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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: Krankheit


ERWEITERTE AUSGABE NOCH NICHT ALS BUCH ERHÄLTLICH - VORRAUSSICHTLICH AB MÄRZ 2022
SEITE IST IM AUFBAU UND ENTHÄLT NOCH NICHT ALLE BEGRIFFE




Inhaltsverzeichnis

Krankheit

Krankheit = Die Symptome einer Krankheit dienen verschiedenen Zwecken:

  1. Entweder das Immunsystem zu trainieren (leichter Infekt);
  2. Oder andere auf Abstand zu halten (Erkältung);
  3. Oder - primär in der Kindheit - an etwas nicht teilnehmen zu müssen;
  4. Oder nach Roberts als verkörperlichtes Symbol für eine Herausforderung, welche sich die Gesamtpersönlichkeit vorsätzlich gestellt hat;
  5. Oder sie wurden von der Gesamtpersönlichkeit vorsätzlich als Lernhilfe und Prüfung gewählt, um die Entwicklung bisher unterdrückter Charaktermerkmale voranzubringen - bspw. Mitgefühl für in irgendeiner Art körperlich benachteiligter Menschen [Lit 217];
  6. Oder der Körper erzwingt hierüber eine Ruhephase, weil es das äußere Ego nicht tut, seine Hinweise auf eine benötigte Auszeit ignoriert.
  7. Oder/und als ein vom inneren Selbst initiiertes geringeres Übel zur Vermeidung einer noch schwereren Erkrankung als Folge destruktiver Emotionen;
  8. Oder/und als unangemessene oder gewollte Reaktion auf eine Unausgeglichenheit der persönlichen Psyche, welche nach Roberts durch die Möglichkeit des physischen Ausdrucks in Symptomen ausgeglichener wird. Doch ist dies für das innere Selbst nur der letzte Ausweg. Intensität, Dauer und Ausmaß der physischen Erkrankung entsprechen in der Regel der Intensität ihrer initiierenden Energien und damit dem Ausmaß des psychischen Problems. [Lit 215]

    Symptome sind dann der Ausdruck destruktiver mentaler Energiemuster - beispielsweise eines Konflikts oder einer Verzerrung in der persönlichen Psyche. Ihr Ursprung kann also eine dem äußeren Selbst nicht direkt bewusste, innere Problematik sein.

Da jedes Individuum in jedem Moment seine äußere Realität aus sich heraus projiziert, kann niemals eine äußere Ursache der Auslöser von Symptomen sein [Lit 217]. Denn jede scheinbar äußere Ursache ist Folge der individuellen Realitätsgestaltung (Schöpfung) - erst kommt die destruktive Emotion oder die Absicht, dann infolge das gewählte, scheinbar äußere Ereignis, welches Symptome hervorruft. Gerate ich bspw. versehentlich mit meiner Hand auf eine heiße Herdplatte oder falle ich bei Arbeiten vom Dach und bin fortan gelähmt oder mache ich einen anderen, für mich untypischen Fehler [Lit 212], sollte ich mich fragen, welcher Teil meiner Gesamtpersönlichkeit dies zu welchem Zweck schöpferisch hervorgerufen haben könnte.

Jedoch könnte nach Roberts auch ein sich nicht lösen können vom destruktiven Energiemuster einer schweren chronischen Erkrankung im letzten Lebenszyklus, die der äußeren Persönlichkeit zum Lebensmittelpunkt geworden war, sie veranlassen, die damaligen Symptome auch im aktuellen Lebenszyklus nach außen zu projizieren, obschon die Gründe für die Erkrankung nicht mehr bestehen. [Lit 220]

Wird jedoch ein schwerer psychischer Konflikt nicht in diesem Lebenszyklus aufgelöst, kann sich die Persönlichkeit diesem in einem der nachfolgenden Lebenszyklen mit entsprechenden, bewusst gewählten Herausforderungen nochmals stellen [Lit 219]. Es muss daher von Nahestehenden wie von behandelnden Ärzten akzeptiert werden, wenn eine Gesamtpersönlichkeit in diesem Lebenszyklus keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr sieht und sich dazu entschlossen hat, diesen zu verlassen und seine Probleme in einem der nachfolgenden Lebenszyklen aufzuarbeiten. [Lit 218]

