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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: 'Religionen'


ERWEITERTE AUSGABE NOCH NICHT ALS BUCH ERHÄLTLICH - VORRAUSSICHTLICH AB 2023




Inhaltsverzeichnis

Religionen

Religionen = Ausdruck des Glaubens an eine Seele. Sie entstanden aus dem Bedürfnis der Menschen, die gefühlten inneren Realitäten in einer allgemeinverständlichen Form erklärt zu bekommen.

Viele religiöse Auffassungen beruhen auf inneren Kommunikationen der die Religion begründenden Persönlichkeiten. Innere Antworten sind jedoch mehr oder weniger verzerrt und infolge nicht wahrheitsgetreu, wenn die Fragestellungen bereits durch falsche Annahmen belastet sind. Daher liefern religiöse Texte auch Hinweise zum spirituellen Entwicklungsstand der Menschheit zum Zeitpunkt ihres Verfassens und sind nicht wortwörtlich auszulegen, sondern als mehr oder weniger der Wahrheit nahekommenden Analogien.

Heutzutage sind Religionen spirituell erstarrte Strukturen, die ängstlich Gläubige an sich binden über emotionales Abgrenzen

Damit arbeitet jede Religion gegen das innere direkte Wissen eines jeden Individuums an, welches frei von jeder Einengung ist. Nicht immer stimmen folglich die Ideale der Religionen mit den Idealen der die Menschen in Abfolgen von Lebenszyklen aussendenden Wesenheiten überein, welche u.a. Integrität, Selbstdisziplin, Kreativität, Liebe, Güte, Nachsicht, Wahrheitsliebe, Mitgefühl, Sorglosigkeit, Kindlichkeit, Kooperation und Gleichwertigkeit alles Seienden sind. Jede Religion zeigt Verzerrungen und Verengungen. Würden die Menschen erkennen, dass jeder ein Fragment seines 'Gottes' (=> siehe 'Wesenheit') ist, diesen und dessen Vitalität sowie Freiheit, Erfüllung, Spontanität und Freude in sich trägt und damit selbst göttlich und zudem mit umfänglicher Schöpferkraft ausgestattet ist und nicht zuletzt sich und andere selbst segnen kann, soweit man Segen zu geben vermag, dann würde der Weg nicht mehr in die Kirchen, sondern in die eigene Psyche zum inneren Selbst führen.

Manche Religionen lehren zudem durch Überarbeitungen ihrer ursprünglichen Aussagen verzerrte, ursprüngliche Wahrheiten. Sie entfernen sich des Weiteren von den Idealen der Wesenheiten, vom Streben nach Werterfüllung für alles Seiende und unverzerrten Wahrheiten

Die vielen Religionen zugrunde liegenden konstruktiven spirituellen Ideen werden hierdurch ignoriert.

Es bedarf keiner Kirche, um zu 'Gott' zu finden, denn alles, was ist, ist bereits in uns, in jedem Einzelnen. Wer sich um Kontakt zu seinem inneren Selbst bemüht, wer anderen freudig hilft, ohne sich selbst aufzugeben oder auszubeuten, wer die umfassende Kooperation alles Seienden erkennt, welche dieses Leben erst ermöglicht, der kommt dem Göttlichen in allem Seienden näher und erfährt Schönheit, Bedeutung und Sinn. Antworten können daher nach Roberts in einer wichtigen Hinsicht nicht einfach gegeben werden - der Empfänger muss sie selbst erfahren [Lit 220]. Denn das Lesen von Texten kann das intuitive Erfassen der dahinterstehenden Wahrheit nicht ersetzen.

Wer sich dagegen mit religiösen Ritualen zufrieden gibt, sucht nicht nach spiritueller Erweiterung, sondern geht davon aus, dass die Religion dies für ihn erledigt hat und seine Fragen beantwortet. Oder er sucht innerhalb der religiösen Schriften nach unverzerrter Wahrheit, womit er alsbald an Grenzen kommt.

[Siehe auch 'Gnadenzustand', 'Ideale', 'Werterfüllung', 'All-das-was-ist', 'Wahrheit', 'Verzerrung', 'Frieden', 'Gewaltfreiheit', 'Liebe', 'Mitgefühl', und 'Wesenheiten']


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