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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 6: Philosophie des Lebens
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 1921 947)



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Kapitel 10.5.: Beziehungen (Glück, Liebe, Freundschaft und so weiter)

Warum heiraten wir? Wir heiraten einander, weil wir glauben, dass der andere uns liebt. Weil er sagt, das er uns liebt. Und weil wir uns gern mit den Augen des Anderen sehen und sich während einer Beziehung Pläne entwickeln. Oder wir glauben, dass wir den anderen lieben. Aber das sind oberflächliche Gründe.

Tief verborgen in uns ist zudem ein höheres Wirken, über das der Nachwuchs ins Leben drängt. Unsere ungeborenen Kinder suchen sich ihre Eltern aus. Und beeinflussen so auch unsere Partnerwahl. Die reelle Zeit des Physischen hat nur den Sinn, eine Abfolge in unserer Wahrnehmung zu ermöglichen. Es gibt sie im Grunde nicht. Liebe und Sehnsucht entspringt nach Schopenhauer diesem inneren Streben eigener Bewusstseinsanteile in physische Leben. So sind Kinder nach Roberts Fragmente der Eltern. Das nennt Ingrisch den Taschenspielertrick eines begabten Gauklers. (vgl. Bd. 5)

Wenn sich zwei Menschen unseres Kulturkreises dazu entschließen, zusammenzubleiben, dann spielen sie Hochzeit - diese ist jedoch für das innere Selbst nur eine symbolische Handlung. Dennoch wird sie von innen unterstützt, weil stabile Lebenspartnerschaften die günstigste Voraussetzung zur Sozialisation des Nachwuchs bieten und sich darin eher spirituelle Lernerfolge erreichen lassen. Denn wer mit Partnersuche und wechselnden Beziehungen abgelenkt ist, hat keinen Raum, sich existentiellen Fragen und Aufgaben des Lebens zu widmen. Er versinkt im Kleinklein. Auch bieten nur anhaltend stabile Partnerschaften die Chance auf eine ausgeglichene Grundstimmung, welche für jede Reflexion, die über das Alltägliche hinausgeht, Bedingung ist.

So verringert die Zweisamkeit der Paarbeziehung in unserem Gesellschaftssystem Reibungen. Diejenigen Jugendlichen, welche noch nicht durch Medien oder Sozialkontakte umgepolt wurden, fokussieren sich nach Roberts (Seth) nur auf einen Partner. Die Promiskuität (Fn. S. 336) - wenn sie denn gelebt wird - wird erst danach erlernt. [Lit 210]

Wenn jemand von seinem Partner verlassen wird, können Außenstehende kaum mitfühlen, warum dem Verlassenen der andere so abgeht. In dessen Leiden erscheint das Leben ohne den fixierten Partner als inhaltsleer und sinnlos. Denn in einer intensiven Beziehung fokussiert man sich vollumfänglich auf den anderen. Er wird zum erweiterten Teil des eigenen Selbst. Zieht sich der andere aus solch einer innigen, aber möglicherweise einseitigen Verbindung heraus, ist es für den Verlassenen, als hätte er Teile seines Selbst verloren. Er ist solange unvollständig, bis es ihm gelingt, seinen Fokus auf irgendetwas oder irgendjemanden anderen zu lenken. Dies kann eine Tätigkeit, ein intensives Hobby, der Beruf oder ein anderer Mensch sein.

Denn mit dem Verlassen zieht der scheidende Partner auch seine Bewusstseinsenergie vom anderen ab - der Verlassene empfindet diesen Verlust als innere Leere, als Leere in seinem Geist. Dieses ist kein Trick der Natur, sondern einfach Folge der Art und Weise, wie die stets dynamischen Bewusstseinsenergien wirken. Es machte jedoch keinen Sinn, sich im Lichte dieser Zusammenhänge jeder Beziehung zu verweigern. Doch sollte man eine solche nur wohlüberlegt, also unter dem wachsamen Blick des Verstandes eingehen. Nicht umsonst sagt ein Sprichwort, welches nur die allgemeine Erfahrung des Volkes wiedergibt, dass Ehen, die im Himmel geschlossen werden, in der Hölle enden.

