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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 3: Klassische Sterbeforschung
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


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Kapitel 7.14.: Der Weg ins physische Leben (Mehrere Leben?)

Nach Roberts (Seth) formt man vor seiner Geburt ein geistiges Vorstellungsbild des künftigen physischen Körpers und stimmt sich auf ein frei wählbares, physisches Wahrscheinlichkeitssystem ein (vgl. Bd.2). Ein jedes unterscheidet sich etwas in seiner Schwingungsfrequenz sowie den politischen und gesellschaftlichen Umständen. Im Frequenzbereich der fokussierten physischen Realität wird das Vorstellungsbild dem Erbmaterial aufgeprägt. [Lit 184]

Das Fokussieren der zugrunde liegenden Energien eines physischen Wahrscheinlichkeitssystems setzt eine Bewegung des persönlichen Selbst in dessen schwächer pulsierenden Frequenzbereich voraus. Es ist eine Bewegung entlang der Skala der V. Bewusstseinsenergie-Dimension (vgl. Bd.2). Denn alles Physische befindet sich gleichsam an der Oberfläche der Psyche. Verbindet sich dann das Wachbewusstsein mit dem Embryo oder seltener erst später mit dem Neugeborenen1, oder kehrt es noch einmal im Rahmen einer Nahtoderfahrung in den letzten Körper zurück, ist es

Im ersten Fall ist diese Bewegung nur ein kleiner Schritt in die Materie des Körpers - gleichsam ein Sprung ins kalte Wasser, wie an anderer Stelle geschildert.

Im zweiten Fall ist es der lange Weg durch das energetische Konstrukt des Universums. Ausgehend von der Energieschicht III wird hierbei die Membran des Urknalls passiert und sich durch die gesamte Geschichte des physischen Universums bewegt. In dieser Rückkehr betrachtet das persönliche Bewusstsein die physische Welt in der höheren Bewusstseinssicht (vgl. Bd.2), welche das Universum auf subatomaren Ebene als Energiestrom wahrnimmt (vgl. Bde. 1 & 2). Nach Benedict und eingeschränkt nach Monroe erkennt man, dass alles mit allem in Interaktion steht und alles seinen Platz und Reaktionen und Resonanzen hat. Das Universum wird auf diesem Rückweg über die reelle Zeitschiene als Schwingung empfunden, als ein riesiges pulsierendes Objekt, das aus ein und demselben Grundstoff besteht: Sich selbst bewusster Energie.

Wir sind darin ein Teil des Ganzen, ein Teil der Energie von 'Gott' respektive All-das-was-ist der IV. Energieschicht als Initiator aller Welten. Die Wesenheiten gestalteten sie aus und entsenden Anteile ihres Selbst in Abfolgen physischer Leben. So gesehen gibt es zweierlei Götter. Nach Ingrisch ist Gott ein sehr hoher Bewusstseinszustand, nur einer von unendlich vielen teilweise für uns unvorstellbaren Zuständen; der höchste jedoch, den Wesen und Welten erreichen können. Der Auslöser der Bewegung aus diesem höchst angenehmen Zustand herunter auf der Skala der 5. Energiedimension sei ein auf Angst basierender Rückzug bei gleichzeitig wachsenden Bezug auf das Ego.

Raum und Zeit erscheinen in dieser Bewegung als Illusionen mit dem Zweck, uns an die physische Energieschicht I zu binden. Die Bewegung vom Urknall zum Ziel-Ereignispunkt in der Raumzeit wird als Fallen empfunden. Spätestens bei dem Eintritt in den Körper würde sich die Schwingungsfrequenz des persönlichen Bewusstseins, so Jakoby und Monroe, verringern, würde also dem Frequenzbereich der avisierten physischen Energieschicht angepasst. Mit dieser Verringerung der Schwingungsfrequenz wechselt die Wahrnehmung der Aussendung in die niedere Bewusstseinssicht (vgl. Bd.2), in der sie nicht mehr die Energieströme, sondern deren bildliche Vorstellungswelten wahrnimmt. Zudem geht hiermit für das Wachbewusstsein unvermeidbar ein temporärer Verlust spiritueller Erkenntnis einher. Dies passt sehr schön zu Ingrischs Anmerkung, dass Lebende und Tote eine Frequenzbarriere2 trennt. Auch Monroe nennt die Übergänge zwischen Energieschichten Frequenzbarrieren.

