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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: Präkognition


ERWEITERTE AUSGABE NOCH NICHT ALS BUCH ERHÄLTLICH - VORRAUSSICHTLICH AB MÄRZ 2022
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Inhaltsverzeichnis

Präkognition

Präkognition [C.G. Jung, Ingrisch, Schopenhauer, Roberts | lat.: vor dem Erkennen] = direkte Schau der stärksten Wahrscheinlichkeitslinie als die wahrscheinlichste Zukunft [Roberts]. Es ist ein Vorauswissen, ein Hellsehen ohne kausalem, auf Ursache und Wirkung beruhendem Zusammenhang [Schopenhauer]. Präkognition besteht aus dem Beschaffen von Informationen aus der geräumigen Gegenwart durch das innere Selbst - genauer durch das Ereignisbewusstsein - mit Zugänglichmachung dieser Informationen als Eingebung (Inspiration) oder Offenbarung. Sie kann sich also im Schlaf als Traum oder im Wachzustand als blitzartiges Erkennen eines komplexen Sachverhalts zeigen.

Dieser Prozess wird u.a. initiiert durch ein fragendes Interesse des äußeren Selbst. Das Transportmittel dieser Informationen sind die inneren Sinne. In der Präkognition werden vom inneren Selbst alle relevanten Informationen assimiliert, Wahrscheinlichkeiten hochgerechnet und ggf. vor dem sehr wahrscheinlichen Eintritt eines ungünstigen Ereignisses gewarnt, so dass es abgewendet werden kann. Es ist eine unablässig wirkende, natürliche Warnmethode für durch äußere Sinne nicht erfassbare Gefahren.

Präkognitionen müssen also nicht notwendig eintreten. Sie können vorsätzlich oder zufällig abgewendet werden, wenn der Betreffende den angedachten und daher wahrscheinlichsten Verlauf bricht.

Ähnliche Abgleiche erfolgen bereits bei jeder noch so kleinen Körperbewegung durch die Zellbewusstseine. Das äußere Ego ist sich all dieser inneren Abstimmungen jedoch kaum bewusst [Roberts]. Auch ein Bewegen im dichten Verkehr wäre ohne diesen ständigen Abgleich von Wahrscheinlichkeiten über die inneren Sinne unmöglich - man würde ständig kollidieren.

Diese Einblicke in sehr wahrscheinliche Entwicklungen sind jedoch nach Roberts im Grunde nicht präkognitiv, weil das interessierte Einsehen diese wahrscheinlichen Verläufe energetisch verstärkt und hervorzubringen hilft [Lit 215]. Man wählt gleichsam einen Verlauf aus, akzeptiert ihn durch die mit der Beachtung einhergehende Energiezufuhr oder man verwirft ihn durch Ignorieren.

Voraussagen und hellseherische Eingebungen treten nur auf bei einer entspannten, momentan leicht orientierungslosen äußeren Persönlichkeit, weil man in dieser Verfassung offener ist, seine Emotionen und Erwartungen neu zu justieren, worauf sich bereits der Verlauf ändert. Präkognition hieße also richtiger Realitätsschöpfung und findet auch in persönlichen und kollektiven Träumen statt.

[Siehe auch 'Projektion', 'Ereignisbewusstsein', 'Inspiration', 'Offenbarung', 'Vision', 'Direktes Wissen', 'Innere Sinne', 'Inspiration', 'Intuition', 'Kommunikationskanal', 'Symbole', 'Erscheinung', 'Inkubationszeit', 'Inneres Selbst', 'Schöpfung', 'Realitätsschöpfung', 'Wahrscheinlichkeitslinie', 'Wahrscheinlichkeitssystem' und 'Geräumige Gegenwart']


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