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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens - Im Alltag zurechtfinden
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 6.7.4.: Der spirituell Hochinformierte (Spirituelle versus verstandesmäßige Intelligenz / Spirituelle Intelligenz (SI))

Schwieriger als ein Erkennen verstandesmäßiger Intelligenz anhand äußerer Merkmale ist das Erfassen innerer Merkmale. Die Überprüfung mittels eines Tests würde immer auf die Ehrlichkeit des Probanden angewiesen sein. Und die ist genau dasjenige, woran es dem spirituell Uninformierten mangelt. Kennt dieser die oben genannten äußeren Merkmale, könnte er leicht täuschen.

Aber schauen wir zunächst, was spirituell hoch informierte Menschen auszeichnet. Ihr Handeln, Streben und Denken resultiert primär aus einer selbstlosen Motivation heraus und merkbar weniger aus einem Antrieb des Willens ihres Egos, das stets selbstbezogen agiert. So könnte der Wille beispielsweise ein Streben nach spiritueller Informiertheit eifrig vortäuschen, wenn er sich einen wie auch immer gearteten Vorteil hiervon verspricht. Der Wille und spirituelle Erkenntnis können nicht im gleichen Boot sitzen.

Ist beispielsweise ein die Werterfüllung (Sh. Erg.Bd.9) alles Seienden förderndes Handeln durch die Sorge um Nachteile im Übergang des physischen Todes motiviert, ist das Motiv ein egoistisches und vom Willen initiiert. Auch sind alle liebevollen Handlungen, welche man als Opfer bringen betrachtet oder welche das Ziel des Einschmeichelns haben1, spirituell nicht förderlich, da sie die Absicht beinhalten, andere zu täuschen, um einen Vorteil zu erzielen. Hierzu gehören Erbschleicher ebenso wie 'Freunde', die scheinbar selbstlose Hilfen anbieten in der festen Erwartung, einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen. David Hume sagt zum Thema Einschmeicheln recht treffend und durchaus allgemeingültig:

"Ob daher dieser Gott als ihr besonderer Beschützer oder als der allgemeine Beherrscher des Himmels betrachtet wird: jedenfalls haben seine Anhänger das Bestreben, sich durch jeglichen Kunstgriff in seine Gunst einzuschmeicheln; und in der Voraussetzung, dass er wie sie selbst an Lob und Schmeichelei Gefallen habe, sparen sie keinerlei Lobeserhebung oder Übertreibung in ihren Anreden an ihn. In demselben Maße, wie bei den Menschen Befürchtungen oder Verlegenheiten dringender werden, erfinden sie immer neue Schmeichelreden [...]"

Der Mensch unserer Zeit schmachtet - wenn überhaupt - einen äußeren Gott an, den er für korrupt und leicht zu täuschen hält. Und nebenbei fährt er unreflektiert mit seinen Gewalttaten gegen die Natur und alles Seiende fort. Priester und Pastoren, welche die Frömmelei mit ernstem Gesicht bis zum Exzess betreiben, sich aber wieder und wieder an anvertrauten Kindern vergehen oder kirchliche Mitarbeiter mobben, zeigen dies deutlich. Der Braunkohle-Tagebau, das großflächige Vergiften von Insektenpopulationen, das Schächten von Lämmern und mehr sind ebenso Gewalttaten wie das Schlachten von Nutztieren oder das Töten von Menschen. Die sich aus der nicht artgerechten Haltung von Nutztieren ergebenden Qualen der Tiere sind zudem ebenso Gewalttaten, wie es das körperliche und seelische Quälen nahestehender Menschen wäre.

Die an 'Gott' gerichteten Lobpreisungen und Danksagungen, das Erbauen von Kirchen, deren Nutzwert über einen Wetterschutz für die im ähnlichen Glauben Zusammenkommenden nicht hinausgeht - all dies basiert auf spiritueller Uninformiertheit und damit auf mentalen Verengungen. Alles, was man

im Rahmen seiner Religion sagt oder macht, ist einem selbstbezogenen Motiv untergeordnet und daher nicht förderlich. Selbstbezogenes Streben ist durchaus legitim und zur Lebensführung über weite Strecken notwendig, nur sollte man nicht erwarten, dass dieses Handeln und Denken auch die spirituelle Informiertheit fördert.

Dagegen ist alles, was man zur altruistischen Hilfe der Natur, eines anderen Menschen, anderer Lebensformen wie Insekten, Tieren oder Meeresbewohner sagt, denkt oder macht, uneigennützig und daher positiv. Man respektiert anderes Seiende und gibt dem Ausdruck. Dies zeigt sich in Äußerungen dieser Menschen, dass man die Welt 'zu einem besseren Ort machen' oder 'etwas zurückgeben' möchte.

