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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens
(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 6.5.1.: Das Ich-Team (Spirituelle versus verstandesmäßige Intelligenz / Das sich wandelnde Selbst)

Persönlichkeitswandlungen im Laufe eines Lebenszyklus sind also durchaus üblich - bei dem einen wechseln die Ichs häufiger, beim anderen seltener. Der eine entwickelt sich spirituell weiter, der andere zurück. Das Wachbewusstsein holt sich die für jeden Lebensabschnitt jeweils passenden Ich-Anteile in den Vordergrund, gibt ihnen Dominanz. Andere Ichs müssen notwendig zurückstehen, sollten aber in jedem Schritt des Lebens gehört und respektiert werden. Wer Angst vor diesen inneren Kräften hat, weil sie sich möglicherweise auf eine gesellschaftlich nicht akzeptierte Art und Weise ausdrücken wollen, kann nach außen nicht als in sich ruhende, ausgeglichene Persönlichkeit auftreten.

Jedes Ich ist ein Persönlichkeitsanteil der persönlichen Psyche mit individuellen Eigenschaften. Ein Ich des inneren Ich-Teams der Wesenheit oder aber ein kleiner Kreis dieser Ichs dominiert ein persönliches Selbst. Das Wachbewusstsein kann die besonderen Fähigkeiten eines Ichs aus dem inneren Ich-Team nach Bedarf abrufen, indem dieses vorübergehend - von wenigen Tagen bis zu einigen Jahren - in den Vordergrund tritt und die Persönlichkeit dominiert. Es könnte ein Ego sein mit dem Schwerpunkt Kommunikation oder Sexualität, Sportlichkeit, künstlerischen Ausdruck, Gestaltung der Gesellschaft, Karriere und so weiter. Das Wachbewusstsein ist gleichsam Moderator des inneren Ich-Teams und entscheidet, welche Eigenschaften es momentan dominierend ausleben möchte.

Diese inneren Ichs sind häufig unvollständige innere Fragmentpersönlichkeiten mit geringer Energie. Energetisch stärkere Ich-Anteile handeln das Vorgehen im physischen Leben in der Regel unter sich aus. Wird jedoch der Ausdruck schwächerer Ichs kontinuierlich von den stärkeren unterdrückt, indem sie nicht gehört und in eine Entscheidungsfindung eingebunden werden, beispielsweise weil sie dem derzeit dominanten Ich als gefährlich oder unangepasst erscheinen, dann verstärkt fortgesetzte Unterdrückung deren Energie so stetig, bis sich das unterdrückte Ich schließlich als Störenfried körperlich oder über emotionale Ausbrüche Ausdruck verschafft. 'Ticks' wie auch körperliche Symptome können hieraus resultieren.

Das Wachbewusstsein einer ausgeglichenen Persönlichkeit bezieht alle Ich-Anteile in seine Entscheidungsfindungen ein. Es muss diesen Abweichlern keine Dominanz geben, sollte sich jedoch mit ihren Bedürfnissen angstfrei auseinandersetzen. Dagegen gibt es Vorbehalte, weil unterdrückte Ichs häufig Positionen vertreten, die auszuleben sich das Wachbewusstsein nicht traut, weil Nachbarn und persönliches Umfeld Anstoß nehmen könnten.

Nicht selten werden Ichs aus dem Fundus der eigenen Wesenheit nur temporär eingesetzt, um mit ihren Fähigkeiten schwierige, aber zeitlich begrenzte Aufgaben zu lösen. Wer sich beispielsweise zum ersten Mal an Klempner-Arbeiten heranwagt und sich einige Tage intensiv hierauf einstimmt, findet in seinem Ich-Fundus möglicherweise eines, welches die Kompetenz besitzt und hierfür temporär in den Vordergrund tritt und unterstützt. Nötig ist nach meiner Einschätzung ein Flow-Zustand, in dem sich das Wachbewusstsein in der Ausführung zurücknimmt und das innere Ich machen lässt. Aber auch gute Schauspieler, welche nicht nur 'sich selbst' spielen, ziehen für ihre Rollen jeweils passende Ichs heran.

Das zuvor dominierende ich wird also temporär oder für länger von einem anderen, nunmehr dominierenden Ich verdrängt. Weder stirbt es, noch löst es sich auf. Es ist weiter Teil der Gesamt-Identität, aber frei, in dieser Weise neue Verbindungen einzugehen. [Lit 184]

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