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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens - Im Alltag zurechtfinden
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 13.: Schlussbetrachtungen zur Bedeutung des Menschen

Euer Menschsein ist nicht aus der Ablehnung eures tierischen Erbes, sondern aus dessen Weiterentwicklung hervorgegangen.

Jane Roberts (Seth)


Woher kommen, wohin gehen wir? In dieser Abhandlung wurden - so kurz, als es mir möglich war - die plausibelsten der mir zugänglichen Annahmen und Erkenntnisse des gegenwärtigen Forschungsstands verschiedener Fachrichtungen zusammengefasst. So schlüssig das sich darin abzeichnende Gebilde auch erscheinen mag - es vermittelt eine Plausibilität, die der Diskussionsgegenstand so noch nicht hat. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich nicht alle Annahmen letztendlich als richtig erweisen werden und manches mehr oder weniger verzerrt dargestellt ist.

Dennoch kommt man nur schwerlich um die Ahnung herum, das alle Forschung uns letztlich zu einer Geisteskraft führt, die alle Universen in sich vereint - zu einem 'Gott', welcher, so der britische Physiker Stephen Hawking, ein theoretischer Begriff ist und somit einer mit der Veränderung des Kenntnisstandes sich wandelnden Definition unterliegt. Was wir Gott nennen, ist Geist. Unsere Welten sind grundsätzlich geistige Welten, die in individuellen Interpretationen physisch nach außen projiziert werden. Wir nutzen in jedem Moment unseres Seins die unbegrenzt verfügbare Energie All-das-was-ists, um alles scheinbar Physische um uns herum aus dieser geistigen Basis heraus zu projizieren.

Doch All-das-was-ist ist selbst kein einsames Individuum an der Spitze einer Hierarchie. Er oder es ist - wie wir alle, die wir unsere Welt schöpferisch über Gedanken und Bestrebungen erschaffen und nach außen projizieren - nur einer von vielen seiner Ebene. Der politisch unkorrekte männliche Bezeichner ist mir nachzusehen, denn ich habe deutlich gemacht, dass schon in Wesenheiten Animus und Anima zusammenfließen und sich diese wechselnd weiblich und männlich darstellen, sofern sie dann aus praktischen Gründen eine Körperform annehmen und nicht nur Lichtgestalt sind. Sie nutzen also männliche und weibliche Eigenschaften wechselnd oder vermischt nach Erfordernis.

Doch welchen Bezeichner man letztlich verwendet, sei jedem selbst überlassen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass wir sowohl mit Wesenheiten als auch in All-das-was-ist gleichsam 'Götter' verschiedener Ebenen haben. Und das selbst der höchste mit uns noch befasste Geist auf seiner Ebene nur einer von vielen gleicher Art ist. Wer will, kann ihn mit Gott gleichsetzen, wenngleich dieser Begriff durch stark verzerrte religiöse Verwendungen unpräzise ist.

Auch zeichnet es sich ab, dass die heutigen wissenschaftlichen Forschungen an den Grenzen unserer sehr individuellen Sphäre (Sh. Ahg. 1) enden und zudem auf das Universum unserer Wahrscheinlichkeitslinie beschränkt sind. Zum einen können wir mit Camouflage-Instrumenten nur die physisch projizierte Camouflage-Ebene dieser Wahrscheinlichkeit unserer Sphäre erforschen und nichts darüber hinaus. Zum anderen können wir den Grundannahmen anderer Sphären, die Wissenschaftler fälschlich als Naturgesetze bezeichnen, mit unseren Camouflage-Instrumenten nicht habhaft werden. Wir können sie weder erfassen noch reproduzierbar beweisen.

Wir können sie noch nicht einmal mit künftig leistungsfähigeren Camouflage-Raumschiffen besuchen, weil wir mit solchen Reisen lediglich unsere Camouflage erweitern, ohne in anderen Sphären dieses Universums das zu sehen, was dort wirklich ist. Denn unser Symbolfundus zur Interpretation einer jeden geistigen Basis basiert auf den vertrauten Symbolen unserer Sphäre. Wir belegen folglich alles Unbekannte mit diesen nur wenig passenden Symbolen.

Sphären können sich problemlos durchdringen und tun es auch, wenn ihre Grundannahmen nicht zu sehr voneinander abweichen. Schon unser vertrauter Planet ist Heimat diverser Sphären. Jede pulsiert in ihrem eigenen Frequenzbereich und hat ihre eigene, im Grunde psychologische Zeit.