Könnten Sie sich vorstellen, für einen Menschen zu sterben, den Sie nie kennengelernt haben? Man trifft jedoch auf einen potentiellen Lebenspartner und geht eine enge Bindung ein. Wie oft kommt es dann nach der Trennung von diesem scheinbar einzig Richtigen vor allem bei jüngeren Menschen wenigstens ansatzweise zur Überlegung, mit dem Ende der Beziehung auch dem Leben ein Ende zu setzen? Der Andere wurde dann durch übermäßige Fokussierung zum Zentrum des eigenen Seins. Bei entsprechender Affinität seinerseits durchdrang auch seine Bewusstseinsenergie die eigene, so dass ihr Abzug eine Leere hinterlässt.

Eine solche innere Leere wird am besten durch bewusst aufgebrachtes Interesse für andere lebende oder physisch verstorbene Menschen ausgeglichen, so das deren Bewusstseinsanteile das Vakuum ausgleichen. Hierzu unterstützend den eigenen Geist der Wesenheit in einem ungetrübten, nach innen gerichteten Lauschen [Lit 30] mental um Hilfe zu bitten, ist nicht die schlechteste Idee.

Liebe und Mitgefühl (Fn. S. 24) im Sinne der buddhistischen Definition zu leben ist jedem persönlichen Selbst gegeben, gleich in welchem physischen oder geistigen Realitätssystem es sich bewegt. Sexualität und damit physische Anziehungskraft ist jedoch ist ein vom Kollektiv der Wesenheiten bewusst eingebrachter Trick der Natur unserer Sphäre (Sh. Ahg. 1), um geistig verwandte Seelen zusammenzuführen.

'Sie gehört mir' hat eine andere Aussage als 'Sie gehört zu mir'. Erstere symbolisiert die oben beschriebene übermäßige Fokussierung mit unangemessener 'Inbesitznahme' und Missachtung der persönlichen Integrität des Partners aufgrund eigener spiritueller Verengtheit. Oft geht damit eine Reduzierung der Beziehung auf Sexualität und physische Anziehung einher. Die Bindung kann emotional extrem stark sein, wenngleich nach Zammit bedingungslose Liebe die stärkste bekannte Kraft im Universum ist [Lit 22]. Bedingungslose Liebe beinhaltet den aufrichtigen Wunsch, dass der andere Glück und die Ursachen des Glücks erleben möge [Buddhismus]. Sie beinhaltet jedoch keine Selbstaufgabe.

In der vom Instinkt des Sexualtriebs freien und daher vom Lebensalter sowie äußerlicher physischer Attraktivität unabhängigen Liebe erweitern wir unsere Individualität auf die affizierte Person - unsere Integrität bleibt erhalten, doch spüren wir ergänzend das Glück, mit dem anderen mental eng verbunden zu sein. Um wie viel größer muss dann das Glück sein, sich mit allem Seienden eins zu fühlen, den höchsten Grad spiritueller Informiertheit zu erreichen? Diese Form der Liebe ist das dauerhafte, was einer auch mit Sexualität vermischten Liebesbeziehung etwas unerklärlich Spirituelles gibt, in der die Beteiligten sich abgehoben von der physischen Welt wähnen - und es auch sind.

Zwei Menschen, die sich lieben, brauchen nichts als einander - kein Luxusgut, kein über das Notwendige hinausgehendes Geld, kein Prestige, keine Reputation. Ihre Welt ist vollständig. Sie haben ineinander eine Erfüllung gefunden, welche über künstliche Werte wie Gut, Geld, Prestige und Reputation nicht erreichbar ist. Dennoch ist es gut, wenn der Verstand soweit mit an Bord ist, dass gesellschaftliche Funktionen nicht übermäßig vernachlässigt werden. Denn das Leben findet nicht nur heute statt.