Vom Moment unserer Geburt an konditionieren wir unseren Körper darauf, unseren Emotionen und den aus ihnen resultierenden Erwartungen zu folgen. Findet in der Schule eine Veranstaltung statt, an der ich unbedingt nicht teilnehmen will, kann ich mich dafür entscheiden, krank zu werden. Und prompt wieder kerngesund, wenn das Ereignis vorbei ist. Wenn wir uns als Erwachsene über gesellschaftliche Entwicklungen oder auch bestimmte Ereignisse anhaltend schwarz ärgern, adaptiert unser persönliches Unterbewusstsein sowie unser Körperbewusstsein diese destruktiven Emotionen und drückt sie in körperlichen Symptomen aus. Der Körper passt sich an diese an. Er imitiert die psychischen Reaktionen des äußeren Selbst auf perfekte Art und Weise, wie Roberts sagt. [Lit 218]

Doch auch bei gelösten Konflikten besteht die Möglichkeit der Beibehaltung der Symptome aufgrund spiritueller Uninformiertheit. Viele der nach langer Krankheit Verstorbenen wähnen sich bspw. auch posthum noch krank oder eingeschränkt und 'spüren' die Symptome. Nach Roberts könnten die entsprechenden Energiemuster gar in den nächsten Lebenszyklus mitgenommen werden, wenn die Krankheitsvorstellung so fest verwurzelt war, "dass sie ihr Erdenleben um diesen psychologischen Mittelpunkt aufgebaut haben. Dann projizieren sie ihre Krankheitserscheinungen auf den neuen Körper wie ehemals auf den alten." [Lit 175]

Das Symptom ist dann eine Verzerrung [Roberts Lit 219], ein körperlicher Ausdruck eines psychischen inneren Konflikts oder Irrtums des äußeren Selbst, welcher über lange Zeit nicht vom dominierendem äußeren Ego erkannt und assimiliert wurde und sich infolge verfestigte. Eine zusätzliche Unterdrückung 'unerwünschter' Energieanteile nährt diese mit Vitalität (Energie), weil der Akt des Unterdrückens die Gesamtpersönlichkeit sehr viel Energie kostet, die dem abgelehnten Anteil zufließt. So wird dieser kontinuierlich stärker, bis er sich über eine Affekthandlung oder ein Symptom Ausdruck verschafft.

Symptome sind ein Indiz, dass das Individuum seine Vitalität nicht konstruktiv, aktiv und vorsätzlich steuert. Denn wer schöpferisch intensiv an Projekten, Zielen oder irgendeinem künstlerischem Schaffen arbeitet, ist der Problematik von Symptomen enthoben. Wer jedoch erfolgreich zwar Energien angezogen hat und sie dann durch Wechselmütigkeit oder abrupte Tempiwechsel zeitweise oder dauerhaft doch nicht intensiv und gezielt nutzt, hat ein Problem. Denn überschüssige Vitalität kann nicht geparkt werden, sie will sich unmittelbar ausdrücken und verstärkt dann wahllos irgendetwas in der persönlichen Psyche, was in Symptomen Ausdruck finden könnte. So könnte der Künstler, der einen Abend unter hohem Vitalitätsumsatz nicht zuletzt mittels seiner inneren Sinne sein Publikum unterhalten hat, unmittelbar nach der Vorstellung eine Entspannungspause einlegen oder zum Runterkommen noch etwas kreativ arbeiten, bis sein Energielevel nach und nach von selbst abgesunken ist. Keinesfalls sollte er Alkohol konsumieren, weil dies zu nachteiligen, sehr abrupten Zustandswechseln führt [Lit 216]

Es kommt aber auch eine mangelhafte Konstruktionen des eigenen Körpers als Ursache von Symptomen in Betracht. Das äußere Selbst ist bspw. im anhaltenden Alkohol- oder Drogenmissbrauch nicht mehr ausreichend auf die äußere Camouflage fokussiert und erschafft infolge in seinem persönlichen Raumzeitschlauch (Raum-Zeit-Kontinuum) nunmehr verzerrte, mangelhafte oder schäbige Projektionen.