Die Wahrnehmungsmöglichkeiten einer Lebensform bestimmen deren Erfahrung der Realität: Somit sind die in den Grundannahmen einer Sphäre definierten Grenzen der Sinnesorgane einer Gattung die Grenzen seiner in physischen Projektionen erfassbaren Realität. So gibt es direkt neben der von Menschen wahrgenommenen Camouflage nur durch Frequenzbereiche getrennt die Lebensräume anderer Wahrscheinlichkeitssysteme der eigenen Sphäre sowie andere Sphären, welche von der Wissenschaft unerkannt sind und möglicherweise abweichenden Grundannahmen unterliegen.

Der einzige Weg, andere Sphären zu bereisen und zu verstehen ist, sich über die inneren Sinne mental in diese hineinzubegeben. Der 'wahre geistige Naturforscher', wie Roberts den zukünftigen Wissenschaftler dieses Fachbereichs nennt, würde lernen, auf diese Weise in andere Sphären mental hineinzugehen und temporär mehr oder weniger Teil von ihnen zu werden. Nur in der damit einhergehenden Identifizierung und Fokussierung fließen die erwarteten inneren Informationen. Dieser wahre geistige Naturforscher hätte zwar später immer noch ein Übersetzungsproblem, weil seine Erfahrung und sein somit erweiterter Symbolschatz kaum in unsere Begriffe zu übersetzen ist. Aber nur so kommt die Wissenschaft weiter. [Lit 190]

Doch dazu müsste sie erst einmal erkennen, dass ihre Urknall-Theorie auf andere Weise wirkt, als sie annimmt. Dass Universen ewige, rein energetische Konstrukte sind, die ohne Anfang und Ende unzähligen individuellen, geistigen und physisch projizierten Sphären Heimat bieten. Dass wir unsere unpassenden vertrauten anstelle der stimmigen Symbole fremder Sphären sehen, wenn wir in den Nachthimmel hinaufblicken. Dass selbst die Leere des Weltraums mit Geist erfüllt ist. Dass man allen Dingen nur auf den Grund gehen kann, wenn man sich mental mit ihnen identifiziert. Was beispielsweise sämtliche Sezierungen an lebenden und toten Lebewesen obsolet machen würde. Und einiges mehr.

Als ich vor fast dreißig Jahren begann, mich zunächst beiläufig mit der Materie zu beschäftigen, war ich Atheist. Jetzt kann ich diese auf einen Mangel an Informationen basierende Sichtweise nicht mehr aufrechterhalten, wenngleich die starren Doktrinen kirchlicher Religionen nur einen sehr begrenzten Wahrheitsgehalt besitzen. Darin ähneln sie wissenschaftlichen Lehren.

Weiter zeichnet es sich mehr und mehr ab, dass die Annahme, dass wir Menschen nicht grundlos hier sind, sondern jeder für sich eine hohe Bedeutung habe, zutreffend ist. Man kommt jedoch nicht umhin, diese Weltsicht auf alles Seiende zu erweitern, womit nahezu alle Religionen erhebliche Schwierigkeiten haben dürften. Somit ist nicht die Spezies Mensch als solche Zweck der ohnehin kollektiven Schöpfung, sondern das Individuum gleich in welcher Lebensform - von der nur scheinbar unbelebten Natur über Einzeller und Insekten bis hin zum Menschen.

Man könnte sagen, jede Sphäre dient dem Zweck, dass Lebenserfahrungen unter jeweils individuell von Wesenheiten definierten Grundannahmen gemacht werden können (vgl. Bd. zero). Wie erwähnt bietet alleine schon das energetische Grundgerüst unseres Planeten Lebensraum für unzählige, nur über unterschiedliche Frequenzspannen getrennte Sphären. Hierbei vom selben Raum zu sprechen wäre bereits eine erhebliche Verzerrung dessen, was ist. Denn Raum ist nur eine Eigenschaft mancher Sphären, wird von darin befindlichen Individuen in ihren Projektionen erst geschaffen. Raum und reelle Zeit sind wie Ziegelsteine nur Symbole individueller Projektionen.

