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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens - Im Alltag zurechtfinden
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 6.6.2.: Was macht einen Menschen intelligent? (Spirituelle versus verstandesmäßige Intelligenz / Verstandesgemäße Intelligenz (IQ))

Betrachten wir einmal, welche Faktoren die Intelligenz eines Menschen beeinflussen. Ursprünglich nahm ich an, dass das Gehirn hierfür maßgeblich sei, genauer das Datenvolumen, welches das Gehirn in der Kommunikation mit dem inneren Selbst zu Senden und zu Empfangen in der Lage ist. Somit hätte dessen physische Funktionalität den Grad der verstandesmäßigen Intelligenz determiniert. Das übertragbare Datenvolumen hinge dann von der Anzahl und der Funktionsfähigkeit der von Peterson [Lit 60] beschriebenen Sende- und Empfangspunkte im Gehirn ab (vgl. Bd. 5).

Jedoch beschreibt die präziseste meiner Quellen Roberts (Seth) die posthume Vita einer zu Lebzeiten geistig schlichten Person. Hieran hatte sich auch nach dem physischen Ableben augenscheinlich nichts geändert [Lit 193]. Solange man sich nur auf den unteren Energieebenen der geistigen Zwischenschicht bewegt, weil das äußere Wachbewusstsein dominiert, ändert sich die Reflexionsfähigkeit nicht. Erst wenn das Wachbewusstsein die Kontrolle an das nach innen gerichtete Wachbewusstsein - das 'Traumselbst' - abgibt, wird es etwa um den Faktor 9 erweitert.

Zudem ist nach Roberts die verstandesmäßige Intelligenz sowohl einer jeden Gattung als auch - feiner abgestuft - jedes ihrer Individuen Ausdruck der Fähigkeit der jeweiligen Wesenheit, Energie in Gedanken zu transformieren und diese dann physisch zu erschaffen - also Informationen zu verarbeiten. Diese sei beispielsweise bei der Wesenheit einer Amöbe gering, bei denen aktueller Menschen wie auch Delfinen u.a. recht hoch. (vgl. Bd. 2) [Lit 193]

Wenn nun die Fähigkeit zur Verarbeitung komplexer Informationen grundsätzlich von der Wesenheit abhängt, dann zeigen sich Unterschiede in geringerem Maß auch innerhalb einer Gattung. Der Verstand und die Reflexionsfähigkeit eines persönlichen Selbst basieren also auf der Menge verarbeitbarer Daten. Für jedes Individuum sind alle Daten gleichermaßen verfügbar, wir zapfen sie nur in unterschiedlichem Ausmaß an. Denn ohne ein über das Notwendige hinausgehendes Interesse öffnen wir uns nicht für ergänzende Informationen und Gedanken. Und wenn die verarbeitbare Informationsmenge sozusagen von Haus aus begrenzt ist, gibt es entsprechend wenig freie Kapazitäten für Reflexionen über das Alltagsgeschehen hinaus.

Die geistigen Fähigkeiten der aussendenden Wesenheit sind es also, welche

determinieren. Ist dann nach dem Ableben durch Fokussierung des inneren Selbst und umfassender Nutzung innerer Sinne die verstandesmäßige Intelligenz etwa um den Faktor 9 erweitert, bestehen jedoch die grundsätzlichen Unterschiede in der Fähigkeit zur Informationsverarbeitung fort. Auch verstorben und erweitert erfasst das eine persönliche Selbst mehr Informationen, kann mehr Gedanken berücksichtigen, als das andere.

Dies sagt jedoch nichts darüber aus, wie tief ein persönliches Selbst in sich eintauchen kann. Oder, um es in der an übliche Denkgewohnheiten angepassten Sprache zu sagen, wie hoch ein persönliches Selbst auf der Skala der V. Energiedimension (vgl. Bd. 2) aufsteigen kann. Auch der Schlichteste im Geiste kann eine sehr hohe spirituelle Informiertheit erreichen und damit den Zyklus notwendiger Inkarnationen beenden.

