisablauf mit Jahreszeiten und Tag/Nacht-Abfolgen als Methode zur Organisation innerer Erfahrungen in der Wahrnehmung der äußeren Sinne.

Die reelle Zeit ist eine Schutzvorrichtung für Persönlichkeiten ohne hohen Grad spiritueller Informiertheit, welche von einer nicht durch sie zeitlich gedehnten, vollständigen Komplexität der Ereignisse und Wahrnehmungen überwältigt würden. Es sind auch andersartige Zeitstrukturen denkbar (z.B. auf Basis assoziativer Abhängigkeiten), nur hat sich die Gattung Mensch respektive deren Wesenheiten in diesem Ausbildungssystem auf kausale Abhängigkeiten geeinigt. Wir akzeptieren infolge nur Erfahrungen, die wenigstens grob in einen kausalen Zusammenhang passen - alle anderen ebenso gültigen wahrscheinlichen Ereignisse werden vom persönlichen Unterbewusstsein auf Weisung des i.d.R. ängstlichen äußeren Ego(=> siehe 'Ich') herausgefiltert. Es werden von diesem nur diejenigen neurologischen Informationen akzeptiert und damit mittels innerer Sinne nach außen in eine Camouflage projiziert, welche in die kollektiv erwartete Kausalität passen. [Lit 218 u.a.]

Nach Roberts basiert das neurologische System von Lebewesen als ein Ausdruck ihres materialisierten inneren Bezugssystems auf deren Fähigkeit, die innere Sinne zu nutzen. Reelle Zeit entsteht durch die Pausen zwischen den Momenten, wenn die elektrischen Impulse des Nervensystems die Nervenenden von Nervenzellen (Neuronen) überspringen - das Signal bewegt sich dabei vom Axon der vorherigen Zelle zur Synapse der nächsten. Ohne diese sämtliche Vorgänge verzögernden Pausen würden alle Ereignisse in allen ihren wahrscheinlichen Verzweigungen vom Individuum zugleich wahrgenommen. [Lit 218 u.a.]

Akzeptierte Ereignisse erleben wir als emotionale Intensitäts-Gipfel in den Gegenwartspunkten. Nachlassende emotionale Intensitäten erfahren wir als vergehende Ereignisse, und ansteigende als nahende der Zukunft. Nur daraus ergibt sich die Zeitrichtung - von der Vergangenheit in die Zukunft.

Diese Fokussierung auf nur kausal verbundenen Abfolgen beruht auf einer grundlegenden Vereinbarung aller beteiligten Wesenheiten der Gattung Mensch, Ereignisse im Ausbildungssystem dieser Sphäre in dieser Art zu verbinden - sie könnten bspw. auch über Assoziationsketten oder die Intensitäten von Erfahrungen verbunden werden. Die menschliche Art der Zeitwahrnehmung in Abfolgen grenzt zwar Erfahrungen aus und hat außerhalb unserer Sphäre keinerlei Bedeutung, doch so, wie wir unsere Leben in unserem Weltzeitalter organisieren, müssen wir zum Überleben der reellen Zeit folgen. [Lit 218 u.a.]

So stellte der Philosophen McTaggart folgerichtig fest, dass man Zeit nicht erklären kann, ohne Zeit vorauszusetzen. Grundsätzlich ist die physisch projizierende Persönlichkeit als Aussendung seiner Wesenheit also nicht der Raumzeit eines Realitätssystems unterworfen, sondern nur ihrer individuell erfahrenen psychologischen Zeit, die unabhängig von kausalen Bezügen und ihren Abhängigkeiten ist [Lit 216 u.a.].

Nahezu alle Tiergattungen, Insekten, Felsen, Bäume, Vögel und Pflanzen teilen nach Roberts diese menschliche Zeitillusion nicht. Diese projizieren zwar ebenso wie die menschliche Gattung ihre physische Camouflage in ein scheinbares Außen, haben jedoch nur eine begrenzte Erinnerung an 'Vergangenheit' und 'Zukunft', welche zudem nicht als Zeitfolgen, sondern als ausgedehnte Gegenwart wahrgenommen werden. Es werden hierbei zum einen die energetischen Intensitäten der Gegenwartspunkte in einer ausgedehnten Gegenwart wahrgenommen, zum anderen ist diese Wahrnehmung intensiver als die des Menschen. Deren Ordnungskriterium sind also weder kausale Zusammenhänge noch assoziative Verknüpfungen, sondern die Intensitäten der Wahrnehmungen. [Lit 218]

Indem jedes Individuum für jede Planck-Zeit in frei gewählter Geschwindigkeit seine eigene physische Umwelt nach außen projiziert und hierbei seinen eigenen Raumzeitschlauch erschafft, ist Zeit - wie Roberts sagt - von jedem Individuum selbst erschaffen und somit zutiefst persönlich. [Lit 218]

[Siehe auch 'Geräumige Gegenwart', 'Raumzeitschlauch', 'Uhrzeit', 'Jahreszeiten', 'Weltzeitalter', 'Psychologische Zeit', 'Gegenwartspunkt', 'Aussendung', 'Ich', 'Projektion', 'Camouflage', 'Realitätsschöpfung', 'Raumzeitschlauch' und 'Sphäre']


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