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Lexikon der Metaphysik: ''



Das hier einsehbare Lexikon ist als Taschenbuch in allen Buchhandlungen erhältlich
ISBN 9783756888962
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Inhaltsverzeichnis

Verstandesmäßige Intelligenz

Verstandesmäßige Intelligenz = nach Hoppe ist die auf dem Intellekt basierende Intelligenz ein komplexes Konstrukt, das durch eine Vielzahl von Teilfähigkeiten gekennzeichnet ist, die ein IQ-Test zu erfassen versucht. Die verstandesmäßige Intelligenz ist hiernach ein Intensitätsniveau, das

wiedergibt [Lit 92].

Der markanteste Indikator hoher Intelligenz ist Wahrheitsliebe. Eine Studie der Universität von Oklahoma (USA) auf der Datenbasis von 700 Personen aus dem Jahr 1990 zeigt einen engen Zusammenhang zwischen verstandesmäßiger Intelligenz und Wahrheitsliebe. Je geringer der IQ, desto häufiger wird aus verschiedensten Motiven gelogen. Der break even sei ein IQ von 100, oberhalb dessen die Wahrheitsliebe deutlich zunähme.

Ein weiterer Indikator ist nach dem Basler Humanisten Erasmus von Rotterdam Schüchternheit. Bei den Hochintelligenten dominiere ein Gefühl völliger Unwichtigkeit der eigenen Person sowie die Erkenntnis der nur relativen Richtigkeit aller Positionen. Letzteres führt zum kontinuierlichen Infragestellen eigener Überzeugungen und einer relativen 'Lebensuntauglichkeit', was das Einfügen in starre gesellschaftliche Ordnungen angeht, in denen man blind - also unreflektiert - einem Arbeitgeber, einer Partei oder den vorherrschenden Weltanschauungen folgen soll. Schon als Schüler hat es der Hochintelligente schwer, weil für seine den Lehrstoff reflektierenden Fragen im Schulalltag gewöhnlich kein Raum ist und diese durchschnittlich Begabte - sowohl Mitschüler als auch Lehrer - nicht interessieren.

Die verstandesmäßige Intelligenz einer Aussendung hängt grundsätzlich von der Fähigkeit seiner Wesenheit ab, eine große Anzahl einfließender Informationen zu verarbeiten. Roberts erwähnt jedoch, dass Begabtere den Intelligenzquotienten einer Persönlichkeit dehnen können, wobei sich auch deren Gehirn entsprechend anpasst [Lit 219].

Ergebnisse der weltweit sehr ähnlichen IQ-Tests münden in der Gaußschen Verteilungskurve eines Landes [Lit 67]. Unter der Gaußschen Normalverteilung versteht man eine Übersicht über die durchschnittliche Verteilung der Intelligenz in der Gesamtbevölkerung. Die Kurve beginnt bei einem Wert von 70. Hier liegt nach offizieller Definition die Grenze zur sogenannten Intelligenzminderung, etwa 2,2 % der deutschen Bevölkerung haben einen IQ von 70 oder weniger. Einen Wert von 130 und mehr erreichen ebenfalls nur 2,2 % der Bevölkerung. Die WHO errechnet leicht abweichende Werte, da sie alle ihr angeschlossenen Staaten berücksichtigt.

Fünfzig Prozent der Gesamtbevölkerung verfügen über einen IQ von 90 bis 109, wobei der Wert 100 für den Durchschnitt steht [Lit 68]. Auf 100 Einwohner kommen also zwei, die aufgrund eines IQ unter 70 als intellektuell minderbegabt gelten und zwei weitere, die mit über 130 überdurchschnittlich intelligent, also ad definitione hochbegabt sind. Hochbegabung besagt, dass ein Mensch ein besonders hohes Denkvermögen und eine hohe Reflexionsfähigkeit besitzt.

Bei Kindern gibt es eine Schwierigkeit, zwischen dem ADS-Syndrom1 und einer Hochbegabung zu unterscheiden, da die Auswirkungen sich ähneln und ohne zusätzliche Überprüfung mit einem speziellen Intelligenztest für Kinder häufig verwechselt werden [Lit 67]. Doch gibt es unabhängig hiervon typische Unterscheidungsmerkmale, die eine Einschätzung erleichtern. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS, auch ADHS, englisch ADD oder ADHD) ist neurobiologisch eine Stoffwechselstörung im Neurotransmitterhaushalt des Gehirns, wobei auch hier der Körper stets dem Geist folgt (siehe 'Realitätsschöpfung'):

Merkmale in Verbindung mit ADS (Barkley, 1990) Merkmale in Verbindung mit Hochbegabung (Webb, 1993)
Schlecht aufrecht zu erhaltende Aufmerksamkeit in fast jeder Situation
Schlechte Aufmerksamkeit, Langeweile, Träumerei in speziellen Situationen
Verringerte Ausdauer bei fast allen Aufgaben
Geringe Aufmerksamkeit bei Aufgaben, die unwesentlich erscheinen
Regeln oder Vorschriften können nur schlecht befolgt werden
Regeln, Bräuche und Traditionen werden hinterfragt
Beeinträchtigte Befolgung von Anweisungen zum Regulieren oder Hemmen des Verhaltens.
Nichtbefolgen von Anweisungen (weil sie z.B. unlogisch erscheinen); dies kann zu Machtkämpfen mit 'Respektspersonen' führen
Ruhelos, wesentlich höherer Aktivitätslevel als normal
Hoher Aktivitätslevel, kommt oft mit wenig Schlaf aus
Kinder mit ADS zeigen typischerweise die problematischen Verhaltensweisen in praktisch jeder Situation, einschließlich zu Hause, in der Freizeit und in der Schule. Das Ausmaß ihres problematischen Verhaltens kann jedoch von Umgebung zu Umgebung bedeutend schwanken. Bezeichnenderweise zeigen hochbegabte Kinder dagegen eben nicht in jeder Situation Probleme, z.B. kann das Kind von dem einen Lehrer, dessen Fach es nicht interessiert, als ADS-Kind eingestuft werden, von einem anderen dagegen nicht, weil es dessen Unterrichtsstoff gerne macht. Oder die Kinder werden in der Schule als ADS-Kind eingestuft, jedoch nicht vom Trainer im Sportverein oder dem Klavierlehrer.

[Siehe auch 'Wahrheitsliebe', 'Intellekt', 'Spirituelle Intelligenz', 'Spirituelle Erkenntnis', 'Aussendung', 'Wesenheit' und 'Ich']


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