Im Band 5, im Abschnitt über die Beziehung zwischen äußerem Bewusstsein, physischen Gehirn und physischer Projektion, führe ich aus, dass sich die von uns als Denken empfundenen Vorgänge im Bewusstsein des inneren Selbst und nicht im körperlichen Gehirn abspielen. Mit dem Auftreten einer Intuition1, die nichts anderes ist als eine über innere Sinne erhaltene Informationen des inneren Selbst, ist die filternde Schranke verinnerlichter Glaubenssätze überwunden und dem Wachbewusstsein eine Informationen direkt zugegangen.

Der Physiker und Psychologe Gary Bruno Schmid [Lit 21] sieht dagegen die auf Verstand basierende Intelligenz als primäres Produkt eines Zusammenspiels zwischen Körper und Geist. Dieses Zusammenwirken spielt zwar auch eine Rolle, legt aber nicht wie oben ausgeführt die grundsätzlichen geistigen Fähigkeiten eines Individuums fest. Das Gehirn behindert den Datenaustausch nur, wenn es ermüdet oder geschädigt ist - dieses Zusammenspiel zwischen Körper und Geist hat also nur einen sekundären Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und damit auf die verstandesmäßige Intelligenz eines persönlichen Selbst. Ein ausgeruhtes gesundes Gehirn und maximale psychische Entspannung bewirken dessen maximale Leistungsfähigkeit. So entscheidet erst die Verknüpfung all dieser Faktoren über die Quantität des Informationsaustauschs zwischen äußerem und innerem Wachbewusstsein, Körperbewusstsein, Unterbewusstsein und Geist der Wesenheit zu einem gegebenen Zeitpunkt.

Die Entspanntheit ist für die Offenheit eines persönlichen Selbst in Bezug auf das Annehmen von Daten der inneren Sinne von besonderer Bedeutung. Ohne Entspannung kann nur die umgebende physische Projektion der Kulissenwelt mit ihren vielfältigen Anforderungen fokussiert werden - sie ist das naheliegendste. Dann bleibt kein Raum für nach innen gerichtete Aufmerksamkeit oder Reflexion.

Das etwa neunmal klarere innere Selbst ermüdet nie und ist ohnehin nicht der linearen Abfolge der reellen Zeit (Fn. S.35) unterworfen. Im Geistigen aktive Bewusstseinsteile legen ihren Geistkörper nicht zur Ruhe. Selbst das Wachbewusstsein ruht nicht, während sein Körper schläft, sondern verschiebt nur den Fokus auf das innere Wachbewusstsein - das 'Traumselbst'.

Denn nur das physische Gehirn unterliegt der zunehmenden Erschöpfung bei Leistungsabgabe, braucht Ruhepausen, um - und das ist ausschlaggebend - die Sende- und Empfangs-Verbindung zum inneren Selbst und zu anderem Seienden ungestört aufrecht erhalten zu können. Durch gezielten Schlafentzug kommt es beim Wachbewusstsein zu geistiger Verwirrung bis hin zum Identitätsverlust - dem Wahnsinn. Daher folgen dem Schlafentzug zuerst die für das physische Sein unverzichtbaren Traumphasen und erst danach eine Tiefschlafphase.

Die Intuition funktioniert also ebenfalls in einem ausgeruhten Körper und Geist am besten - aus genau diesem Grund. Je besser diese Verbindung zwischen körperlichen Gehirn und dem nach innen orientierten Bewusstsein funktioniert und je mehr Daten verarbeitet werden können, desto höher ist der Grad der messbaren verstandesmäßigen Intelligenz. Diese schwankt also über den Tag. Daher sollten Intelligenztests oder anspruchsvolle geistige Aufgaben nur Vormittags ausgeführt werden. Dann ist die mentale Leistungsfähigkeit am höchsten.