Es ist überraschend, wie weit sich diese Erfahrungen mit der heutigen Sicht der Physiker auf unser Universum decken. Mit ihren Augen betrachtet sähen wir ebenfalls nur Schwingungen, ein Pulsieren von Energieströmen, welche beim Betrachten auf Anhieb keinen Unterschied zwischen Eddingtons alten Schattentisch (vgl. Bd.1) und einem Lebewesen erkennen lassen würden. Alles ist auf subatomarer Ebene mit allem verbunden, alles ist im Grunde eins. Kinder haben mit ihrem Lebensgefühl in den Jahren recht, dass jeder Stein und jedes Ding nur für sie existiert, alles eine Theaterkulisse sei nur ihnen zum Gefallen, wie Updike3 es beschreibt. Dieses Aufgehobensein, das gut behütete kleine Kinder spüren, könnte durch die alles verbindenden Energieströme und den daraus resultierenden Abhängigkeiten gestützt werden. Als Erwachsene haben wir es verlernt, alle Dinge der physischen Welt der Erscheinungen des Willens intuitiv zu betrachten - wir sind zu diskursiv (Fn. S.301) denkenden Robotern geworden, die Fülle nur metaphysisch erklärbarer Geschehnisse negierend (vgl. Bd.4).

Kurz vor Eintritt des Wachbewusstseins sieht der Kommende Elemente seiner Zukunft ein. Das Folgende wurde schon im Kindesalter als 'erster Traum' erinnert:

Bei der Ankunft am Ziel in Raum und Zeit sehen wir uns frei von allen Bindungen wenigstens einige in unserem bevorstehenden Leben bedeutsame Umgebungen und Sachverhalte an. Wir fliegen zu Ereignissen durch die Zeit beliebig hin und zurück und sehen Dinge, wie sie in unserem Leben sein werden, aus einer Perspektive vom Boden bis etwa einhundert Meter über der physischen Welt, jedoch ohne dass wir uns dabei selber sehen.

Dies entspricht der Wahrnehmung außerkörperlicher Erfahrungen, aber auch dem von Roberts beschriebenen 'Besuch' der kommenden Identität bei den ausgewählten Eltern aufgrund von Anziehung. Meek spricht ähnlich von einer 'Bandaufnahme', mit der wir vor der Geburt auf das Leben in dieser Welt vorbereitet würden [Lit 123] (vgl. S.293). Doch Roberts beschreibt dies einmal mehr detaillierter:

"Zwischen den Leben kann ein Individuum blitzartige Eindrücke von seiner künftigen Existenz empfangen. Dabei wird es sich weniger um bestimmte Ereignisse handeln als um das Wesentliche der neuen Beziehung, die angeknüpft werden soll. Die Erwartung erinnert das Individuum dann an die Aufgabe, die es sich selber gestellt hat. In diesem Sinne sind die Gespenster der Zukunft in euren Häusern ebenso wirklich wie die Gespenster der Vergangenheit." [Lit 176]

Vielleicht hat das verborgene Wissen vieler Menschen um ihr Lebensziel hierin seinen Ursprung, auf welches sie - wie Schopenhauer es formulierte - hinarbeiten wie die Bienen am Bau ihres Stocks. Nach seiner Auffassung ist die eigentliche Weisheit etwas Intuitives und nicht etwas Abstraktes. Sie bestehe nicht in Sätzen und Gedanken, die jemand als Resultat eigener oder fremder Forschung im Kopfe fertig herumtrüge, sondern:

"Es gibt etwas Weiseres in uns, als der Kopf ist. Wir handeln nämlich bei den großen Zügen, den Hauptschritten unseres Lebenslaufes, nicht sowohl nach deutlicher Erkenntnis des Rechten als nach einem inneren Impuls, man möchte sagen: Instinkt, der aus dem tiefsten Grunde unseres Wesens kommt. Vielleicht steht jener innere Impuls unter uns unbewusster Leitung prophetischer, beim Erwachen vergessener Träume, die eben dadurch unserm Leben die Gleichmäßigkeit des Tones und die dramatische Einheit erteilen, die das so oft schwankende und irrende, so leicht umgestimmte Gehirnbewusstsein ihm zu geben nicht vermöchte und infolge welcher z.B. der zu großen Leistungen einer bestimmten Art Berufene dies von Jugend auf innerlich und heimlich spürt und darauf hinarbeitet."

