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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens - Im Alltag zurechtfinden
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 8.1.: Menschen im Emotionssumpf (Bewusstsein und Gefühle)

Die Menschheit befindet sich kollektiv in einem emotionalen Sumpf. Sobald sie das Radio anmacht oder eigene Musiklisten abspielt, wird sie mit Emotionen puschenden Songtexten angeheizt. Selbst Nachrichten und Reportagen der Mainstream-Medien - auch der staatlich finanzierten Fernseh- und Radiosender - nutzen das gezielte Ansprechen von Emotionen der Hörer zur Manipulation derer, die auf ihre vorgebliche Seriosität vertrauen.

Derart unter emotionalem Feuer gehen Menschen Beziehungen nur dann ein, wenn sie entweder für sich einen Vorteil darin sehen oder sie Emotionen in der neuen Beziehung zu finden hoffen. Einfach nur einen netten Kontakt zu passenden Anderen aufzubauen ohne diese treibenden Motive ist für die Mehrzahl der Menschen undenkbar.

Sie sind die Sklaven ihrer emotionalen Fokussierung. Diese verhindert einen klaren Blick auf die Menschen und die Weltlage. Sie ist der Grund, warum wieder und wieder ganze Völker relativ schnell für Kriege zu begeistern sind, die den Staat regelmäßig finanziell ausbluten und Gewalttaten nach sich ziehen. Emotional Aufgepeitschte betrachten jedes Geschehen durch einen Tunnel aus emotionalen Scheuklappen, an deren Ende ein Brett mit zwei Löchern den Blick versperrt. Durch diese sehen sie nur das, was die Selbst- oder Fremd-Indoktrination als Blickfeld freilässt.

Diese Menschen nun als Schafe zu bezeichnen würde Schafen nicht gerecht und wäre eine Untertreibung. Das Schaf lügt nicht, es tötet nicht, es betrügt nicht und es manipuliert nicht andere Schafe. Für den Menschen ist dies jedoch ein gesellschaftlich akzeptiertes Verhalten. Selbst die eigene Familie wird von Vielen, wenn ein monetärer oder emotionaler Vorteil zu erhaschen ist, betrogen und verlassen, als wäre sie nie Familie gewesen - siehe Ehescheidungen und den Familienzusammenhalt nach Erbschaften.

Wenn Gewalttaten nicht gesetzlich sanktioniert wären, würden schon Streitigkeiten im engen sozialen Umfeld das Land entvölkern. In Bürgerkriegsgebieten wird immer wieder beobachtet, dass nach dem Fortfall der staatlichen Ordnung Bürger ihre Nachbarn umbringen oder deren Haus anzünden, um alte Streitereien vermeintlich zu ihrem Vorteil abzuschließen.

Diese unreflektierte Emotionalität blockiert zuverlässig die spirituelle Höherentwicklung (vgl. S. ,156/Bde. 2 & 8) der Menschen. Darum ist diese Welt in dem Zustand in dem sie ist - ausgebeutet, vermüllt und mit kriegerischen Auseinandersetzungen überzogen. Und aus demselben Grund wird sie solange in diesem Zustand bleiben, bis sich kollektiv eine verständigere Sicht auf die Existenz Bahn bricht.

Auch lokale Inseln der Besonnenheit sind nicht unbeeinflusst vom Weltgeschehen. Unseren Bewusstseinszustand zum Zeitpunkt des Ablebens nehmen wir jedoch eins zu eins mit. Somit ist derjenige im Vorteil, welcher schon zu Lebzeiten seine Emotionen vollständig kontrolliert und im Frieden mit den Irrtümern der Menschen ist.

Der Übergang des physischen Todes macht also aus einem emotional aufgepeitschten Aggressor keinen Weisen. Nur aus eigenem innerem Antrieb kann ein jeder seine Fokussierung verändern, das Brett vor dem Kopf nach und nach einreißen und die Scheuklappen ablegen. Das gelingt innerhalb unseres Kulturkreises nur dann, wenn wir uns der Manipulation durch Menschen, Medien und Musiktexten entziehen. Musik selbst ist jedoch für die Nutzung innerer Sinne sehr förderlich. Hält ein Mensch dies durch, eröffnet es ihm geistige Welten, deren Schönheit und Vielfältigkeit die überschaubare physische Existenz weit übertrifft.

Doch kann man veränderte Sichtweisen nicht dem Menschen aufzwingen. Entzöge man ihm alle emotionalisierenden Einflüsse, würden er sein Leben als inhaltsleer und sinnlos empfinden. Das stimmt sogar, weil sein einziger Fokus bislang auf emotionalen Selbstbetrachtungen lag. Der Impuls muss also aus ihm selbst heraus kommen. Und wird daher nur hier und da gefühlt und befolgt werden durch die wenigen altruistischen, nicht urteilenden Helden des Alltags.

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