Latente Neigungen zu Krankheiten, entsprechende energetische Schwachstellen im Körper, können nach Roberts bereits bei dessen Konstruktion durch den Fötus angelegt sein - und zwar unabhängig davon, ob die kommende Persönlichkeit schon ab dem Moment der Befruchtung der Eizelle oder erst nach der Geburt in seinen Körper eingeht, weil sie die Konstruktion auch von außen führend begleitet:

"Das bedeutet nicht unbedingt, dass das Individuum viele dieser Krankheiten durchmachen muss, aber es bedeutet, dass die physische Struktur Schwachstellen hat, die ein Unvermögen in Bezug auf die physische Konstruktion darstellen oder ein Resultat davon sind, die ihrerseits das Ergebnis einer mangelhaften Manipulation ist." [Lit 212]

Sind diese Schwachstellen zu erheblich, wird dem Fötus von begleitenden nahestehenden Überlebenspersönlichkeiten geraten, diesen Lebenszyklus abzubrechen und es käme zu einer Fehl- oder Totgeburt. Doch auch im Lebenszyklus sind Schwachstellen und damit Krankheiten in der Regel latent vorhanden und haben keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem sie 'ausbrechen' oder präziser, an dem sie nach außen projiziert werden. Ab irgend einem Zeitpunkt werden sie plötzlich wahrgenommen und als Gefahr oder Störung betrachtet. [Lit 212]

Doch Vorsicht vor der Angst vor Krankheiten - derartige destruktive Emotionen versorgen potentielle energetische Schwachstellen mit ihrer Energie und schwächen zugleich die sonstige Körperkonstruktion, ziehen so 'Krankheiten' heran. Am besten erinnere man sich daran, so Roberts, dass man im Grunde kein Problem habe und erfülle sein Leben mit dem natürlichen Zustand der Freude und Kreativität. Dann wird diese konstruktive Energie auf spielerische Weise zur Stärkung der Körperkonstruktion eingesetzt. [Lit 212 u.a.]

Die scheinbare Heilung durch medizinische Methoden ist nur dauerhaft, wenn die betroffene Persönlichkeit zugleich dem auslösenden inneren Konflikt ins Auge sieht und sich in einem oft schmerzhaften Prozess mit diesem abweichenden Energieanteil aussöhnt, ihn assimiliert. Dazu gehört oft ein vollständiges Neujustieren vieler verfestigter, lange Zeit nicht mehr hinterfragter Überzeugungen und Sichtweisen durch das äußere Selbst und das Beerdigen alter Konflikte. 'Warum', so schlägt Roberts vor, sich zu fragen, 'erschaffe ich in der physischen Projektion so eine Verzerrung des Ideals meines physischen Abbildes' [Lit 219]?

Der äußere Zustand einer Persönlichkeit (Aussendung) ist also in jedem Moment ein Spiegel seiner inneren Verfassung. Schwere Erkrankungen spiegeln schwere innere Konflikte des persönlichen Selbst wider oder sind in einer durch das äußere Ego behinderten Abstimmung zwischen äußerem und innerem Selbst begründet.