Man könnte sagen, die Liebe ist eine Vorwegnahme des Himmels - ein blasses Erahnen der Emotionen, welche uns dort erwarten. Doch darf die Liebe nicht mit der sexuellen Leidenschaft oder gar Hörigkeit verwechselt werden - was jedoch regelmäßig geschieht. Am besten lebt man Liebe in der unerträglichen Leichtigkeit des Seins - ernsthaft, dankbar, fröhlich, in der paradoxen Mischung aus Annäherung und Ablösung, erkennend und schätzend, das Sein nicht so ernst nehmend und doch im Blick habend.

Eltern erkennen sich oft selbst in ihren Kindern und fragen sich dann, ob man sich in ihnen immer wieder neu erschafft. Ob sie nicht - wie Schopenhauer, Roberts und Ingrisch es erkannten - nur ein anderer Aspekt unseres Selbst sind, mit selbstgewählten Schwerpunkten (vgl. Bd. 5). Im Band 5 sahen wir, dass ein Kind in der Regel der Wesenheit eines Elternteils entstammt - es ist ein Aspekt hiervon. Bei zwei Kindern hat es die Natur offenbar so eingerichtet, dass eines der väterlichen und eines der mütterlichen Wesenheit entstammt, was die Zuneigung der Elternteile und das gemeinsame Lösen von Problemstellungen über Generationen vereinfacht.

Denn alle Aussendungen einer Wesenheit sind sich ähnlich in ihrem tiefsten Streben und Fühlen. Es gibt eine grundlegende Übereinstimmung, deren Fehlen in sogenannten Patchwork oder 'Bonus'-Familien deutlich wird - Habitus, Intellekt und Weltsicht der angenommenen Stiefkinder passen selten zu denen der eigenen. Hieraus entstehen innerfamiliäre Konflikte und eine anhaltende Bedrückung, welche die neu zusammengewürfelten Elternteile in ihrer Verliebtheit Anfangs nicht im Blick hatten. Denn man fühlt sich unter einander Nahestehenden immer nur so gut, wie derjenige, dem es am schlechtesten geht.

Wenn wir uns in allem Seienden, wenigstens jedoch in unseren leiblichen Kindern, wiedererkennen, haben wir damit unsere spirituelle Informiertheit gesteigert. So können wir auch ohne persönliche Bekanntschaft Liebe sowie Respekt vor den Gefühlen und Bedürfnissen Anderer ausdrücken, indem wir nichts tun, was ihre Werterfüllung (Sh. Erg.Bd.9) behindert.

Die Sexualität ist etwas Feines, eine Zugabe dieses Systems. Sie sollte aber auch so verstanden und eingeordnet werden. Ein Unterdrücken körperlicher Begierden in Selbstzucht wäre unvereinbar mit dem Ziel der eigenen freudigen Werterfüllung, in welcher man seiner Lust und seinem Vergnügen folgend seine Bedürfnisse befriedigt. Leider ist hier der Zusatz nötig, dass diese Befriedigung eigener Bedürfnisse nicht zulasten der Integrität, Unversehrtheit und Werterfüllung des Partners gehen darf.

Was passiert nun in der Liebe? Liebe ist eine starke Affinität unseres persönlichen Selbst zu einem anderen. Sie entsteht nicht durch bloßes Betrachten des anderen, sondern durch einen Kontakt der nach innen gerichteten Selbsts. Hier stimmen sich die Beteiligten unabhängig von der reellen Zeit des physischen Lebenssystems in Sekundenbruchteilen ab, lange bevor das nach außen orientierte Wachbewusstsein eine Anziehung erkennt. Danach läuft die Kommunikation zwischen den Betreffenden auf zwei Ebenen: Zum einen über körperliche Sinne in der physischen Welt der Erscheinungen auf der Ebene der äußeren Wachbewusstseine, zum anderen über innere Sinne wie unter anderem Intuition (Fn. S.129 & vgl. Bd.4) und Gedankenübertragung auf der Ebene der inneren Selbsts.