Nach dem Physiker Rees [Lit 9] sind Planetensysteme in unserem Milchstraßensystem so häufig, dass es alleine hier Millionen erdähnlicher Planeten geben sollte. Im gesamten Universum wähnt die Astrophysik eine nochmals exponentiell höhere Wahrscheinlichkeit für Lebensformen auf anderen Planeten. Wenn man diesem Denken der Physiker folgt, kann man leicht zu dem unzutreffenden Schluss kommen, dass das Individuum bedeutungslos sei. Rees liefert eine prägnante Beschreibung der Bedeutung von Zeiträumen, die dies zu belegen scheint:

Nehmen wir an, es hätte Amerika schon immer gegeben und wir wollten es durchwandern. Wir beginnen an der Ostküste zu der Zeit, zu der die Erde entsteht und wollen in Kalifornien ankommen, wenn die Sonne im Sterben liegt. Wir müssen dann nur alle 2000 Jahre einen Schritt weitergehen. Drei oder vier Schritte umfassen bereits die ganze Menschheitsgeschichte, wie sie von heutigen Wissenschaften vermutet wird. Diese wenigen Schritte würden wir kurz vor der Hälfte des Weges machen, irgendwo in Kansas vielleicht - sie sind also keineswegs der Höhepunkt unserer Reise.

Die Wissenschaften verzetteln sich also ähnlich Rees in der projizierten Camouflage mit Zeit und Raum als Bestandteile derselben. Sie kommt derzeit nicht darüber hinaus. Doch schon vor dem Beginn des Sphären-Experiments unserer Wesenheiten hat es unter anderem die verschiedenen Menschenarten aller Zeitalter gegeben - sie sind Bestandteil der kollektiven Psyche All-das-was-ists. Jede Entwicklung ist eine spirituelle Entwicklung in Richtung höherer spiritueller Informiertheit. Alle Gattungen und Menschenarten sind Ausdruck dieser Entwicklung. Die biologische Evolution, wie sie die Wissenschaft heute nachzuweisen versucht, gibt es so nicht. Jede Art war schon immer latent existent und träumt sich nur - in Bezug auf die Lebensumstände - in passende Wahrscheinlichkeiten hinein.

Ursprünglich, zu Beginn unseres Sphären Experiments, existierte unsere Sphäre als geistiges energetisches Grundgerüst. Da war niemand, der etwas physisch nach außen projizierte. Dann übernahmen unsere Wesenheiten diese zuvor von anderen Wesenheiten genutzte Sphäre, um eigene Erfahrungen unter den Bedingungen einer selbstgewählten Kausalität zu machen. Durch wachsende Fokussierung und Energiezufuhr der beteiligten Wesenheiten wurden die zunächst geistigen Projektionen respektive Vorstellungen ihrer Aussendungen nach und nach zum Physischen verdichtet.

Am Ende unseres Sphären-Experiments, wenn die Aussendungen unserer Wesenheiten dereinst in diese zurückkehren, reduziert sich deren Energiezufuhr, bis diese mit deren Weggang gänzlich endet. Infolge wird unsere Sphäre nicht weiter als physische Projektion sichtbar sein. Das energetische Grundgerüst jedoch verharrt bis zur Übernahme durch andere Wesenheiten für eine neue Runde physischer Erfahrungen. Aus dem Weltraum auf unsere Sphäre geblickt sei es, so Roberts, als blinke unser Planet ohne Unterlass auf und erlösche .

Die Menschen unseres Sphären-Experiments entwickelten wie oben beschrieben eine ungewöhnliche Dualität des Geistes, eine Trennung vom die physische Projektion intensiv fokussierenden äußeren Wachbewusstsein und dem nach innen gerichteten Selbst (vgl. S. 377, 392, 403). Wir haben uns gezielt in eine Entfremdung des Äußeren zum Inneren verwickelt. Denn im Grunde gibt es diese Trennung nicht. Dem heutigen Menschen gelang jedoch auf diese Weise eine bemerkenswerte technologische Entwicklung.

Diese wäre nach Roberts noch effektiver ausgefallen, hätte der Mensch unserer Sphäre die äußeren Dinge in seinem Inneren erforscht. So gäbe es Hochtechnologien auch in Sphären, in der das innere und das äußere Selbst als Einheit agieren und sich mentale Wissenschaften herausbilden konnten - mit dem wahren geistigen Naturforscher, dem Traumkunst-Wissenschaftler und dem vollkommenen Arzt [Lit 190]. Diese Hochtechnologien verfügen über wesentlich effektivere Lösungen beispielsweise für Transportaufgaben.

