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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 6.3.: Die fließende Identität (Spirituelle versus verstandesmäßige Intelligenz)

Das äußere Wachbewusstsein arbeitet an der Oberfläche eines hierarchisch strukturierten Selbst. Roberts (Seth) erklärt zur erschwerten Erinnerlichkeit der Träume:

"Alle Schichten der Persönlichkeit sind 'bewusst'. Sie funktionieren wie Abteilungen, so dass sich oftmals ein Teil des Selbst anderer Teile nicht bewusst ist." [Lit 193]

Auf die Struktur des persönlichen Selbst gehe ich im Band 2 umfassend ein. Hier seien nur noch einmal einige von Roberts 'Abteilungen' angerissen:

  1. Äußeres Wachbewusstsein als Ableger des inneren Wachbewusstseins mit einem über die Jahre wechselnden, dominierenden Ich/Ego des inneren Ich-Teams. Die latenten Einflüsse anderer Ichs des eigenen persönlichen Selbst lassen es manchmal schwanken. Das äußere Wachbewusstsein agiert mittels der äußeren Sinne innerhalb der Projektion des Geistes der Wesenheit und hat nur hierin Kompetenz.
  2. Inneres Wachbewusstsein als 'Traumselbst'- es vertritt unser persönliches Selbst in geistigen Realitätssystemen und ist darin höchst kompetent;
  3. Unterbewusstsein mit einigen 'Unterabteilungen' wie den Erinnerungen des ganzen Menschengeschlechts;
  4. Geist der Wesenheit als Mittler zur Wesenheit - auch zuständig für die unwillkürlichen Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung etc. sowie für innere Kommunikationen wie u.a. die Telepathie über innere Sinne. Er filtert sämtliche das äußere Wachbewusstsein erreichende Daten auf Basis von dessen Glaubenssätzen und Bestrebungen;
  5. Wesenheit als das ursprüngliches Selbst mit der Erinnerungsdatenbank.

All-das-was-ist als Ausgangspunkt des physischen Weltensystems steht am tiefsten Punkt der noch mit uns befassten kollektiven Psyche. Ich weiche in diesem Band von der üblichen Darstellungsweise ab, in der der Mensch unten und der Himmel oben dargestellt wird. Denn so ist es präziser: Das äußere Wachbewusstsein, in seiner physischen Projektion agierend, ist oben, an der Oberfläche des Selbst. Und alle seine weiteren 'Abteilungen' sind wie Perlen auf der Kette in seinem Innern angeordnet. So ist auch die individuelle Projektion der Kulissenwelt nicht außerhalb von uns, sondern Bestandteil unseres Gesamt-Selbst (vgl. Bd. zero).

Es gibt - wie wir mit ziemlicher Sicherheit annehmen können - Leben im Universum und somit sich als Identität verstehendes Bewusstsein. Doch können wir nur durch innere Forschung und Beobachtung auf die Quelle dieses Lebens und ihrer sich hinter der physischen Camouflage1 verbergenden, geistigen Energie schießen. Jede Forschung an Erscheinungen der Camouflage (Fn. S.107), womöglich mit auf ihr basierenden Instrumenten, führt nicht über die Projektion hinaus.

Wenn wir das Universum betrachten und nach dem warum fragen, finden wir nach Auffassung heutiger Physiker die Antwort, wenn wir den vom österreichisch-amerikanischen Physiker Capras postulierten alles verbindenden Fluss der Energieströme auf der subatomaren Ebene zurückverfolgen bis hin zu seinem Ausgangspunkt - dem Urknall. Hinter dem Urknall seien für uns verborgene und unbekannten Naturgesetzen [Präziser: Grundannahmen] gehorchende Mechanismen zu erwarten, die das Gesamtsystem der Psyche ebenso berechenbar machten wie den Zugverkehr auf der Strecke Bonn-Berlin.

Auf diese Weise werden Physiker weiter forschen und unendlich viele neu zu entdeckende Elemente benennen, bis sie - wie Roberts sagt - erkennen, dass ihre Instrumente, die selbst Teil der Camouflage sind, nicht ausreichen, um das, was ist, zu erfassen [Lit 193]. Um dann eine Abkürzung über die eigenen inneren Sinne zu nehmen:

"Nur die inneren Sinne können euch irgendeinen Beweis für die zugrunde liegende Natur des Lebens selbst liefern [...] Es geht nicht darum, immer neue Instrumente zu erfinden. Es geht darum, die 'unsichtbaren' Instrumente zu benutzen, die ihr bereits besitzt [...] Diese inneren Sinne sind also absolut fähig, in das innere des Körpers zu sehen, und zwar auf eine Art und Weise, wie es den äußeren Augen nicht möglich ist."  [Lit 193]

Für Roberts letztere Anmerkung liefere ich im Band 4 zwei eigene Beispiele. Jeder Mensch findet in sich alle Antworten auf Fragen, die er zu stellen wagt. Manches Mal erhalten wir Antworten durch innere Erfahrungen wie Träume und Eingebungen, und manches Mal werden wir in der Kulissenwelt durch vom Geist der Wesenheit initiierte Fügungen mit der Nase auf Antworten gestoßen. Und mit etwas Übung können wir über unsere inneren Sinne die Antworten auf unsere Fragen selbst einholen.

Geist mit der Eigenschaft Bewusstsein ist eine Energieform, dessen Ausprägungen sich nur in der Menge verarbeitbarer Daten sowie in der spirituellen Informiertheit unterscheiden. Schon dessen Grundlage - die Bewusstseinseinheiten - bestehen nach Roberts aus unzerstörbarer, persönlich bewusster Energie.

Von den Bewusstseinseinheiten als kleinste Bewusstseins-Bestandteile ausgehend werden immer komplexere Verbindungen und Strukturen aufgebaut bis hin zu All-das-was-ist, welcher an der tiefsten, noch mit unserem Sein befassten Position auf der unendlichen 5. Bewusstseinsenergie-Dimension alle Schichten unseres Selbst in sich trägt - einschließlich aller geistigen und physischen Projektionen.

Jedoch ist es nicht so, dass sich Menschen ihres ganzen persönlichen Selbst nach dem physischen Ableben automatisch bewusst sind. Gerade spirituell Uninformierte sind durch ihre mentalen Verengungen weniger in der Lage, sich für den Datenreichtum ihrer inneren Sinne zu öffnen. Mit zunehmender spiritueller Informiertheit jedoch werden Stufen der Erleuchtung erreicht, wobei schon jede einzelne spirituelle Erkenntnis das Bewusstsein weitet.

Doch gibt es auch Rückschritte. Jedoch bewegt dieses ewige hin und her, dieses Höher- und Zurückentwickeln, nur die persönlichen Selbsts - die aussendenden Wesenheiten bleiben von diesen alltäglichen Schwankungen weitgehend unberührt. Das Ziel des Seins ist eine umfassendere, spirituelle Informiertheit. Damit einher gehen notwendig ein Lösen vom Egoismus mit wachsendem Respekt vor allem Seienden und ein Leben von Altruismus und Selbstlosigkeit - jedoch ohne Selbstaufgabe und mit unangetastetem Individualitätsgefühl. Bis auf der Stufe von All-das-was-ist alles Bewusstsein zusammengeflossen ist und dennoch jedes darin befindliche Individuum sich als solches weiterhin erlebt. Jedoch mit der Freiheit, als Ganzes oder als ein Teil zu agieren.

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