Soweit Schopenhauer. Der Weg ins Leben wäre demnach zumindest für spirituell (vgl. Bd.6) Hochstehende (vgl. S.120), vielleicht aber auch für alles Kommende keine Fahrt ins Blaue. Man hat zuvor bei Interesse die gesamte Entwicklung des Zielplaneten gesehen, mit allen Lebensformen aller Epochen, und nicht jede Zeit erschien gleich attraktiv, um in ihr als eine der in dem Zeitalter existierenden Identitäten zu leben. Nach der Geburt ist man dann nach Roberts auf das Erste mental und körperlich gut geschützt:

"So wie das Kind, nachdem es aus dem Mutterleib geboren ist, noch eine Weile gegen gewisse Krankheiten immun bleibt, so ist es auch für kurze Zeit nach seiner Geburt gegen psychische Katastrophen gefeit, weil es, gleichsam als Trost, die Erinnerung an frühere Existenzen und Orte in sich bewahrt." [Lit 175]

Für das Wachbewusstsein ist es eine mühsame Sache, sich zum ersten Mal in das Leben einer Lebensform einzufinden. Die jeweils unterschiedlich lange Kindheit einer jeden existierenden Gattung dient diesem Einleben in deren Körper und Notwendigkeiten. Alles ist neu, aufregend, spannend im ersten Lebenszyklus und am Ende hat man dann alles einmal oder mehrfach gesehen, was es zu sehen gibt, und wir realisieren, wie Updike es sagte, dass alles abgetan werden kann. Schopenhauer beschreibt dies so:

"Wer zwei oder mehr Generationen des Menschengeschlechts erlebt, dem wird zumute wie dem Zuschauer der Vorstellungen der Gaukler in aller Art Buden oder während der Messe, wenn er sitzen bleibt und eine solche Vorstellung zwei oder drei Mal hintereinander wiederholen sieht: die Sachen waren nämlich nur auf eine Vorstellung berechnet, machen daher keine Wirkung mehr, nachdem die Täuschung und die Neuheit verschwunden ist." [Lit 113]

Das Leben einer jeden Identität ist ein Spiel, eine Abenteuerreise, und wie bei jeder Reise muss man erst einmal zum Ziel und danach wieder zurück kommen. Doch wer sich auch nach dem physischen Ableben vom Themenpark Erde nicht trennen kann, dem stehen ein paar Jahre eingebunden im Zauber der festhaltenden Zeit am Zaun der Orientierungsphase bevor, bis man sich schließlich von der Sehnsucht nach dem letzten Lebenszyklus losreißt und entweder einen neuen beginnt oder in der geistigen Welt in bessere Zustände aufsteigt.

Wir sollten das Leben als einen solchen Ausflug ansehen, der je nachdem, wie und wo er verbracht wird, mal schön und mal unangenehm ausfallen kann. Nach Zammit und Monroe kommen wir nicht in die Welt, um einen einfachen Durchlauf ohne Leiden, ohne Erdulden und ohne Probleme zu haben. Je verschiedener die Erfahrungen sind, desto mehr lernt man aus den vielen Fehlern, desto wertvoller ist die Lebenszeit - wenngleich die eigentliche Aufgabe des Lebens schon dann erfüllt sein soll, wenn man sein ganzes Werterfüllung (sh. Ahg. 1) förderndes Wissen an wenigstens einen anderen weitergibt.

Also hoffen wir auf das Beste und rechnen mit dem Schlimmsten [Eichinger].

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