Heilung

Jede Krankheit mit Ausnahme des Verlusts von Gliedern oder Organen ist reversibel, wenn die mit den Symptomen aufgezeigte innere Problematik aufgearbeitet wird. In weit fortgeschrittenen Krankheitsverläufen wäre auch bei gelöstem inneren Problem eine psychologische Unterstützung hilfreich. Jedoch ist Roberts Hinweis zu bedenken:

"Kein Arzt [...] kann ein Individuum von Symptomen befreien, wenn die Symptome einem stichhaltigen Zweck des inneren Selbst dienen oder wenn sich durch das Befreien [...] andere ergeben." [Lit 217]

Das Annehmen ärztlicher Hilfe und passender Medikamente ist meist hilfreich. Wenn innere Problemlösungsversuche versagen, sollte es äußeren Einflüssen erlaubt werden, symptomreduzierend einzugreifen. Infolge ist das äußere Selbst weniger belastet und kann die auslösenden inneren Problematiken vorteilhafter reflektieren. Löst es diese allerdings nicht auf, entfernt es also nicht die innere Ursache der Erkrankung, werden sich nach Roberts die unterdrückten und nicht assimilierten Energien auf irgendeine Art wieder physisch in ähnlichen oder anderen Symptomen äußern [Lit 217 u.a.]. Geschieht dies über lange Zeit, wird der physische Ausdruck chronisch.

Hilfreich sind über die telepathische Einwirkung auch konstruktive, heitere, von einer schnellen Heilung überzeugte Gedanken und Grundhaltungen anderer Menschen - man stelle sich den Betreffenden stark und gesund vor und jede Art von Wunden - auch Brandverletzungen - vollständig verheilt. Unter Nahestehenden beeinflussen wir uns ohnehin unablässig telepathisch - zum Guten wie zum Schlechten. Unbewusst stärken oder schwächen wir Mitmenschen wie Haustiere mit suggestiv wirkenden Emotionen, Erwartungen und Überzeugungen (Glaubenssätze).

Gemeinsame Freude und Lachen stärkt alle Beteiligten psychisch und energetisch ungemein und kann innere Spannungen vollständig auflösen. Unbeschwert und unverkrampft angegangenes Yoga und bewusstes Atmen zur Entspannung sind hilfreich, weil Entspannung im inneren geistigen Klima ein notwendiger Bestandteil der Heilung ist. Anspannung ist Ausdruck von Disharmonie. Sie ist wie ständiges bedrückt oder besorgt sein nachteilig für die psychische und infolge die physische Gesundheit.


Beispiele

Ein um Auflösung fürchtendes, ängstliches Ego erstarrt und blockiert immens wichtige innere Informationen, wodurch das Gleichgewicht gestört wird. In intakter wertschätzender innerer Kommunikation ist man mit sich im Reinen und so hat kein energetischer Anteil des Selbst Grund, Ausdruck in körperlichen Störungen oder Einschränkungen zu suchen. Das ängstliche Ego könnte dem äußeren Selbst jedoch jede Entspannung verbieten oder vermiesen. Die Passivität eines völligen Loslassens ist jedoch Grundlage jeder kreativ-schöpferischen Leistung, ohne die ein erfülltes Leben und Werterfüllung undenkbar ist.

Wenn das Arbeitsumfeld 'krank macht', ist dies eine Folge unangemessener Reaktionen der äußeren Persönlichkeit (Aussendung) auf eine scheinbar hoffnungslose Lebenssituation. Möglicherweise wurde der Ausdruck nicht dominierender Anteile des inneren Ich-Teams beharrlich unterdrückt und hierdurch Handlungsalternativen nicht in Betracht gezogen.

Wenn ein Schulkind vor einer Veranstaltung, vor der es Angst hat, krank wird und hinterher sofort wieder gesundet, dann ist es ein vom Kind gewollter, gesellschaftlich allgemein akzeptierter Ausweg - das Kind gesundet sofort, wenn die Bedrohung vorbei ist. Wenn es sich hierfür entscheidet, denkt es sich ohne bewusste Reflexion krank und es denkt sich nach Wegfall der Bedrohung wieder gesund. Das ist unbedingt unkommentiert zu akzeptieren. Dies könnte auch der Erwachsene so handhaben, nur hat er vergessen, wie es geht.

Wenn wir einen Schnupfen bekommen, kann dies nach Roberts eine vom Körperbewusstsein initiierte Trainingsepisode für das Immunsystem sein. Oder der Betreffende hat von anderen Menschen in seinem Umfeld sprichwörtlich die Nase voll und braucht Abstand und Ruhe.