Wenngleich die Dualität des Geistes erst mit der Industrialisierung im neunzehnten Jahrhundert Fahrt aufnahm, liegt der geschichtliche Ursprung weiter zurück. Als Aristoteles seine Kategorientafeln aufstellte, die für ihn die Grammatik der Existenz darstellten, projizierte er darüber die Grammatik der griechischen Sprache auf die Psyche. Die Psyche jedoch orientiert sich nicht an starren Regeln, ihr Wesen ist schöpferische Spontanität, in der alles möglich ist.

Dies war jedoch nach den Philosophen Sidney Hook der Beginn des Determinismus1 in der klassischen Physik, in dem sich der westlich geprägte Mensch seit gut zweitausend Jahren verfängt. Nach seiner Auffassung sind es Aristoteles logische Kategorien der griechischen Philosophie, die unseren Wortschatz und unsere Denkweise durchsetzen und für uns entscheiden, was denkbar und was undenkbar ist.

Das Empfinden von Individualität ist nach Roberts ein Merkmal alles Seienden aller Sphären. Während die 'Naturgesetze' der Sphären faktisch variable Grundannahmen sind, gibt es eine Klasse unverrückbarer Gesetze in diesem primär geistigen System: Nämlich die Gesetze der Entwicklung - in dieser Abhandlung zur Abgrenzung von physischen Entwicklungen Gesetze spiritueller Entwicklung genannt. Roberts nennt die Gesetze der Werterfüllung, der Energieumwandlung, der Spontanität, der Dauerhaftigkeit und der Schöpfung [Lit 211]. Diese sind in allen geistig wie physisch projizierten Realitätssystemen wirksam und bedingen diese. Wenn beispielsweise die spirituellen Fähigkeiten eines Individuums wachsen, öffnen sich nach Roberts Wege für weiteres Wachstum. [Lit 210 & Lit 211]

So hat alles Seiende gleich welcher Sphäre Bewusstsein und projiziert seine individuellen Vorstellungen mal physisch und mal geistig nach außen. Wir machen das auch. Mal blicken wir in unsere physische Projektionen und agieren darin und mal blicken wir in geistige Projektionen - beispielsweise in Tagträumen, im Schlaf oder bei bildlichen Überlegungen. Geistige Projektionen haben den Drang, sich in Richtung physischer Realisierung zu verstärken.

Es ist unwahrscheinlich, dass wir mit unserer - der Dualität geschuldeten - schlechten Verbindung zum inneren Selbst auch bei Vorliegen aller spirituellen Informationen in der Lage wären, uns Sinn und Ursprung des ganzen Systems vorzustellen und zu verstehen. Zumal man nach Schopenhauer über eine sekundäre Vorstellung nicht über die Vorstellung selbst hinaus kommt. Das bedeutet, dass wir aus der Camouflage unserer physischen Welt der Erscheinungen heraus mit den uns zugänglichen Informationen nicht auf das Gesamtkonstrukt schließen können.

Aber vielleicht ist es auch ganz einfach, und die Pointe besteht darin, dass, wie Ingrisch sagt, "alle Menschen eins sind, dass ich alle Wesen sein kann, indem ich mich selbst ausdehne oder zusammenziehe. Die Unwirklichkeit der Vielfalt ist ebenso bestürzend wie diese einsame Einheit".

Hiermit hat Ingrisch die Sicht der Metaphysik auf den Punkt gebracht. Jedes Individuum ist Bestandteil wenigstens eines Kollektivs. Es kann sich darin als Individuum verstehen und agieren - oder als Ganzes. Es verliert niemals seine Individualität - sie umfasst nur immer mehr, je weiter es sich ausdehnt. Das Individuum kann einen anderen Menschen, ein Tier, die Insektenwelt, seine Nachbarschaft, die Natur unseres Planeten oder alles Seiende in seine geistige Obhut nehmen. Jedes Individuum kann das tun. Und weil ein jeder das in Obhut genommene physisch nach außen projiziert und dabei vorsätzlich individuell beeinflusst, ist die Grenze meiner Welt die Grenze meiner Inobhutnahme. Man wird daher sehr einsam und verengt, wenn man nur um sich selbst kreist.

Schon das Streben nach dieser spirituellen Erweiterung öffnet innere Horizonte, erhöht die Schwingungsfrequenz und führt uns damit anders gearteten Ereignissen zu. So lebt ein jeder in seinem selbst geschaffenen Himmel oder seiner selbst geschaffenen Hölle.

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