So äußert sich ein Charakter hoher spiritueller Informiertheit in

  1. Bescheidenheit in allen Belangen des Lebens;
  2. Mitgefühl (Fn. S. 25) mit allem Seienden einschließlich der nur scheinbar unbelebten Natur, auf dass alles Seiende frei von Leid und dessen Ursachen sein möge;
  3. Kooperation mit allem Seienden;
  4. Werterfüllung - dem Streben, die eigene Werterfüllung und nebenbei die alles Seienden zu ermöglichen oder wenigstens nicht zu verunmöglichen;
  5. Wahrheitsstreben in allen Lebenssituationen, auch wenn es einem selbst zum Nachteil gereicht
  6. und erstklassiger innerer Kommunikation - einer sehr guten Verbindung zum Geist der Wesenheit, zu Unterbewusstsein, Körperbewusstsein und dem nach innen gerichteten Wachbewusstsein über die inneren Sinne.

Während die Punkte eins bis fünf aus dem durch Erfahrungen gebildeten Charakter resultieren, ist der letzte Punkt erlernbar und Abhängig von der Fokussierung des Wachbewusstseins. Zwar fokussiert das äußere Wachbewusstsein des spirituell Hochstehenden auch nicht unablässig sein inneres Selbst, jedoch bei unzähligen kleinen Gelegenheiten. Mal kommuniziert es bewusst mit dem Körperbewusstsein oder Teilen hiervon und mal mit dem Geist der Wesenheit. Es geht dabei nicht nur um Erkenntnisgewinne, sondern auch um den wechselseitigen Ausdruck der Wertschätzung. Man kann seinem Körper gar nicht oft genug vermitteln, was man an ihm mag - und ihm für seine Arbeit danken. Wenn dies ernsthaft 'vom Herzen' geschieht, werden positive Effekte nicht auf sich warten lassen. Denn unser physischer Körper ist die intimste unserer Schöpfungen.

Alles positive Handeln und Denken gründet auf einem erweiterten Mitgefühls-Begriff, wonach man sich vom Herzen wünsche, dass man selbst und alles Seiende frei von Leid jedweder Art sei und dessen Ursachen. Diese Geisteshaltung verinnerlicht führt in ihrer höchsten Vollkommenheit zu einer liebevoll-emotionalen, aber dennoch sachlichen Betrachtung der Dinge. Denn die von Menschen primär gezeigten Emotionen sind nach schlechtem Vorbild der Medien aus Selbstbezogenheit und Selbstmitleid resultierende wie Rachegelüste, Wut oder Ablehnung anderes Seienden aus selbstsüchtigen Gründen. Deren Basis ist nicht das Mitgefühl, was übrigens etwas anderes als Mitleid ist.

Womit wir bei dem angekommen sind, was unbedingt zu vermeiden ist. Als da wären in absteigender Bedeutung

  1. Gewalttaten gegen alles Seiende, Menschen, Tiere, Insekten einschließlich der Natur mit ihren Lebensräumen für Pflanzen;
  2. Lüge;
  3. Ignoranz &Selbstbezogenheit;
  4. Täuschungen;
  5. Machtmissbrauch, auch institutioneller;
  6. Unterdrückung;
  7. Selbstbezogenheit;
  8. falsche Propaganda;
  9. Stolz auf fremde Leistungen wie Nationalstolz;
  10. Arroganz &Überheblichkeit

Zum Punkt eins: Natürlich kann und muss der Mensch Ackerbau betreiben - jedoch ohne den Einsatz jeglicher Insekten oder 'Unkraut' vernichtender Pestizide und auch ohne die wildwachsende Natur ganzer Regionen völlig zu verdrängen. Allerorten bedarf es naturbelassener Biotope im Verhältnis 5 zu 1. Dazu ist unabdingbar, die Nutztierhaltung zur Fleischgewinnung extrem zu reduzieren. Selbstverständlich müssen Nutztiere aller Arten artgerecht auf großen Weideflächen gehalten werden und jede Schlachtung muss ohne Rücksicht auf Kosten und Aufwand so sanft und liebevoll als möglich durchgeführt werden. Die sich daraus ergebenden Engpässe in tierischen Produkten können von unserer heutigen Gesellschaft schnell durch nicht-tierische Ersatzprodukte ersetzt werden.

Zum Punkt zwei: Manche Menschen lügen im Alltag unablässig und haben durch ihre Täuschungen durchaus Vorteile. Beispielsweise wenn jemand aus Selbstschutz lügt, wenn er aus eigenem Verschulden zu spät zur Arbeit kommt. Man lügt, um Nahestehende zu schützen, sie beispielsweise nicht zu verletzen. Man lügt, um einem Freund beizustehen, ihm einen Vorteil zu verschaffen. Man belügt sich selbst, um sein Selbstwertgefühl zu schonen. Man belügt andere Menschen, um sich Vorteile zu verschaffen, meist finanzieller Art - der verschwiegene Unfallschaden mit Fahrerflucht gehört hierzu.

Zum Punkt drei: Die Selbstbezogenheit geht mit der Ignoranz einher - man will sich nicht dafür interessieren, welche Auswirkungen das eigene Handeln hat; man will nicht daran denken, wie es dem von unserem Streben und Handeln Betroffenen geht; man kreist infolge nur um sich selbst, schottet sich ab, verengt sich. Es geht in keiner Weise darum, emotional für anderes Seiende zu zerfließen, sondern darum, deren Belange stets in den eigenen Entscheidungen sachlich zu berücksichtigen.