Ein völlig harmloser Virus kann in Übereinkunft mit der Gesamtpersönlichkeit gezielt in definiertem Umfang und festgelegten Zeiträumen seine Aktivität ausweiten und zur Abwesenheit von völliger Gesundheit - bspw. immer im Dezember , wenn einem die Weihnachtszeit bedrückt - führen [Lit 215].


Die Verantwortung des Arztes oder Heilers

Roberts legt schlüssig dar, welch massiven Einfluss der Arzt oder Heiler auf den offenen und gläubigen Patienten ausübt. Beide stehen in der Konsultation primär in einer nonverbalen telepathischen Kommunikation. Der Heiler erhält hierüber - je nach seinen spirituellen Fähigkeiten und seiner Aufmerksamkeit unterbewusst bis bewusst wahrnehmend - dessen Selbstdiagnose, seine Ängste und schlimmsten Befürchtungen. Allerdings kann er die Quelle dieser eingehenden Informationen nicht ausmachen, so könnte ein spirituell unerfahrener Heiler an eigene intuitive Eingebungen glauben, wenn er die Selbstdiagnose oder schlimmste Befürchtung des Patienten auffängt und ihm diese ungeprüft verbal zurückgibt - mit katastrophalen Folgen. [Lit 212]

Sowohl eine zutreffende wie auch eine falsche Diagnose des Arztes oder Heilers könnte weiteren, tief verborgenen Ängsten aus der Psyche des Patienten Raum geben und ein vom Arzt als Respektsperson geäußerter, falscher Verdacht kann sich hiernach physisch realisieren. Aus einer Fehldiagnose kann auf diese Weise eine wahre Diagnose werden. Roberts warnt:

"Jene, die einen Heilberuf ausüben, verfügen über eine große Autorität, und jegliche ihrer Suggestionen, die sie zum Guten oder Schlechten hin machen, haben für die Menschen, die zu ihnen gehen, eine beinahe mystische Gültigkeit [...] Häufig sind auch die Anwesenden, die Ärzte oder andere Heiler, selbst schon müde und anfällig für die emotionale Furcht der Patienten und antworten [...] automatisch, indem sie den unterbewussten Ängsten Stimmen verleihen, weil sie diese telepathisch auffangen, aber glauben, sie seien auf sie selbst gerichtet [...] Er [A.d.V.: Der Patient] wäre von der Diagnose so überzeugt, dass eine Krankheit, die sonst vielleicht verschwunden wäre, zur physischen Manifestation gebracht würde." [Lit 212]

So ist anzuraten, in Absprache mit dem Patienten das Benennen von Krankheiten zu unterlassen. Sobald der Patient eine Diagnose hat, fokussiert er sich in ungünstiger Weise darauf und lenkt über seine Aufmerksamkeit in Verbindung mit entsprechenden ungewollten Autosuggestionen emotional destruktiv geprägte Energie in die Symptome, was diese verstärkt und seiner Selbstheilung entgegenwirkt. Vorteilhafter wäre Roberts Rat: "Ignoriere ein Problem und es wird verschwinden."

Andersherum wirken auch die nicht ausgesprochenen telepathischen Botschaften des Arztes oder Heilers konstruktiv oder destruktiv auf die Psyche des Patienten und damit infolge auf dessen Gesundheitszustand und seine vorhandenen Symptome ein. Ist der Arzt in Bezug auf seine Prognose hoffnungslos, wird es der diese Information aufnehmende gläubige Patient auch sein und seine Selbstheilung verunmöglichen. Da es im Grunde nur Selbstheilungen gibt, weil wir in jedem Moment unsere Realität auf Grundlage unserer Emotionen und den sich aus ihnen ergebenden Erwartungen und Überzeugungen selbst erschaffen, diese quasi Planck-Zeit für Planck-Zeit vor uns ausrollen, wäre dies fatal.

