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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens - Im Alltag zurechtfinden
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 9.1.: Stress als Ausgangssituation (Das zur Ruhe kommen)

Es ist ein Geschenk, eine Gunst und für euch ein exquisites Vergnügen, auf eurem betriebsamen Planeten körperlich ins Leben zu treten, sicher eingebettet zwischen Sonnenaufgang und -untergang, die Existenz getragen von den Jahreszeiten und vom Wirken eines übergeordneten, spontanen Willens.

Jane Roberts (Seth)


Im Zoo werden Tiere etwa doppelt so alt wie in der Freiheit - die Ursache ist Genügsamkeit und Gelassenheit. Wir Menschen jedoch leben in Freiheit und sind entsprechendem Stress ausgesetzt. Die Hektik und der Lärm einer Großstadt tragen nicht zum Genuss des Lebens bei. Die vielfältigen Aufgaben neben dem Job verunmöglichen Mußestunden zur Reflexion. Infolge neigen wir dazu, unser gegängeltes Bewusstsein mit Alkohol zu betäuben, wenn Sorgen negative Gefühle auslösen oder aber das Gehirn von einem 'anstrengenden Tag' und der damit einhergehenden Sende- und Empfangstätigkeit (vgl. Bd. 5) erschöpft ist. Das Denken ist dann durch dessen Ermüdung erschwert.

Unser Wachbewusstsein spürt dies als Isolierung vom inneren Selbst und würde den Erholungs-Schlaf einleiten. Doch dies lässt unser Ego häufig nicht zu. Es ist vielleicht erst neunzehn Uhr, und wer geht dann schon zu Bett. Zum anderen möchte man nach einem harten fremdbestimmten Arbeitstag selbstbestimmte Zeit verbringen - naheliegend ist das Amüsieren. Also wird eine kleine Privatparty inszeniert, bei Alleinstehenden häufig mit sich selbst - in einer Bar oder zu Hause, beispielsweise mit einem guten Film, dazu Wein oder ein paar Drinks und etwas knabbern.

Wenn unsere der Entspannung dienenden Freizeithandlungen allerdings keine Gefühle mehr in uns wecken, bleibt dies eine trostlose Angelegenheit. Denn Fernsehen und Alkohol betäuben den Geist, anstatt ihn anzuregen. Nach einer kurzen Phase der Stimulation folgt dumpfes Konsumieren. Und je älter wir werden, je emotional abgeklärter wir sind, desto trostloser im wahrsten Sinne des Wortes sind die so verlebten Abende.

Für in einem harten Arbeitsalltag Stehende gibt es jedoch kaum eine Lösung - sie sind am Ende des Tages zu erschöpft, um sich in kontemplativer Stimmung mit erbaulicher Literatur, Kunst oder Musik zu befassen. Sie könnten nur den genannten dumpfen Konsum nicht suchen und stattdessen einfach im Nichtstun entspannen - kein Fernsehen, kein Alkohol, nur guter Musik lauschen oder in die Landschaft schauen. So kommt das persönliche Selbst zur Ruhe und entwickelt Lust auf alternative schöpferische Tätigkeiten.

Aber da spielt oft das Ego nicht mit, das immer etwas will und zwar sofort. So wird selbst die Wochenend- und Urlaubszeit als Ausgleich zur Fremdbestimmung im Alltag überfrachtet mit selbstbestimmten To-Do-Terminen und Events. Auf diese Weise setzt der Stress sich fort in einem selbstgebastelten Hamsterrad. Depressionen und Sozialphobien können hierin wurzeln.

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