In den geistigen Welten der Träume und in der Reflexionspause zwischen zwei Lebenszyklen, in außerkörperlichen Erfahrungen und in der Seelenverwandtschaft wie auch bei jeder anderen bestehenden Affinität ohne direkten Kontakt, kommunizieren zwei Persönlichkeiten ausschließlich über die inneren Sinne. Man tauscht sich aus und führt die abenteuerlichsten Gespräche, ohne einmal den Mund aufzumachen, so Ingrisch. Es sei, als würden zwei Energiewolken einander durchdringen.

In jedem sich hingezogen fühlen äußert sich Liebe. Und doch ist dieses geistige in Obhut nehmen durch besondere Fokussierung nicht auf Liebespartner begrenzt, sondern kann alles umfassen - auch Dinge, Orte, Tiere und entfernte Bekannte, an die wir mit Zuneigung denken. Affinitäten zu Dingen beruhen naturgemäß weniger auf der Kommunikation der beteiligten Bewusstseine als auf der geistigen Inobhutnahme des Ortes oder Gegenstandes, wodurch sich dessen Schwingungsfrequenz der eigen annähert. So passen sich Dinge und Orte im Verlauf der reellen Zeit an die Schwingungsfrequenz der affizierenden Persönlichkeit an. Manche Gegenstände wie beispielsweise Erinnerungsstücke waren für ursprünglich neutral, hatten nicht diese Bedeutung.

Wir hegen die Dinge, die wir lieben, und wir pflegen sie - für alle anderen, die diese nicht in ihrer Obhut haben, ist es Schrott. Denn wir bauen nur dann zu Dingen und Orten unseres Lebens eine energetische Verbindung auf, wenn wir sie in einer Art bewusster oder unbewusster Entscheidung in unseren Besitz genommen haben. Fremde Menschen, Dinge und Orte, und seien sie auch noch so begehrenswert, bedeuten uns gar nichts, sind für uns bloße Karikaturen, wie Roberts sagt, bis sie in unserer Obhut sind. Dies geschieht auf die im Band 4 dargelegte Art und Weise. Kurz gesagt übertragen wir lebendige Symbole unseres Symbolfundus auf das affizierte Objekt, die es prägen.

Im Grunde genommen gehen wir in der Liebe wie in der engen absichtslosen Freundschaft mit einem anderen persönlichen Selbst eine sehr enge geistige Verbindung ein - das ist das, was zusammenpassen muss. Eine damit einhergehende Identifikation führt zur teilweisen Übernahme von Sichtweisen und Eigenschaften des anderen. Man sieht die Welt fortan nicht nur mit eigenen Augen.

Aufgrund einer oberflächlichen Partnerwahl anhand von Äußerlichkeiten erhalten wir auch nur eine auf Äußerlichkeiten basierende Beziehung, die zudem unter der Vergänglichkeit physischer Attraktivität leidet. Lieben wir jedoch auch die inneren Werte wie den Charakter einer Person, haben wir etwas, an dem wir uns auch dann noch täglich neu erfreuen, wenn die Haut schon runzelig ist. Innere Werte bleiben, äußere sind vergänglich. So ist der ausgesprochene Satz "Mein Gott, wie schön du bist, ich liebe dich" ein Garant für eine nur vorübergehende Beziehung. Denn den Menschen, an den man sich bindet, sollte man auch mögen. Spätestens nach den schon genannten dreieinhalb Jahren, wenn die sexuelle Anziehung aufgrund der Gewöhnung erstmals schwächelt, wäre der Ofen aus. Dann sucht sich der einstmals Betörte andere Reize. Denn nur selten passen die bei einer oberflächlichen Partnerwahl nicht berücksichtigte innere Werte zufällig ebenfalls zusammen.

Diese beiden Faktoren verhalten sich also zueinander wie eine wahre und eine falsche Münze - die Schönheit ist das Falschgeld, der Charakter die harte Währung. Allerdings gibt es auch bei großen Übereinstimmungen nicht nur den einen richtigen Partner - es gibt nur passendere und weniger passende.