Zum Punkt vier: Wer täuscht, will sich einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen und benachteiligt andere, was einem Streben nach Wahrheit und Werterfüllung entgegen steht. Wer täuscht, schädigt sich primär selbst, weil ein durch Übervorteilung erlangter Vorsprung spirituell ärmer macht.

Zum Punkt fünf: Jedes Glied in der Kette eines Machtmissbrauchs trägt für seinen Anteil die Verantwortung. Wenn beispielsweise wie in Hamburg geschehen Jahrhunderte alte Straßen nach willkürlichen amtlichen Regeln 'erstmals fertiggestellt' werden, um den Forderungen des Bundesrechnungshofs nach Generierung von diesbezüglichen Einnahmen nachzukommen, und Anlieger dann mit den Kosten belastet werden, dann stehen diese Gelder dem Gemeinwesen zwar de jure, aber nicht de spriritualis2 zu. Es ist wie Straßenraub. Dieses kleine Beispiel enthält zudem die Täuschung, die Lüge, die Selbstbezogenheit, die Ignoranz, die falsche Propaganda und die Arroganz einer langen Kette von Staatsbediensteten, die in irgend einer Weise hieran beteiligt sind. Wenn jedoch mit einer Neubaustraße in einem neu erschlossenen Gebiet so verfahren wird, sind die Bedingungen von Anbeginn offenliegend - und der Sachverhalt ist ein anderer.

Zum Punkt sechs: Wer andere - Menschen, Tiere oder sonstig Seiendes - unterdrückt, behindert dessen Werterfüllung. Basis für dieses Handeln sind eigennützige Motive. Hier haben wir es mit Selbstbezogenheit und Ignoranz zu tun.

Zum Punkt sieben: Selbstbezogenheit verschließt die Augen für grundlegende Bedürfnisse anderes Seienden - von der Natur mit ihren Meeren, Seen und Flüssen, ihrer Fauna und Flora über Insekten und wasserlebende Gattungen bis hin zu Tieren und Menschen. Selbstbezogenheit ignoriert das Einssein mit allem Seienden und beinhaltet Ignoranz, lässt den Betroffenen zu Gewalttaten gegen das Genannte neigen. Sein heimliches Wissen um diese Zusammenhänge mag er mit Arroganz und Überheblichkeit übertünchen.

Zum Punkt acht: Falsche Propaganda manipuliert Menschenmassen emotional, um sie zu eigennützigen Zecken für etwas einzuspannen, was diese bei Bekanntsein aller Informationen ablehnen würden. Sie ist oft mit Hetze gegen irgendetwas Seiendes verbunden - sei es ein 'Schädling', der unbedingt mit Pestiziden ausgerottet werden müsse oder eine Glaubensgemeinschaft oder politische Gruppierung, auf die eigene destruktive Energien projiziert werden, anstatt sie in sich selbst zu assimilieren (Fn. S. 71). Falsche Propaganda kann auch vordergründig gegen die Ausbreitung eines Virus gerichtet sein, die jedoch zum Ziel hat, die Bürger in ihren Menschenrechten [Lit 227] dauerhaft zu beschneiden, um staatlicher Willkür Tür und Tor zu öffnen. So geschehen im Dänemark des Jahres 2020 im Zuge der sogenannten 'Corona-Krise', in der während einer mehrwöchigen Ausgangssperre Artikel 12, 13, 20 und 30 der Human Rights ignorierende Gesetze erlassen wurden, die eine Zwangsimpfung aller Bürger durch private Dienstleister erlauben, die hierzu gar gewaltsam in Wohnungen eindringen dürfen. So wird anderes Seiendes Opfer persönlicher spiritueller Defizite der verbitterten Aggressoren.

Zum Punkt neun: Mit dem Stolz ist es so eine Sache. Auf eigene Leistungen stolz zu sein, ohne in seiner Haltung zu versteinern und in der Entwicklung stehenzubleiben, mag noch angehen. Aber auf einen Fußballclub, ein Land oder der Angehörigkeit zu einer schlagenden Verbindung etc. stolz zu sein, ist absurd. Der eigene Anteil hieran ist gering und die Haltung, die Ziele und das Streben der Mitbeteiligten wenigstens fragwürdig. Ein reflektierender Mensch mit einem Überschuss an Verstandeskraft würde sich nicht mental derart einengen. Es sind eher Halt und Orientierung suchende, welche blind vor Stolz, überhaupt irgendwo dazuzugehören, alles, was im Schützenverein, in der Loge, Im Fußball-Fanclub oder im Land geschieht, eifrig mittragen.

Zum Punkt zehn: Arroganz und Überheblichkeit resultieren oft auf Stolz, sind zumindest Ausdruck eines nicht Respektierens anderer. Und damit Ausdruck erhöhter Selbstbezogenheit sowie Ignoranz.

Fazit: So reichen sich nachteilige Verhaltensweisen die Hand, ergänzen und verstärken sich gegenseitig. Wohl dem Geist, der frei davon ist, sich jederzeit offen bleibend nur der Wahrheit verschreibt und alles sonst noch Seiende in seinem Herzen trägt.

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