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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 3: Klassische Sterbeforschung


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


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Kapitel 7.13.: Vertiefung: Ungeplante Lebenszyklen (Mehrere Leben?)

Angenommen, man kommt aus einer unbefriedigenden Situation im Übergang des physischen Todes nicht heraus. Der einfachste Ausweg ist, direkt in einen neuen ungeplanten Lebenszyklus zu gehen. Insofern könnte das physische Leben dem Verengten und spirituell Uninformierten als willkommene Fluchtmöglichkeit erscheinen - er ist nicht weiter nur sich selbst ausgesetzt.

Wenn auch Schopenhauer zurecht feststellt, "Sehr zu beneiden ist niemand; sehr zu beklagen Unzählige" [Lit 113], ist doch das Ziel jeglichen Seins Werterfüllung (sh. Ahg. 1), welche stets auch Vergnügen und Freude am Sein notwendig beinhaltet. Und zwar nicht nur in den von der gegenwärtigen Gesellschaft zugestandenen minimalen Freiräumen, sondern im ganzen Sein. Roberts (Seth) legt überzeugend dar, dass es ohne Aussicht auf Werterfüllung keinem Bewusstsein einfallen würde, sich für ein physisches Leben zu entscheiden. Einzig die vor einem Lebenszyklus selbstauferlegten Lebensumstände, Handicaps und Prüfungen lassen es als qualvolle Angelegenheit erscheinen. Doch sind letztlich alle Erfahrungen, die wir machen, selbst gewählt, also von uns akzeptierte Ereignisse, weil hilfreich zum Erlangen spiritueller Informiertheit.

Für diejenigen also, welche in der Orientierungsphase nach dem physischen Ableben keine Befreiung (Fn. S.198) erlangen und ungeduldig sind, gibt es nur die ungeplante Wiedergeburt als Ausweg aus dem leidvollen Aufenthalt in den unteren Energieebenen 23 bis 25 der II. geistigen Energieschicht. Unerfahrenheit und ein geringer Erkenntnisstand am Beginn der Abfolge von Lebenszyklen sind nicht an sich negativ - nur das häufig hieraus resultierende, andere benachteiligende Streben, Verhalten und Denken (Fn. S.141).

Nach einer erheblichen spirituellen Zurückentwicklung, beispielsweise durch Selbstsucht oder extreme Anhaftungen an Menschen, Orte, Dinge, oder Gewohnheiten, wozu auch die Sexualität gehört, ist das Wachbewusstsein auf das Physische übermäßig fokussiert. Zudem ist es nach Meek energetisch deutlich schwächer als ein weniger anhaftendes.

Nach den Annahmen der Buddhisten würde dem Betroffenen in einem jeden neuen Lebenszyklus der Spiegel der bisherigen Entwicklung vorgehalten. Denn das Gebaren gegenüber anderen bestimme nach ihrer Auffassung die Lebensumstände im nächsten Durchlauf. Hiernach erntet ein jeder, was er sät (vgl. Bd.8).

Roberts stellt jedoch überzeugend dar, dass diese Annahme so nicht zutreffend ist. Man stellt sich in jedem Lebenszyklus Aufgaben, welche spirituelle Defizite minimieren. Dazu könne allerdings gehören, nach der Täterrolle die Opferrolle einzunehmen. Allerdings geschehe dies freiwillig, um den letztlich notwendigen Lernprozess zu verkürzen. So würden beispielsweise bewusst nachteilige Lebensumstände gewählt, wenn angenommen wird, dass diese zur geistigen Kurskorrektur des Wachbewusstseins beitragen. So kommt auch der elendige Macho nicht umhin, die Lebenserfahrung als Frau zu machen. Denn er überbetont die männliche Seite, den Animus, was in Bitterkeit und Erstarrung münden würde, könnten sich nicht auch weibliche Anteile der Anima ausleben oder wenigstens ein Gleichgewicht herstellen. Umgekehrt gilt dies für Frauen, die ihre Weiblichkeit überbetonen, ebenso. Aber auch: Wer sich über mehrere Lebenszyklen mit Lug und Trug durchkämpft, wird auch mal deren Folgen erleben müssen.

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