Doch auch Menschen mit hoher Intelligenz kennen das Gefühl, den einfachsten Tagesaufgaben nicht gewachsen zu sein; insofern sollte man dem Intelligenzquotienten nur eine bedingte Bedeutung zumessen, da er nicht nur von dem verarbeitbaren Datenvolumen, sondern auch vom Grad der Ermüdung respektive Entspannung sowie der psychologischen Verfassung des Probanden und anderen gesundheitlichen Faktoren abhängt.

Große Vordenker schätzten insbesondere die erweiterte Reflexionsfähigkeit eines verstandesmäßig hochstehenden Bewusstseins. So sagte Albert Einstein:

"Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen, die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen."

Ungeachtet dieses Vorzugs haben nach Roberts Gesellschaft und Eltern Angst vor hochbegabten Kindern [Lit 181]. Auch Psychologen, notwendig nahezu alle selbst nicht hochbegabt, legen ihren Akzent ängstlich auf die zu ihnen passenden, allgemeingültigen Normen und dämpfen damit die vielen Hochbegabten innewohnende geistige Vitalität, ihre Kreativität, Regsamkeit, Aufmerksamkeit, Wissbegier und Lernfähigkeit. Wenn dies nicht schon vorab durch tumbe Lehrer erledigt wurde. Roberts schreibt in 'Individuum und Massenschicksal':

"Viele Kinder, die bei ihren Lehrern als zurückgeblieben gelten, sind in Wirklichkeit hochbegabt. Das gleiche gilt für aufsässige Kinder, die überaktiv sind und auf medikamentöse Behandlung gesetzt werden. Ihre Rebellion ist ganz natürlich. Bei autistischen, also krankhaft selbstbezogenen und daher kontaktunfähigen Kindern handelt es sich aber in vielen Fällen um Menschen, deren sich schon früh die Idee bemächtigt hat, die Welt sei so voll von Unsicherheit, dass man besser gar nicht erst mit ihr kommuniziert, solange die eigenen Bedürfnisse erfüllt werden." [Lit 181]

Autismus ist hiernach Ausdruck eines Schutzverhaltens, das von Kindern entwickelt wird, deren Umwelt ihnen nicht emotional liebevoll zugewandt ist. Er resultiert aus der daraus entstehenden Unsicherheit - das Urvertrauen in die Menschen fehlt. Die andauernde Beschäftigung mit sich selbst fördert Inselbegabungen wie außergewöhnliche Rechenleistungen. Ist der Betroffene darüber hinaus hochbegabt, werden diese herausragend sein.

Hochbegabte spielen dann als Erwachsene in der Regel Begabungen herunter, um nicht aufzufallen und Kritik zu vermeiden [Lit 181]. Über das andere Ende der IQ-Skala - die Minderbegabten - schrieb Bertolt Brecht: Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen und schrien sich zu ihre Erfahrungen, wie man schneller sägen könnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen, schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter. David Dunning, Namensgeber des Dunning-Kruger-Effekts, beschreibt den Minderbegabten etwas präziser wie folgt:

"Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist [...] Die Fähigkeiten, die man braucht, um eine richtige Lösung zu finden, [A.d.V.: sind] genau jene Fähigkeiten, um zu entscheiden, wann eine Lösung richtig ist."

Hierdurch neigen Menschen mit geringer verstandesmäßiger Intelligenz zum Überschätzen eigenen Könnens und unterschätzen gleichzeitig die Leistungen kompetenterer Personen. Erschwerend kommt hinzu, dass aus Unwissenheit stets ein stabileres Selbstvertrauen resultiert als aus umfangreichen Wissen. Der Hochbegabte ist daran gewöhnt, Für und Wider abzuwägen, auch die Gegenseite zu berücksichtigen, gegebenenfalls seinen Standpunkt zu korrigieren und sich damit selbst zurückzunehmen. Der Tumbe dagegen kann sein Selbstvertrauen ohne jeden Selbstzweifel zu einem Zirkuszelt aufblasen.

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