Dann gibt es noch ein weiteres, grundlegendes Dilemma, auf das Roberts uns aufmerksam macht:

"Das Bewusstsein des äußeren Ich hingegen erleidet ständig Ausfälle. Es gibt nichts, dessen er sich ständig bewusst wäre. Er vergisst häufig sogar sich selbst. Wenn starke Gefühle sich seiner bemächtigen, droht es sich selbst zu verlieren; es empfindet sich dann zwar als Teil einer Einheit, verliert aber weitgehend das Gefühl seiner individuellen Eigenart. Erlebt es hingegen stark das Gefühl seiner Individualität, verliert es die Bewusstheit, Teil einer größeren Einheit zu sein." [Lit 185]

Beziehungsangst ist also Angst vor dem Aufgehen in etwas Größeren und vor dem Verlust der Individualität. Je dominanter das Ego ist, desto stärker ist die Beziehungsangst. Eine ängstlich-selbstsüchtige Liebe resultiert also aus einer Verengung des Bewusstseins und ist eine aus Selbstsucht Grenzen ziehende Geisteshaltung [Lit 142].

Eine solche Verengung des Bewusstseins kann niemals von Dauer sein, weil jedes persönliche Selbst wechselnde Zustände und flexible Ausdehnungen über andere braucht, um nicht der Langeweile anheim zu fallen. Selbst der theoretische geistige Zustand einer 'himmlischen Seligkeit' wäre ein statischer Zustand, welcher die Seele weder befriedigt noch weiterbringt [Ingrisch & Roberts].

Zurückgehaltene sexuelle Energie kann in kreativ-schöpferische Ziele umgewandelt werden - und umgekehrt. Es ist dieselbe Energie, nur in einen anderen Kanal gelenkt. In den Anfangszeiten von Beziehungen vermindert eine hohe sexuelle Aktivität daher das kreativ-schöpferische Schaffen. Diese Energie ist nicht zu verwechseln mit der Bedürftigkeit des Menschen nach emotionaler Zuwendung, welche ihm auch energetisch zufließt. [Lit 188]

Jedes Individuum zieht unbewusst Grenzlinien zwischen dem, was man als zu wenig oder als zu viel Kontakt betrachtet. Diese Grenzlinien beschränken den sexuellen und emotionalen Freiraum und ersticken - zu strickt gehandhabt - die Spontanität. Besser ist, als Paar ein gemeinsames angenehmes Zentrum aufzubauen und aufrechtzuerhalten, mit Fokus auf konstruktive Bereiche wie Wärme und gegenseitigem Verständnis, und in individueller Abwägung dessen, was man als zu viel oder zu wenig Nähe ansieht. [Lit 188]

Ein miteinander routiniertes Paar hat ein einstudiertes, ritualisiertes, höchst formelles Verhaltensmuster entwickelt. Es tanzt einen psychologischen Tanz. Wird das nicht erkannt und die Beziehung unbehaglich, bleibt die Spontanität mehr und mehr auf der Strecke. Dann kann es untereinander zum Nicht-Kontakt tendieren, wobei es beträchtliche Energien zur Kontaktvermeidung bindet, "um die Unterdrückung aufrecht zu erhalten, während der Druck von unten wächst"[Lit 188]

Wenn sich der Himmel der Freundschaft oder der Liebe eintrübt, ist fast immer die Kommunikation unglücklich verlaufen. Wir spielen in Beziehungen zwar Rollen, wollen aber nicht auf unsere Rollen reduziert werden. Zumindest nicht nur auf nur eine einzige. Wir wollen nicht nur Mutter oder Vater sein, nur der Liebhaber oder der zuverlässige Ernährer. Beziehungen sind vielschichtig. Sind wir auf eine Rolle reduziert, fehlen im Kontakt zahlreiche emotionale Komponenten oder zumindest die Anerkennung als Individuum, das zufällig auch Partner, Freund, Vater, Ernährer oder Liebhaber ist. [Lit 188]

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