Der ideale Arzt zeigt dem Patienten den Zusammenhang zwischen seinen Emotionen und ihrem Ausdruck, seinen Symptomen auf. Es gilt in jeder Verfassung des Patienten, ihn primär mental zu stärken und positive Aussichten aufzuzeigen, und ist ihre Wahrscheinlichkeit auch noch so gering. Das, woran er fest glaubt, wird eintreten. Und selbst, wenn der Patient nicht so sehr an eine Heilung glaubt, kann sie eintreten, wenn er radikal alle ihn stark belastenden Konflikte auflöst und mit sich und der Welt ins Reine kommt, Frieden schließt, aus einer 'kämpfenden' Haltung in eine kapitulierend sich seinem Leben hingebende und alles Seiende in Liebe einschließende Haltung übergeht. Wenn er nach Frieden in jedem Bereich seines Lebens strebt.

Aus einem solchen grundlegenden Wandel von Kämpfe ausfechtenden und letztlich selbstzerstörerischen Emotionen hin in Richtung konstruktiver Emotionen wie Liebe, Güte, Nachsicht, Wohlwollen, Kreativität, Wahrheitsliebe, Sorglosigkeit und Kindlichkeit resultieren die sogenannten Spontanheilungen. Damit geht ein Rückzug auf den primären, über äußere Sinne wahrnehmbaren Erfahrungsbereich einher - nicht erbauliche Sekundärinformationen aus Nachrichten und Massenmedien aller Art sollten gemieden werden. Oft steht dem das äußere Ego (Ich) im Weg, wenn es nicht gewohnt ist, einen Standpunkt oder eine Bewertung von Beziehungen und äußeren Umständen radikal zu ändern.

Wer dagegen glaubt, gegen die 'Krankheit', die nur Ausdruck eigener innerer Konflikte ist, kämpfen zu müssen, um am Leben zu bleiben, irrt. Wenn nach stur fortgesetzten Kämpfen ein Lebensende naht, ist dies für den Betroffenen tröstlich, weil er aus einer unhaltbaren selbstzerstörerischen Situation befreit wird und er sich der Planung eines unbelasteten weiteren Lebenszyklus mit variierten Herausforderungen widmen kann. Niemand stirbt, dessen Gesamtpersönlichkeit dies nicht für sich akzeptiert hat - da kann das auf die physische Camouflage fokussierte äußere Ego noch so heulen und wüten.


Fazit

Der jeweils für die Dauer einer Planck-Zeit nach außen projizierte Körper ist in jedem Moment Ausdruck der mentalen Verfassung des äußeren Selbst. Dessen sich stetig verändernde konstruktive wie auch destruktive Emotionen drücken sich in seiner intimsten Schöpfung - dem physisch projizierten Körper - unmittelbar aus. Das Körperbewusstsein kann im Falle schädlicher Emotionen noch eine ganze Weile gegenhalten. Es lässt erst dann deren Ausdruck in Symptomen zu, wenn ihre Energiemuster zu mächtig und dauerhaft sind.

Symptome jeder Art sind folglich Warnsignale für Unstimmigkeiten in der persönlichen Psyche. Treten sie auf, ist es höchste Zeit, nach ihrer Ursache fragend in sich zu gehen. Noch besser ist, schon im Vorwege für eine ausgeglichen in sich ruhende Persönlichkeit zu sorgen. Diese stellt sich von selbst ein in einem Leben, das vom Streben nach den Idealen wie Unbestechlichkeit, Güte und Wahrheitsliebe u.a. geprägt ist.

[Siehe auch 'Ideale', 'Gesundheit', 'Körperbewusstsein', 'Vitalität', 'Autosuggestion', 'Emotionen', 'Erwartung', 'Frieden', 'Liebe', 'Werte-Klima', 'Qualitäts-Tiefe', 'Gesamtpersönlichkeit', 'Ich', 'Ich-Team', 'Aussendung', 'Tod', 'Gnadenzustand', 'Kreativität', 'Emotionen', 'Fötus', 'Fehler' und 'Überlebenspersönlichkeit']


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